Stand: 25. Juni 2022

Die Einführung ist noch nicht abgeschlossen; sie wird sukzessive ergänzt.

1. Definition

Notizbücher von Schriftstellerinnen und Schriftstellern sind physische Objekte sui generis und werden als „unmittelbare Arbeitsinstrumente“1) genutzt. In der Forschung besteht inzwischen Konsens, dass sie einen eigenen Stellenwert besitzen. Wie Tagebücher sind Notizbücher selbstgerichtet und für den Privatgebrauch bestimmt. Es gibt jedoch zwei entscheidende Unterschiede: Ihre Aufzeichnungen sind in der Regel undatiert, und selbst datierte Notizen sind fern „von der tagebuchtypischen Figuration von Zeiterfahrung“ und „nicht Ergebnis von (Zeit)bearbeitung, sondern Arbeitsstätte“2). Darüber hinaus folgen Notizbuchaufzeichnungen weder einer chronologischen noch semantischen Ordnung, weil die Notate aufgrund ihrer unterschiedlichen Verwendung – vom Unterwegsbuch bis zur „Vorratskammer“3) – „strukturell unabgeschlossen“4) sind. Für Außenstehende erscheinen sie deshalb „als unübersichtliche Gewebe von thematischen, räumlichen und genetischen Relationen“5), die eine lineare Lektüre nicht ermöglichen. Man unterscheidet ‚poetische‘ Notizbücher mit Lesenotizen, Entwürfen und Niederschriften (wie z.B. bei Rainer Maria Rilke) und Notizbücher, in denen solche literarischen Einträge neben Alltagsnotizen, Briefen, Tagebuchaufzeichnungen, Mitschriften und Zeichnungen stehen. Zu diesen komplexen gehören Theodor Fontanes Notizbücher6).

2. Gebrauchszeitraum

Wann Fontane damit begann, Notizbücher zu führen, lässt sich nicht genau ermitteln. Der früheste Nachweis findet sich in Fontanes Bericht über seine erste englische Reise im Juni 1844 (vgl. NFA, Bd. 17, 503). Ein weiterer Hinweis steht in einem Brief vom 14. Juni 1852 (an Emilie Fontane, HFA,IV, Bd. 1, 269). Allerdings sind beide Notizbücher verschollen. Überliefert sind 67 Notizbücher für den Nutzungszeitraum eines Vierteljahrhunderts: von 1860, als Fontane seine ersten Exkursionen durch die Mark Brandenburg unternahm, bis 1886, als er Theaterkritiker der Vossischen Zeitung war. Für seine Notizen nutzte Fontane schlichte Kleinoktavbändchen, die er bei den Berliner Schreibwarenhändlern Albert Henning (vgl. C10), Otto Walcker (vgl. A3) und Fr. Wolffhardt (vgl. A16) erworben hatte. Er beschriftete einige Etiketten bzw. Einbanddecken mit Jahreszahlen und Inhaltsübersichten und fertigte für die Papierbeilagen und getrockneten Pflanzen Notizbuchtaschen an, die er auf die Innenseite des Einbandes anklebte (vgl. D8, 1r; E1, 1r).

3. Provenienz

3.1 Friedrich Fontanes Erschließung

Nach Fontanes Tod am 20. September 1898 führte Fontanes jüngster Sohn, der Buchhändler und Verleger Friedrich Fontane (1864–1941), zwischen 1923 und 1928 eine erste Bestandsaufnahme durch. Er stempelte und zählte die Blätter (vgl. z.B. C7, Bl. 1r) und trug die Blatt- bzw. Seitenzahl auf dem ersten Notizbuchblatt ein. Außerdem hatte er die Notizbücher durchgezählt und die entsprechende Nummer auf Klebchen auf den hinteren Einbanddecken geschrieben. Von diesen Klebchen gibt es nur noch wenige Spuren (vgl. z.B. Nr. 13 in Notizbuch D2). Außerdem legte er auf den Rückseiten von eingeklebten Kalenderblättern weitere Inhaltsübersichten an, die wie Fontanes Angaben fehlerhaft sind und große Lücken aufweisen. Spätestens 1923 begann Friedrich Fontane mit der inhaltlichen Erfassung, die er 1928 abschloss. Darauf weisen die Einträge auf den Rückseiten von eingeklebten Kalenderblättern hin, die er mit Inhaltsverzeichnissen beschriftet und auf die vorderen inneren Einbanddecken geklebt hat. Teile der Notizbuch-Niederschriften, insbesondere die „Wanderungen“-Notizen, ließ er abschreiben und vermerkte dies auf den Kalenderblättern. Der erste Vermerk stammt von 1923 (XXX), der letzte von 1928 und steht in Notizbuch A10: „Kopiert. 13. II. 1928“. Weitere Einträge des Sohnes findet man in Notizbuch D2: „Die Seiten vor Lübeck sind noch abzutippen Alles übrige ist kopiert. Oktober 1925 Fr. F.“ (Blatt IVr). Weitere Einträge sind auf Juli 1927 datiert (vgl. A03, A05 [Juli, erste Hälfte 1927], A6 [12. Juli 1927] und A9). Offenbar plante Friedrich Fontane, noch weitere Notizbucheinträge abtippen zu lassen, etwa das Gedicht „Havelland“ (vgl. Notizbuch XX „Gedichte“), „Überkritiken“ (Rezension über Arnims „Die Kronenwächter“, A10, angeklebtes Kalenderblatt). Außerdem legte er auf den Rückseiten von eingeklebten Kalenderblättern weitere Inhaltsübersichten an, die wie Fontanes Angaben fehlerhaft sind und große Lücken aufweisen. Zuletzt verteilte er die Notizbücher nach einer groben inhaltlichen Systematik auf fünf Kästen:

„a) Kasten A [21 Notizbücher]: Wanderungen durch die Mark Brandenburg
b) Kasten B [15 Notizbücher]: Theaterkritiken, Gedichtentwürfe
c) Kasten C [14 Notizbücher]: Reisen am Rhein, durch Deutschland und nach Italien 
d) Kasten D [11 Notizbücher]: Reisen auf die Schlachtfelder von 1864, 1866, 1870/71
e) Kasten E [6 Notizbücher]: mit Vorarbeiten zu Romanen Vor dem Sturm, Schach von Wuthenow und Grete Minde. Dabei ein Band mit Zeitungsausschnitten und Tagebuchnotizen“(([[https://fontane-nb.dariah.eu/literaturvz.html?id=Anonym_2_1976|Notizbücher 1976]]; vgl. [[https://fontane-nb.dariah.eu/literaturvz.html?id=Meyer-Ernst_1933|Meyer/Ernst 1933]], S. 85)). Ungeachtet dessen ließ Friedrich Fontane Teile, vor allem die Wanderungen-Notizen, abtippen und vermerkte es in den Notizbüchern (z.B. in A4, Bl. Ir). 

3.2 Königliche Bibliothek (heute: Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz)

Am 9. Oktober 1933 kamen 67 Notizbücher aus Fontanes Nachlass bei der Auktion der Berliner Autographenhandlung Hellmut Meyer & Ernst zur Versteigerung. Fontanes Erben hatten entschieden, aus finanziellen Gründen Teile des Nachlasses zum Verkauf anzubieten. Die Notizbücher wurden analog zu Friedrich Fontanes Systematik in fünf Konvolute gestückelt angeboten und mit den Los-Nummern 507 (Kasten A) bis 511 (Kasten E) beschriftet7) Sie gehörten zu den Spitzenstücken der Auktion. Der Schätzpreis lag bei 1275 Reichsmark, der Zuschlag erfolgte bei 670 Reichsmark. Mit dieser Auktion wurde Fontanes Nachlass endgültig auf verschiedene öffentliche Institutionen und Privatsammlungen verstreut. Das galt nicht für die Notizbücher. Obgleich das Auktionshaus eine Stückelung auf fünf Konvolute vornahm (Nr. 507 bis 511), wurde durch den Ankauf der Königlichen Bibliothek (heute Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz) eine Zersplitterung verhindert.

Eine erste Foliierung hat ein Archivar der Preußischen Bibliothek in den 1960er Jahren vorgenommen, eine zweite Zählung, die erstmals auch alle Beilagen und aufgeklebten Blätter berücksichtigt hat, wurde von Archivar 2 im November 2011 im Rahmen der digitalen Edition der Notizbücher unternommen (vgl. weiterführende Informationen zu den Foliierungen in Gesamtdokumentation II. HeaderXXX. <!– Archivar 3? –>

Probleme der Foliierung: Friedrich Fontane hatte nur diejenigen Blätter gezählt, die überliefert sind; unberücksichtigt bliebe alle Blattfragemente, Beilagen und Aufgeklebten Blätter. Das Medium und die Materialität des Notizbuches wurden nicht berücksichtigt. Beispiel Notizbuch E01 FF zählte zehn Blatt, Archivar 1? Tatsächlich waren es einmal XXX Blatt, von denen XXX Blattfragmente waren (Hinweis auf ein als verschollen geglaubtes Notizbuch). ücksichtigt wurde. Denn Friedrich Fontane hat nur diejenigen Blätter gezählt, die noch vollständig überliefert sind. Zur Blattzählung – Foliierung Auch die von Friedrich Fontane vorgenommene Blattzählung führt den Leser zu falschen Fährten wie die Inhaltsverzeichnisse, weil auch hier weder Medium Notizbuch noch seine Materialität berücksichtigt wurden. Folie 10: Notizbuch E01 Beispiel für herausgeschnittene Blätter

Fragmentarisch überlieferte Blattreste, wie beispielsweise hier im Notizbuch E01, sind nicht aufgenommen worden. Sie blieben auch später bei der in den 1960er Jahren von einem Bibliothekar ausgeführten Foliierung unberücksichtigt. Friedrich Fontane hat für das Notizbuch insgesamt 10 Blatt gezählt; er bezieht sich also auf die tatsächlich noch überlieferten ganzen Blätter. Nach unserer Neu-Zählung steht nunmehr fest, dass das Notizbuch einmal 80 Blatt umfasste, nämlich die 10 überlieferten Blätter und einmal 6 Blätter, die am Anfang des Notizbuches fehlen und die schon erwähnten 64 fehlenden Blätter.

Zwischen 1965 und 2011 kamen die Notizbücher als Dauerleihgaben in das Theodor-Fontane-Archiv Potsdam. Seit 2012 befinden sich Fontanes Notizbücher nunmehr wieder in der Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz, der Nachfolgeinstitution der Königlichen Bibliothek.

4. Material, Medium und Arbeitsweise

Die Notizbücher enthalten eine Fülle fiktionaler Entwürfe und faktualer Einträge, die Fontane weder in chronologischer noch semantischer Ordnung niedergeschrieben hat. Sie sind vermischt und in verschiedenen Schreibrichtungen zerstreut; mitunter verteilen sich Notizen zu einem Thema oder einem Text auf mehrere Notizbücher. Auffällig sind die palimpsestartigen Überschichtungen, deren Einzelschichten aus unterschiedlichen thematischen, zeitlichen und räumlichen Entstehungszusammenhängen stammen (vgl. D4, Blatt 10v–12v: die Grundschicht enthält Reiseaufzeichnungen von August 1866 in Prag, die überlagerte Schicht Notizen zu einer Kunstausstellung von September 1866 in Berlin). Zudem verwendete Fontane einige Notizbücher über mehrere Jahre hinweg (vgl. z.B. A2 von 1868 und 1873). Im Unterschied zu den anderen Fontane-Handschriften, die als lose Blätter in Konvoluten aufbewahrt werden, dokumentieren die einzelnen Notizbücher die parallele Entstehung unterschiedlicher Texte und Werkideen. Die materiale Beschaffenheit (z.B. Schreibgeräte und -stoffe, Duktus, Blattfragmente) und ihre Überarbeitungsspuren (Tilgungs- und Erledigungsstreichungen, Hinzufügungen, Umstellungen, Aufklebungen) charakterisieren die Notizbücher als transportables „Schreiblabor“ (Villwock 2009, 105) und als Text-Archiv. Der Bleistiftgebrauch und die unruhigen bis gezackten Schriftzüge mit vielen Abkürzungen und Silbenverschleifungen sind wichtige Indizien dafür, dass die Notizen unterwegs, streckenweise auch im Fahren entstanden sind. Während die wenigen Selbstäußerungen, wie z.B. am 12. April 1871 in der Kirche von Épernay („Ich mache einige vorläufige Notizen“; D7, Bl. 14r) die materialgestützte Annahme von Vor-Ort-Notizen bestätigen, weisen die Verwendung von schwarzer und brauner Tinte sowie die fein säuberliche Ausprägung der Handschrift auf anschließende Aufzeichnungen am Schreibtisch hin. Spuren der Textüberarbeitung zu einem späteren Zeitpunkt dokumentieren beispielsweise der Wechsel von Bleistift zur Feder oder zu Blau- und Rotstift. Viele Blattfragmente – Reste von beschrifteten oder unbeschrifteten, herausgerissenen oder -geschnittenen Notizbuchblättern – belegen, dass die ausgeschnittenen Notizbuchblätter systematisch in neue Werkzusammenhänge eingebettet wurden (z.B. bei Vor dem Sturm; vgl. dazu Hettche 1994 und bei Graf Petöfy; vgl. dazu Radecke 2013, 162–163; Radecke 2017, 205). Vor der Blattbeschriftung hatte sich Fontane Schnitthilfen angelegt – vertikale, am Buchfalz entlanggezogene Bleistiftlinien (vgl. Radecke 2017, 205). Andere Notate – Listen, Dispositionen von Figuren und Schauplätzen, Werkübersichten und Gliederungen – weisen auf konzeptionelle Vorüberlegungen hin.

Zahlreiche journalistische und poetische Texte sowie Fontanes kriegshistorisches Werk entstanden erst auf der Grundlage von Notizbucheinträgen, die Fontane immer wieder neu gelesen und umgeschrieben hat. Auch das Einkleben von Zeitungsausschnitten aus der aktuellen Tagespresse und das Heraustrennen von beschrifteten Notizbuchblättern belegen, dass mit dem ersten Eintrag Fontanes Arbeit im Notizbuch nicht abgeschlossen war. Die Niederschriften fungierten letztendlich als Ideen- und Stoffsammlung für anschließende Projekte; die Notizbücher bildeten als Rohmaterialdepot ein wichtiges Medium im schriftstellerischen Arbeitsprozess.

5. Inhalt

Im Kontext der digitalen Notizbuch-Edition (F–Notizbücher) wurde von Gabriele Radecke ein autopsiertes Inhaltsverzeichnis sämtlicher Notizbuch-Einträge erstellt. Es geht über das erste, auf Fontanes und Friedrich Fontanes Inhaltsübersichten basierende Verzeichnis weit hinaus (vgl. [Anonym] 1976; kritisch dazu Radecke 2008, 223). Die Zusammenstellung verdeutlicht, dass Fontane seine Notizbücher für die gesamte schriftstellerische Produktion verwendete: für sein journalistisches, poetisches, autobiografisches, reiseliterarisches und kriegshistorisches Werk sowie für seine Theater-, Literatur- und Kunstkritiken. Hinzu kommen Tagebuchaufzeichnungen, Briefentwürfe und Alltagsnotizen wie To-do-Listen, Reisekostenabrechnungen, Zugfahrpläne, Briefempfänger- und Packlisten, eingeklebte Zeitungsausschnitte, 600 zeichnerische Skizzen und ein Kochrezept, das seine Frau Emilie Fontane notiert hatte. Von ihr stammen weitere Einträge: eine Abschrift zum Wanderungen-Kapitel „Großbeeren“ (1860: A9) und Reiseaufzeichnungen aus Italien (1874: C9). Zahlreiche Notizen (Tagebuchaufzeichnungen, Briefkonzepte, Exzerpte, Ausstellungsnotizen sowie Skizzen von historischen Schlachtfeldern und Gefechtsstellungen) entstanden während oder im Anschluss an Fontanes Reisen nach Böhmen (1866: D4, D5), Schlesien (1869: C3; 1872: C4), Dänemark (1864: D1–D3), Frankreich (1870: D6; 1871: D7–D10) und Italien (1874: C8–C10; 1875: C11–C14), innerhalb der Schweiz (1865: C1; 1875: C13), Österreichs (1874: C10; 1875: C12, C14) und Deutschlands (an den Rhein 1865: C1; zu den Kriegsschauplätzen in Franken 1867: A18, C2; nach Thüringen 1867: A18; 1873: C5–C7, an die Ostsee 1871: D11, A2, A14 und in den Harz 1884: B12, E4). Diese Notizbücher wurden postum als sogenannte ‚Reisetagebücher‘ definiert (vgl. Erler 1999, 248; Erler 2000, 771) und exemplarisch als solche ediert (vgl. GBA–Tagebücher, Bd. 3). Tatsächlich sind es „Reise-Notizbücher“, die Fontane selbst so angelegt und bezeichnet hat (z.B. auf einem Umschlagtitel zu dem Werkplan Lucas Cranach; zit. n. Andree 1999, 12), weil sie neben datierten Tagebuchaufzeichnungen auch viele, für das Medium Notizbuch so charakteristische undatierte und heterogene Unterwegs-Notizen und Zeichnungen enthalten. Andere Tagesnotizen wurden in der Großen Brandenburger Ausgabe nicht abgedurckt (vgl. E6: 1861/62; E3: 29.–31. August 1868; B2: Januar bis April 1880; E6: 1861/62, Den größten Anteil bilden die Aufzeichnungen zu den Wanderungen durch die Mark Brandenburg und Fünf Schlösser (Dreilinden: B10, B12; Liebenberg: B14; Plaue: A16; Hoppenrade: A3). Allein zu den Wanderungen sind 21 Notizbücher überliefert (Kasten A), und weitere Notate befinden sich verstreut in acht anderen Notizbüchern (B1, B4, B5, C3, D1, D2, E2, E3). Vermutlich verwendete Fontane noch weitaus mehr Notizbücher, denn es fehlen z.B. die Aufzeichnungen zu den frühesten Exkursionen von 1859. Wie die Reisenotizen umfassen die Wanderungen-Einträge sowohl Unterwegs-Aufzeichnungen als auch konzeptionelle Entwürfe und Niederschriften. Fontane notierte seine Eindrücke und Gespräche vor Ort, beschrieb Kunstwerke und Exponate in öffentlichen Museen, privaten Herrenhäusern und Schlössern sowie Kircheninventar, hielt Gespräche von Mitreisenden fest, schrieb Zugfahrpläne ab oder exzerpierte (Kirchen-)Bücher und Inschriften. Er zeichnete Grabdenkmale, Kirchen, Portale und Schlösser ab und klebte Kartenmaterial ein (vgl. Radecke 2019c). Gelegentlich schrieb er Vorträge mit, z.B. am 29. Juni 1870, als er im Rahmen der 92. Wander-Versammlung des Vereins für die Geschichte Potsdams auf der Pfaueninsel das Referat des königlichen Hof-Garten-Direktors Ferdinand Jühlke (1815–1893) über den Rosengarten auf der Pfaueninsel sowie Lous Schneiders Vortrag über das dortige Gastspiel der Rachel Félix hörte (vgl. Radecke 2008, 217–219; Radecke 2010, 101–103). Fontane entwarf auch Inhaltsverzeichnisse der Einzelbände (Das Oderland: A11, A12; Havelland: A14, A15 und Spreeland: E4), konzipierte Vorworte (A1, A10) und fertigte Kapitelniederschriften (C2) an. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Fontanes Notizen, die während der Aufführungen im Berliner Königlichen Schauspielhaus am Gendarmenmarkt entstanden. Es sind 15 Notizbücher überliefert, in denen überwiegend Theater-Notizen stehen (Kasten B), weitere Mitschriften sind auf drei andere Notizbücher verstreut (A20, E3 und E5). Vermutlich verwendete Fontane auch hier noch mehr Notizbücher, denn die Aufzeichnungen zu den 120 Stücken entsprechen nur etwa 20 Prozent der nachgewiesenen besprochenen Aufführungen (vgl. Radecke 2019b, 27; GBA–Krit. Werk, Bd. 2–5). Im Unterschied zu den Wanderungen handelt es sich bei den Theater-Notizen um reine Vor-Ort-Aufzeichnungen, die häufig „direkter angesetzt“ Bemerkungen enthalten als die gedruckten Kritiken (Radecke 2019b, 27). Die Notizbücher wurden hierbei allerdings nicht als Text-Archiv eingesetzt, weil die Mitschriften lediglich einem Zweck dienten: als Basis für die ausgefertigte und publizierte Theaterkritik (vgl. Radecke 2019b, 31). Andere Notizbücher enthalten Entwürfe zu Der deutsche Krieg von 1866 (C2; hierzu gehört auch eine umfangreiche Zeitungsausschnittsammlung in D5) sowie zu Fontanes autobiografischem und reiseliterarischem Werk (Kriegsgefangen 1870: D6; Aus den Tagen der Occupation 1871: D7–D11). Weitere Entwürfe, Dispositionen und Niederschriften gibt es zum lyrischen Werk (z.B. Die Brück’ am Tay: B2, B5), zu den unvollendeten Prosatexten (z.B. zu Allerlei Glück: B4, E3; Storch von Adebar: B15) und Romanen Vor dem Sturm (A15, A16, B4, B13, E2, E3), L’Adultera (B2), Schach von Wuthenow (B1, B2, E1), Irrungen, Wirrungen (B15); Cécile (B15); Ellernklipp (B3, E4); Grete Minde (E5). Die Notizbücher umfassen schließlich auch Einträge zur Literatur- (A10, C3) und Kunstkritik (A6, A7, A17, B1, B8, B9, B10, B15, C3, D2, D3, D4, E2, E3).

Fontane bearbeitete die Notizbücher, die er bei den Berliner Schreibwarenhändlern gekauft hatte. Es befinden sich noch vereinzelte Klebchen der Firmen Fr. Wolffhardt (Buchbindermeister und Papierhandlung in der Leipziger Straße 10, XXX und XXX auf den Einbanddecken. Hinzu kommt ein Notizbuch mit der englischen Prägung „NOTES“; dieses hatte Fontane vermutlich während seines England-Aufenthaltes gekauft. Er beschriftete die Etiketten mit Jahreszahlen und Inhaltsübersichten, klebte Blätter auf die etikettenlosen Einbanddecken, die er dann ebenfalls mit Inhaltsangaben versah, oder schrieb sie auf die Einbanddecken. Zur Aufbewahrung seiner gesammelten Beilagen fertigte Fontane aus Kartonpapier Taschen an, die er auf die vorderen und hinteren inneren Einanddecken klebte (vgl. Notizbuch E01, 1r: Hinweis, dass er diese als Einsteckmöglichkeit für Beilagen anfertigte.
Vgl. Notizbuch D8, 1v: dort ein Hinweis, dass Fontane die Notizbuchtaschen selbst angefertigt hat.XXX Seitenzählung durch Emilie Fontane: Kasten c?, Fontane: D09.08.07, wird unter Besonderheit <handdesc>vermerkt.

Fontane hat in der Regel die linken Blätter zunächst freigelassen (vgl. Notizbuch A18, Blatt 20v, Streichung „Gusow, so wird“). XXX Schaft s bei „so“, Gusow in lat. schrift

Verwendung

Die Notizbücher enthalten eine Fülle unterschiedlicher Aufzeichnungen, die weder chronologisch noch thematisch angeordnet sind, sondern sich willkürlich über die Seiten verteilen. Fontane benutzte gewöhnlich einen Bleistift. Der unregelmäßige Duktus, die vielen Buchstabenverschleifungen und die häufige Verwendung von Abkürzungen zeigen, dass die meisten Notizen unterwegs geschrieben wurden. Die Notizbücher dokumentieren die Produktivität und Vielfalt der schriftstellerischen Tätigkeit auf kleinem Schreibraum. Die Aura des ganzen Fontane ist in allen Notizbüchern präsent: Fontane als Wanderer und Reisender, als Journalist, als Kriegsberichterstatter, als Theater- und Kunstkritiker, als Romancier und Lyriker, als Briefschreiber und Tagebuchchronist sowie als Vortragsbesucher und Zeichner. Im Unterschied zu den anderen Fontane-Handschriften, die als lose Blätter aufbewahrt werden, dokumentieren die Notizbücher durch ihre Geschlossenheit die parallele Entstehung unterschiedlicher Texte und Werkideen.

Inhaltsverzeichnisse

Theodor Fontanes Inhalts- und Themenübersicht

Fontane notierte auf den vorderen äußeren Einbanddecken bzw. auf den Etiketten eine Inhaltsübersicht, die er zum Teil mit einer Jahreszahl versah. Die Zusammenstellung der Inhalte weist große Lücken auf, die Jahreszahlen sind ebenfalls unvollständig oder falsch. Fontanes Inhalts- und Themenübersichten werden zusammen mit den ermittelten Inhaltsverzeichnissen zu jedem Notizbuch im Überblickskommentar mitgeteilt.

Friedrich Fontanes Inhaltsübersicht

Ein zweites Inhaltsverzeichnis legte Fontanes Sohn Friedrich zwischen 1923 und 1925 (E03, 16.8.1925) an. Er ergänzte Fontanes, bei weitem nicht sämtliche Aufzeichnungen erfassenden Themen- und Inhaltsübersichten und notierte seine Ergebnisse auf den Rückseiten alter Kalenderblätter, die er in der Regel auf die vorderen inneren Einbanddecken einklebte. Allerdings sind diese ersten postumen Inhaltsübersichten ebenfalls noch unvollständig und fehlerhaft.

Die kompilierte Inhaltsübersicht in den „Fontane Blättern“

1976 wurde in den „Fontane Blättern“ ein erstes sogenanntes Gesamtinhaltsverzeichnis veröffentlicht. Der Übersicht ging keine Autopsie voraus, sondern sie führt lediglich die einzelnen, von Theodor und Friedrich Fontane angelegten fehler- und lückenhaften Inhaltsübersichten zusammen. Sie enthält viele Lese- und Datierungsfehler. Bis heute haben sich viele falsche Informationen der Notizbuch-Inhalte auch innerhalb der Forschung verbreitet; vgl. Fontane Blätter (1976), Sonderheft 4, S. 64–66.

Autopsiertes Gesamtinhaltsverzeichnis der digitalen Notizbuch-Edition

Im Rahmen der Notizbuch-Edition wurde ein autopsiertes Gesamtinhaltsverzeichnis erstellt. Es verzeichnet erstmals vollständig sämtliche Notizen; nicht ermittelte werden als solche markiert. Das Inhaltsverzeichnis lässt sich auf dreifache Weise ansteuern: 1. über den Menuepunkt „(Meta-)Edition“ https://fontane-nb.dariah.eu/inhaltsverzeichnis.html, 2. im Überblickskommentar zu dem entsprechenden Notizbuch und 3. in der „Synoptischen Ansicht“.

Editionsgeschichte

Innerhalb der Fontane-Editorik hat man sich auf unterschiedliche Weise um die Publikation der Notizbücher verdient gemacht. Bis 2015 folgten sämtliche Editionen – ähnlich wie bei Gottfried Keller (vgl. Morgenthaler 2006), Gottfried Benn (vgl. Ries 2010, S. 157), Bertolt Brecht (vgl. Villwock 2009) und vielen anderen Autoren – einem inhaltlichen Konzept. Es ging dabei nicht um die Notizbücher in ihrer Geschlossenheit, sondern um die Ordnung thematisch zusammenhängender Notizbuch-Notate unabhängig von ihren materialen und medialen Charakteristika (vgl. Radecke 2013, S. 164–166). In Einzelpublikationen wurden Fontanes Notizen zu seinen Reisen nach Thüringen (Rost 1931; Wüsten 1973) und Jütland (Hendriksen 1935), an den Rhein (Fricke 1951; Wüsten 1971) und nach Schleswig-Holstein (Wüsten 1979) vorgelegt. Später folgte eine Auswahl aus Fontanes Wanderungen-Notizen (Fontane 2000–2004) und der Kunstkritiken (Keisch 1998). Die Fontane-Werkausgaben verzichteten auf eine Abteilung „Notizbücher“ und ordneten die Einzelnotizen ebenfalls der editorischen Genre-Tektonik „Tagebücher“, „Gedichte“, „Wanderungen“ und „Erzählerisches Werk“ zu. Die Nymphenburger Ausgabe druckte Fontanes „tagebuchartige Aufzeichnungen“ (Friedrich Fontane, E6, Ir) in seinen „Reisenotizbüchern“ im Anhang erneut ab (NFA, Bd. 18a, Reise nach Jütland und Schleswig, 917–931; Rheinreise, 1135–1161). Unter der Überschrift „Reisetagebuch Theodor Fontanes“ wurde zudem ein großer Teil der Notizbücher seiner Italienreisen (1874/75) erstmals ediert (NFA, Bd. XXIII/2, 7–127). Die Hanser-Ausgabe versammelt ebenfalls unter „Tagebücher“ datierte und undatierte Reise-Notizen (HFA,III, Bd. 3/2). Auch in der Großen Brandenburger Ausgabe wurden Fontanes Reise-Notizbücher im dritten Band der Abteilung „Tage- und Reisetagebücher“ auszugsweise als „Reisetagebücher“ neben dem Text der physischen Tagebücher Fontanes (GBA–Tagebücher, Bd. 1, Bd. 2) veröffentlicht (GBA–Tagebücher, Bd. 3). Hinzu kam die Erstpublikation einzelner Wanderungen-Notizen in der Abteilung „Wanderungen“ (GBA–Wanderungen, Bd. 6).

Einen anderen Ansatz verfolgt die digitale genetisch-kritische und kommentierte Edition, in der seit 2015 sämtliche Notizbücher erstmals publiziert werden. Im Unterschied zu allen anderen Editoren liegt ein überlieferungsadäquates Konzept zugrunde, welches das physische Objekt ‚Notizbuch‘ in den Mittelpunkt stellt und auf Textglättungen, Texteingriffe und modernisierte Textgestalt verzichtet. In der synoptischen Ansicht werden die Digitalisate und diplomatische Transkriptionen sowie der XML/TEI-Code innerhalb eines Notizbuchs in der Reihenfolge der Blattbeschriftung gegenübergestellt. Bei der Codierung und Visualisierung wurden alle medialen und materialen Eigenschaften markiert und in einer Gesamtdokumentation ausführlich erläutert. Ebenfalls wurden sowohl fremde Schreiberhände (Emilie und Friedrich Fontane u.a.) als auch Beilagen (Visitenkarten, getrocknete Pflanzen, Blätter und ein Reisepass) berücksichtigt und die vielen Auflistungen als Listen und die unterschiedlichen Abgrenzungs-, Absatz- und Schlusslinien codiert. Über die Notizbuchinhalte informiert nicht nur das Gesamtinhaltsverzeichnis, sondern auch die Inhaltsübersicht eines jeden Notizbuchs. Nicht ermittelte Notizen werden als solche gekennzeichnet wie auch Blattfragmente und unbeschriftete Seiten. Überblickskommentare zu jedem Notizbuch erläutern die materialen und medialen Charakteristika und geben Hinweise auf die Druckgeschichte, Fontanes Quellen, die Skizzen, Datierungen, Textsorten/Gattungen und Sprachen sowie den Bezug einzelner Notizen zu Fontanes veröffentlichten Texten. Sieben annotierte, mit Normdaten versehene Register geben Auskunft über Personen, Werke, Institutionen, Geografika, Periodika und historische Ereignisse (vgl. Radecke u.a. 2013; Radecke 2015).

Alle anderen Handschriftenbücher, in denen sich auch Fontanes „Notizen“ befinden, bleiben unberücksichtgt. So zum Beispiel die Notizbuchseiten mit den Theaternotizen in der Theatergeschichtlichen Sammlung der Universität zu Köln sowie Fontanes Aufzeichnungen von 1844 bis 1850, das fälschlicherweise als Heft „Aus der Soldatenzeit“, betitelt worden ist (TFA H1). Denn es enthält neben den „Verhaltensregeln beim dienstlichen Gebrauch des Gewehrs“, die Fontane sich während seiner Dienstzeit als einjährig-freiwilliger 1844 zusammengestellt hatte, auch 15 Gedichte bzw. Gedichtentwürfe, eine Titelliste für die erste Gedichtausgabe von 1851, englische und lateinische Vokabeln und vieles mehr. Im Rahmen eines größeren Projektes wäre zu überlegen, inwieweit dieses Heft und andere Handschriften, die in Schreibheften zusammengeheftet sind, auch berücksichtigt werden sollen. Denn gerade das Heft von 1844 bis 1850 ist ähnlich heterogen zusammengesetzt wie die Notizbücher der späteren Jahre und zeigt die Arbeitsweise des Dichters, verschiedene Textteile in nicht fortlaufender Folge zusammenzuhalten.

Rezeption

Ungeachtet aller editorischer Bemühungen war die Rezeption von Fontanes Notizbüchern bis in das 21. Jahrhundert hinein ausgeblieben. Wie bei anderen Autoren ist dafür das editorische Konzept verantwortlich, das inhaltlich-systematischen Kriterien verpflichtet war und die Einträge losgelöst von ihrem Notizbuch-Kontext in Einzelpublikationen bzw. auf verschiedene Abteilungen innerhalb der Werkausgaben verteilt und in neue Text- und Werkzusammenhänge integriert hat (vgl. Radecke u.a. 2013). Der Verzicht auf eine Rubrik ‚Notizbücher‘ und die Umbenennung von Fontanes „Reise-Notizbüchern“ (Andree 1999, 12) in „Reisetagebücher“ (Erler 1999, 248; Jolles 2000, 763; Erler 2000, 771) führte außerdem zu einer Verwässerung des Notizbuchbegriffs (vgl. Radecke 2013, 165–166 sowie zu anderen Autoren Müller-Wille 2006, 195 und Hoffmann 2008). So fehlt im Fontane-Handbuch von 2000 (F-Handbuch1) und im Fontane-Lexikon ein Kapitel zu den Notizbüchern. Auch die Fontane-Chronik nahm keine systematische Auswertung sämtlicher Notizen vor und stützte sich stattdessen exemplarisch auf wenige Teilpublikationen. Editorische Textglättungen und Ordnungen führten zwar durch den Verzicht auf sämtliche Textvarianz einerseits zu einer besseren Lesbarkeit und schnellen Orientierung, sie entsprachen aber andererseits nicht der in der Überlieferung bezeugten A-Linearität von unabgeschlossenen Notaten. Die gedruckten Notizbuch-Texte trugen somit zu einer „Entschärfung der inhaltliche[n] und zeitliche[n] Heterogenität des in den Notiz[…]büchern versammelten Materials“ bei (Müller-Wille 2006, 195). Dennoch wurden einzelne Notizbuchaufzeichnungen für die Kommentierung innerhalb der Werkausgaben genutzt, insbesondere für die Fontane-Ausgabe im Aufbau-Verlag (AFA) sowie die Große Brandenburger Ausgabe in ihren Abteilungen „Gedichte“ und „Das erzählerische Werk“. Die punktuelle Auswertung führte allerdings dazu, dass nicht nur Einträge übersehen, sondern dass sie auch falsch datiert und zugeordnet wurden. Insbesondere der Kommentar zu den Wanderungen weist große Lücken auf (vgl. Radecke 2008, 217–219; Radecke 2019a). Einige Monografien nutzten exemplarische Notizen als eine „unschätzbare Quelle zu Leben und Werk“ (Schutte 1999, 226), zu den Romanen und Erzählungen (vgl. Rost 1931), zur Theaterkritik (vgl. Knudsen 1942) und zu den Wanderungen (vgl. Fürstenau 1941). Ebenso boten sie für Studien zu den Kriegsbüchern (vgl. Pacholski 2003; vgl. Pacholski 2005) und zur Kunstkritik (vgl. Aus der Au 2019) eine wichtige Ergänzung. Auch einzelne Biografen berücksichtigen inzwischen Notizbuch-Notate (vgl. Dieterle 2018; vgl. Radecke und Rauh 2020). Textgenetische Ansätze griffen ebenfalls auf Notizbuchaufzeichnungen zurück, um die Entstehung poetischer Fiktionalität aufgrund der Genese von Titeln, Figurennamen und Schauplätzen nachzuzeichnen (Radecke 2002; Radecke 2003; Rauh 2018). Neue Erkenntnisse ergaben sich schließlich auch für die Wanderungen und für Kriegsgefangen, insbesondere für die Unterscheidung von Fiktion und Fakt (Rauh 2019; Radecke und Rauh 2020). Durch die Kultur- und Medienwissenschaft, aber auch durch die digitale Notizbuch-Edition (F–Notizbücher) gerieten Fontanes Notizbücher in jüngster Zeit in den wissenschaftlichen und öffentlichen Fokus: zur Erforschung der schriftstellerischen Arbeitsweise (vgl. Radecke 2013; McGillen 2019b; Radecke 2021) und der Bedeutung der Notizbuch-Skizzen (vgl. Efimova 2017; McGillen 2019a). Im Fontane-Jubiläumsjahr 2019 basierten mehrere Ausstellungen auf den Notizbüchern bzw. auf den Transkriptionen und Kommentaren der digitalen Edition (vgl. Barz 2019; Gfrereis 2019; Kienzle 2019) und präsentierten die Original-Notizbücher erstmals einer breiten Öffentlichkeit. Monografien, die sich Fontanes Notizbücher auch im Kontext mit anderen Notizbüchern von Schriftstellerinnen und Schriftstellern widmen, sind allerdings wie auch genetische Untersuchungen zu den Theaterkritiken und Wanderungen nach wie vor ein Desiderat.

1)
2)
3)
4)
Lepper 2013, S. 347
5)
Ries 2007, S. 203
6)
vgl. Radecke 2014, S. 49
7)
vgl. Meyer/Ernst 1933, S. 85; Radecke 2014, S. 156.