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A3beta

<Schreiberhand Friedrich Fontane> <Schreiberhand Theodor Fontane> 8
Der weiße Stuck-Speisesaal mit den 5 Fenstern nach dem See ’raus; oben die Bilder von Prof. Frisch aus 1790. Aurora, Diana, Neptun in der Mitte als Deckengemälde.

Heilgensee, dahinter die Havel, Pfaueninsel, Glinecke, Babelsberg

Nicht ermittelt.
Nicht ermittelt.
Amor langes Haar, Schleier hinten herabhängend, Stein vor zusammengehalten ein üppiges, verwöhntes, x---x Kindergesicht, von außerordentlich Reiz – von dunklem Holz mit Gold belegt. auf einem Eckschrank Das zeigt Junius mit Holz baissirt. Kaum Fußhohe Marmorbüste. Am Eingang in das Palais, rechts und links, rasen Schmuck-Aufstellungen an den
Nicht ermittelt.
überall, so auch hier Vasen ein Fries, ein Band, von mythologischen Scenen, die Fackel Amors brenn überall, überall ein Paris mit den 3 Göttinnen, eine Venus oder Diana, die den End findet, nirgends eine Diana, die entrüstet den Aktäon für seine Neugier straft. Die Grazien (die A. Backen en front) oder Haren hängen Guirlanden auf. – Fries am Vorder-Seitenflügel nach dem Park hin: Amoretten oder kleine Jungen schleppen Holz herbei um das große Feuer der Liebe in hohem Brand zu erhalten, andre halten eine Taube im Arm, um sie gegen den Sperber zu schützen; andere auf X---x bringen
Rosenguirlanden herbei, andre tragen ein x---x mit glühenden Kohlen, die Kohlen sehen wie Herzen aus.

Ein Marmor Rondel den Wackenroder darstellend; andre Seite Klio.

Zimmer Friedrich Wilh: II. Bilder von von Hackert

Sterbezimmer Fr. W. II. Sein Portrait (von unbekannter Hand) darunter sein Sterbestuhl; rother Sattin mit gelblichen Lederkissen. Die Steh-Uhr, Geschenk von der Pompadour an Friedrich II, steht in dem Zimmer neben dem Sterbezimmer, wo die Bilder von Hackert hängen.

Aus dem Jahre 90 und 91 sind verschiedene Wandbilder, in diesen Jahren ist es also auch entstanden

Oben: Eine Riesen-Pendule von Louis XVI Apoll, Göttin mit dem Globus und Zirkel
et cetera
etc

Das türkische Zelt; stahlgraue Seide, Ottomane halbringsum, der reine höhre Bumms, verschwiegen, lüstern.
Prinzeß Charlotte, vermählt mit dem Herzog von Braunschweig (Schwester Friedrichs des Großen) dieselbe dame wie die blaue Dame in Rheinsberg, von der es hieß, es sei Prinzeß Amalie nachdem sie ihre Schönheit ruinirte.

Kleines Zimmer parterre; das ein Frontfenster Bleibt auf dem heiligen See, schräg unterm Balkon, die beien Seitenfenster auf Park und das „grüne Haus Lauter Orangerieholz-Boisserieen-Wände, Thüre, Spiegel, Fenstereinfassungen, Nischen alles von demselben Holz, reich eingelegt Sein Schlafzimmer, zwei Säulen-Consolen, Marmor-Vase für die Nachtlampe, X---xgang Stühle, mit schwarzen Pferdshaar-Ueberzügen; der Fußboden von Taxusholz. Am Schrank: Zwei Amoretten, mit einem Täubchen das sie zähmen, Pfeil und Bodgen liegen bei Seit; in Goldblech.
Tagelöhner Stube in Grünau bei Coepnick. Gelb getüncht; weißer Rand mit grüner Guirlande. Zwei Fenster. Zwischen beiden die Kommode mit ein paar Tassen und Gläsern, auch ein Spiegelchen und sonstigen Luxus-Dingen. Gegenüber den Fenstern der große schwarze Kachelofen mit der Bank. Neben der Thür ein Schrank mit aufgestellten Tellern und Topfen, rechts von der Thür ein Kaminherd in der Wand, darin ein Feuer und Töpfe. Gegenüber der Thürseite das Familienbett. Daneben die Wiege. Sellerie, Borré und Petersilienwurzel wurde geschnitten, um eine Suppe daraus zu kochen.

Eine Schmiede in Seefelde, am Charfreitag. Ein klein wenig zurückgelegen, so daß ein hübsches vom Hammerschlag stark geschwärzter Vorplatz entsteht. Die Schmiede selbst von Feldstein, mit einem hohen Schornstein. Die kleine Holzthür geschlossen, dicht daneben das einzige kleine Fensterchen, das das Haus hat. Vor der Schmiede bilden 4 mächtige Akazien einen kleinen Platz (derselbe mit der Hammerschlag-Erde); zunächst die Rampe, zwei starke Pfähle mit einem Mittelpfahl vorn. Der Eisenring ist, um die Pferde fest zu machen, davor steht das Stühlchen für den Pferdefuß und Huf, zwei Eisenstäbe an denen ein starker Holzklotz ist in dieser Form:
Nicht ermittelt.
Dann ein Holzklotz und ein kleiner Holzbock; viele Feldsteine an der Seitenwand um den ausgestreuten Hammerschlag und Kohlenabgang festzuhalten, daß ihn der Wind nicht wegweht; daneben ein großer hübscher Holzklotz.

Blumberg.

Vorm Altar ein großer Grabstein mit folgender Inschrift:
Im 58. Jahr 3 Wochen ist meine liebe Hausfrau Katarina Morner allhie begraben und ist mein Hans Krumensehe’s allerliebst Gemahl gewest 1Z 96 Diese Z ist nothwendig eine 5. Rechts vom Altar Generallietnant
von der
v. d.
Hagen und die Goldbecks
(hat Hertz gezeichnet)

Links vom Altar

Das Banner des Kanzlers Loeben.
Der Hochedle, gestrenge und hochbea Herr Johann v. Loeben F. Chr. durch zu Brandenburg Joachim Friedrichs hochlöbseligsten Gedächtnisses vornehmer geheime Rath und Kanzler, auf Blumberg, Dalwitz, Eiche und Falkenberg, ist allhier zu Blumberg selig im Herrn Entschlafen den 26 Juli anno 1636, seines Alters 15 Jahr.
Epitaph des Ludwig von Canstein in der Kirche in Blumberg.
Grundriss; KircheKircheBlumberg (heute: Ortsteil von Ahrensfelde)Kirche in Blumberg. Kanzel Altar Taufstein. Kanzler v. Loeben. Orgel
von der
v. d.
v. d. Hagen
Goldbeck Fr
FrauFräulein
v. Burgsdorf
Frau
Fr.
v. Loeben
Canstein Anbetung
Rittmeister v. Massow.
Adjutant
Adjut.
Seiner Königlichen Hoheit
S. K. H.
des Prinzen Albrecht (Sohn) ein Sohn der Freiin von Canitz.


Ihre
Ihr.
Excellenz
Excell.
Frau Minister v. Massow
geborene
geb.
Freiin v. Canitz
auf Steinhövel bei Fürstenwalde.

Der wohledle, gestrenge und Ehrenwerthe Ehrenreich von Robell auf Biegenkruge und Lüderstorff
et cetera
etc
erblassen ist in Berlin den 8 August früh zwischen 2
und
u
3 Uhr
Anno 1630 seines Alters im 64. Jahr sehliglich entschlafen und in diesem seinem Ruhebette niedergesetzt worden. Die wohledte tugendsame und vielehrenreiche Frau Anna
geborene
geb.
von Ehrentreich von Röbels
Seligen herztgeliebtes Ehgemahl starb . .. . (Rest fehlt, scheint nie hingeschrieben zu sein)
geborene
geb.
v. Gahntzen Gahnitzin Goelnitzin Poelnitzin
oder oder oder (wahrscheinlich ist dasletztre gemeint, wiewohl es in G scheint). Aeternitati Saca Heros Illertissim L.B. Otto Christoph de Sparr Colli Possessiones Occupaturus Gratam circumspexit Posteritatem et Linguendae huic sedi Singulari Mentis Destinatione Heredem fecit. Illustriis Dominum Louidam B. de Blumenthal ex Domo Scheverina Atque Ea Testatura Benefico Cineri Quanti fecerit hoc inter vivos Donum Simul Ut Perennicus Esset Generosae Mentis Monumentum Ingenii (Der Ingenti) id. Sumptu A Damnosa Die Vindicavit et Restituit Infirmitatem et Decus hoc Quod lector prospicis Servet hunc verticem Salus Et Limen custodiat Jehovae Vigil. Oculus Hervi autem nostro In Sion Esto Habitatio Et in Pace locus ejus Anno 1668.

Werneuchen.

Lageplan; WerneuchenWerneuchenWerneuchen. Feld-Straße Hügel in Laube Hauptgang großer Birnbaum Birnbaum Laube Haus Kirche X---x Laube X---x Nebengebäude
Lageplan; St. Michael KircheStAWerneuchenKirche in Werneuchen. Lageplan; Grabdenkmal Otto von ArnimGrabdenkmalOttovonArnimWerneuchenGrabdenkmal Otto von Arnim in Werneuchen. Arnims Grab Straße Kirchhofsthor Spritzenhaus
et cetera
etc
W---x
Predigerhaus
Pfarrhaus.
Backsteinflur; rechts das Wohnzimmer; hinter dem Flur die große Küche, unmittelbar dahinter der Garten, rechts die Bienenkörbe; Maulbeerbäume und -sträucher. Gelb gestrichen, Fachwerkhaus. 1 fenstrige Giebelstube. 1 breites gemüthliches Fenster am Seitengiebel nach der Kirche hinaus. Das Gebäude 6 Fenster Front und Thür. Früher nur 4 Fenster und ein breites Stück Wand, was also ein Schmusterplätzchen gab; jetzt noch 2 Fenster eingesetzt.
Seine Grabstätte besteht aus einem schwarzgestrichnen Holzgitter mit gelben Pfahl- und Latten Spitzen. Das gußeiserne Kreuz trägt die Inschrift:
Friedrich Wilhelm August
F. W. A.
Schmidt
Prediger zu Werneuchen und Freudenberg Ritter des rothen Adler Ordens 4. Klasse,
geboren den
geb. d.
23 März 1764
gestorben
gestorb.
den 26 April 1838
.

Rückseite: Ich will euch wiedersehen und euer Herz

Grundriss; St. Michael KircheStAWerneuchenKirche in Werneuchen. Altar mit vielen Malereien von 1676. Glaskronleuchter sehr altmodisch, aber deshalb nicht ohne Intresse Bronze-Kron-leuchter, mit dem kaiserlichen Adler (Reichs-Adler)
soll sich freuen und eure Freude soll niemand von euch nehmen.
Johannes
Joh.
16.22.

*  *  *
Aus Liebe und Dankbarkeit gewidmet von seiner treuen Gattin
Marie Friederike
M. F.
geborene
geb.
Vogel
und seinen Kindern.

Innerhalb des Gitters befinden sich 3 Gräber: Schmidt v. Werneuchen, seine erste Frau (Henriette) und sein Lieblingssohn (Ulrich) früh gestorben.

Gebäudeansicht; St. Michael KircheStAWerneuchenKirche in Werneuchen.

Etzin.

Links vom Altar ganz oben unter der Decke und unmittelbar über einer Menge von Brautkronen 3 Portraits
  • 3) Herr Joachim Friedrich Seegebart, geschätzter Lehrer dieser Gemeinde.
    Gestorben
    Gest:
    1732
    .
    Nicht ermittelt.
    Ein Mann von 40 Jahr, mild geistlich, sehr freundlich, aber die heitre Festigkeit einer frommen geläuterten Seele. Weiße Perrücke. Schwarzer Talar. Päffchen.


Hinter Altar und Kanzel noch ein kleiner Raum mit 2 Bildern, darunter eins wie Johannes der Täufer das Lamm tragend, die Tasche, die Weltkugel in in der Hand. Darüber ein kleines nicht übel gemachtes Portraitchen (Rundbild) umschrieben Anno 1611 Herrn Johann Grosse, Pfarrherr zu Etzin anno aetatii 27. Die Kirche Flachdach, alles weiß, viele Brautkronen, Kränze, Inschriften
Mein Leser. Hier ruhen auf Hoffnung die dem Tode gehegt anvertrauten Gebeine des weiland hochwohlehrwürdigen und hochgelehrten Herrn Joachim Friedrich Seegebart, des Prinz Leopoldischen Regiments und die Etzinsche und Knoblauchsche Gemeine rühmen noch seine wahre Gottesfurcht und seine Redlichkeit; daher war er freudig vor Gott, liebreich vor Menschen; Sorgfältig im Amt; demüthig bei seiner Gelehrsamkeit; von seinem geistlichen Amt zeugen viele lebendige Briefe, von seinem Christenthum die durchs Leben bestätigte Lehre, Von seiner Menschenliebe die vielen Thränen, von seiner vergnügten und gesegneten Ehe erinnnert seine verwittwete Christiane Elisabeth Sacro’ in und seine verwaiseten 4 Ehepfänder. Er betrat diesen mühseligen Schauplatz 1714 den 14 April. Er bezog die stolzen Wohnungen der Ewigkeit 1725 den 26 Mai. Leser! schaue sein Leben an und denke an seinen Tod, betrachte seinen Glauben und ohne ihm nach, sein freudiger Hingang mache dir die Ewigkeit süße. Taxirt zur Standrede Daniel XII Vers 3. Eine große Sandstein Tafel. Aufgeschlagenes Psalmenbuch: ein Crucifix darüber, das Ganze von Engelsköpfen umgeben; ziemlich geschmacklos.

Ein kleines sauberes Tempel-Relief, in der Mittelfläche ein hübsch gearbeitetes Wappen darüber ein Steinband mit der Inschrift: Herr Anthonius Refeldt, Pfarrherr zu Etzin.

Darunter: Alles was ich bin und habe, Rühme ich Gottes Gabe.
Wappen; DorfkircheDorfkircheEtzin (heute: Ortsteil von Ketzin/Havel) in der Kirche zu Etzin. Näheres nicht ermittelt.
Das Wappen braun, der Hintergrund schön grün; schön erhalten; das Wappen ein springendes Reh in Eichenwald (3 Eicheln)

Oranienburg

Eine Flucht von 6 Zimmern. im Links-Pavillon.
  • Erstes Zimmer. 2 fenstrig.
    Gebäudegrundriss (Ausschnitt); Schloss OranienburgSchlossOranienburgOranienburg, BötzowZimmer im Schloss Oranienburg.
    Vier Amoretten oder Engelchen, jeder ein Theebuchschen (weiß und blau) an’s Herz pressend.

    Das Mittelbild. Eine Fülle von Amoretten oder Genien, wieder mit blau-weißen Theebüchsen; in der Mitte eine dicke Person (wie ein holländische Thee-schenkerin, roth und grünen Gewandes) mit rothen Rosen im Haar, die eine große Theebüchse (blau und weiß) mit der Linken an’s Herz preßt, während sie mit der Rechten eine blau weißen Porzellan-Theetopf einer andern hochbusigen, rothgekleideten blonden Person entgegenreicht, die ihr nun ihrerseits einen Spiegel entgegenhält. Diese Person durch die Schlange um den Arm als Hygaea charakterisirt, hält der Thee-Frau (der symbolischen Figur des Thee’s) den Spiegel entgegen, damit sie, die Theefrau, darin sich selber erkennt und sich schämt, wenn sie unächt, lügnerisch ist, d. h. falschen Thee präsentirt oder überhaupt eine Gift-Göttin statt eine Theegöttin ist. Zwischen beiden Gestalten noch eine Riesen Theebüchse; – außerdem an der Decke viel Goldornamentik z. B. fliegende Adler etc.
  • 30’ im Quadrat messendes Zimmer am Ausgang des Flügels
    Grundriss; Schloss OranienburgSchlossOranienburgOranienburg, BötzowSchloss Oranienburg. Front auf dem Schloßhof Front auf Wiese und Landschaft die 5 andren Zimmer Park.
    8 Holz Säulen marmorirt umstehen als Ornament mit einer Art Consol für Gestalten die aber nicht da sind, den Saal; die Kapitelle vergoldet auch viel Vergoldung von den Decken.
    Schloss OranienburgSchlossOranienburgOranienburg, BötzowSchloss Oranienburg; Näheres nicht ermittelt. dto dto dto
    In den Ecken vier schwarze Strahlensterne, in der Mitte jedes Sterns eine blaue Rundung, innerhalb der blauen Rundung ein rothes Kreuz; in der blauen Rundung Honi soit qui mal y pense.
    Schloss OranienburgSchlossOranienburgOranienburg, BötzowSchloss Oranienburg; Näheres nicht ermittelt.
    Das runde Deckengemälde zeigt einen Apoll, der mit 4 Sonnenrossen angefahren kommt. Im Haupt steckt in einer schwarzen Sonnenscheibe d. h. wie es scheint, die Rosse tragen die Morgenröthe weiter, er selbst aber hält in seinem Tageslaufe inne oder steigt vom Wagen, denn die Nacht beginnt; in der Mitte des Bildes (dies war das obre Drittheil) ist eine weiße hochbusige Schönheit mit pechschwarzem Haar und Perlenschnüren darin, in der linken hält sie eine Art Zauberlaterne, die zu brennen scheint und in der Rechten einen kleinen Oelkrug; Genien halten Schüsseln und Kannen empor, ein Genius schenkt Thee oder Kaffe aus einem Kännchen in die Tasse eines andern Genius. Es kann aber auch gerade umgekehrt sein, daß die Nacht verschwinden muß mit ihrem Bachanal, weil der Tag siegreich erscheint.


Die Form des Schlosses in seiner guten Zeit war die eines H.
Gebäudegrundriss Schloss OranienburgSchlossOranienburgOranienburg, BötzowSchloss Oranienburg. a
  • a fehlt jetzt.

  • Die beiden Reliefs im Comité-Zimmer das eine muthmaßlich Apollo den Paris vor den Händen des wüthenden Menelaus rettend; zwei andre Gestalten auch fliehend; das andre muthmaßlich Apollo verfolgend die Daphne, die nun angesichts der Diana und ihrer Najaden in den Daphne-Baum verwandelt wird
    Park
    Zwei Pfeiler, dazwischen eine eiserne Gitterthür von Schmiede-Eisen. Der Namenszug F. 3. E. B. Kurfürstliche Krone darüber, links Eichenlaub und Eicheln, rechts Lorbeer.


    Der hohen Wiederbegründerin dieser Stadt Luise Henriette Brandenburg
    geborene
    geb.
    Prinzessin von Oranien
    , zum dauernden Gedächtniß die dankbare Bürgerschaft Oranienburgs. 1858.
    • 4) Seitdem sind 150 Jahr vergangen; was ist davon geblieben? ein Minimum. Die Inschrift prangt noch vorn, die Grundzüge des Baus (das H) sind noch geblieben, sonst ist fast alles hinüber, nur eins ist gestiegen – der Park ist schöner geworden. (Schilderung wie es darin aussieht; die alten Bäume. Fliederbüsche. Die wilde Wiese in der Mitte. die Havel Einfassung.)
    • 5) Ein Minimum nur ist geblieben;
      Friedrich
      Fr.
      Wilhelm
      W.
      I
      , dann die Noth des Krieges, die Fabrikzeit, die Zeit der Schwefelsäure hat alles weggefressen. Was geblieben sind 6 Zimmer, im Park- oder Gartenflügel .
      Numero
      No
      I
      und
      u
      und No VI beschreiben. No V ist unscheinbar, aber nicht ohne Bedeutung als Sterbezimmer August Wilhelms *. Hier starb er in jener Nacht (Schilderung.
      Siehe
      S.
      Ballhorn) Das Zimmer selbst zeigt die höchste Einfachheit.
    • 6) Auch dies Wenige würde vielleicht fehlen, wenn nicht die Pietät des Hochseligen es gerettet hätte
    • 7) Falle was fallen muß, dauernder selbst als das Standbild das der Kurfürstin zu Ehren hier errichtet wurde, lebt sie hier in dem Namen und der Geschichte des Ortes fort (dies anders ausdrücken) und es ziemt sich, noch einen Augenblick bei der Erinnerung an diese hohe Frau zu verweilen. Nun Dinge geben die sich möglichst auf Oranienburg beziehen; dann über die Kirchenlieder, die bestimmt von ihr herrühren und wodurch sie uns für immer angehört.
    wollte zeigen, wie heilig ihm die Hinterlassenschaft seiner Mutter war. Beim Aufzählen der Herrlichkeiten damals im Schloß auch die Häuser aufzählen, die es, als mit dazu gehörig umstanden und vor allem das Deckenbild beschreiben, daß die Schenkung und Gründung Oranienburgs darstellt.
    x Sein Herz soll in einer Urne in oder unterm Rheinsberger Obelisken aufbewahrt werden.
    Siehe
    S.
    Ballhorn
    Seite
    S.
    212.


    Zum Schluß auf der Treppe des Rathhauses (früher Jägerei) unter den Linden. Landschaftliches Bild. Das Schloß gegenüber. Die vorüber ziehen den Musikanten „Das Testament des großen Kurfürsten.“ Wir bleiben hier sitzen und blicken auf die wirkliche Bühne, auf der jene Gestalten gespielt. Allerhand zieht an uns vorüber. Dann ein manirlicher Schluß.

    Lageplan; Schloss OranienburgSchlossOranienburgOranienburg, BötzowSchloss Oranienburg. H a b c d e
    Santa Saba eine kleine Basilika in Rom.
    Das große Feuer. Die Mauern blieben stehn. Für 7500 wurde es klapprig wieder aufgebaut; die Kirche taugte nie etwas und droht jetzt einzufallen. Glocken waren nicht;
    Friedrich
    Fr.
    Wilhelm
    W.
    III
    schenkte drei eiserne, später
    Friedrich
    Fr.
    Wilhelm
    W.
    IV
    eine von Glockengut.

    Man sah vor 10 bis 15 Jahren die Klapprigkeit der Kirche und beschloß einen Neubau;
    Friedrich
    Fr.
    Wilhelm
    W.
    IV
    genehmigte es (vielleicht aus seinen Mitteln) und so soll sie nach einen römischen Vorbild (das er angegeben hat) gebaut werden.
    Die ursprüngliche alte Kirche wurde durch die Kurfürsten aus einem Oblongum zu einer Kreuzkirche gemacht; sie war sehr schön (siehe Ballhorn) die Kirche kommt 1788 total nieder; in den kümmerlichen Neubau ist nur ein Steinchen aus der alten außen eingelegt, das die Buchstaben- Inschrift trägt:
    Luise Curfürstin zu Brandenburg geborene Prinzessin von Oranien
    L. C. Z. B. G. P.V. O.
    Luise Curfürstin zu Brandenburg geborene Prinzessin von Oranien
    M. B. C. L. VIII.
    In der Kirche eine Maria mit dem Kinde von Rohde blond, modern, mit Nippscheitel, höchst unkirchlich, links im Hinter Vordergrund ein Opferaltar, dazu Tauben am Fuß des Altars.
    Im Jagdschloß zu Friedrichsthal (Grabsdorf) sind noch Zimmer aus der Zeit Friedrichs III, von denen mehrere die Ovalform
    Gebäudegrundriss (Ausschnitt); Jagdschloss FriedrichsthalJagdschlossFriedrichsthalOranienburg, BötzowZimmer im Jagdschloss Friedrichsthal.
    zeigen; sonst aber alles kahl und ohne Charakter.


    Das Waisenhaus. Altmodisch. holländisch. Dunkelroth, ein paar Ornamente und an 2 zugemauerten Fenstern das in Gold.
    Detailansicht; WaisenhausWaisenhausOranienburg, BötzowOrnament im Waisenhaus Orangienburg.
    Gebäudeansicht; Schloss OranienburgSchlossOranienburgOranienburg, BötzowSchloss Oranienburg. X---x. Inschrift.
    Gemäldekomposition; Hertefeld, Rochow, Blumenthal, Kurfürstin und Kurfürst [Gemälde]HertefeldRochowBlumenthalKurfuerstinundKurfuerst[Gemaelde]falseAnonym/nicht ermitteltGemälde im Waisenhaus Oranienburg. Türkische Gesandte, Hertefeld en profile. Rochow. Blumenthal. Kurfürstin. La Case Kurfürst Ochsenhaut(plus outre) Schwerin Hund. Drei, 4 Gestalten die den Rindsstreifen entlanglagen.
    Gebäudeansicht; Schloss OranienburgSchlossOranienburgOranienburg, BötzowDas frühere Schloss Oranienburg. Vorder-Pavillon b a
    a. b. Pfeiler-Gänge mit Säulchen Colonnaden darauf.
    Links im Saal ein Bild des alten Fritz, charakteristische Züge aber sonst sehr gewöhnlich, er liest in einem Buche in braun Leder gebunden, das ein roth und Blau-Schild hinten trägt, darauf Tom II Gellert’s Fabeln.
    Rechts Luise Henriette, schönes Bild, sehr ähnlich den Schönheiten in Hampton-Court.
    Low-Body, ziemlich viel Busen, Hermelin Mantel links und rechts, reiche Brüssler Spitzen, am Kleidkragen und Aermeln. Die linke Hand hält sie auf ein paar Orangeblüthchen, (ein Orangezweig). Perlen-Halsband, Perlen-Ohrringe. Schloß im Hintergrunde, vielleicht holländisch, vielleicht Berlin oder sonst eins.
    Die blonde Blumenthal ist hübsch, Rochow famos häßlich; das Kostüm der Kurfürstin vermuthlich rüschig, alles andre sehr frei, resp: phantastisch gehalten; Schwerin wie ein Fleischer.

    Die Fahne
    Wappen?; Näheres nicht ermittelt.
    [das auch all die kleinen Mädchen tragen] auf der andern Seite brandenburgisches und Oranisches Wappen. Der König schenkte es, da ihm die Mädchen 1850 bei der Grundsteinlegung mit schwarzrothgoldner Fahne entgegengekommen waren.

    Linum.

    Kirchhof. | Dies ist das Grab eines bescheidenen Gelehrten dessen gesunde und heitre Seele 40 Jahre lang einen siechen Körper bewohnte. Der Tag seines Todes gab ihm die vollkommne Gesundheit die er hier nicht hoffen konnte. Herr Johann Rose wurde zu Ruppin geboren
    den
    d.
    23. Dezember
    1728, starb als Prediger zu Linum
    den
    d.
    21. Mai 1770
    .
    Nie ward ein Lehrer, Vater, Mann
    und
    u
    Freund
    Im Leben mehr geliebt, im Tode mehr beweint.
      1813. Noch allerhand Zeichnungen drauf.

    Rheinsberg.

    Das Schloß bekam 1739 in einem broncirten Schilde die Inschrift Friderico Tranquillitatem Colenti.
    Preußen
    Preuß.
    181. Wie eine große Truhe, oder wie ein umgestürzter alter Bauer-Kachelofen, trägt die Inschrift:
    Un prince Ami des Arts,
    secondant mon Genie
    Deja l’Ecole d’Italie
    A l’Allemagne mon Berceau
    Promet un Amphion nouveau.
    Mais comme j’avancois dans
    ma carriére illustre
    J’ai vu de mes beaux jours
    s’eteindre le flambeau,
    Sans passer le milieu
    de mon cinquième accent
    Lustre;
    Muses! pleurez sur mon
    Tombeau.
    natus:
    nat:
    5. Martii 1743.
    Obiit 3
    December
    Decbr.
    1765.
    Grundriss; St. Laurentius (Kirche Rheinsberg)StARheinsbergKirche St. Laurentius in Rheinsberg. d d d d d b b b b b b e a
    • a) Kachelofen-Grabmal des Pitschner
    • b) Sechs alte aufrechtstehende Grabsteine der Bredows 3 Männer und 3 Frauen, die früher im Kirchenschiff lagen.
    • d) 8 eckige Säulenpfeiler, weißgetüncht. über den Pfeilern, auf den Mittelstücken zwischen Pfeiler und Decke befindet sich das Bredowsche Wappen.
    Wappen; St. Laurentius (Kirche Rheinsberg)StARheinsbergin der Kirche St. Laurentius zu Rheinsberg. 3 Arme oder Krallen Z Z 3 Arme oder Krallen
    oben der wilde Mann mit 3 Federn oder dgl.
  • Z–Z. Elephant mit einer Krone auf dem Kopf aus der 3 Fahnen hervorragen
  • f) Das Achim v. Bredow ’sche Grabdenkmal
    Grabmal; Grabmal des Achim von Bredow und der Anna von ArnimGrabmaldesAchimvonBredowundderAnnavonArnimSt. Laurentius (Kirche Rheinsberg)Grabmal des Achim von Bredow und der Anna von Arnim. Figuren Figuren Wappen Jonas nach 3 Tagen vom Wallfisch etc. Die Auferstehung Christi nach 3 Tagen. Achim v. Bredow. Anna v. Arnim Achim v. Bredows, Gemahlin. Die Inschrift.
    Unterschrift:
    O frommer Christ, urtheile mild

    Der Du anschauest dieses Bild.

    Fragst Du, wer ich sei im Grab?

    Gewesen bin ich und Itzt ab;

    Verfolgung, Sorge, Kreuz ohne Zall

    Die mir begegnet überall

    Ich ritterlich ubwunden hab’

    Und ruhe nun in meinem Grab.

    Auch mit Geduld der Welt Bosheit

    Hab’ ich ertragen allezeit,

    Nach Gottes Willen, welcher ist

    Der allerbest zu jeder Frist –

    Gelobt seyst Du, Herr Jesu Christ.

    g) Rechts neben dem Achim v. Bredowschen Grabdenkmal, das seiner beiden Kinder, das eine Anno 82 das andre Anno 83 geboren, beide im Lauf einer Woche gestorben, das eine am 25 Februar, das andre am 4. März 1586.
    h) Das Taufbecken von einer Art gebranntem Töpferthon (aber bemalt) ist einGeschenk der Sparre’s – das Wappen besteht aus einem Mittelschild mit 7 Sternen drum umher – und zwar Franz Sparre, Anna Sparre, Sabine Sparre (Nähere Angaben fehlen, doch ist es wahrscheinlich auch 300 Jahr alt.) i h)
    Rheinsberg; Näheres nicht ermittelt.
    Holzvase, reizendes Portrait, relief in Holz geschnitten und weiß, wie etwa eine Gemme oder sonst dergleichen geschnitten. Am Consol folgende Inschrift:
    I. M. Chr: Elsener
    née
    le 2 Fevrier 1771
    morte
    le 13 Septembre 1793.
    La vertu, la douceur, les charmes,
    La firent aimer ici bas;
    Ansoi voit-on que son trèpas,
    A chacun fait verser Des larmes.

    k) Große Marmor-Urne in Kürbißform im Park, auf einem Piedestal. Inschrift:
    Rheinsberg; Näheres nicht ermittelt.
    Hic cineres Marmor exhibit. – August: Gullielm. Princeps Prussiae Natus Erat IX Die Mens. Aug.
    Anno
    Ann.
    1722
    Obiit Die XII Mens Juni Anno 1758.


    Dem gegenüber ein Marmorpfeiler in Form eines Herme-Untertheils, darauf die Marmorbüste des Prinzen (?) und an der Säule oben die Inschrift:
    Hic Venustum Os Viri, veritatis, virtutis, patriae amantissimi.

    Wahrscheinlich ist es der Prinz August Wilhelm, dennoch bin ich nicht ganz sicher.

    Im
    Februar
    Febr:
    1737 kaufte
    Friedrich Wilhelm
    Fr. W.
    I
    das Bevillesche Gut Zernikow bei Rheinsberg und schlug es mit dazu.
    Friedrich:
    Friedr:
    II
    schenkte es, gleich nach 1740 an Fredersdorff

    Neu-Ruppin.

    Schlözer’s Chasot.
    Seite
    S.
    15
    . Der Kronprinz spricht von „seiner geliebten Garnison in Neuruppin. (Das Regiment war sein (?) Regiment)

    Den Sommer 34 brachte er im Lager des Prinzen Eugen zu, wo die Bekanntschaft mit Chazot angeknüpft wurde.
    Von Winter 34 an war der Prinz wieder in Ruppin.
    Seite
    S.
    26
    .
    Reise nach Ostpreußen, weil „am Rhein doch nichts erfolgen werde“. Schlözer schreibt: „Um sich aufzuheitern, wählte
    Friedrich
    F.
    zu seiner Reisebegleitung den Chevalier Chasot, der durch seinen Geist, seine Lebhaftigkeit und gute Laune ihm während der verichenen Wintermonate in der Ruppiner Garnison schon so manche angenehme Stunde bereitet hatte.
    1735 hört es dann in Ruppin auf und er lebt in Rheinsberg statt in Ruppin, wo er von 1733 oder 32 an gewesen zu sein scheint. Er war aber immer noch viel in Ruppin, namentlich auch die Wochen vorm Tode des Königs um Potsdam näher zu sein.
    Gebäudeaufriss; Molliussches Haus, Mollius’sches HausMolliusschesHausMollius’schesHausNeuruppin, Neu-Ruppin, RuppinMolliussches Haus in Neuruppin
    Schräg hinter dem Mollius’schen Hause (zwischen Haus und Mauer ist ein Garten) befindet sich die Pforte in einem der Mauer-Rundbögen Die Bilder von Maria Antoinette und Katharina.
    Gebäudeaufriss; PrinzenpfortePrinzenpforteNeuruppin, Neu-Ruppin, RuppinPrinzenpforte in Neuruppin.

    Wustrau.

    Hans Joachim v. Zieten
    Königlich Preußischer General der
    K. Pr: Gener. d.
    Cavallerie (
    Infanterie
    Inf
    eines Regiments Husaren Ritter vom schwarzen Adlerorden Helm Beil, Körper. Schild mit Ganzer Haupt Wird geboren zu Wustrau den 18 Mai 1699 starb zu Berlin den 27. Januar 1786 Diente dem Vaterlande 71 Jahre. Gut 2 Fuß über der Erde. Der Stein über einen Fuß hoch.) Daneben das Grabmal seiner zweiten Gemahlin mit langer Inschrift.

    Hier ruhet Frau Hedwig Elisabeth Albertine verwittwete von Zieten, geborne v. Platen aus dem Hause Mesendorf
    Wappen; Wustrau, Näheres nicht ermittelt.
    Küchensäge
    Sein Denkmal

    An einer großen Urne von grauschwarzen Marmor die reich vergoldet ist, befindet sich Zietens Relief-Portrait in weißem Marmor, links zur Zeit einfach die Inschrift
    Hans Joachim
    H. J.
    Zieten
    . Er sieht hier ziemlich anders aus. ( wenigstens scheinbar) als man’s gewohnt ist, ihn zu sehn; das macht zum Theil weil die Husarenmütze fehlt, die er auf den 2 andern Büsten trägt. Rechts – Tapferkeit Links – Frömmigkeit

    das eine ist sicher die Minerva mit Schwert, Panzer, Schild (drauf die Schichten Zietens) und Lorbeerkranz;

    die andre Figur (Urania mit dem Sternenkranz) ist unklar in Gedanken, dann ein Engel (Genius) hält ein Aktenbündel „Bibel“ genannt zu ihr empor. Links steht dann: Meier.

    Leopoldine Judith von Zieten
    geborene
    geb.
    v. Jürgaß
    aus dem Hause Gantzer 25. März 1703, vermählt 25 November 1737, gestorben d. 19 März 1756, nicht voll 53 Jahr alt.
    Wappen; Familie Zieten in Wustrau. Zietens
    Wappen
    Wapp.
    Wappen; Familie Jürgaß in Wustrau. Jürgaß.
    Ocean, Wallfisch oder dgl. der Wasser nach oben speit.

    Auch seine Mutter (die also draußen begrabenruht) war eine Jürgaß, wahrscheinlich aus demselben Hause, bestimmt angegeben ist es nicht, aber das Wappen ist dasselbe.
    Ilsabe Catharina von Jürgaß
    geboren
    geb.
    1666, gestorben 1734 im 68ten Jahre ihres Alters.
    Seine erste Frau war auch eine Jürgaß und zwar aus demselben Hause (Ganzer) v. Wuthenowsche Dragoner ist. Diese Dinge entziehen sich so ziemlich seiner Kontrolle. Obrist Wurmb. Adjutant Hyblet Rittmeister Zieten Ordonanz Kerber. Lebensschreibung
    Seite
    S:
    51–62
    . Aus der Sammlung des Markgrafen Karl v. Schwedt. gekommen, sei es durch Kauf oder als Geschenk. Es scheint die Scene darzustellen, wie Zieten vor Oberst Wurmb tritt etc. || Die 9 Portraits. 7 sind Portraits ein 8tes ist eine Art Genrebild und aus der Sammlung des Markgrafen an, der letzte v Zieten zum Theil nicht unwesentlich von einander verschieden Diese Bilder sind von Häbert und wiewohl in Auffassung und Uniformstücke gelegentlich von einander abweichend, sind alle Portraits des alten Zieten und in ihren unterscheidenden Merkmalen schwer zu charakterisiren. N das älteste, das bis in’s Jahr 1725 zurückgeht und den „alten Zieten“ den wir uns ohne Husarenuniform kaum denken können, als Offizier- Lieutnant bei den Wuthenow’schen Dragonern (damals von Tilsit) darstellte, zeichnet sich schon dadurch vor allen andern Bildnissen aus. Zieten, damals 26 Jahr alt und Premier-Leutnant, trägt einen Stahlkürraß wie es scheint und über denselben eine graue schmalen Uniform mit blauen Aufschlägen. Ob das Bild ächt ist, steht dahin – von Aehnlichkeit keine Spur und wir werden am Ende von Glück sagen können, wenn es in


    Rechts ein ZietenSaal mit Chodowiecki’s und dem Cunningham-Bilde Zieten in allen möglichen Situationen; „läßt ihn schlafen“ am W---x und bei Tisch; Kollin, Kunersdorf, Torgau, Seidlitz, Schwerins Tod u. a. m.

    Der Säbel, einfacher Cavallerie Säbel ohne allen Behang, Leder-Scheide mit Eisen, beschlagen. Der Kasten, kein Uhrkasten, sondern mehr einem kleinen Ofen oder einem Piedestal ähnlich.
    Wustrau; Näheres nicht ermittelt.
    Das Treppengeländer ist von Holz

    Einen andren Säbel besitzt das Zietensche Husaren-Regiment, der sehr kostbar ist und den der Kaiser Peter in seiner kurzen Regierungszeit ihm überreichen ließ. Näher nachforschen darüber. – Tigerdecke und Pelzmütze befinden sich in der Kunstkammer.


    Gebäudeansicht; KircheKircheWustrau (heute: Wustrau-Altfriesack, Ortsteil der Gemeinde Fehrbellin)Kirche in Wustrau. Ziegel-Dach.
    Herr v. Seelstrang
    – v. Loë
    – v. Rohr
    Rohren-Garten Das alte Haus mit langem senkrechten Holz (Fach) werk und Steine dazwischen In das Ganze sind Fenster mit Bildern und Wappen aus der Perleberger Kirche und außerdem Gülsen-Garten in und an die Wände holzschnitz-Figuren aus derselben Kirche eingesetzt. Das Ganze ein wunderliches Conglomerat, von alter Schlichtheit mit buntem Kirchenzeug behangen. In dem Hause die Rüstkammer, eine Art breite Gallerie, die einen Mittelraum umgiebt, in den man wie in ein Loch oder Treppenhaus hinunterblickt. Hier befindet sich auch das Bild, das die schlesische Aebtissin dem alten Zieten im 2t schlesischen Kriege geschenkt.
    Holz-Altar mit Altar- Bild – wahrscheinlich eine schlesische Fürstin, die später heilig gesprochen wurde, sie
    Wustrau; Näheres nicht ermittelt. Bild
    hält in der Linken ein Krummstab, während sie die Rechte auf einer Grafen- oder Fürstenkrone leicht lehnt. Der Kopf (Zietens erster Frau ähnlich gestorben 1756) sehr hübsch und nicht schlecht gemalt.

    Im Schloß noch das sehr große Bild des Prinzen Heinrich, auf Bestellung des Generals der Cavallerie von Zieten gemalt, durch Frau Theerbusch.


    gemalt, durch Frau Theerbusch.


    Hofrath Schneider.
    Professor
    Prof:
    Menzel
    .
    –  Preuss
    } wegen des Ruppiner Aufenthalts des Prinzen, zu mal im „Tempel etc.

    Wulckow.


    Etwa um 1800 Schenkendorffs Vaterland

    Herzberg. nur schöner Thurm.

    Meeseberg.

    Gebäudeansicht; Schloss MesebergSchlossMesebergMeseberg (heute: Ortsteil der Stadt Gransee), MesebergkSchloss Meseberg. Schloß in Meeseberg
    Lageplan; HuwenowseeHuwenowseeHuwenowsee.
    Gestalt des See’s bei Meeseberg. Rings bewaldet.

    Kirche in Meeseberg.
    Alter Besitz der Groeben’s
    Ein Riesenbild aus dem Jahre 1588

    Das Ludwig von der Groeben
    gestorben
    gestorb
    1601 und sein Gemahlin Anna v. Oppen
    gestorben
    gest:
    1593 (beide im Dom zu Köln bestattet, er hier) sammt ihren 17 Kindern v. h. 13 Knaben und 4 Mädchen darstellt, links er die Jungen führend, rechts sie den Zug der 4 Mädchen schließend. Links ein mäßig großes Sündenfall-Bild, rechts die Auferstehung. In der Mitte eine Tempelhalle, über derselben Gott, Christus und der heilige Geist.

    Dann kamen noch andre Groeben’s.

    Dann wieder näher spezifizirt Herr Wilhelm v. der Gröben,
    Königlich Peußischer Geheim
    K. Pr. Geh.
    Rath etc.
    geboren
    geb.
    1665, gestorben 1721 (Die Grabsteine seiner beiden Geschwister, die zwischen 1680
    und
    u
    90 etwas 20 Jahr alt gestorben, befinden sich vorm Altar.)
    In der Kirche herrschen überhaupt nur die Gröbens : Dann bekam es (durch seine Frau – eine Gröben) der Reichsgraf v. Wartensleben, deren man in der Gruft begegnet.
    Herrman Reichsgraf v. Wartensleben, Oberst über ein Regiment zu Pferde, Erstes und Gerichtsherr auf Meeseberg, Baumgarten, Schönermark und Rauschendorf und Dorothea Johanna Albertine Reichsgräfin v. Wartensleben
    geborene von der
    geb. v. d.
    Groeben
    haben im Jahre 1742 diese Kirche von Grund auf repariren lassen, im neu Begräbniß und herrschaftlichen Chor, neue vergrößerte Fenster, neue Kanzel, ein neues KüsterChor nebst Orgel, neue Stühle, den Thurm anstreichen und eine neue Uhr nebst Tafel machen lassen (im Gewölbe befinden sich Graf und Gräfin und 2 Kinder, beide Kinder an den Pocken 1739 gestorben.)

    In der Kirche befindet sich ferner der kurze, umflorte Galanterie-Degen des Herrn v. Kapphengst und sein Sporenpaar.

    In’s Schloß.
    Die Blumen und Fruchtstücke wahrscheinlich von Dubenisson
    Siehe
    S.
    Preuss
    Seite
    S.
    185.
    Gebaut 1738
    und
    u
    39. Auskunft darüber giebt die latrinische Tafel im Champignon-Keller im Gartenhaus, wo zu lesen ist, daß Müntherus 1739, die Eichen und Buchen zum Theil ausgerodet, in den See geworfen und die Parkanlagen begonnen hat. Im Schloß eine Reihenfolge schöner, nobler Zimmer.
    Wartensleben baute es, um ein Haus in der Wilhelmsstraße nicht Bauen zu müssen; es kostete eine Tonne Goldes und er verbaute sich, der Reichthum schwand zum Theil dahin. Beschreibung dieses Reichthums: das Aeußre des Hauses, die Sandstein-säulen, die Parade, die kostbaren Blumenstücke (first rate), die Marmorkamine, die Parkanlagen etc.

    Nun wurde der ganze Güterkomplex von Prinz Heinrich gekauft und an seinen Mignon Kaphengst geschenkt, der eine Geliebte des Prinzen Heinrich geheirathet hatte. Er wüstete nun los. (Siehe Foerster 1806 Hohenlohe Prenzlau) Schöner mark und Rauschendorf verspielte er in einer Nacht. Noch erkennt man den Bühnenraum und die x---x Kabinen die als Ankleidezimmer dienten. Die Deckengemälde von Rode sind aus dieser Zeit. Es sind ihrer 3; zwei gewiß von Rode, eins davon eine Apotheose des Prinzen Heinrich: Ruhmestempel dem sein Medaillonportrait vom Genie entgegengetragen wird, darunter eine Göttin (Minerva?) mit demSchwerdt zwischen den Füßen und ein Altar auf dem geopfert wird. Dazu die Inschrift Rode’s. . . .gratia ani
    das heißt
    d. h.
    animi. Eine kleine Malice von Rode. Der große Spiegel und die Geschichte mit Henri
    und
    u
    Kaphengst.
    gratiae animi. Rode ( der einem sonst ziemlich langweilig in diesen Gegenden wird durch mittelmßge aufgeklärte Bilder) hat hier einen guten Witz geschaffen, indem er nach hergebrachter Weise abbrechend die Endsylbe Mi fortließ und dadurch eine sehr anzügliche Stelle schuf.

    Potsdam.

    Marmor-Palais (die Notizen in einemder andern Büchelchen.) Bei Friedrichs.
    Umgebungsplan; Pfaueninsel, Pfauen-InselPfaueninselPfauen-InselBerlinPfaueninsel. Potsdam Spandau Pichelsberg
    Er. Ein Straßburger. Beim Rückzug aus Rußland hängen geblieben. Vermählt. Königstädtsches Theater (die gute Zeit). Nun Maschinenmeister.Ein Künstler – ein Elfenbeinarbeiter. Sein Haus hat wenig davon, desto mehr das Schloß. Seine Arbeiten sind eine Hauptsehenswürdigkeit darin. Es sind sieben Arbeiten jede ohngefähr unter einem Glaskasten von 1 Kubikfuß Platz findend. Die 7 Arbeiten sind: Jede Arbeit 3 Jahr und täglich 10 Stunden gearbeitet.
    Architektonische Miniaturmodelle [Modell]ArchitektonischeMiniaturmodelle[Modell]false17901873Maschinenmeister, Ehemann der ElisabethFriedrichJosephFriedrich, JosephArchitektonische Miniaturmodelle von Joseph Friedrich.
    Architektonische Miniaturmodelle [Modell]ArchitektonischeMiniaturmodelle[Modell]false17901873Maschinenmeister, Ehemann der ElisabethFriedrichJosephFriedrich, JosephArchitektonische Miniaturmodelle von Joseph Friedrich.
    Sie. Märkische Frau, aus Lenzen gebürtig. Strenges Regiment. Alles wie ein Schmuckkästchen. Die Beziehungen zum Hofe. Jeder macht bei „Frau Friedrich“ seinen Besuch. Die Küche. Die „gestifteten Töpfe und Krüge“. Intressanter sind die Töpfe aus der „Kratzperiode“, die jungen Damen, die hier entzückt verweilten, später einschickten um die Gallerie zu vermehren, oft mit kleinen Briefchen, worin sich die Töpfe aus allen Weltgegenden: Meißen, Sevres, Italien, Karlsbad etc. Dann der Uebergang zu den „gekratzten“. Damen der schönen Küche und des gegebenen Versprechendes erinnern.

    In seinen letzten Jahren war auch König Friedrich Wilhelm IV hier zum Besuch. Wie überall wo er war, leben auch hier die Worte fort, die er übersprudelnd von guter Laune sprach. : „Sie haben hier meine Minister und Generale aufgehängt, nun soll mir dasselbe passiren“ so wies er lachend die Bitte zurück, hier auch seinen Topf zu stiften, aber es hätte nicht der sein müssen, der er war, wenn nicht am nächsten Tage schon die Topf-Gallerie um 2 neue Töpfe hätte vermehrt sein sollen.

    Ein Topf fehlt, ein Topf der wenn er da wäre, der Frau noch mehr ans Herz gewachsen sein würde als alles andre was da ist – ein Lessing-Topf, ein Topf mit dem ausdrucksvollen Kopfe Karl Friedrich Lessings unter der Tülle. Denn der Lessing liebte Frau Friedrich. In Tagen die weit zurückliegen, als Herr und Frau Friedrich noch junge Leute waren; als die Sonntag“ sang und Rellstab seine ersten Kritiken schrieb, damals vor nun 40 Jahren als Maschinenmeister Friedrich für Donner und Blitz und sonstigen Apparatus zu sorgen hatte, da waren die Tage der Freundschaft zwischen Lessing und des Maschinenmeisters Frau. „Wie oft hab’ ich ihm Eierkuchen gebacken wenn er hungrig zu uns kam und sein Freund Ottmer besuchte, der auch Hunger hatte; nun ist er so berühmt. Ich möcht ihn für mein Leben gern wiedersehn und ihm sagen wie leid mir’s wär, daß ich so unnoth grob zu ihm gewesen bin.“ Arme, glückliche Tage. Auch der Lohn für die Eierkuchen ist da und ist nun der Stolz des Hauses; am Ehrenplatz hängt Frau Friedrichs Bild von des berühmten Lessing Hand, vielleicht seine frühste Arbeit und schon deshalb interessant. Uebrigens außerdem auch nicht zu verachten (besser).

    Die Kühle mahnt zur Rückfahrt; die Nebel steigen auf – wir nehmen Abschied von der stillen Insel, jetzt mehr eine Feeen als eine Pfauen-Insel. Man thue desgleichen. Wer aber die Küche sehen will der operire vorsichtig, sonst kann es sich ereignen daß Frau Friedrich mal später wieder bedauert, einen berühmten Mann unnoth grob behandelt zu haben. (Vorher über den Charakter der beiden Leute, süddeutsch und märkisch).
    Fragen an Harder.
    Der Name ist Ottmer oder Odmer oder dergleichen.
    Wann war die Zeit mit Lessing (1825 oder drum herum).
    Wo wohnten sie damals.
    (Dies als Schluß)
    Wenn diese Worte aber sei es als Buch oder fliegendes Blatt bis an den schönen Rhein fliegen, so möge ein guter Stern es fügen, daß auch die Augen des Meisters (den der Osten unsres Landes mit Stolz den Seinen nennt) einen Augenblick drauf ruhn. Er wird dann, sein Künstlerherz ist uns Bürge dafür, die Parole des nächsten Tages kennen – ein Topf und ein Lessing darauf.

    (Dies, wennüberhaupt, sehr in Verdünnung nehmen.)
    Gebäudeaufriss; Dampfmaschinenhaus des Maschinenmeisters FriedrichDampfmaschinenhausdesMaschinenmeistersFriedrichPfaueninsel, Pfauen-InselDampfmaschinenhaus auf der Pfaueninsel.
    Weinlaube zur Seite links und rechts. Weingang führt zur Havel ’runter (am Anfang eineSchaukel) Obstbäume und Erdbeerbeete rund um, Platanen unmittelbar vor der Thür; die kleine Treppen-Laube von Clematis eingefaßt. Das Häuschen gelblich, FliegenFenster. Rittersporn, Jelänger je lieber Cana indica. . Es liegt am Abhang in Lauben und Gängen von Wein, Clematis, Linden etc. im Rücken ansteigendes Terrain: Fichtenstämme, Eichen
    et cetera
    etc
    Die Rachel, den 13 Juli 1852; in derselben Stunde deklamirte sie.

    Im Schloß: der kleine Spatzierstock
    Friedrich Wilhelm
    Fr. W.
    IV
    als Kronprinz; 3 Spatzier(Wander-)stöcke Friedrichs des Großen; der Dom zu Rheims mit Jungfrau und Glockengeläut; die 7 Elfenbein-Arbeiten; ein Bild der Pfaueninsel
    Lageplan; Pfaueninsel, Pfauen-InselPfaueninselPfauen-InselBerlinPfaueninsel. b. a. c. d. e.
    Marmorpalais.
    Gebäudeaufriss; Marmorpalais, Marmor PalaisMarmorpalaisMarmorPalaisPotsdam, Insel PotsdamMarmorpalais Potsdam. (Goldkorb.)drei granzien (Gold) vergoldete Rundung; tanzende Amoretten.
    In Front ein schöner großer Balkon, der von 6 Marmor Säulen getragen wird. Daneben eine Marmor-Brüstung, als Einfassung der Treppe und als Abgrenzung nach dem Wasser hin
    Gebäudeaufriss; Marmorpalais, Marmor PalaisMarmorpalaisMarmorPalaisPotsdam, Insel PotsdamBalkon des Marmorpalais in Potsdam.
    Starting point für den Kahn. Bählerts Brücke. Bibliothek. Schloßdiener Lau. Links bis zur Schwanen-Brücke.

    In dem schwarzen braunen Schrank, der noch ganz nach Moschus riecht, liegt ein
    Manu Scriptum
    M.S:

    Otto mit dem Pfeil, vaterländisches Schauspiel in 5 Aufzügen von
    Friedrich
    Fr:
    Rambach
    .
    Die große schöne Alabaster-Vase mit Schlangengriff, und die Nacht-Ampel hineinzustellen.
    Die Büste der Lichtenau ist vom Bildhauer Wohlert aus Potsdam.
    (Wegen Rode, Frisch, Dubuisson, Teerbusch, Wohlert bei Eggers nachsehn) Pappel-Allee, an deren Ende das Roth des Hauses durchschimmert. Rechts durch die Bäume, glitzert der Heiligen See durch das Zweigwerk. Viel Lebensbaum; rothe Häuser rechts und links. –

    Erst tritt man in das graublaue Bummszimmer, dann der weiße Speisesaal mit dem Balkon (Marmor, Stuck; Decken Bilder von Frisch.) In diesem Saal die Stutz- Uhr von Ludwig XVI. – (die von der Pompadour unten.)

    Wahlen-Jürgass

    Die alte Zieten (d. h. Zieten’s Tochter) das Gedicht ist von Frau v. Drieberg auf Protzen
    geborene
    geb.
    v. Normann | Luftdrucks-Drieberg ]
    Die Wahlen-Jürgaß sind ausgestorben. Ich reise um 7 12 nach Neustadt und um 2 wieder zurück. (an Herrn v. Rohr in Meyenburg, wenn ich Auskunft bedarf.) Frau v. Haeseler
    geborene
    geb.
    v. Sydow
    besitzt eine ganze Reihe Bilder von der Hand ihrer Mutter, die die Gemahlin des Herrn v. Sydow Adjutant (vielleicht Flügel-Adjutant) des Königs
    Friedrich Wilhelm
    Fr: W:
    II
    war. Sie selbst (eine geborne von so und so, wahrscheinlich Italienerin oder Französin) war oft bei Hofe und hat den König 2 mal in Pastell gemalt (Brustbild) 1 mal inUniform, 1 mal in seladonhellgrünem Morgenkostüm gemalt. Unter beiden, ebenfalls von ihrer Hand, ein sehr intressantes Bild der Julie v. Voß Gräfin v. Ingenheim, mit der sie befreundet war. Das Bild hat mit dem in Buch Aehnlichkeit, ist aber lieblicher, freundlicher, x---x Charakter und lächerlicherweise dem alten Voss sehr ähnlich. In Morgentoilette, weißes hemdartiges Kleid mit vielen gekrausten Kragen, eine Fülle von krausen Locken, gelb gepudert; ein schwarzes Sammtband durchs Haar gezogen und nur oben wenig sichtbar.

    Marquis La Roche-Aymon

    1793 oder 94 kommt er als armer litarischer Offizier nach Rheinsberg. Schauspielerin Aurore in Rheinsberg introducirt ihn. Er war groß, schön, schwarz. X---x daraus der 40 Husaren bis 1802. Scene mit Prinz Louis Ferdinand, Koepernitz als Pflaster. Dies behielten nun beide und lebten eigentlich davon. 1805 aggregirter Major bei Goeckingk Husaren, 1807 Commandeur der schwarzen Husaren bei
    Preußisch
    Pr:
    Eylau
    ; Napoleon wüthend darüber. 1815 oder 16 er nach Paris, sie folgte ihm, kriegte die Güter seines Vaters wieder, wurde Pairs u. Marquis, etwa 1826 oder 27 oder so kehrte sie zurück, weil die Güter schlecht verwaltet wurden, empfing dann und wann kleine Summen von ihm und starb 1859 oder so. Sie würde jetzt 90 Jahr sein. Sie war ein Original. Ordnung ihr verhaßt, weil es steif aussähe, sehr vornehme und liebenswürdige Allüren, legte vor, schnitt die Braten, wischte den Saal, Katzen, Hunde, Hühner, Taube, Kanarienvögel um sich her, Anordnung, aber so wie sie erschien, fühlte man sich wohl. Der König besuchte sie 1844. Collier. Armband. Tabatière. Die Wurstsendungen wurden jährlich wiederholt. Mittelfigur, blond. Das lange Haar. Hofdame bei der Prinzessin Wilhelmine, Schwester von Königin Luise. So lernte er sie kennen, entweder in Rheinsberg oder Berlin. Sie lebte bis 1800 oder 1801 im Kavaliershause und machte am damenlosen Hofe gleichsam die Honneurs. Sie war reizend. (Prinz Louis Ferdinand Affaire) auf der Remus-Insel im glänzendsten Tage.

    Gantzer

    Jürgaß-Denkmal.
    Jürgaß DenkmalJuergaßDenkmalGanzer (heute: Ortsteil der Gemeinde Wusterhausen/Dosse), GantzerJürgaß Denkmal in Ganzer. Eisen Sandstein. Sand-Stein
    Dem Andenken der Familie
    von Wahlen-Jürgaß
    v. W. J.
    gewidmet.

    Der Herr hat sie zu einem bessern Leben berufen, wo sie sich der Herrlichkeit unsres Erlösers erfreuen.

    Das Ganze wenigstens 20 Fuß hoch.
    Herr
    Joachim Christoph von Wahlen Jürgaß
    J. C. v. W. J.
    Königlich
    K.
    Preußischer
    Pr.
    Major, Landrath und Feuer Societäts Direktor der Grafschaft Ruppin, Erb-Lehens und Gerichtsherr auf Gantzer, Dessow, Woltersdorff, Wahlendorff, Charlottenhof, St. Jürgen und Mehlbach in der Wetterau, ward
    geboren den
    geb. d.
    16.
    Februar
    Febr:
    1710 verheirathete sich mit Charlotte Catharina Luise v. Zieten aus dem Hause Brunn im Havelländischen Kreise, zeugte mit ihr 8 Söhne (ein Sohn todt geboren)
    und
    u
    1 Tochter
    und
    u
    starb 4 April 1771. In demselben Jahre d. 16. Septtember folgte ihm seine Frau.
    Links.
    Herr
    Alexander Georg Ludwig Moritz Konstantin Maximilian
    A. G. L. M. C. M.
    von Wahlen Jürgaß
    v. W. J.
    Königlich Preußischer
    K. Pr.
    General Lieutnant v. D. Cavallerie, Drost zu Stückhausen, Ritter viele hoher Orden, Erbherr auf Trieglitz,
    geboren den
    geb. d.
    15 Junius 1758 zu Gantzer, focht von 1778 bis 1816 in allen
    Preußischen
    Pr:
    Kriegen, wohnte 26 Schlachten
    und
    u
    Hauptgefechten bei, ward bei Hainau durch die Lende geschossen und bei Ligny durch die Brust. Ein Muster der Tapferkeit und der Herzensgüte, geehrt und geliebt von seinem Könige u. von Jedermann, starb er zu Gantzer
    den
    d.
    8. November 1833.
    Rechts.
    Frau Johanna Christiana Sophie
    von Wahlen Jürgaß
    v. W. J.
    geborene
    geb.
    von Zieten
    v. Z.
    aus dem Hause Wustrau, ward
    geboren den
    geb d.
    23.
    Januar
    Jan:
    1747, ehelich verbunden am 23. Oktober 1776 mit dem gütigen Direktor und Ritter Herrn
    Franz Karl Rudolf Wilhelm
    F. C. R. W
    von Wahlen Jürgaß
    v. W. J.
    , Erbherr auf Gantzer
    und
    u
    Trieglitz, ein Muster weiblicher Tugenden und Größe entschlief sie sanft
    den
    d.
    7. Juni 1829.
    Franz Carl Wilhelm Rudolph
    von Wahlen Jürgaß
    v. W. J.
    Erbherr auf Gantzer und Trieglitz, ward geboren d. 14. Sept: 1752 zu Gantzer und verstarb daselbste d. 26. Juni 1834 als das letzte Glied seiner Familie. Er war der treuste Freund seiner Freunde und alle die ihn näher kannten schätzten ihn hoch. Backfront. Enthält die 8 Söhne und 1 Tochter (mit Ausnahme der beiden zurSeite, die also eigene Felder haben) der
    Wahlen Jürgaß
    W. J.
    auf der Vorderseite. Jürgass-Seite.
    Lageplan; Ganzer (heute: Ortsteil der Gemeinde Wusterhausen/Dosse), GantzerGanzer(heute:OrtsteilderGemeindeWusterhausen/Dosse)GantzerGanzer. Park Jürgass Alter Thurm. Krug Krug b a Rohr c d Chaussèe nach Ruppin
    Rohr-Seite.

    Die Dorfgasse mit ihren Bäumen: hohe Pappeln, Eichen, Kastanien, Rüstern, Ebereschen ist reizend, noch reizender die Parthie um die Kirche herum, auf etwas ansteigendem Terrain liegt sie da, links Küster, rechts Predigerhaus, zur Seite das alte Herrenhaus der Rohrs. Nie hab ich das Übergehn von Garten in Kirchhof, die Vermählung von Tod und Leben so schön gesehn die Blumensteige führen aus einem in den den andern, hier Blumen Beete dort Blumen Gräber das ist der ganze Unterschied. Bedaure und verehre billiger Wandersmann hier noch die Asche eines Ruhmeswürdigen, eines im Leben Gerechten, im Tode Unverzagten, dessen Rath Land und Leuten treulich gerathen. Aber wider des Todes allgemeinen Einbruch als Landraths nichts vermocht. Seine Schwachheit und Stärke siegen zugleich Seine Stärke durch weisen Rath wider die Unsterblichkeit, darum stößt die Fama durch Posaunen noch seinen Ruhm aus und die flüchtige Zeit kann seine ruhmwürdigen Thaten nicht verbergen noch zernichten. Sein Lorbeerkranz grünt mitten unter Cypressen und sein Palmbaum trägt Früchte in Apollens Garten, wo Mars ihm von Ferne steht und den Zutritt scheuet, als ein Unbekannter. Die Schwachheit siegt durchs Alter und trägt die Krone des Lebens im Glauben davon am Ende.
    Otto Albrecht v. Rohr,
    Königlich Preußischer
    K. Pr.
    Landrath der Grafschaft Ruppin Erbherr auf Gantzer, Baum, Leddin, Wustrau u. Steffin, wurde geboren Anno 1666 im März und verschied Anno 1736 den 23. April, seines Alters 70. Jahr. –

    Die Portrait-Büste sehr gut ( à la Glume etwa)
    Wappen; Näheres nicht ermittelt.
    Wappen; Näheres nicht ermittelt.
    Rohr’s und Quast’sches Wappen

    Säbel
    und
    u
    Hut des alten General Jürgass; 5 Galanterie-Degen. Rechtes Gewölbe der Rohrs, links das der Jürgass.

    Prenden

    2 Glocken. Beide mit
    lateinischen
    lat:
    Inschriften. Die kleinere: Fudit me Nicolaus Schmidichen 1657.
    Gebäudeansicht; KircheKirchePrenden (heute: Ortsteil der Gemeinde Wandlitz)Kirche in Prenden.
    Prendner Kirche, Kirche massiv, Thurm altes Fachwerk. Kirchhof völlig wüst, ein paar Blumengräber, aber nicht Kreuz nicht Stein oder doch völlig verfallen, als falle das Beispiel, oder als nähme man sich ein Beispiel vom Verfall des Schlosses.
    Profillinie; Biesenthal (heute: Ortsteil der Stadt Wriezen)Biesenthal(heute:OrtsteilderStadtWriezen)Prenden (heute: Ortsteil der Gemeinde Wandlitz)Prenden(heute:OrtsteilderGemeindeWandlitz)Weg zwischen Biesenthal und Prenden. alter Staudamm Allee Fichtenwald. Wald. Wald. Wald. Flußbett Sand. See. Sand Ebereschen Biesenthal Prenden
    schwarze Hollunderbeeren. Bohnengärten. Die Natur überwuchert mit ihrer segnenden Hand das Werk des Menschen aber doch ist ein Mangel da. Die alte mächtige Linde, daneben ein Stein mit Ketten daran; als ich das nicht recht verstand meinte er „für die Silmann wie beim Kurfürsten auf der langen Brücke.

    Das alte Schloß stand gleich am Eingang des Dorfs, links vom See
    Lageplan; Prenden (heute: Ortsteil der Gemeinde Wandlitz)Prenden(heute:OrtsteilderGemeindeWandlitz)Prenden.
    Kellergewölbe, Umfassungsmauer noch da; noch vor wenigen Jahren konnte man die Souterrain-Gänge verfolgen und die Küche erkennen. Die ehemalige Karpfenteiche sind jetzt fruchtbares Gartenland.
    Lageplan; Schloss Otto Christoph von Sparrs (existiert nicht mehr, schon zu F.s Zeiten nur noch Reste von Kellergewölbe und Umfassungsmauer)SchlossOttoChristophvonSparrs(existiertnichtmehrschonzuFAPrenden (heute: Ortsteil der Gemeinde Wandlitz)Das frühere Schloss in Prenden. Weinberg Die Einfassungsmauer a b Jetzt Gartenland, früher Garten, Hof, Stallgebäude.
    a
    und
    u
    b. Eingänge und Thürme in noch vorhandene Souterrains.
    Der ganze Bau 24 Schritt lang und 10 bis 12 Schritt tief (ohne den Anbau, der vielleicht einen Thurm trug) Diese gewölbten Souterrains tragen jetzt meist eine Erdschicht und liegen nur an wenigen Stellen bloß (den Grundriß des Fundaments, das frei daliegt, erkennt man sehr leicht). Auf der Erdschicht wachsen Birnbäume und Hagebutten. Mitunter geht ein Baum aus, dann sagen sie „er stößt sich an dem alten Sparre.“
    Zieten’s Bild
    Ein ruhender Loewe, eingewickelt in die rothgefütterte Tigerdecke. Gestell, drauf Helm, Lanze, Bandelier, Schwert. Darauf Zietens Bild in Relief, marmorartig, nicht sehr gut um 30 Jahr zu jung; eine wirkliche Gestalt die eine Sternenkrone auf sein Haupt drückt. Etwas Rode’sch aber doch besser.
    • Lunch – 15 –
    • Trinkgeld im Schloß –6 –
    • Fährmann 2 mal 5 –
    • Wagen 10 –
    • Kaffe und Kuchen 15 –
      3 /
      51 /
      17 34
    Nicht ermittelt.
    Alte Burgen. Burgwall bei Treskow. Burg bei Kränzlin. Burg Alt-Ruppin auf einer Insel. Die Kuhburg 34
    Meile
    M.
    von der Stadt. Die Trümmer der beiden letztern verbraucht zum Aufbau der Stadt nach 1788.

    Bienenwalde Koepernitz.

    Meeseberg.

    Groeben. Wartenberg. Prinz Heinrich. Kapphengst. Excellz v. Jagow. v. Thielau (1835) Schwiegersohn v. Jagows. Schneidermeister Heydemann aus Berlin; – Baron v. Hoevel. Der Verkauf der Sachen fand wahrscheinlich unter Thielau statt

    Hoppenrade. Eine Bredow an Herr v. Arnstadt verheirathet; dies die Zeit des wüsten Lebens, Mitte des vorigen Jahrhunderts.
    Kahlebutz. Ich weiß an welchen ich glaube und bin gewiß daß ers nur kann nur haben als dort . . . bewahren. X---x

    Im Tempel

    La plus aimable und Moet blanc zwei seiner Hyacinthen Arten

    Sonohus Sonohus platylepsis ein hohes Gewächs mit einem Dutzend weißhaarigen, flaumigen Kugeln, die wie kleine Streitkolben oder Riemenknoten an einer Geißel sitzen das Ganze höchst eigenthümlich bei viel Unschieberkeit nur eine gelb halb aufgeblüht. Graf Schwerin u Garibaldi. Cattleya Skimerii Guatimala; grünfleischig; lila Orchideen

    Lycaste Harrisonii alba gelblich, auch Orchidee

    Trichopilia suavis Neu Granada, weiße Orchideen.

    Aepfelschälmaschinen Munemann, Heilige Geiststraße 32 Cyanophyllum magnificum das sammtblättrige, grün und lila.

    Ararum Thunbergii, Japan.

    Azalea amoena; außerdem die mehrfarbigen Azaleen weiß und lila, das ganze wie ein Riesenbouquèt.

    Pitcaiatria Alteritini
    varietas
    var:
    macrostachya.
    lange grüne Blätter wie Mais mit langen rothen Dolden oder Rispen. Dr Metzler Bendler Straße No 4. Fontanes Notizen zu Ganzer entstanden während seiner Reise dorthin am 11.08.1861; vgl. Fontanes Briefe an Mathilde von Rohr, 6.08.1861 und 11.08.1861. Kurz nach seiner Fahrt schrieb er der Freundin am 11. August: Heute 7 1/2 nach Ganzer, um 11 dort, bis gegen 1 geblieben und auf dem Kälberwagen des Krugwirths (die Post war schon um 12 durchgekommen), freilich gegen Zahlung eines baren Thalers und des Chausseegeldes, in einer halben Stunde (es sind 5/4 Meilen) zurück. FProp, Bd. 3, Nr. 489, S. 16.
    * Daß er hier so besonders viel Munifizenz zeigte, war vielleicht halb Demonstration gegen Dorothea, er
    ein paar Reliefs, selbst die Facaden sind schmucklos geworden, mit Ausnahme weniger Säulen und Consols-Ornamente.