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C10beta

Albert
Alb.
Henning.
2 ½
Silbergroschen
sgr
Brüder-Str. 15.Dieses Buch hat 52 Blat
Laſſen Sie mich Ihnen vonder ſchönſten Stelle un hinaumeinen Dank ausſprechen füdie ſo freundliche Aufnahmin Schönfeld. So dankbar icdieſem ſchönen Anfang unſreReiſe in der Erinnerung habeſo beſchleicht mich immer deleiſe Vorwurf daß wir Ihnedoch eigentlich nur Unruhverſchafft hatten,Ihre vergeblicheliegt mir eh ſchon audem Gewiſſen. Laſſen Simich hoffen, daß Sie u. Ihrwerther Gemah den etwaigen üblen Eindruck danverwiſcht u. hören Sivon uns, daß wir deAnfang in Schönfeld iIhrem reizenden Häus-che preiſen, denſeitdem hat uns IhReiſeſegen nur Genuuund Freude bereitet. Wiſchwelgen u. könnenicht satt
und
u
müdewerden, Statuen unKunſt zu bewunderntäglich bin ich docgegen meinen Mandaß er nur das gegönhat
und
u
in Liebe dessenmich ſehr folgſam ufügſam, ſo daß ich hoffich bekomme eine gutReiſe. Hier habewir ſehr angenehme Ge-ſellſchaft aus B.Berli getroffenun Fr.Frau v N.Noville uund Tochtedie bereits ſehruns mit deSprache ſehr halfenMorgen kommen wir inLido, ſie ſehen ihn Stückweiſe an

  • 1. Mit einem Omnibus zur Portaa Pint, odeallenfalls zuPorta S. GalloDort den pro-teſtant. Kirchhound dasbeſuchen. (Idieſem Fres-ke voFieſole)
montoll allDèligenzaE lo permesso pevia di montarnella BDiligenza Quanto q costaun ventaglio eiFäche
Th.Theodor FontanInſchriften
Jacobo III
Jacobi II. MagnaeBrit.Britanniae RegiFili
Kailo Eduard
Et Henrico Deca⸗no PatrumCardinaliu
Jacobi III. Filiè
Regiae StirpèStuardèae PostremiAnno MDCCCI Drei Reliefpor-traits, Bruſtſtück
Der Cardinal vonYor, an der Trachkentlich, in deMitte. Links unrechts zwei Rittein Harniſch (etwwie der Herzog voBerwick etcet cetera) unmit hoher Stirnwenig Haar; beidgleich alt und ſehähnlich unter einandeVater u. Sohn, ohndaß man weißwer der Vater unwer der SohiſtDie Köpfe ſind gütig, vornehm, eigenſinnigalle drei ähneln ſich überraſchend
Grabmal; Grabmäler von James, Charles Edwart und Henry Benedict StuartGrabmaelervonJamesCharlesEdwartundHenryBenedictStuartPetersdom, Peterskirche, Sankt PeterGrabmal der Stuarts im Petersdom (Vatikan). Großbrit: Großbritannie(Wappen3 Relief PorträtInſchrifInſchrifFreuendeEngeTrauerndeEnge
Kleine Inſchrift über deThür: Beati mortui qui in Dominmoriuntur(moriuntur.
Grabmal; Grabmal Christinas von SchwedenGrabmalChristinasvonSchwedenPetersdom, Peterskirche, Sankt PeterGrabmal Christinas von Schweden im Petersdom (Vatikan). HautreliePortraiivergoldeteErUmſchriftInſchrifGelber MarmoRelief iweißem MarmoGelber Marmo
UmſchrifChristinaAlexandr D.GSuec.Suecorum GothorVandalorumQVandalorumqu(wahrſcheinlicſtatt queReginaInſchrif
Christina SuecorumRegina ob orthodoxam religioneabdicate0 regnabjurata Haeresipie susceptaac delecta Romae sedeximie cultam Monumentum ab InnocentiXII. inchoatum ClemenXI. P. M. absolvit Annsal. M.DCCII
Männlicher Kopf, rieſige Naſehochbuſig, volles ſtarkeHaar, dem Vater ähnlichZwei Engel, der eine miScepter, der andre mit Schwerthalten auf einem Kiſſen diKrone.. Dem eineEngel entgleitedabei daSchwert, das er über dibeiden Arme gelegt haund es fällt nach unten
Freitag d.
dender
30.
Um 8 1/2 nacdem Vatikan
Begonnen mider LaurentiusKapell
Dann diDurchſicht der Raphaeliſchen Stanzefortgeſetzt und beendet
Um 11 nacSan Onofrio unſeinem Kloſter. Draußen die drei St.Hieroni mus Bildevon. . . . , . . Dann ins KloſterTaſſo-Zelle, wenich nicht irr jetzt Zelle No 28Man geht eineCorridor lang unbiegt rechtwinkliin einen zweitenan deſſen End(letzte Zelle) ſicdie Taſſo-Zellbefindet. IAn der Stellwo der einKorridor midem andrerechtwinklizuſammenſtößlunettenartiüber eineThür einMadonna mitdem Kind voLeonardo daVinc. Alles ieiner Art graugrün gehaltenSehr anziehendDie Maria ſchönanſprechend, eiganz klein weniverzerrt
In der TaſſoZell, die glauich drei Fenſtehatt
Grundriss; Sant’Onofrio al GianicoloSant’OnofrioalGianicoloRomZelle Torquato Tassos im Kloster Sant’Onofrio al Gianicolo.
befanden ſich hochlehnigalte Lederſtühleder Bleiſarg driſich ſeine Ueberreſtbefunden hattender kleine Marmorgrabſtein, eilängeres authographiſches Blatunter Rahmeund vielleicht noceiniges
Bald Unmittelbahinter dem Kloſteführt ein Gandurch einen verwilderteGarten hindurczu einer kleineAnhöhe, von deman einen ſchönen Blick auRom hat. Hie
einer davoſein Stuhl ſtbilden mehrerCypreſſen einWand und iFront derſelbeſteht maleriſcſchräg aAbhang die TaſſoEiche
Von San Ono-fri in diBirraria und deKuchenladen. Danwieder in deVatikan. DritteBeſuch der Sixti-niſchen Kapellmeinerſeits. MeinBemerkungen darübeſtehen in de andern kleineBuch
Vom Vatikagegen 4 nacHaus ins HôtelUmgekleidetNach PalazzoCaffarell. ZweKarten abgegeben. Mit Emiliedie mich begleitehatte, udas Kapitol heflanirt. Icin Santa MariaAracel hineinBeſuch bei iſeiner kleine Kapelle
Weiterer Spatzirgang. DanAbendbeſuch beFrau v. Pommer-Eſch, Via dueMarcelli 10DUm 8 1/2 nacHaus. TheeEmilie an MarthaTheoich an Elſy v. W.Wangenheim und Herrnv. Klübe geſchrieben
Sonnabend de31. Oktober
Um 8 1/2 iden VatikanDritthalb Stunde in der Pinacoteca. MeinAufzeichnungedarüber an andreStelle dieſes Buches.
Um 11 nachSanta MariMaggiore. JCa-pella BorghesCapella Sixtus V.Tomba diPio non. Fresken, MoſaikenKapellen. SiehBaedeker unFels Ins Hôtel. Verſuch eines Frühſtücksgeſcheitert
Um 2 in deVatikan. Beſucder Statuen-GallerieUnſagbar herrlichSchätze: PorphyrVaſe, PorphyrSarkophage, Gabinettadei MascherAntinous (Statuuund Büſte) JupiterKaiſer NervabronzenerHerkule, Pho-kion StatuGalerie degliAnimal ſchlafende AriadneAſpollo Eidechstödter, Discus-werfe, Sieges-wage, Pinienapfel, Eros(halbe FigurApollo faſtin frauenartigerErſcheinun, voallem: Laoko⸗o, ApolloMerkur, Per-ſeus mit demHaupt derMeduſ (letztre modern, voCanova.
Siehe im Uebrigen meinStriche iFels’ſchen Buch
Um 4 idie PeterskircheFeierlicher Gottesdienſin der einen ſchöneMarienkapelle, gegenübeder Capella dellSacramento
Um 5 1/2 idie BirrarieGut gegeſſen Grüne Erbſenſuppund Fricandeau
Nach HausEmilie Aan Martha geſchrieben; ich Briean Zöllner angefangen
Sonntag den1. Novmbr.Novembe
Um 10 in diPeterskirche: Gottesdienſt in derſelbeKapelle. Emilialles mit durchgemacht; icabgeſprungen undie große Kirche vom Eingang ankapellenweiſe durchgenommen. Siehdas FelsſcheBuc und meinNotizen über diGrabdenkmälerder Königin Chriſtineder letztenStuartsund
Um 1 in dieVilla Farneſ(Farneſina). Bi3 die berühmteRaphaeliſcheDeckengemälde die Geſchichtoder das Märchen von Amorund Pſychdarſtellend, durchgenommenDann das2. ZimmerRaphaels Gala-te; Peruz-zi Decken-gemäldPouſſinLandſchaftenin Kohlgezeichnetegroßer KopMichel-AngelosDas ganzArrangemender Decke, diKunſt und diKünſteleien (daalles plaſtiſchſtuckartig erſcheintſehr ſchön; daPerſeus-Bilvon Werth; iGanzen abedie übrigeMalereiedoch über wiegend voblos dekorativem Werth
Auch diGalatea, diſo berühmiſt, ließ unbeide kaltEs mag ſehſchön ſeinmehr iſt nichzu ſagen
Die Poussinwie altSchmieraliewirkend
Das Intereſſanteſte iſ der von Michel-angel herrührendin eine LunetthineingezeichnetKohlen⸗Kopf
Nichtsdeſtowenigemacht der Saaeinen ſehguten Eindruckwas das Verdienſt Peruzzibleibt, der ſüberaus gefälliund amüſanzu dekorireverſtand
Von der Farne-ſin nach dePiazza ColonnaBrief an Marthzur Poſt. ZweBriefe (postrestante) vorgefunden: einevon Theo, deandre voMartha
Ins CaféCavou. BeidBriefe miVergnügen geleſen
NaAuf deMonte Pincio Wundervoller Sonnenuntergang. SankPeter in rothgoldner GluthEntzückendeCorſo der vornehmen Weltſchöne Equipageund ſchöne Frauen
Um 5 1/2 nachHau. Um 56 zuTable d’hôte. U7 1/2 nach FontanaTrev und jedevon uns dreimaaus dem Brunnegetrunken Nach HausEmilie gepacktTagebuch

Amor undPſych ider Farneſina

Der erſtEindruck iſnichts wenigeals erbaulichwas wohl zgrößtem Theilauf die manigfachen Aufbeſſerungen zſchieben iſt, di
ſo ſtark ſich geltend machen, davielleicht nur nocvon Beurtheilunder Compoſitiodie Rede ſeikann. DeGrund iſt eiſich breitmachendeBlau, in deFleiſchtönen dezahlreichen Geſtalten herrſchein wenig erbauliches rothbrauvor, das an Feuerherdsroth erinnert
Nach einekleinen halbe Stunde rücktich mich in deDingen zurechund begann ihneGeſchmack abzugewinnen. Abedoch immer nupartiell
Ohne Weitreentzückend unzuerſt den Sinneangenehm zugänglich werdendſind die kleineAmorgeſtaltein den Kappendie das Embleirgend einesr Gotthei von dannetragen, alſPfeil und Köcheder Diana, diAegis der Minerva, das Schwerdes Mars, deStab des Merkurden Hammer deVulkan etcAll dies iſzierlich, liueblichgeiſtvoll, amüſant
Die größereGruppen dazwiſchen (mizwei, mituntedrei Figuren die die eigentlichGeſchichte, deLiebe Luſt unLeid, darſtellenſind von ſehungleichem WerthZum Theil wohl einFolge der Uebermalungen, zuTheil aber aucvon Anfanan. Schöiſt der erſteVenus zeigdem Amodie Pſycheſchön iſt fernedas dritte aufauf dem Drittedie Geſtalt deVenus, dider Juno unCeres ihre Familienunannehmlichkeierzählt; ſchöiſt Venus alſie einherfährdie Pſyche zſuchen; hübſciſt: Amor voJupiter, ebenſder Merkurſowohl da wer die Pſychſucht, wie dawo er ſie ge funden hataber dibeiden Bildewo Pſyche dikleine Urne auder Unterwelholt und ſie dander Venus bringſind eigentliclangweiligebenſo iſt daErſcheinen Amorbei den Grazie(das als Beſtegelobt wirdnicht geraderobernd. Nu die Amorfiguiſt hier ſehhübſch
DNun bleibenoch die beidegroßen Bilderdie die DMittder Deckfüllen
Das Bilrechts, wJupiter iGötterratzu Gerichſitzt, um deAmor⸗Fall den Venus vorträgt, zu entſcheiden, iſt iGanzen (nachdeman die häßlicherothbraunengemein ausſehendeTöne überwunden hatſehr ſchön. EinzelnKöpfe, ſo deder Dianaſind halb verwiſcht, halverzerrtdoch ſind die ſicher nachträglichSchädigungen, didas Intereſſe adem Ganzen wenibeeinträchtigekönnen. Reizeniſt Merkur, dedie Pſyche heranführt
Ganz und galangweilig, unmit Ausnahmder beiden glücklicLiebenden, dinebeneinander aOberrandder Tafel ſitzen iſt die Tafelrunde, die dedas hymenidiſchFeſt feierndeGötter. Jedeinzelne Geſtal– mit ganwenig Ausnahme – iſentweder langweilig odemehr odeweniger unangenehmDas Ganznimmt keineswegs di Sinne gleicgefangen; mamuß ſich ſehdurcharbeitenum zur Freudan der geboteneSchönheit zkommen. Dieſiſt durchaus eininnerliche; eiſt etwas deganzen Gefühlsund Gedankengange nacaußerordentlicPoetiſches unLiebenswürdiges aber man kandurchaus nicht ſagen, daß diForm in deeinem dieLiebenswürdiggeboten wirdetwas Bezauberndes odeauch nur Einſchmeichelndean ſich trügeEs wirktrotz der Formnicht durcdieſelbe. Dieſ Form maeinmal leichtluftig, graziösdem Gegenſtanentſprechend geweſen ſein; jetziſt ſie es nichmehr. Es ſinzur guten Hälfthalb=kupferfarbene Geſtaltendie auch gleicnoch tätowirſein könnenDie Idealität der poetiſchHauch leideaußerordentlicdarunter. Eiſt aber nichblos die Farbemit ihr iſauch der Zaubefeiner Linieverloren gegangen unvon einevollen, ungeſtörten, durchgängigen Genuß des Kunſt-werke, kan gar nicht mehdie Rede ſein
Wer es doczu Wege bringtnun der preiſſein Geſchick

    AustriaSarndies
  • Villa Engel-hard
  • SanssouciWiednerHotel MüllerSchönbrunnWalhalla

Die andrHälfte dePinacotec
(das Treppenhauliegt dazwiſchenenthält ebenſviele Säle, diverſchiedene Schulerepräſentiren. Iden erſten Räumen intereſſirtmich nur ein todter,ruhender Chriſtu
von einem Unbekannten } Schule des Correggio
von einem Unbekanntenund ein Portraidas von Sebaſtianodel Piomb herrühren und die AnnaBule darſtelleſoll. Wahrſcheinlicbeides nicht zutreffendweder der Namdes Malers nocder Gemalten. KeinSpur von Aehnlichkeimit dem in Warwick Caſtle, wſie ganz germaniſcund bei ein weniſtubsnaſig ausſiehtwährend ſie hier aldunkle, gradnaſigItalienerin auftritt
Dann kommezwei kleinerRäume, die diSäle des Correggiund Raffael heißentrotzdem ſie ijedem Saal numit 4 oder 5 Nummervertreten ſindEs ſind Säle, dietwa der Tribunin den Uffizien zFlorenz entſprechenLauter ausgeſuchtSachen, aber voden verſchiedenſteMeiſtern und zwavon: Salvator RosaSeb.Sebastianeo del Piombo, Cor-reggi, Tiziano, Spag-nolett, GiovanniBellin, Luca d’O⸗land, Hans Hemmlin, Albrecht DürerPerugino, Johannvan Eyc und RaffaelAuch hier wiedefinde ich (wie z. Bauch dern todten Chriſtuim Kloſter San Mar-tin) die Spagno-letto ausgezeichnetPeruginos einfacheBild: „Madonna mitdem Kind herrlicwie immer; GiovannBellini ſehr intreſſantLuca d’Oland(unſrer Dürer’ſcheWeiſe verwandt) ganausgezeichnet, DürerBild gut und intereſſant aber ſeinſonſtigen ſchönen Klarheit entbehrend, Hemmlinck in debeiden Seitenbilder(betende Donatorenfamilie) ganausgezeichnetVon den Correggiound Raffaels intreſſirmich – wenn icwieder von den Portraits des letztreabſehe – keines ſehlebhaft,. Eines„Santo famiglivon Raffael“ iſt ſehberühmt; es iſt Mariaeine braune Alteauch mit HeiligenſcheinChriſtkind und JohannesEs iſt ſehr ſchöndoch wäre mider Perugino beinah liebertrotzdem er nichgerade zu den beſteNummern des Mei-ſter gehört. (Benochmaligem Sehedoch andrer Meinungeworden.) Aſchönſten von alleBildern dieſer beidenberühmten kleinenSäl finde ich daBild von Luca d’O⸗land: „die Anbe-tung der drei KönigeDas Bild iſt dreitheilig; in der BrMittbetet nur der einKönig an; die beideandren ſtehen iden beiden Flügeldes Bildes und näherſich erſt. Alle 6Hauptköpfe des Bildesdie drei KönigeMaria und eihinter dem anbedtendeKönige ſtehender Alte(wahrſcheinlich eiHirt, keinesfallJoſeph) ſind gleicausgezeichnet. DieſBilder ſind midie liebſten, ſiſind ächt, ſchön, charaktervoll und nocohne jede ſchönheitliche Patentheit
} Schule des Correggio
3. Saa
Scuola Neapolitana14. 15. und 16. Jahrhundert

Vierter Saal.
Die Transfiguratioundie Madonna diFolignvon Raphaeund drittendie Communiondes heiligen Giro-lam voDomenichinoDie Madonnavon Folign

Magdalenvon Guercinobedeutend. Aber ohnWirkung auf mich
Martyriumvondes S. Lorenzvon SpagnolettoIn dem Moment als evon den Knechten auf deRoſt gelegt werdeſoll. Degläubig verklärte Kopſchön. Damit baſta
S. Margareta daCorton, voGuercinoSchön, milarmoyanteBeigeſchmack
S.San Sebaſtian voTizianDer Kopf des altenpompös gekleideteBiſchofs, der zu wehklagen ſcheint, ſehr ſchönauch andere Köpfe, nuSt. Sebaſtiaſelbſt ganindifferent
Dritter Saal.
Enthält nur dregroße Nummernfind’ ich durchweentzückend; AufbauGeſtalten, Köpfealles von höchſteSchönheit und ohnviel Lärm und Bewegung die Theilnahmunſres Herzenweckend, beſte unſchönſte Empfindungeanregend. DiMadonna, der Engemit der Tafel ider Mitte der andren Figure(Johannes deTäufer, der heiligFranciscus (?) unzwei andre Heiligedazu das Landſchaftlichealles gleich ſchön
Die berühmtTransfiguratioläßt mich durchaukalt. Die Köpfder Jünger und Geſtalteam Fuß des Bergeſind, einzelgenommen, deMehrzahl nacſchön; überhaupwirkt alles ſchönheitsvoll in Gruppirung und Aufbauaber mein Gemüthnicht einmal meinSinne werdelebhaft in Anſprucgenommen. AllAufmerkſamkeider zahlreichen Figuren richtet ſich aueinen blaſſen Knaben, der entwedetaub oder ſtumoder blind odeepileptiſch war under nun ſiehtſpricht, zeig(auf den gehimmelfahrendeChriſtus). Abevon der Hauptſache, von deHimmelfahrt, wirdadurch alle Aufmerkſamkeiabgezogen; unein oder zweGeſtalten zeigeempor. Didrei halb geblendeteJünger auf deHöhe des Bergeſind ſchön in ihrewahrheits⸗ und lebensvollen BewegungIm Ganzen iſmir die Madonnadi Folign zehnmal lieber
heiligen Giro-lamoDie Commu-nion de ist uvon Domeni-chin iſt unverkenbar eiſehr bedeutendeBild. Der nackteweißbärtige Altder die Hoſtie empfängt, der altBiſchof oder hohGeiſtliche der ſiihm reicht, diGeſtalt links igrünen Turbandie EngelArchitektur unLandſchaft, alleſehr ſchön, abees fehlt midoch das Elemender Erhebung unErbauung. DeAusdruck idem mehr alhalbgebrocheneAuge denackten Altender nun daHeil empfängtiſt außerordentlicwahr und ſchönder Ernſt und diRuhe des Biſchofsder ihm die Hoſtireicht, kauminder, abeüber dieſe bewundernde Anerkennung kommman nicht hinausSie wird nichfreudig; maiſt nicht entzückt
  • 1. Le VirtuTeologalvon Raphael9 kleine klarobſkur Sachevon ihm iſelben Rahmen
  • 2. Madonnvon B. Ange-lic. Sehſchön, ſklein eiſt
  • 3. St. Girolamvon Leonardoda VincWundervoll
  • 4. I Mis-ter dRaphaelDrei kleinherrlichSache
  • 5. EinPietvoMantegnaChriſtus ſehbedeutendſchwarz unweiß
  • 6. ZweiMurilloDie einMadonnamit Kindund Hannaſehr bedeuten
Grundriss. PeristyliuAtriuAla
    a. Tablinub. Triclinium
      Empfangs⸗ zimmerode
    • Repräſentationzimme
    • Eßzimmer

Tu es Petruet supraersuper hanpetram aedificabo ecclesiam meaet tibi dabClaves regnCaelorum

Neapel

Museo nacional

1. SaaScuola Bolognese
Enthält, nebevielen zum Theil guten Caracciauch einige GuidRenis, die ziemlicbedeutend ſind
  • 1. Il sonnodel infantoGes
  • 2.colto (bekleidet)von der NauſikaaUlyſſes ac
  • 3. Eitelkeit undBeſcheidenhei
  • 4. Studienkopfzu einem SanktMatthäu (ſehr gut
2. SaaScuola Toscana
  • 1. Alte Copie nach GiottLa Vergine annun⸗ziat (intereſſantdie 2 Köpfe ſchomerkwürdig gut.
  • 2. Filippino LippziataLa Vergine annun-, links Johanneder Täufer, rechtApoſtel Andrea(ſehr ſchön; beſonders die Jungfrau. die beiden Seitenfiguren.
Ein altes intereſſanteBild von Pietro unIppolito del Donzello (DonzelloGoldgrund. Marimit dem Kinde ider Mitte; Sankt Sebaſtian und SankJacobus (Giacomolinks und rechts. Obe(kleiner) der Gekreuzigtmit Magdalena unEvang. St. JohannesUnten: AuferſtehunChriſti und links unrechts die zwölApoſtel. Namentlicoben und unteſehr intereſſant und aucgut. Oben und untealles als halbFigur
Im Ganzedarf man abevon dieſen Bilderaus der neapolitaniſchen Schulſagen, daß deGefühlsausdrucmit Hülfe einegewiſſen Fratzenhaftigkeit gewonnewird
4. SaaScuola Neapolitana (16.(16., 17. und 18. Jahrhundert
Dies iſt der HauptGroßeſSaal, der neapolitaniſchen Schule, idem ſich 96 Nummern befindenZum Theil reſpektable Durchſchnittsbilder; aber nichtHervorragendesManches iſt kühund phantaſievolcomponirt, z. Bdas von DomencicoGardiulo delleMicco Spadarherrührende BildI Religiosi dS.San Martino in Napoli pregano lVergine di facessare il flagelldelle peste ne1650. Unten großGruppe betendeMönche, übeihnen die heiligJungfrau der bereits eine Bittſchrifpräſentirt wird. Dieſhilft ſofort, denein Engel miSchwert und Gloritritt der häßlichendie Geißel ſchwingenden, und unteTodten ſtehendePeſt entgegeund zwingt dieſinnezuhalten unzurückzuweichenDas Ganze nichgerade ſchön, abeintereſſant und phantaſievoll gedacht uncomponirt
In dieſem Saalbefindet ſich aucein 26 Schrittetwa 60 Fuß langeund 5 Fuß breiterrieſenhafter RenaiſſanceSchrank, anſcheinenvon Nußbaumholz, der in ſeineeinzelnen Abtheilungen (Fenſtevorn und hintenwerthvolle Kunſtgegenſtände in GlasAlabaſter, MetallElfenbein unBernſtein enthält.
5. und 6. Saal
Deutſche, holländiſcheflamändiſche Schule
Einige weniggute Sachen vovan Dyck, Wou-werman unNachahmungen voRembrandt unRubens

Aus den Thermen desTitu/Ihro gohdens Haus.
Kaiſeren
La Madonnacon i S. S.Girolamo eBartolomevon A.Andrea Bon-viccino do vonBresci

2. SaalAlle Bilder dieſes Saales, oſie einem gefallen odenicht, ſind groß
Gut. Beſonders dejüngere Heilige zur LinkenThermen des Caracallaandrer Guido-Bilder.Il Martirio diS.S. Processo eMartirian voValentin. Bedeu- tend aber furchtbar und un- erquicklich. Dies ſind keine Aufgaben für die Kunſt. St Romualdvon Andr.Andrea SacchIl Redentoreassiso sull’Irid voCorreggioMadonna voGuidSehr ſchönSt’ Elena voPaul Verone⸗ſeſchön, aber patent; rührt mich nichtWeiße Mönche unter BäumenWirkt erſt langweilig, bieinem die Bedeutung de(Langweilig.KöpfunihrInnerlichkeiaufgeht

Vatican

St.Sankt Michelinvon Barocci(gut
St.Sankt Gregorio magnvon Andr.Andrea Sacchgut
Nostra Signora annunZiato dall’ Angelvon Baroccſehr gut; namentlich deEngel. DiMaria etwazu weltlichnaiv
SIl Martirio deS.San Erasm voNicol.NicolasPoussibedeutend, aber unerbaulich
La Crocefissionedi San PietrvvonGuido
ſo Ebenfalls; dafür hat es aber auch nichts von deDünnen und faſt Sentimentale
PouMonsieur Swatlode Berli
MonsieuTh.Theodor Fontan
  • 5
    Franken
    fr
    75 –
  • 2. 25 1. 501.
NoNumero 120
Sacred to the MemorJohn BenneHearsleCapt.Captain in H. M.her majesty'Arm19 April 187
1206Ici reposHenrLangePolonaisné à Varsovi179morà Florenc6. April 1813
120