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C1beta

1865.

  • Köln. Rhein
    reise
    Rüdesheim. Mainz
    Worms Speyer
  • Schweizer-Reis

      fehlt
Von links nach rechts
    1. Heilige drei König
  • 2. Engelbert I der Heilige Graf von Altena im Silberſchreiund die Monſtranze(Vor dieſer Kapelle, eigentlicblos ein Zimmer) daGrabmal Engelbertsv. der Mar, deein andrer Engelberiſt.zu ſein ſcheint. Viel-leicht auch nichtNun kommen dieigentlichen Kapellen
  • 1. Engelberts Kapell(seine Statue darindazu Hirſchkopf miKreuz nichts beſondres
    2. Maternus Kapelle3. Johannis Kapelle
  • 4. Grabmal deheiligen Engelber(hinterm Hochaltar
  • 5. Agnes-Kapelle|Dombild von Meiſter Stepha
  • 6. Michaels-KapelleWalram v. Jülic
  • 7. Stephans Kapell
  • 8. Muttergottes-Chörchen-Kapell. (Bild voOverbeck.
Stadtplan (Ausschnitt); Köln, CölnKoelnCoelnKöln. nach BonGereonsThoNach BonNach AacheStGer-eoApostelKirchNeu Mkt.MarkAppelhoSt UrsulSeverinStraßeHoch StraſskHeu Mkt.MarkA. Mark
    a. Hotel Discb. St Columbc. Minoriten Kirchd. Museum Wallraf-Richartze.Rathhausf.Hauptwachg. St Albanh. Gürzenici. St Maria im Kapitok. Synagoge
Außer dem Dom ſinnach Baedeker die 3 wichtigſteKirchen: 1. St Gereon 2. diApoſtelkirche 3. Maria imKapito. (Dazu vielleicht nocSt Ursula)
Rathhaus nur von außenGürzenich außen und innenRubens GeburtshausDie Synagoge
Der Dom und St Maria zurKupfergaſſ

Der Dom iſt ein kosmopolitiſcheBHauptwerk; die ganze Welt hadran gebaut, die ganze Welbeſucht es. . . . . Es iſt alles, nur keine katholiſchKirche. Es iſt ein Muſeuund profanes Getreibe
Man tritt in durch das Südportaein; auf den Bänken ſitzeeinige Beter, aber ſie betenicht. An den Pfeilern ſinKäſten angebrachtEh Du noch Zeit haſt, tritein friedlicher ſualbungsvoller Herr adich herantrit und hält Dir mi einen gelben Meſſingtelleentgegen. Aus ſeiner Anrede verſtehman nur die Worte: „unſeDom“. Auf dem Brettliegen aufgezählt faſt lauteThalerſtücke, ſo daß ein gewiſſemoraliſcher Muth dazu gehörtſein Viergroſchenſtück dazwiſchezu ſchieben. Ich wagte eingedämpfte Anfrage von Beſichtuf die Frage von Beſich man an den Deizer gewieſen.igun Atigunwirdomſchw IWeiterſchreiten bis an den TranſeptHier iſt uns ſchon von fereine cardinalhafte Geſtalt aufgefallen, in langem Scharlachgewand un hohem Sammtbarett, wie edie proteſtantiſchen Geiſtlichen tragendazu einen Stab in der Handder zwiſchen Portier-Stock unKlingelbeutel glücklich die Mitthält. Wir tragen ihunſre Wünſche vor. Midem guten Humor eineKölners behandelte er diFragen und da ein Engländemit ſeiner Tochter und eijunges Paar aus Brüſſel obeherzugetreten ſind, ſo iſt diZahl vollſtändig, die Berechnunwird angeſtellt jeder zahl13 Silbergroſchen, auch der altEngländer, nachdem er ſeinen Murra befragt und eine andre Summherausgerechnet hat. Die Börſewerden gezogen, dimit Blechſchildern ausgerüſteteBengel, die den Doumlagern und umlungernſprechen dazwiſchen fengliſcfranzöſiſch, kölniſch klingt edurcheinander – die Beter iihr den Betſtühlen horcheauf. Sie müſſen aufhorchenes ſind die Tabulettkrämeim Tempel, es iſt kein Tempemehr. Der Eindruck iſt MaDer Eindruck den man hat iſſo unkirchlich wie möglichDas „heilige Köln“ iſt das „heiligKöln“ nicht mehr Unter dieſem Eindruck blieb iczwei Tage lang; der Tag meineAbreiſe kam heran. GaſſengewirrBurgmauer. Römerthurm. Ich wußtnicht mehr wo ich war. undAlich um eine Ecke bog. Eidunkler Hof mit einem Bogenthornach der Gaſſe heraus ein erleuchteteFenſter. Zugleich klang Kirchengeſang zmir her. Iſt Auf dem dunkleHofe ſtand ein Mann, der ein Kinauf dem Arme trug. Er ſchien unſchlüſſig, ob er eintreten ſolle„Iſt das St Urſula?“ „NeiHerr das iſt „Kopper⸗Marie“Du ſollſt eintreten, dacht’ ichEin Vorhof. Eiſengitter. daheilig KircheAlles dicht voll. Kleine Heiligenbilder an der Wand Der Weihrauclag erſtickend über den Betern. Ich konnte nu bis halb an das Gitter vordringen vor mit lagen knieteeinzelne, oder ſtanden aufrechtIch ſah nun in die Kirche hineinAlles dicht voll, arme, ſchlichtLeute wie es ſchien, vielFrauen. Die Kronen dibrannten hatten nur vier Lichtervonan dem einen Seitenaltar, demir zunächſt war, ſah ich digeſchnörkelten Säulen ſpäter Renaiſſance, denie Goldkapitelllängſt blind geworden. Nuſchwieg der Geſang. Vor den Hauptaltatrat eine Geſtalt, das Weihrauchfawurde geſchwungen, ich ſah nichtals den leuchtenden Schein, dehin und herflog. Die Reſponſorie begannen. Alles ſank in diKnie. Die ſcharfen Laute deGlöckleins klangen dazwiſchendas Feſt trat, phyſiſch wahrnehmbar, in ſeine Höhe einMir wurde himmelangſt, abeinzwiſchen hatte ſich der Rauhinter mir gefüllt, unmittelbahinter mir knieten zwei Nonneund verſperrten den WegIch bangte Es ging mir wiBangen und Entzücken durch daHerz. Im Grunde war ich frohbleiben zu müſſen. Der letztGlöckleinklang; die Knieenden richteteſich wieder auf und traten zSeite. Durch dasie ſchmale Thür im Eiſengittekamen die Beter heraus. Die Kirch leerte ſich raſch; nach zweMinuten brannten nur noch eipaar Lichter, alles war vorbeiEinsMit unter dern letzten trat ich auder Kirche heraus. Als ich audem dunklen Hof ſtand murmelich vor mich hin: „Das hälnoch eine Weile.

Koeln.Hôtel Disch
Montag d.
dender
28.
  • a. Minoriten-Kirche. Gottesdienſt. Blick hinein. Debetende Blaukittel am Eingan
  • b. Muſeum Wallraf-RichartzEntrée 7 1/2. Die römiſche(meiſt in Köln gefundenenAlterthümer: VotivſteineGrabdenkmäler, BüſtenMünzen, MoſaikfußbodenSteinſärge etc. Auch dipermanente Bilder⸗Ausſtellung geſehn
  • c. „Groß-Martin Kirche“ voaußen geſeh
  • d. Zur Table d’hôte. DeAnekdoten⸗erzählende Direktor des Wallraf⸗Mu⸗ſeum und ſein Gaſt. DeConverſation-ſuchende altFranzoſe ſammt Tochter nebemir
  • e. In den Dom. DeSchwarzkäppige und der Domſchweizer. Beide gelungen. TotalEindruck. Der Gang durch diKapellen. Die Sehenswürdigkeiten, die Reliquien, daDombild Meiſter StephansDas Dombild iſt eiFlügel⸗Altar-Bild, linkdie heilige Urſula mit de11,000 Jungfrauen, rechtder heilige Gereon, ider Mitte die JungfraMaria mit dem Chriſtkinund die Anbetung der heilige3 Könige. Die Urſula iſſehr gut, der engliſche d. h. britiſche Typuder Jungfrauen iſt gut getroffenwiewohl unter den alteceltiſchen Britten von einenormanniſch⸗angelſächſiſchen Typunatürlich keine Rede ſein konnte. – DiHauptſchönheit bleibt aber immedas Mittelbild. Die Jungfraiſt hier weniger als idealiſirtglückliche Mutter, ſondern alzwar milde, mädchenhaft-jugendlicheaber doch vorzugsweiſe alkeuſche Himmelskönigin aufgefaßt. Dieſer letztre Ausdrucweil er ſich mit ſoviel Schönheiund ſtiller, ſtatuariſcher Lieblichkeit paart, iſder Zauber dieſes Bildes. Voden 3 Königen kniet rechteine Art W. Lübke, nuetwas verwildeter, eine Geſtalvon halb ſächſiſchem, halb fränkiſchen Typus. Zur Linkenim rothen Königsmantel, knieder alte König, innig, andachtsvoll, eine ſehr ſchöne Figur. Darauf den Dom erſtiegenUmgang auf der Gallerie iInnern, dann auf der AußenGallerie; dann auf den SüdThurm, wo der Krahn undder „Roſengarten iſt,. – AAbend zu Haus im Hôtel
Dinstag d.
dender
29. Augu st
.
  • a. Das Aeußre des alten Rath⸗hauſe
  • b. Der Gürzenich. Unter Speicheroben Feſtſaal. Der Saal eiMittelding von Weſtminster Halund Kroll; reiches mittelalterliches Decken⸗Holzwerkzu gleicher Zeit etwas Tietzhafte Verzierung und Buntheit; übrigens durchaus gefällig
  • c. Sankt Maria im CapitolVielleicht auf dem ehemaligerömiſchen Capitols-Hügel; dahedieſer Name. Wohl die älteſtKirche Kölns. Chor unTranſept früh romaniſch, ebenſdie Crypt. Die Säulen Pfeileder Crypt (eigentlich einfache Säulen mit ganeinfachem Kapitell) habedieſelbe Geſtalt wie iChor und Transſept, weshales mir unſinnig ſcheinwenn Klein (ſ.siehe ſein Buchdieſe Crypt bis in Heiden⸗Tempel-Zeiten zurückdatiren will. FriedrichWilhelm I liebte dieſKirche vor allem; ebenſſchenkt ihr Herr v. Quaseine beſondre Aufmerkſamkeit. Die eine alte Thü
Beſondere Sehenswürdigkeiten idieſer Kirche „St Maria imKapitol ſin
  • α. Die eine alte Ein-gangsthü, mit Holzſchnitzwerk aus dem 11. Jahrhunder
  • β. in der Kirche ſelbſdie Orgel, mit reicheOrnamenten; gilt (diOrgel) für ſehr gut
  • γ. Der Grabſtein (wahrſcheinlich ſteinerner Sargdeckel) der KöniginPlectrudi, der GemahliPipins (ſiehe Details iKlein an verſchiedneStellen
  • δ. Die Hardenrath’s Kapelle. In dieſebefinden ſic
    • a. die Malereien voIsrael von Meckenheim(Meckenem an deneich weiter nichts findekann
    • b. (proviſoriſch) die Por-traits von BurgemeiſterHardenrath und Frabeide vom Kölner MalerGeldor gemalt (ſehr gut)
    • c. (proviſoriſch) Die ſter-bende Mari, vorgeblicvon Albrecht Dürer. Icglaub es nicht. Das Bilhat Meriten, iſt abedoch kein Dürer. (S.Siehe Klein
    • d. Aus „Sankt Maria imKapitol nach dem Wallraf⸗Richartz⸗Muſeu und diBilder⸗Gallerie deſſelben Stunden lang beſichtigt. Efinden ſich faſt alle Schulevertreten, auch modernBilder ſind da von Bende-man (die trauernden Judenvon Begas (ſein Portrait) voSchrader (Cromwell und ſeineſterbende Tochte) von Scheuredas Rheinpanorama in 2lättern etc. (S.Siehe denKatalog den Wolfgang Müllerv. Königswinte edirt hat)Die Hauptſache bleibt aber docimmer die alt⸗kölniſchMalerſchule, die brillanvertreten iſt. Zu Das Meiſtläßt freilich kalt; entzückenſind aber
      • 1. Meiſter Wilhelms von Köl„Jungfrau Maria mit demChriſtkind links und rechtdie heilige und diheilige Barbar
      • 2. Meiſter Stephans von Köl„Die Jungfrau Maria inder Roſenlaube.Dies ſind allerdings Werkallererſten Rangesdie auch der Laie miſeinem Herzen ſofort alſolche erkennt. Rechneman dazu das berühmtDombild (ebenfalls voMeiſter Stephan) das ich ſchoweiter vor beſchriebehabe und die „ſterbendeMaria von (vorgeblich) AlbrechtDüre, – ſo beſitzt Köl(da auch das letztgenanntjedenfalls eine bedeutende Arbeiiſt) vier alte Bildevon ſeltnem WerthWas den Meiſter Stephaangeht, ſo möcht’ ich ihhöher ſtellen als die Eicks, alDürer und Holbein
    • e. Spatziergang am Rheinüber die grandioſe Eiſenbahn⸗brück. Dann flanirtBurgmauer, Römerthurmendlich in die Kirche „StMaria in der Kupfergaſſewo ein Abendgottesdienſwar. – Sehr ermüdet nach Haus
Mittwoch d.
dender
30. August
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  • a. Nach „Sankt Gereon“Dieſe Kirche baulich ebenſintereſſant, wie durch ſ ihrGeſchichte
    Hier ſind die 700 Märtyrer⸗Soldaten dethebaiſchen und MauriſchenLegio (Sankt Gereon unSankt Gregorius waredie Führer) beſtattet. IhrSchädel – unter rothen Sammtüberzügen halb verſteckt – ſchmückeringsum die Kirche
    In der alten Crypdas Grabmal des heiligenGereo, das alljährliceinmal erleuchtet wird (Charfreitag) dann iſt auch Gottesdienſt in der Crypt. Idieſer befinden ſich zahlreichKnochenüberbleibſel, moſaikartig zuſammengeſtellt. – Außerdeeinmehrere Stücke wirkliche Moſaikdie von wo anders her, hiein den Crypt⸗Fußboden eingelegt worden iſt. DiSäulen und Gewölbe deCrypt – wie in St Mariaim Capito – früh romaniſchDoch ſind die Säulein St Gereon viel niedriger
    Als Bauwerk iſt daletztre höchſt merkwürdigeigentlich viel merkwürdigeals z. B. der Dom. Eivertikaler Längsdurchſchnitt würde folgendeProfil ergebe
    Gebäudelängsschnitt; St. GereonStAKöln, CölnSt. Gereon in Köln. ABC
    A und B bilden den ſehr hohen ChorA iſt noch wieder etwahöher als B. Unter A unB iſt die Crypt. C. iſLängsſchiff, wenn hier voeinem ſolchen die Redſein kann denn es iſein zehnſeitiger KuppelbauUeber dieſen Bau ſiehDetails in Baedeker unKlein. Auch über di„Tauf⸗Kapelle“ mialten ſchadhaften Freskeiehe Klein S.Seite 170 unten.
    b. Ins Café du Dome
  • c. In den Dom undie Glasmalereiedurchgenommen
  • d. Um 2 Uhr 45 Minuten über Brühl, unBonn nach MehlemStation gegenüber voKönigswinter. Mider Fähre nach Königs-winte. Dan
  • e. zu Eſel auf denüber diWolkenburg, wo diSteinbrüche für den Doſind, auf den Drachenfels
  • f. Vom Fuß des Drachen-fel im Segelboonach Rolandseck
  • g. Von Rolandseck iBoot nach Mehlezurück. – Um 8 Uhmit der Bahn zurücnach Koln
  • h. Soupirt im SalonDie ſchöne blonde junge Engländerin und die ſchöneſchwarze Kölnerin
Donnerstag d.
dender
31. August
.
  • a. Gepackt. An Emilie geſchrieben. Abſchied aus Hotel Disch
  • b. Zum dritten Main den Dom. Morgengottesdienſt beigewohnt. Zum Schlunochmal das „Dom-bild von ferne bewundert, wenigſtens den erſteEindruck erneuert
  • c. Um 11 Uhr 45 Minutenach Coblenz. U2 1/2 in Coblenz. EinzelnUferpunkte reizendGodesbergDrachenfels und RolandseckRuine Hammerstein. SinzigAndernach (prächtigNeuwiedAuch bei Burg Dattenberund Namedy vorbei
  • d. Ankunft in CoblenzGleich an den Rhein. DeSteamer ſchon ſeit einehalben Stunde fortAlſo Quartier genommeim „Anker“. MäßigeDiner. Spatziergang an deMoſel und über die Moſel-Brück, Ehrenbreitſteiim Sonnenuntergang (koſtbar)Am Abend erinnerte micdas ſchöne Strombilſehr an den LimfjordUm 8 zum Thee; unbedeutende Engländerinnenein reizender deutſcheBackfiſch von vielleicht 1Jahren, à l’enfant miſchiefem Scheitel friſirtwahrſcheinlich eine Generalstochteaus den alten Provinzen
  • d. Geleſen, geſchriebenSchwer müde zu Bett
  • Freitag d.
    dender
    1.
    September
    Septmbr
    .

Schauerliche Nacht. ZweWanzen aus freier Hangefangen, eine alte uneine junge, beide in debekannten Brunnen erſäuftEine halbe Flaſche Eau d Cologne verbraucht undoch nicht geſchlafen. Endlicum 5 Uhr Erlöſung. Aufgeſtanden. Um 6 Abfahrmit dem Dampfſchiff „Elisabeth“ nach Mainz. Schifund Geſellſchaft – im Weſentlichen – nichts bweniger als elegant. Ueberhaupt iſt deRhein eben eine berühmtReiſeſtraße für alle Welund neben den vornehmſteLeuten begegnent maauch einer großen Zahl höchſſimpler Subjekte und armeTeufel. An Bord waremehrere Engländer, darunter ei Mr.Mister Lockhardt miſeinem boy. Mr. Lock-hard vielleicht der Sohvom Schwiegerſohn WalterScott. Er reiſte nach Arn⸗ſtad oder kam dortherich hatte kurze Geſprächmit ihm
Das Wetter war Anfangs neblig, dann windig, dann kam ein ſtarkeRegenſchauer, das alleſtörte aber doch kaueine halbe Stunde und iWeſentlichen war juſdas Wetter, das icliebe. Es iſt nicht z leugnen, daß dieſe Rheinfahrt etwas Entzückendehat: die Felſenufer miihren Weingeländen, die maleriſchen Dörfer die ſicin dichter Reihenfolge aUfer hinziehn, die prächtigen Kirchen und die BurgeStadtthürme, die Burgen(meiſt Ruinen, einzelnreſtaurirt, eine ſogaglücklich erhalten, ich glaubdie „Marksburg“) – das alleſchafft hier ein Panorama, wie es die Welwahrſcheinlich nicht zuzweiten Male beſitzt. Eiſt lächerlich das leugnezu wollen. Man brauch dieſen Dingen gegenübenicht zu verhimmelnman kann im Einzelnetadeln, man kann hieund da ſagen: „das gefällmir nicht ſehr“ oder „ichab’ mir das ſchöner gedacht“, das Endreſultawird immer das ſein: alGanzes unübertroffenSchönheit der Natur (unzwar jeder Art von Naturdenn es kommen aucFlachlandſchaften und Fernſichten vor) große hiſtoriſchErinnerungen, Traditionealter deutſcher KaiſerprachtSagen und Legenden, muſtergültige Baudenkmäle(und zwar zu Dutzendenbuntes heitres Leben under ſchönſte Wein, allekommt hier zuſammen, udieſen Fleck Erde allerdingzu dem beſchauens⸗ und begehrenswertheſten zu machen, deman ſich denken kannLeider hängt er nur loſan Deutſchland und an Preußegar nicht. Auf dem Rechts-Ufeiſt man lau und flau, kosmo politiſch, behaglich, ſelbſtbewußt, vielleicht leidlich deutſchaber ſicherlich nicht preußiſch; auf dem linken Rheinufer ſprechen die Leutin Naſſau Rheinheſſen unRheinpfalz (z.B. in Wormsoffen ihre Hinneigung zFrankreich aus. Daß diFranzoſen zweimal ihrLand verwüſte, iſt ihnegleichgültig, iſt vergeſſendie franzöſiſche Kaiſerzeit aber diſie mitdurchgefochtenan deren Sieg ſie theilgenommen, lebt in alleHerzen
Die ſchönſten Punkte biBingen ſind wohl folgende
  • a. Lahneck (an deEinmündung der Lahn) und dagegenübergelegene Stolzenfels
  • b. Ruine Rheinfels undie ganze Scenerie druherum: St Goar, Goars-hauſe, die Ruine Thurn-ber und die Ruine Katz
  • c. Burg Rheinſtein, Beſitdes alten Prinzen Friedrich v. Preu⸗ße, der dort in deKirche oder Kapelle auch beigeſetzt iſt
  • d. Caub und die Pfalz. (Schon voRheinſtein
  • d. Die Parthie am BingerLoc und Mäuſethurmlinks Ruine Ehrenfels Asmannshauſen unRüdesheim, rechts Bingean der Einmündung der NaheHier ſtoßen Naſſau, Rhein⸗heſſe und Rheinpreußezuſammen. Was nördlich voder Nahe iſt, iſt preußiſchwas ſüdlich iſt, iſt Rhein⸗heſſe (Bingen); gegenübeliegt Nassau mit As-mannshauſe, RüdesheimGeiſenheim und Schloß Jo⸗hannisber
In Bingen ſtieg ich mi einem Herrn aus Bres-la, deſſen Bekanntſchaft icgemacht hatte, aus, uden ſogenannten „Nieder⸗wald zu beſuchen, an deſſeFuß eben AsmannshauſenRüdesheim, Geiſenheim unJohannisberg (ſammt Schloß Jo-hannisber) gelegen ſind
Dieſe Parthie, die – wimachten ſie nur in ihreHaupthälfte – uns ohngefäh4 bis 5 Stunden koſtete, iſſehr lohnend. Kann ma2 Tage drauf verwendenund iſt man jung, friſch weinverſtändig und iguter Geſellſchaft, – ſmuß ſie entzückend ſeinSie gewährt an ein paaStellen wunderſchöne Ausblicke und überall einekoſtbaren Wein. Wimachten es ſo
Erſt in einem Bootquer über den Rheibis Asmannshauſen
Von Asmannshauſen (aueinem Mauleſel) bis audie Kuppe des Berges
Hier im ſogenannte„Jagdſchloß“ dinirt
Dann die Ausſichts⸗Punktdes „Niederwald“ beſuchtZauberhöhle, Roſſel⸗ThurmEremitage und Tempel
Dann vom „Tempelaus bergab nach Rüdesheiman den Stellen vorbei, wder Biſchofsberger und Hinterhäuſer (die beſte Sorte) wächſund in Rüdesheim ſelbſt i„Gaſthaus zum Rhein“ einFlaſche Rüdesheimer (Biſchofsberger) ausgeſtochen. Obeauf dem Jagdſchloß hattewir Asmannshäuſer getrunken. Der Rüdesheimewar ſehr ſchön und nicht über mäßig ſtark; der Asmannshäuſer aber, in alleſeiner Glorie, iſt doch ſehGeſchmacksſache. Vor Tiſchnippte ich ohngefähr eineTheelöffel voll, – es ginmir wie Feuer durchBlut, nicht unangenehmaber doch beängſtigend, wenn man vorhat eine halbFlaſche davon zu trinkenDer ächte Asmannshäuſer iſganz dunkelroth, voll iGeſchmack, gewürzhaftvor allem aber adſtringirend, ſo daß man freilicſagen darf, er ſchmeckwie eine aromatiſchTinte Zum Verſchneiden iſt er gewivorzüglich, zum trinken unbrauchbar. Uebringens wächſder Asmannshäuſer nur aeiner verhältnißmäßig kleineStelle. Der Uferfels haohngefähr dieſe For
Umgebungsplan; Bingen am RheinBingenamRheinUmgebung von Bingen. AsmannshauseRuine EhrenfelRüdesheiBinge
Nun wächſt der Rüdesheimer audem ganzen Gelände bis unmittelbar an Asmannshauſen hinan, beRuine Ehrenfels iſt er ſehr ſchön, aſchönſten aber faſt unmittelbahinter Dorf Rüdesheim (Hinterhäuſer und Biſchofsberger). DeAsmannshäuſer wächſt ſo zſagen landeinwärts. Vom Doraus zieht ſich eine Schlucht binach Aulhausen hinauf (Wenach dem „Jagdſchloß“). Adem linken Gelände dieſeSchlucht wächſt der Assmannshäuser. Der Berg, der ebedurch die Schlucht vom „Nieder⸗wald und dem Gebiet deRüdesheimer getrennt iſt, gehördem Herzog von Naſſau, ideſſen Keller deshalb faſaller Asmannshäuſer kommtNur kleine Stücke, in der Nähdes Dorfes, gehören deWeinbauern
Das kleine Diner audem „Jagdſchloß“ (wo ſich auceine Penſion befindet) waausgezeichnet; wir hatten eineſuperben Haſenbraten, eben friſcaus der Pfanne, und allerlei Zubehör. Bei mehr Mußebeßrer Geſellſchaft und beßreGeſundheit wär es reizengeweſen. Als Deſſert hattewir Asmannshäuſer Traubendie uns koſtbar ſchmeckten
Zwei Stunden ſpäter trankewir Rüdesheimer ieiner Zeltlaube am Rheinden Rhein unmittelbar vouns, drüben Bingen, daz das maleriſche Oertcheſelbſt, Thürme links unrechts und neben uns ider Laube drei katholiſchGeiſtliche in muntrem Geſpräch. Es fehlte ebenur der rechte Genoſſeder Bruder Breslauer langtnicht zu
Um 5 waren wiwieder in Bingen, wohiuns ein koſtbarer Kerlein Schiffer aus Rüdesheimin ſeinem Boote übergeſetzhatte. Seine Betrachtungeüber die Rheinheſſedrüben in Bingen, ſwie über die Asmannshäuſer, die er ganz vo Standpunkt des ſtolzen Rüdeshei- 3mers aus beurtheilte, warehöchſt ergötzlich. Er ſah diWelt als einen Weinberg an, auf dem Rüdes-hei ſo ziemlich dieer beſtStelle Fleck, Rheinheſſen am anderUfer aber eine Art Schrindſtelle ſei
Die Fahrt von Bingenach Mainz entzückendnach meinem Geſchmack ebenſſchön wie die Rheinfahrzwiſchen den Felſen. DiFernſichten, die Verſchiebungeund Beleuchtungen, die Abſtufungen von Vordergrund, zweidrei Mittelgründen und Hintergrund – ſehr ſchön. Biberic mit ſeinem Schloß unſeiner neuen Kaſerne ſehr ſtattlichendlich ſteigt das „goldenMainz“ im Glanz der untergehenden Sonne auf
Es macht durchaus einegroßſtädtiſchen Eindruck. Winahmen Quartier im „Rhei⸗niſchen Hof. Dieſer zählſchon zu den größten Hôtels; wir hatten NoNumero 95in einer Manſarde miſchönem Blick über deRhein. Nachdem wiunſern Thee genommenmachten wir einen Gandurch die Stadt: GutenbergsDenkma, mittelalterliche Brunnen (die Mittelſäule 3aus der das Waſſer quilltſoll aus der Zeit Karls desGroße ſein; ſ.siehe BaedekerSchiller Statue auf demſelbePlatz, auf dem der Brunneiſt. Dann ins Café dePari und ein Seidel getrunken. Todtmüde nacHaus und einen guteSchlaf gethan
Sonnabend d.
dender
2. Septembe r
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Gefrühſtückt; Rechnung bezahltdann ausgeflogen. Erſdie Gutenberg⸗Statue (voThorwaldſen) bei Tage. Eipreußiſches Regiment (das 32te,Thüringer zog gerade mi klingendem Spiel vorüberDann in den Dom.Aeußerlich hat man deſchönen alten Gebäude (romaniſch) allerlei Roccocowerk angeflickt, dociſt es in ſeiner Geſammtwirkung nicht kleinlich und ſtördeſhalb nicht. Im Innerimponirt der alte Baaußerordentlich. Er iſt ſehreich an Bildwerken alleArt, ſowohl an Malereiewie an Skulpturen. DaDenkmal das die MainzeFrauen, wenn ich nicht irredem „Frauenlob“ geſetzt haben konnten wir leider nichſehn. Die entſprechende Kapellwurde reſtaurirt und wamit Gerüſtwerk völlig verbautDer Mainzer Dom gehörzu den großen, alten Kirchenderen Reſtauration neuerdingin Angriff genommen wordeiſt und dem man, ſtatder nüchternen weißen Tüncheden alten Farbenreichthum (unvielleicht mehr als er jemalhatte) wiedergegeben hat. DiWirkung dieſer Pracht⸗ und Farbenfülle iſt außerordentlich. Maſagt ſich „ja, das iſt dagoldene Mainz“. Zunächſdas Mittelſchiff. Alles wa vorſpringt, die großeRundbögen an deDecke, die Gewölbe⸗Ribbender Untergrund des einefertigen hohen Chors (es iſt eine Doppelkirche) – alles iſt reich vergoldetwährend die Gewölbekappeblau ſind, arabeskenhaft gemuſtert. Die Seitenſchiffſind anders. Hier ſind diRundbögen roth, die GewölbeRibben blau und die Gewölbekeappen golden. Das Mittel⸗ſchif erhält Freskobilderdie etwa zu zwei Drittheilen fertig ſind. Sie ſind übe den Rundbögen und unteden Fenſtern des Oberſchiffs
Die Zeit geſtattete keilanges Verweilen. Gege11 Uhr über Laubenheim, Boden-hei, Oppenheim und wialle die „heime“ heißenach Worms, voWorms um 5 Uhr Nachmittags nach SpeyerIch vergleiche hier gleich didrei Dome: den Mainzerden SpeyrerWormſer, den Spey⸗re, die ſehr große Aehnlichkeit haben und durch ihrSchickſale jetzt doch ſehverſchieden erſcheinen. Baulich de ſchönſte iſt vielleicht deWormſer. Die Aehnlichkeit dieſer 3 Dome, diauch wohl alle ſo ziemlich auderſelben Zeit ſtammen, beſtehdarin, daß ſie 1.) Muſterſtücke des Rundbogenſtileſind 2. daß ſie vier Thürmund zwei Kuppeln habenje zwei Thürme in Weſund Oſt und von den Kuppeleine über dem Querſchiffdie andre zwiſchen den Weſtthürmen oder doch ider Nähe derſelben. Dieſind die Aehnlichkeiten; auceine Aehnlichkeit des Materialsrother Sandſtein, (wenigſtens i Worms und Speyer) kommhinzu. 3
In ihrem Innern ſinſie ſehr verſchieden
Der Mainzer Dom hat (aucjetzt noch) viel roccoco⸗haftesDaß er es auch im Aeußertheilweis hat, hob ich ſchon hervor
Der Wormſer Domſchön wie er iſt, iſt – iFolge der Zerſtörungen durch dieFranzoſe – faſt ganz kahlErſt mit der Zeit ſoll dewieder abgeholfen werden
Der Speirer Doiſt im reinſten Stil undabei aufs reichſte wiedehergeſtellt. Vor dem MainzerDo hat er das Stilvolle, vor dem Worm⸗ſer Do den Reichthumdie Fülle der Ausſchmückunvoraus. Es iſt miſehr intereſſant innerhal24 Stunden gerade dieſdrei Dome geſehn undie Möglichkeit der Vergleichung gehabt zu haben
Um 11 Uhr alſo nacWorms. Etwa um 1 Uhdort. Sofort nach deDom; erſt auf deDomplatz, wo Chriemhilund Brunhild ihren Streit hatten ein Glas Bier getrunkendas mir ein Straßenjungfür 3 Kreuzer holte. Inzwiſchen war die Küſtersfrau erſchienen. Die Kirchiſt ſehr ſchön, aber völlikahl, weil ausgeplündertDie Stadt Wimpfen ha(aus ihrer Kirche) alte Glasfenſter geſchenkt, dinun als Roſetten in deWeſtchor geſetzt und allerdings ein Schmuck ſind. Dieſalten Scheiben haben daſchönſte Blau, das ich nacWestminster Abbey geſehn habeIm hohen Chor hat maauch (wie in Mainz und Speyer) di Farbenausſchmückung der Deckbegonnen. Wie mir ſcheinen will, ſchöner als irgendwo. Doch muß man erſdas Ganze abwarten. Vielleichiſt es zu ſchön, zu tzartnicht kräftig genug. DiGewölbe⸗Ribben ſind braundie Kappen wie eine weißgemuſterte Karo⸗Tapetetwa Vorderansicht (Ornamente); Ornament im Wormser Dom St. Peter., die Außenſternchen immer von GoldEbenſo ſind die Kappen ſelbſtdie aus einer ganzen Anzahſolcher Caros beſtehn mieiner Art goldnen Grec⸗Borte (ſehr breit) eingefaßt. Sonſ hat der Dom, außeſeiner architektoniſchen Schön- 3heit, nur noch alte Skulpturen aufzuweiſen, die frühein einem Kreuzgang ſtandeund jetzt in der „Taufkapelle“ diWände ſchmücken. Eine Grab-legung Chriſt iſt ſehr ſchön
Unmittelbar neben deDom liegt „Heil’s Garten“Dieſen muß man durchaus beſuchen, zunächſt deshalb, weiman von den Terraſſen dieſeGartens aus den ſchönſteUeberblick über die Nordund Nordweſtſeite des Domehat; außerdem aber auch, weidies die Stelle iſt, wo Luther, audem Wormſer Reichstagvor Kaiſer und Reich erſchienWo jetzt das hübſche Haus des HerrnHei (eines ſehr reichen Lederfabrikantenſteht, ſtand früher der „BiſchofsHof“ und hier fand der Reichs-ta ſtatt. Das beinah mannshohe Fundament des jetzigeHauſes gehörte dem Biſchofshofe an. Der Führer ſagtmir, er entſänne ſich nocdes alten Gebäudes und deTreppe, die in Front deſſelbehinaufgeführt hätte. Sie habauch aus Sandſteinquaderbeſtanden und ſei eine Doppeltreppe, mit ſteinerner Treppen wange geweſen. Alſetwa (ohne Wange) ſo
Villa Heyl (heute: durch Neubau ersetzt)VillaHeyl(heute:durchNeubauersetzt)Heylshofpark, Heil’s GartenTreppe der Villa Heyl in Worms.
Eine kleine Thüaber, die jetzt noch – ider Höhe des Fundaments – ider Sandſteinmauer iſt, ſcheindarauf hinzudeuten, daß aucunter der Treppe ein Eingang war. Dies gab deFührer als leicht möglich zukonnte ſich deſſen aber nichgenau beſinnen
Villa Heyl (heute: durch Neubau ersetzt)VillaHeyl(heute:durchNeubauersetzt)Heylshofpark, Heil’s GartenTreppe der Villa Heyl in Worms.

Von einem Höhenpunkdes Gartens aus, auf freieFelde, eine halbe Stunde Wegnach Alzey zu, ſieht maden Luther⸗Baum, eine hohRüſter. Er ſteckte hier, aler nach Worms zog, ſeineStab in die Erde und ſagte
Und ſiehe da, der Stab ſchlug auund wurde ein Baum. DaVolk hängt ſehr an dieſeLutherbaum. Wiewohl er grünund blüht, iſt er ganz hohlVor einiger Zeit (durch Fahrläſſigkeit eines Jungen) brannte erin unglaublich kurzer Zeit waredie Spritzen aus allen nah gelegenen Ortſchaften heran und dman den morſchen Bauſo zu ſagen abgeſpritzt habewürde, ſo goß man das Feue von oben her aus. – Luthewar 14 Tage in Worms;–3er wohnte im „Johanniterhofin der jetzigen Kämmer Straße3 bis 4 Minuten Wegs voDom und dem BiſchofshofDer Johanniterhof iſt weg; eſteht jetzt dort ein ziemlicgroßes Gebäude, das ſtädtiſchCaſino
Im Volke ſind die Erinnerungen an jene große Zeiſehr ſchwach; noch ſchwächer ſinnatürlich die Erinnerungen aKönig Gunther, an SiegfriedChriemhild und Brunhilde. Niemand weiß davon. Wo jetzHerr Lederfabrikant Heil wohnt wohnte früher König Gun⸗the. Hier ſtand GuntherBurg, bevor die Burg zu„Biſchofshofe“ wurde. An deSüdſeite des Domes, audem jetzt parkartigen kleinePlatze hatten die beiden Königinnen ihren Streit. Eine Viertelſtunde von der Stadt entferntan der andern Seite deRheins, liegt der „Roſengarten“jetzt nichts andres als eigroßes Stück Wieſenlan(wohl faſt eine Viertelmeillang) mit Werftweideund einigen Eichen bepflanztIch ſah mir den „Roſengartenan ein Gaſthof 3. Ranges, dean der Liſière dieſes Wieſenlandes gelegen iſt, heißt zu„Roſengarten“. Man trinkdort Landwein für eipaar Kreuzer
Noch zweierlei: AmUeberSüdportal des Domes befindet ſich (ſehr alt) ein vierköpfigeThier auf dem eine Frareitet. Unzweifelhaft ſines die 4 Evangeliſten (Engelgeflügelter Löwe, Ochs, Adlerdie die Kirche tragen
Eine andre Kirche in Wormiſt die gothiſche LiebfrauenkircheUnmittelbar in der Nähe dieſer Kirchwird die „Liebfrauenmilch“ gewonnen Kenner ſollen hier dieſeWein nicht ſehr hoch ſtellender Name ſei das beſte daran
Im „alten Kaiſer“ einedicht am Dom gelegeneguten, alten Gaſthof, gut dinirt
Von Worms alſo nacSpeyer. Leider gehen hiedie Züge langſam und unaccurat. Es war ſchon dunkeals ich ankam; ſtieg alſab im Wittelsbacher Hofwo ich zu meinem Bedauererfuhr, auch am anderTage (Sonntag) ſei von 8 bi12 Gottesdienſt und nur vo6 bis 8 würde ich den Doſehen können. So denn um 5 Uhr auf
Sonntag d.
dender
3.
September
Septmbr
.
Um 5 Uhr auf. Um ungefrühſtückt in den DomEr war ſchon voller Menſchendie alle zur heiligen Meſſgekommen waren. Der Biſchoſelbſt, in violettem Gewandeerſchien. Unter dieſen höchſerſchwerenden Umſtändebegann ich meine WanderungIch bemerkte bald, daß eauffiel; ich ließ mich abenicht ſtören, da ich im Gaſt-hauſ erfahren hatte: erſt u8 Uhr beginne der Gottesdienſt; bis dahin ſei es erlaubt. Ich ſollte aber baleines Beſſren belehrt werden
Grundriss; Dom, Speirer DomDomSpeirerDomSpeyerDom in Speyer. DiKuppeüberQuerſchif
Alſo 4 Thürme, jzwei in Oſt und Westzwei Kuppeln, eine überQuerſchiff, die andre über deKaiVorhalleEin Kaplan, ein großer, ſtattlicheHerr, dem ich den Unmuth gleicangeſehen hatte, gab dem Glöckner Ordre mich auszuweiſenDies geſchah; übrigens ohne allUnart. Es verletzte mich auch nichtda ich es vollſtändig in der Ordnung fand. Im Kölner Doherrſcht das entgegengeſetzte Prinzipdort iſt alles Schauſtellung gegeEntrée, was ich wenige Tagvorher ſo unpaſſend wie möglicgefunden hatte
Ich war übrigens, als diAusweiſung erfolgte, im Weſentlichen mit meinem Umgang fertig; was mir noch blieb: eingenauere Inſpicirung des Aeußrenferner die Kaiſerhalle, drittendie Sankt Afra Kapelle und viertendie Crypt⸗Kirche, waren ſämmtlicDinge die ich in Augenſcheinehmen konnte, ohne die Meſſoder den Gottesdienſt zu ſtörenIch vertraute mich nun dem Glöckner an, der – in Auſſicht auein Trinkgeld – auf Katerſteigemich erſt in die Sankt Afra Ka⸗pell, dann in die Crypt führteZu dem noch bleibenden Reſbrauchte ich ihn nicht
Der Speirer Dom iſt eiMuſter⸗ und Meiſterſtück von einereſtaurirten, romaniſchen KircheWahrſcheinlich hat Deutſchland nichtzweites derart aufzuweiſenManche alten Kirchen, die ihren vollemittelalterlichen Schmuck gerettehaben, mögen ſchöner und reicheſein; auch einzelne neue Kirche(wiewohl ich perſönlich nicht deAnſicht bin) wie z. B. die Baſilikin München mögen an künſtleriſcher Pracht ſie übertreffen, unter den reſtaurirten Kircheiſt wohl keine in Deutſchlanddie ſich dem Speirer Dovergleichen läßt. Worms iſheſſen-darmſtädtiſch, Speier iſbairiſch; in Hessen-Darmstadt gebrach es an Sinn und Mittelnum (bisher wenigſtens) deWormſer Dom ſeine altHerrlichkeit wiederzugebenin Baiern hingegen war beidevorhanden und drei Könighintereinander haben dahigewirktdieſen hiſtoriſch und künſtleriſch ſberühmten Bau wiederherzuſtellenDieſe 3 Könige waren MaximilianJoſeph, Ludwig I und Maxi-milian I
Das Aeußre der Kirche iſt deWormser ſehr ähnlich; doch iſder letztere (übrigens kleiner) edleroder doch graziöſer in ſeineFormen. Wenn ich recht geſehhabe, ſind die 4 Thürme deWormser Domes rund, währendie des Speirer viereckig ſindAuch die kleinen Rundbogen⸗Colonnaden an Schiff und Thürmeſind am Speirer Dom ſchwerfälliger als am Wormser
Das Innre der Kirche wirkaußerordentlich. Zu der großartieinfachen Würde der romaniſcheFormen, kommt eine ſich einſchmeichelnde goldene Pracht. Die Chorniſchiſt ganz golden, auf der einzelnGeſtalten ſtehn. Als ich in diKirche eintrat, fiel das Licht deMorgenſonne durch die Fenſter deChors, und die goldnen Wändleuchteten in doppelter Pracht aufDer Raum zwiſchen den Rundbögeund den Rundfenſtern des Mittel-ſchiff iſt (wie in Mainz, wman aber noch nicht ganz fertiiſt) mit Freskobildern geſchmücktEs ſind im Ganzen 24. Sie rührealle von Johannes Schraudolph herder ſie 1853 beendete. Sie ſinedel in der Compoſition, friſchwohlthuend in der Farbe untragen ſehr weſentlich zu deſchönen Eindruck mit bei, den dieaInnere der Kirche ausübtAehnlich reich geſchmückt ſind diSeitenkapellen; ſie enthalten 8 großCompoſitionen
Unmittelbar neben der Kircheſich an die Nordſeite des Läng⸗ſchiffe lehnend, befindet ſich dialte St Afra Kapelle, aus deerſten Zeit der Gründung der Kir-ch. Heinrich IV vollendete deBau der Kirche 1061, ebenſo auch deBau dieſer Kapelle. An deStelle wo jetzt der Altar ſtehtſtand 5 Jahre lang die Leiche Hein⸗richs I, die, weil der Bannflucdes Papſtes auf ihm ruhte, ider G Kirchengruft, in der Conrad Iund Heinrich III bereits ruhten, nichbeigeſetzt werden durfte. Erſt nacfünf Jahren kam der Kaiſein ſeine Gruft
Der Speirer Dom wurdgleich 1030 durch Conrad II alKaiſergruft gegründet. Unviele Kaiſer haben hier ihrRuheſtätte gefunden. Zunächſt allSalier: Conrad II, Heinrich IIIHeinrich IV, Heinrich V. Heinrich Inahm den Bannfluch des PapſtesHeinrich V den Fluch ſeines Vatermit ins Grab. Außer dieſe4 Saliern ſind noch in Speiebegraben: Philipp von Schwabe(der von der Hand Otto v. Wittels-bach fiel) Rudolf von Habs⸗bur, Adolf von Naſſau,und Albrechtvon Oeſtreic. Adolf von Naſſafiel (bei Göllheim) von der Hand Albrechts vonOeſtreic und Albrecht von Oeſtreicfiel von der Hand des JohannesParricid. Es knüpft ſich eigut Stück deutſche Geſchichte an dieſKaiſergräber: Hoheit und ErniedrigungBannfluch und Vaterfluch, und zweifacher Mord. Der im Kampf gefallene Adolf von Naſſau und deermordete Albrecht von Oeſtreich erhielten ihre Ruheſtätte dicht nebeeinander
Alle die genannten 8 Kaiſewaren in der Crypt⸗Kirch(die noch völlig intakt in deFormen des 11. Jahrhunderts enterhalten iſt) begraben. Die 8 Kaiſer⸗gräbe wurden 1689 von deFranzoſen nach Schätzen durchwühltWas an Gebeinen in den etntweihteGrüften noch geblieben warwurde nun, bei Reſtauratioder Kirche, im ſogenannten „Kö⸗nigs-Chor beigeſetzt. Die Kirchhat nämlich drei Chöre: 1. deStiftschor (den eigentlichen Chor2. den Haupt⸗Chor (im Querſchiffund 3. den „Königschor“, devom Hauptchor aus, ſich, wiein Vorbau, in das Mittelſchifhineinerſtreckt. Rechts und linkdavon, führen Treppen aubeiden Seitenſchiffen zu dem Haupt⸗Cho hinan
Dieſer „Königschor“ repräſentirt alſo eigentlich ein gemeinſchaftliches Grabmal, unter de– vermauert und unzugänglich die Aſchen und Gebeine der 8 Kaiſeruhn. Vielleicht hat man voden Aſchen und Gebeinen der Kaiſer auch gar nichts mehr gefunden und der „Königschoriſt nur ein Gedächtnißbau, dochglaube ich, hat mir der Glöcknedas Erſtre erzählt. Durch zweMonumente, die auf de„Königschor“ ſtehn (ganz ſo, wiz. B. in Roeskilde) iſt die Stättals Begräbnißplatz von Königecharakteriſirt. Es befinden ſicdaſelbſt die Standbilder voRudolf von Habsburg und Adolfvon Naſſa, jenes 1843 auAnordnung König Ludwigs vonBaier, dieſes ſchon 1824 durcHerzog Wilhelm von Naſſau ſeinem Ahnherrn errichtet
Außer dieſen neuren Monumenten befindet ſich nunoch ein ſehr altes ider Crypt-Kirche. Es iſt deGrabſtein Rudolfs von Habs-bur, der wahrſcheinlich unmittelbar nach ſeinem Todangefertigt wurde. Er gilfür durchaus ächt, iſt wohl erhalten und eine vorzüglichArbeit. Die Stelle wo ejetzt liegt, iſt nicht die altGrabſtelle; wenn ich nicht irrlagen ſie alle (die 8 Kaiſermehr dem Altar zu. Sowohdurch ſein Alter, wie durcſeinen künſtleriſchen Werth iſdieſer Grabſtein ſehr bemerkenswerthfreilich verſchwindet er, wahohes Alter angeht, neben deder Königin Plectrudis (GemahliPipins) in der Kirche „Sankt Ma-ria im Kapitol zu Köln, – denoch dazu ebenfalls ausgezeichnet gut erhalten iſt
In der Crypt befinden ſicnoch zwei alte „Würfel⸗Altäre und ein großer Tauf-ſtei, beides aus der Zeit deGründung der Kirche. Der Tauf-ſtei hat eine ſehr eigenthümliche Form, etwa ſo Taufbecken in der Krypta des Speyerer Doms.
In der Niſche der Stſchon erwähnten Sankt Afera Kapelle, befindet ſich, aus neurer Zeit, daBildniß der Heiligen und blickt audie Stelle nieder, wo der Sarg Heinrichs Ifünf Jahre lang unbeerdigſtand. 4
Ein moderner Anbau an dialte Kirche und zwar an diWeſtfront ſich lehnend, iſt diſogenannte „Kaiſer⸗Halle“. Siiſt, nach Entwürfen des Baudi-rektors Hübsc in Karlsruhevon 1854 bis 58 ausgeführt. Efinden ſich an und in derſelbeeine Menge intereſſanter Dingeſo z. B. ſind die Gewölbekappeeine Art Moſaik aus weißgelblichen und rothen Ziegelſteinen; diletztern bilden die ausſchmückenden Linien und Bänder. Es ſiehſehr fein aus und überraſcht durcſeine Einfachheit. Hier findeſich ferner Fresken, Relief(die letztern Scenen aus dedem Leben Rudolfs vonHabsburg darſtellend) und voallem die Koloſſal⸗Bildniſſder im Dome begrabenen Kaiſer. Sie wurden vom Wie⸗ner Bildhauer Fernkor angefertigt. Am beſten fand icdie Statue Heinrichs V; deAusdruck des Kopfes iſt düſterſinnend, ſchwermüthig. Wenigegelungen ſchien mir Rudolfvon Habsbur; ich möchte deBildniß deſſelben auf dealten Grabſtein bei Weiteden Vorzug geben. An dieſeGrabſtein, beiläufig bemerkthat ſich Max v. Schwind, iſeinem bekannten Bilde „KaiſerRudolfs Ritt zum Grabetreu gehalten und hat dadurcein intereſſantes Kaiſerbildnach meiner Meinung überhaupt ein intereſſantes Bilgeſchaffen. Es befindet ſicin Kiel
Der ehemalige Domkirchhof iſt jetzt in eine Anlagumgewandelt. Innerhalb derſelbebefindet ſich 1. eine Sammlunrömiſcher Antiken (wie iKöln im Wallraf⸗Muſeum) dibei Speier gefunden wurde2. ein alter Mauerthurm, deſſeFundamente bis auf die Römerzeit zurückgehen ſollen 3. deſogenannte „Oelberg“ eine Steinmaſſmit bildlichen Darſtellungeaus der Leidensgeſchichte un4. der „Domnapf“, eingroße Sandſteinſchale (unſrer Granit⸗ſchal nicht ganz unähnlich) difrüher die Grenze zwiſchen Dound Stadt bezeichnete. Jedeneue Biſchof mußte dieſe Schalenachdem er gelobt hatte die Freiheiten der Stadt zu achten, volWein gießen laſſen, worauf ersivon den Bürgern auf ſeinGeſundheit geleert wurde
Speyer „die Todtenſtadt dedeutſchen Kaiſer“ macht nocimmer einen leidlich großſtädtiſcheEindruck und iſt – auch ſchon als Hauptſtadt der bairiſchen Rheinpfalz und alBiſchofsſitz – bedeutender als Worms
Um 12 nach Carlsruhe. Der Zug nacBaſel war ſchon fort. So denn in Carlsruhe geraſtet.

Von Mainz nach Worms.

Vorbei an LaubenheimBodenheim, NackenheimNierſtein, Oppenhei(Judenkirchhof dicht ader Bahn) und dicham Rhein, mal weitebis Worms. – Stadt docſehr modern, jetziges unvoriges Jahrhundert, auBurgundenr Zeit nichts, auMittelalter wenig, abenur die Hülle deDoms und der Lieb-frauenkirch. Die Franzoſehaben E unter Ludwig XIund unter d. Republik allezerſtört. Dennoch, jene Hülleben ſehr intereſſant. DaInnere dem Mainzer Dome ſehr naverwandt. Auch hier reſ wird die Decke bunausgeführt und zwar außerordentlich fein und geſchmackvollMainz: DoppelkircheDoppel⸗Chor. Doppel-Hochalta; in deReſtauration begriffeund etwa 2/3 fertigdas alteſte (wie eſcheint) Chorſtüc(nach dem Rhein zunoch nicht. Makann nun rechden Unterſchied ſehnDie Wirkung deBunten iſt ganenorm. Madenk„ dies iſt das goldene 5Mainz“. Alles wavorſpringt: die großeRundbögen an deDecke, die GewölbeRibben, im fertigehohen Chor auch deUntergrund der Kappeſind alle vergoldet. DiKappen im Schiff ſind blamit wviel grün und rotdarin, aber abſichtlich etwaſtumpf in der Farbe. Reican Altären, KapellenStandbildern von Biſchöfen und Erzbiſchöfenauch viel Roccoco-Geſchmackloſes. DeEindruck des breiten Hauptſchiffs ſehr mächtig
Ueber den Rundbögen zwiſchen dehohen Pfeilern des Mittelſchiffs ſind prächtigBilder auf Goldgrund in der Arbeit, die großMehrzahl fertig; ſieht auch ſchön und reicaus. Die Farbengebung der Seitenſchiffiſt verſchieden und zwar Goldgrund iden Kappen, dagegen die GewölbeRibben blau und die Rundbögeprofile roth, natürlich auch allewieder mit Gold ornamentirtDie breiten Gewölbe⸗Ribben ſinbraun mit wenig mattem Gold wenüberhaupt, die Kappen wie eine weigemuſterte Karo⸗Tapete Vorderansicht (Ornamente); Ornament im Dom St. Martin in Mainz. diSternchen von Gold und ebenſo diganze Kappe von einer breiten, goldeneGrec⸗Borte (oder doch ſehr ähnlicheingefaßt
Dieer berühmte Loreley⸗felſe iſt eigentlicgar nichtsOber⸗Weſel miRuine SchönbergCaub, RuineGutenfel und auch Schönberg
An dieſen beiden iſt das unmittelbarEmporwachſen der Burg auder Felsmaſſe, ſo daß dieſauch künſtleriſch wie alhohes Fundament und Poſtament wirkt, ſo ſehr ſchön { Ruine Soonekköniglich, durch den Köniausgebaut. Sehr hübſchhoch, ſchlank
Burg Rheinſteimit gothiſcher Kircheauf hohem kahlem Felsvorſprunund alles faſt in Laubholz gekleidet. Sehr ſchön
Hirsenach einDie kleinesn Doörfehart am Rhein entlangdieſe Dörfer ſind faſt reizvoller als die Schlöſſer; altſchiefe, krummbucklige, buntziemlich hohe (als Dorf) HäuſerBoppard mäßig hübſch
Cam
Bernhofe
} Dörfe
Liebenstein und Stern-ber zwei nebeneinandeliegende RuinenDie ganze Parthie beRuine Rheinfels, wman St Goar, St Goars-hause, Rheinfels, Thurnber(zurück) und Katz (vor)liegeſieht

Schöne Punktam Rhein

    GodesbergDrachenfels und RolandsecRuine Hammerstein
  • Dann der Ort wdie Ahr einmündet
  • AndernachNeuwied. (die WiedCoblenz und Ehrenbreitſtein
  • Die Lahnmündund. h. alſo JohanniskircheLahneck und gegenübeSchloß Stolzenfels
auch nocdieſelbe Parthibis Brau-bacMarksburKoblenz. Der „Anker“ miſeinen SchreckniſſenDie „Eliſabeth“. Verſtaubtund verkrümelte TiſcheEndlich kam er mieinem Lappen von Tiſchtucund fegte durch deWind den er machtedie Krümel einigeDamen ins Geſichtnun lag das Tiſchtucda; es erinnerte mican die denes alteRosch Königs und Poſt-ſtraßen⸗Eck. DiMeſſingſtäbe nicht geputzt, die Spiegel und Fenſterſcheibeverſchmiert, ſchmutzigFelsſtücke eing maſſenhafaufgehäuft wie Sommerſtühle in einer Remiſe
Rhense (Gaſthof zum Königsſtuhlhöchſt pittoreske altHäuſer und alter ThurmDie RuinenLiebenstein und Sternbergman ſieht eigentlich nueine, wahrſcheinlich Lieben-stei; ſie iſt nocganz erhalten, vielmeh„altes Schloß“ alRuine und giebt eineein vorzügliches Bildwie dieſe alten Rheinſchlöſſer warenDer „Königsſtuhl iſt zwiſchen Stolzenfels und Rhense
SchradeSchirmeMontag.Minoriten KMuſeuGroß Marti(flanirenZu Tiſch. GenoſſenſchaftSpatzierfahrtDoRoſengarteNach Haus
Dienstag
Dinstg.
RathhausGürzenichSt Maria imCapitoMuſeumIm GürzenicgegeſſenAn Rhein, DoFreihafeCafé du DomeRheinbrückBurgmaueRömerthurKupfergaſſen-KMittwoch.St GereonFlanirtCafé du DomeIn den Do(die FenſterKönigswinteDrachenfelRolandsecBaselBrief⸗EinwurfGaſthof zum Kopfde la tête d’oGypſer und Flach- maler.
„Die maleriſche und romantiſcheRheinpfalz in Anſichtein Stahlſtich (64 Blätterenthält 12 Blättervon Speyer vomund dem Speyrer Do(Worms iſt idieſem Werk nichenthalten.Es exiſtiren aucviele Photographiengroß und klein
2|15
    7 1/
    8 1/2 Gulden öſtreichiſch
9 Gulden 10
Gute Groschen
ggr
und etwa 40 Kreuzer
Stadtplan (Ausschnitt); Köln, CölnKoelnCoelnKöln. RömerthurSt.Sankt GereoKopper-MariBurgmaueLange GaſſeGlocke
    BurgmauerRömerthurmKopper⸗MarieSt Gereo
  • Weg: die Glockengaſſhinauf (Poſtbis zu Ende
  • Dann ein bischen rechtund zurück bis adie LanggaſſeKopperMarie
  • Dann weiter rechtbis zur Burgmaueund Römerthurm
  • Dann rechtswenach St Gereon
Abgang von Bern 2.20
Ankunft in Thun 3.27
Abgang von — (Scherzligen) 3.40
Ank. in Neuhaus (Interlaken) 5.5Man fordert ein Billenach Interlaken. NeuhausHerfordPauline Sommerfeldt. Laura Knochenhauer und AgnesKnochenhauePhilipp WittmaniAßmannshauſeAmt Rüdeshei
ſo von allen Seiten; ſieht ſehgraziös ausDie Thürme voSt Gereon iKoln ſind ebenſoaber ohne diSpitze in der Mittegerade durch dieſwird der AnblicgefälligBraune Gertebreite Gewölbe⸗RippeDie Kappen weigemuſtert, Gold etwamit Sternen unum die Kappen eingraufarbene & Goldborte
Carlsruhe, den ____________________
Gebäudeansicht; Hotel Grosse/Zähringer Hof in Karlsruhe.
Hotel Grosse.

ZaehringerHof.

CourDeZaehringen.
Pension Obeserà Montreux. 6t de Van dRemande par Fr. Aschinge
Sommelin
Wahre Abbildung des wunderthätigeGnadenbildes in der lauretanischen Kapellzur h.heiligen Maria in der Kupfergaſse zu Köln
Gebe

O meine Gebieterin und h.heilige Gottesgebärerin, Maria, volGnade, Güte und Milde, Du jungfräuliche Tochter und glorwürdigſte Mutter des allerhöchſten Königs, Du Troſt der Verlaſſenen und Heil aller auf Dich hoffenden Chriſten, Du Brunder Barmherzigkeit, Brunn des Heils, Brunn der Gnaden undes Lebens. Ich bitte Dich durch die vortrefflichſte Gnade unallergrößte Freude, in der Du, vom Erzengel Gabriel begrüßeund von der Kraft des Allerhöchſten überſchattet, das ewige Wort in Dir Fleiſch iſt, empfangen haſt, ſo wie aucdie unausſprechliche Liebe und Barmherzigkeit, mit welcher Dein Sohn, unſer Herr Jeſus Chriſtus, um die menſchliche Natur in Deinem ehrwürdigen jungfräulichen Schooße anzunehmen, zur Erde herabgeſtiegen iſt: Verlaß mich nicht in dieſem gegenwärtigen Anliegen und in meiner Noth N. N.nomen nescio ſondererbitte und bitte für mich Jeſum, die gebenedeite Frucht DeineLeibes, o liebreichſte Jungfrau Maria, Mutter Gottes und Mutter Barmherzigkeit! AmenVater unſer ⁊c. Ehre ſei dem Vater ⁊cGelobt und geliebt ſei Jeſus Chriſtus im hochheiligſten Sakramente des AltarsGelobt und geliebt ſeien die heiligſten Herzen Jeſu und Maria, die für uns arme Sünder ſchmerzlich verwundet worden