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E3beta

II & III.

<Schreiberhand Friedrich Fontane>
  • Vorarbeite
    zu „Vor dem Sturm
  • Theaterkritik (JungfrauBilder (Kunstausst.Kunstausstellung
  • Allerlei Projekt(Märkische Geschichten Romanfiguren
<Schreiberhand Theodor Fontane>
I
  • 1. Stimmung, Zuſtände in deHauptſtadt. Die Wirkundes Bulletins; die Hoffnungen
  • 2. Windmühlenberg. Die KneipePhiliſter. Kaffe. Bier. Das Lied
  • 3. EmmaEliſabeth DryanderChrysander4. Das Haus Ladalinski
  • 5. Das Johanniter⸗PalaisPrinz Ferdinand
  • 6. Die Nachricht voauroggen. S.Siehe Bl: Blatt 18.
  • 7. Das Offizir⸗Diner8. Der literariſche Abend
  • 9. Die phantaſtiſche Fahrt nacLietzen oder Lehnin odeRheinsberg
  • 10. Die weiße Frau. Gerücht in de
Stadt vorher (ſchon ein oder zweKapitel vorher anführen) danan einem Abende bei Ladalins⸗ki oder Chrysanders wirdas Gedicht bruchſtückweiſe geleſenEr ſagt ſelbſt: es ſei nichfertig zu machen, der Stoff ſezu ſpröde. Geſpräch darüber ſowohüber ſeine Behandlungsweiſe, winamentlich auch über den Stofſelbſt. Die verſchiednen Lesartedie in Betreff der „weißeFrau“ exiſtiren. Die voihm gewählte unbeſtimmhalten, nur überhaupt eiKurfürſt deſſen Sohn vergiftewerden ſoll und der Leichtſineiner Kammerfrau verſpätet diWarnung. Von Dorothee etc. nichtsOder anknüpfen an die „ſchwarze Frau“ in Guſe, worübevielleicht Renate an Lewin ſchreibt
Figuren.
  • 1. Der alte LadalinskPertubal von L.LadalinskiLKathinka von L.LadalinskEr (der Alte) hatte einGräfin v. Pudagla zur Fraudieſe lebte in Paris. DunklGeſchichte; ſchön, roth⸗republikaniſchapart aber unregulirt. – DiKinder ſehr preußiſch; nur Kathin-k genialiſch abſchweifend unbeſtimmbar bis zum Hohn gegedas philiſtröſe, kleine, filzigUnteroffzier⸗Regiment. – Pertu-ba ganz ächt,. Bei den Geſandtſchaften geweſen 1807 in Kopen-hage, 1809 in Londoner kannte Frankreich (Paris) diSchweiz, Italien, ſeit 181(Vermählung Napoleons mit Marie Luiſeund der Friedenszeit war ewieder andauernd in Berlinfreute ſich der UniverſitätFichtes, Schleiermachershatte Sinn für jede hohe Beſtre- bung in Kunſt, Wiſſenſchaft, Politiklebte aber verhältnißmäßig zurückgezogen. Einzutreten in diPotsdammer Regirung hatte er abgelehnt. Er producirte nicht, las vielund war aber von großer Feinheides Urtheils. Er glänzte nacdieſer Seite hin im „Babel“
  • 2. Frau Conſiſtorialrath Chrysandein der Kloſterſtraße. Der Mann Aus einer alteTheologen⸗Familie, daher die Gräciſirung. vielleicht auHalle. Irgend ein Verwandtſchaftsgrad mit Ladalinski’s, odeetwas andres, woraus ſich ihVerkehr, wie auch der miden Hohen⸗Vietzern von ſelbſergiebt. Der Mann todtEin Bruder des Mannes lebt nochElſe Chryſande
    In dieſem Hauſe taucheaußer Elſe, Kathinka und Rena-t, verſchiedne ältre Frauengeſtalten auf
    Die eine, die immer erziehtaber es nicht weiß
    Die andre die phraſenhaftenthuſiaſtiſche, die eigentlich nuSinn hat für Wirthſchaft und durchauKunſt treiben wil
  • 3. Der alte Prinz Ferdinandvon Preuße im Johanniter⸗PalaisSeine Ruhe, ſeine Anſichten übeNapoleon und dies MeteorEinzelne Johanniter und OffiziereVielleicht Reminiscenzen aFriedrichsfelde. Ferner an PrinzLouis Ferdinan ſeinen Sohnvielleicht auch an Henriette FrommFr. W: Friedrich Wilhelms III Haltung (ſo ſagt der altPrinz) erklärt ſich dadurch, daß er diganze Napoleon’ſchaft von Anfanan als eine Seifenblaſe anſah, dinothwendig mal platzen müſſe, – nuabwarten
  • In dieſem Hauſe geht aucdie Geſtalt aus und ein, dinach Harnisch gezeichnewerden muß
    5
  • 4. Der geſellſchaftliche Kreis beLadalinski’s und ChrysandersSchadow. Schinkel. GillyGemelli. Hirt. Meil. BardouetcFichte. SchleiermacherDie Herz. Die RaheVielleicht auch Staegemann
    Außerdem viele MilitairsBeamte, und namentlich Diplomaten
    Unter dieſen ein polniſcheGraf Skrbenski, mit Beſitzungein Polen, Poſen, OberſchleſienPolniſcher Patriot (PoniatowskisParte) zugleich Kaiſerbewunderer. 1808 als Ulanen⸗Offizir in Spanien; in der Hüftverwundet bei der berühmteGebirgs Attacke von ſeitdem thdiplomatiſch thätiim Dienſte Frankreichs unPolens. Vornehme Abneigungegen den preußiſchen Pfennig- ſtaat, bei Kathinka wohlgelittenvon Pertubal gar nicht geliebtvom Alten wenig. – SDiewächſt am 3. Februar. SeinMacht über Kathinka, an dereVornehmheit, Poeſie,und polniſcheBlut er appellirt, zuletzt aihr Herz. Zuletzt Flucht auſeine Güter; da vater unBruder nie ja geſagt habewürden
  • 5. Der literariſche⸗militairiſche KreisDer Contorsſohn, eigentlich nocStudent, da ſeine Studieunterbrochen worden warenDer Anfänger Jahns, der diKörper reformiren will, deDeutſchthümler, eine Art Maßmann oder Zeune. Immeiegfried, immer Chriemhild etcet ceteraGanz in der deutſchen Sage drinGegenſatz zum Skandinaventhu
      das der Cantorsſohn und Pertu-ba bis zu einem gewiſſeGrade vertretenRittmeiſter v. Schack (der EngländerRittmeiſter v. Jürgaß (der Branden- burger)
      Hauptmann v. Bummcke (Siehe Band ILieutenant v. Chamiſſ
    • Ewald v. Zühlen. Studentvertheidigt das John Morton⸗thu
    • Hans v. Gühle
    • Hans v. Hirſchfeld. Gaſt. erzählſeine Abenteuer in Spanien
  • 6. Der Kreis bei FrauHule. S. Bl: Siehe Blatt 19. – Das Berliner Philiſterthum; die Politikmachereidas alles Genau⸗wiſſen, diRenommiſtereien, das Großthugegen die Franzoſen, dabedie durchſchlagende Gutmüthigkeit(Hier auch vielleicht die Figureaus „George’s“ Buch benutzen.namentlich den Olmütz und die beide
Des alten L.Ladalinski Charakter
Es giebt keinen größeren Gegenſatals den polniſchen und preußiſcheCharakter, als das polniſche unpreußiſche Weſen
Der Pole muß ſich, alTräger ſeiner nationalen Eigenſchaften nothwendig feindlicgegen uns verhalten; Individuen ſind aber nicht immeTräger ſpezieller ihrer Nationalität und ſowie es Deutſchgiebt, die alt⸗griechiſch, odefranzöſiſch oder engliſch odauche polniſch ſind, ſo giebes Polen, die deutſch empfinden d. h. ſolche die den Ordnungsſinn haben und ihn übedie Leidenſchaft ſtellen. DieſPolen lernen Preußen liegewinnen und ſtellen ſich miInnigkeit, Hingebung, man könntſagen mit einem Anflug von Wemuth (weil ſie die Fehler ihres Volkeerkennen) auf die Seite Preußens. Solche EinzelPolen gab es immer. Dahin gehörte Ladalins-kSie iſeine feinadlige Damaus Dresdeund vertritSachſen, ſächſiſche Bildungalte Cultuund deſächſiſcheAdel, aucdie Zeit deAuguſte deMärkergegenüberSie kanvielleicht eingeborne Vitze-wit von eineſächſiſchen Liniedie ſich eben anderſchreibt und eiandres Wappen haeiner Einleitung alallgemeine Charakteriſirung demärkiſchen Adels
  • 1. Die Militair⸗Grupp
      v. Schacv. Jürgav. Bummcke
    Legal abeoppoſitionell, mehrepublikaniſch fürLand als für diDynaſtie. Dies i
  • 2. Die kameraliſtiſche⸗Grupp
      v. Ladalinskv. Vitzewitv. Phul (Würtemberger
  • 3. Die Lehrer⸗GruppHanischGundermann Naturwiſſen: TurneErdmann GeograpDr. Sassenblome GermaniſRode Maler und Zeichenlehrer
  • 4. Die Kaufmanns ⸗ Gruppohmeyer Kaufmann uund LederhändlerBiene WachsfabrikanRabattsky Buchhändle
  • 5. Die Künſtler⸗GruppHühnchen Muſiker und SängeZierold SchauſpieleGraeling Ariel SängerX---xRode Maler. Der junge hektiſche. (Siehe zwei Blätter weiter.)
  • 6. Die Theologen⸗Gruppmanuel Himmerlich Stud: Student der Theologieetleff Hansen⸗Grell Candid.Kandidat derTheologi
kenmacherKlavier allerhand Note einfach genuFreund aller unglücklic allerhand NoteBlättern Renateine ReichertſchSchmidt von Werhoch genug und richtund aller unglücklic
Vorher das Duell miHptm: Hauptmann v. Bummcke, der füLewin gegen den HochmutSkrbenskis eintrittDies iſt der Stock der Geſellſchaft. HäufiGäſte. – Ladalinski, Vitzewitz, Jürgaß, Bumm⸗ck, Dr Saſsenbloom, Hühnchen unHansen Grell bilden den engerKreis und treffen ſich auch wo andersDie andern nur immer in den „Sitzunggen“; werden aber mitunter eingeladenErdmann. KammholzLämmerhirt
ihre Wahl traf. EteLiebLiebenden „an den MondWahl traf. Eeinigeton zu zwei StropheDie Strophen (von Schmidt von W.Werneuchen) warean den alte„an den Mond
7
Der SchillianerDer Parentheſen⸗SprecherDer mit der aparten correkten Betonung und AusſpracheDer hiſtoriſche Oppoſitionsmacher {
Siehe
S.
dieNotizezu BanI
Der SchillianerDer Parentheſen⸗SprecherDer mit der aparten correkten Betonung und AusſpracheDer hiſtoriſche OppoſitionsmacherUwàrow und Suwaroff, beſondreTriumphKeith (Kies) beinah eiDuell. Bei Macleablamirt, wovon eſich lange nicht erholekonnteFiguren, die 180nach Jena, klugſchmuſend auftauchtenDer Bau des Würst’ſchen Lokals iſt ſ
Grundriss; Vor dem Sturm [Roman]VordemSturm[Roman]falseFontaneLokalität aus „Vor dem Sturm“, fiktional. Orcheſte
  • a iſt Büffet, Ausſchank miSchanktiſch und liegt drei Stufehöher als b
  • b iſt Lokal für die Stammgäſtemit ſeinen Fenſtern nach deFront, im Rücken unbeaußer durch die Stufen, das Buffec. der Langſaal⸗Anbau, wiede3 Stufen niedriger als daStammgaſtzimmer, das durch zwegroße Glasthüren mit dem Tanſaal zuſammenhing
  • Durch dieſe Glaswand, in dereMitte zwei Glasthüren ware
ſah man in den Tanzſaal hineinder nur vom Hof aus ein ſpärlicheLicht erhielt. Man ſah daß eden Sylveſterball eben hinter ſichatte. Die Stühle zuſammengeſchobean beiden Seiten, heruntergebranntLichter an den Blakern und Kronleuchter. Hinten die Orcheſter⸗Eſtradealles leer; nur wo der Dirigenſtand, ſtand jetzt in einer Art Vorbader Baß, etwas ſchräg und ſah in den leereSaal hinein. Sein Beſitzer wawohl nicht mehr in der Laggeweſen, ihn nach Hauſe zſchleppenKapitel 1. Neujahrstag. Bei Würst auf deWindmühlenberg. Die Lokalität beſchreibeund das dort verkehrende PublikumAlt⸗Berlin; Prenzlauer Straße, SchönhauſerMünzſtraße etc. Der Mehl⸗ und Vorkoſt⸗händler SchwebbekeKaruh, der PoſamentirQuaſſelFaſe, der SchornſteinfegermeiſterRab und der Bürſtenmacher KahlbaumStappenbeck Sie haben aber Sold geſpielt; die Berechnung iſt gemacht. Vor jedem ſteheine Weiße, in der Mitte eiFidibusbecher und eine große Tabaksdoſe. Man ſah ſie hatten Sold geſpieltaber ihr Spiel unterbrochen um zſchwatzen. Es waren wohl ſituirte Leute, aber ächte Berliner, und der Berliner Jargon klang immer durch. Unter Kahlbaums linkeArm lag die Zeitung, (er ſaß ſeitwärts) nach rechts hin die Pfeife
Ich ſage dir, Rabe, es iſt allmit ihm … Du mußt nicht vergeſſedie Gegend, die Weite und das VolkIch kann es. Das iſt ja nicht wihier bei uns, erſt . . . und dann. . und eh du nach Alt⸗Landsberg ſiehſt, haſdu ſchon 5 Dörfer und 5 Kriege geſehund überall | ein Kirſch oder ein Nordhäuſer’waWarmes.
Der Mjunge hektiſche MalerFreund im Chrysander-ſchen Hauſ Mitglieder Kaſtalia, erſcheinauch bei ChrysandersSein Sterben. SeinFreude über deGang ſeines Lebensſein viel SchönesSeine Liebe odevielmehr ſein Geliebtwerden. „Ich liebe nichſie, aber ich liebe ihrLiebe.
Hochgeehrter Herr CabinetsratIhre Frau Schweſter ebenſo Vorausſicht IhreFrau v. Merckel, in Mittezwar von der Pflicht dieſeich habe aber doch ein Gdie ich bei wiederkehrendendes Wiedergeneſendeiſt Ihnen ſeinen altan höchſter Stellmeines Buches an S. M.Seine Majestät unauszuſprechen. Iſt Ihrer FraDank dieſem eineZeileDenke ſchon darangekommen, ſo würde dinun eintretende Verdoppelung genaunu
9 da marſchirt man einen Du den ganzen Tag unundwenn du am Abend einen begegnen thäteſt, danwürd’ er dir ſagen, morgen Abend nuſind es noch drei Meilen, abees begegnet dir keinerbis Podgorzoder ſo ähnliciſt noch 5 Meilen
Rabe hörte aufmerkſam zu unnickte; Quaſſel aber bemerkte: abelieber Kahlbaum ſie ſind ja ſchon iWilna und von Wilna bis an unſrGrenze iſt nur blos noch 90 Meilen
Aber Quaſſel, du wie du nuwieder biſt. Wie weit iſt Alt⸗Lands-ber von hier
Drei Meilen
Nur der Herr Poſamentir Quaſſeentſinne ſich vielleicht an den grüneDonnerstag, wo wir dieſe Tour zuſammen machten. Wir Der Poſamentir Quaſſel hatten an jenem glorreichen Tage einewarmen Rock an und bequemeweiße Stiefeund zwei geſchmirte Schrippen in deTaſche und einen Nordhäuſer; und nuwolle ſich der Poſamentir Quaſſeentſinnen, in welcher Verfaſſung eim blauen Löwen einrückte. | DePoſamentir Quaſſel iſt am andern Morgewegen Invalidität mit dem Milchwagezurückgefahren. Quaſſel, ich bitte dich: nu90 Meilen
Dkannſnichtleugnenich habe diſelbedas wawohaffectirtQuenſen über und übe|Ich habe ihſelber eineWolleffadedurchsvgezogen

Der europäiſche Befreiungskrie
und ſeine deutſchen Mitarbeiter

(Pertz’ Leben des Feldmarſchalls Gneiſenau, Berlin be
Georg
G.
Reimer.)
orausgeſetzt iſt. Gneiſenau’s Plan iſt S.Seite 112 bis 142des zweiten Bandes von Pertz’s Werke mit diplomatiſcheGenauigkeit der Einwendungen des Königs und deWiderlegungen Gneiſenau’s darauf wiedergegeben. Eenthält zugleich ein Verzeichniß der Männer, welche deAufſtand von jetzt an vorbereiten, ſpäter perſönlich leiteſollten. Es ſind mit Ausnahme einiger Spitzen deMilitairhierarchie und der Grafen v. Stolberg, DohnaArnim, eben Leute des höheren und des bürgerlicheMittelſtandes, wie ihn Gutsbeſitzer, Gelehrte, BeamteteKaufleute bilden. Gneiſenau will ein Netz von patriotiſchen Mittelpunkten über das ganze preußiſche Gebieausgeſtreckt wiſſen und keinen ſchriftlichen Verkehr zwiſchedieſen Männern, ſondern nur eine mündliche Verbindundurch „Reiſende“ zum gemeinſchaftlichen Zwecke geſtatten
10.1
Schwebbeke lachte; Rabe aber, demehr am politiſiren als ab am mediſiren lag, fuhr fort: gut Kahlbaumaber der alte Fuchs ſelber iſt dochHauptfuchs, auf den alles ankommt, iſt jwieder aus der Falle heraus; er ſitznun wieder 14 Tage in Paris, wirſich wohl ausgewärmt haben und diFranzoſen, die nicht mitgetragen habenwerden ihm bald eine neue Armee machen
Kahlbaum der ſich mittlerweile auch eine Pfeifangezündet hatte hatte eben einen Fidibus ausgeblaſenan dem noch einige Fünkchen glühtenRabe, ſagte er, es iſt alle miihm, blaſe an dieſem Fidibus ſviel du willſt, er brennt nichwieder. Ich glaube nicht daß ihm diFranzoſen eine neue Armee machen unwenn ſie’s thun, wer ſoll ſie commandiren. Er kann doch nicht alles alleinmachen
Nu, davor hat er ſeine Generalbemerkte Schwebbeke
Schwebbeke, du weißt auch widu es verſtehſt; ſeit du mit QuaſſelNachbar biſt, haſt du dich verſchlechtert.11Wenn er Generals, und Offizire, ordentliche, alte, d.h.ſolchdie den Dienſt verſtehn, an die Spitze 1ſtelln will, dann muß er erſt welchhaben. Er hat aber keine. Noch ſteckeſie alle im Ruhſtand. Und ich ſage dirdas müßte ſchaurig zugehn, weneiner wieder nach Paris käme und ſagen zu ſeineEmpereur ſagen könnte: Hier bin ich
Sollen wir ſie denn alle todtſchlagenmachenſagte Quaſſelmit einem glücklichen Miſchausdruck von Schauder u. Schelmerei
Nein, Quaſſel, du nicht. Deinreinen Poſamentir⸗ Hände ſollen ſicnicht mit Marſchalls⸗Blut beſudeln. Du ſollſt keinen Marſchall auf deine Seele ladenDu kannſt T ihnen meinetwegedie Quaſten und die Raupen liefernwenn ſie erſt wieder hier ſindWenn ſie Dich in Deiner Puſchelmütze ſehn,Aber wohl aufgemerkt Quaſſel, ſiwerden nicht bis hieher kommen. VoWilna bis Memel ſind zwar nu90 Meilen, aber ich müßte diRuſſen ſchlecht kennen, wenn ſie dieſeSpatzirgang nicht ausnutzten. Un von Memel bis hier auf denWindmühlenbergaus an Prenzlauer Thor iſt auch noceine ſchöne Gegend
12Rabe antwortet darauf und ſtellt Fragen. 1
Ich will Dir ſagen Rabe, es werden ſich Hände genug finden. So iLitthauen und Maſuren und in Pommerwerden ſie ſchon zufaſſen. Die Welt beſtehnicht aus lauter Poſamentiers. Aber wenſie auch nicht zufaſſen und wenn ſich keinHand rührt, der liebe Gott thut efür uns. Sie fallen um wie diFliegenUnd die paar, die bis hiehekriechen und ſchleichen, die bringen wihier unter und machen eine neue franzöſſiſch ColonieAbemiWalunGrubdru’rum
Nun! fragten alle dreNa, die müſſen wir hier feſthaltenWir haben einen Fläming wo diFlamüder ſitzen und haben ein Voigt-lan wo die Voigtländer ſitze
Und Moabit Kehlbaum nahm keine Notiz vodieſer Unterbrechung und fuhr fort.ſo müſſen wir ihnen ein StücLand geben. Die alte franzöſiſchColonie wird ſchon für ſie ſorgen
Wenn ich mit meiner Frawas gehabt habe unich geh in die S andrStube, was thut ſieſie kommt mir nacund es geht weiterDas iſt ſo die menſchlichNatur; die ſtetig bleibt
13 13X---xUnd wenn dann der Kaiſer ſchreibt, daß er ſie wieder haben willDann kann er ſie ſich holenAlſo dochEr wird aber nicht. Dann ſind die Ruſſen hierWenn ſie aber nicht hier ſindRabe, nimm mir das nicht übel, das verſteh ich beſſerDas iſt was man in Gang kommen nennt. Wenn DiDeine Frau geärgert hat und Du willſt ihr nun die Antworgeben und ſie geht in die andre Stube und Du biſt ſehr wüthendwirſt Du dann ſtehen bleiben, wie Du biſt. Nein Rabe das iſt gege
14 1So ſtille ſtehnwenn man in Wuth iſt, das idie menſchliche Natur. Und deRuſſe iſt auch ein Menſch. Erſrecht. Uebrigens iſt das auch daswas man den militairiſcheEhrgeiz nennt. Er wird nichkommen und wird froh ſein, wenwir nicht kommen. Es iſt alle mit ihm. Die Franzoſewerden ihm ſagen: „Kaiſerchen, biſt du ſeiner, mit dem auch nicht viellos iſt dannſo kannſt du gehen“Er iſt doch auch nur ein großerArmeen ruiniren und in einem Schlitten nach Hauſe fahren, das kann jeder.“ Und die Franzoſen haben ╒Recht. Menſchenſchinder geweſen. Es iſalle mit ihm. Als ich ih Kinder frsagte ich damals. er iſt doch man Ich hab es ſchon Anno 6 geſagtals er auf ſeinem hohen weißeSchimmel hier einritt, mit ſeinegelben Geſicht und den kleineAugen. Ich ſagte damals: ſein ganz kleiner Kerl., es kannnicht lange dauer. Der alteFrit war auch klein, aber ebenſo kleine war er doch noch lange nicht. derhatte ja die großen Augennicht und denn was Ich bin nun╒ Es iſt nicht vielos mit ihm.
Lageplan des Schlachtfelds; Vor dem Sturm [Roman]VordemSturm[Roman]falseFontaneLokalität aus „Vor dem Sturm“, fiktional. StettiDanziThorWarschaKüstriFranzoſen von der Oder unElbe her, auSachſen, audeReichFranzoſevon PoleheStratege, Mauſefalle an deWeichſe
    Eigenschaften
    1. ſackgrob
  • 2. feige. Kann keiBlut ſehn
  • 3. geizig. unreinlichliebedieneriſch uVortheils willen
  • 4. ſchimpft ewig übedas Wetter
  • 5. Atheiſt
  • 6. Raucher. GourmandWeinkenne
  • 7. Sehr beleſen. KlugſchmusRenommiſt
  • 8. Hatte die Schlacht bei Tor-ga gewonnen. Loſtwitz lächerlich
15. 1mal für die Großen|Na, nu habewir die Beſcherung. Es iſt alle mitihmHerr Klemm (Feldwebel) x---xeine wunderbare Miſchunvon Lump, Renommiſten und GelehrtenEr konnte keinen Blut ſehn hatte abedie Schlacht bei Torgau gewonnen, lebtvon den Gaben andrer fand aber alleschlecht, kroch vor jedem
französischen
franz:
Offizieraber bekrittelte den Kaiſer. Er wärunerträglich geweſen; wenn er nichwirklich gelehrt geweſen wäreEher groß als kleinſehr hagerein Geſicht wie ein Haſenkopf miAdler-NaſHohe blankgeputzte Stiefel, geſtreiftBeinkleider von Mancheſter⸗Zeuglanger blauer Rock, Stehkragenſchwefelgelbe Weſte, ſteifBinde, das ſpärliche aber langHaar nach hinten gekämmt unmit einem Kamm feſtgeſteckt 16 1
Gespräche
1. Vielleicht in Schloß Gus(oder an andrer Stelle) Geſpräch über den Aufſtand in Ty⸗ro, daran ſich anknüpfend eiGeſpräch über Gebirgs⸗ unSee⸗Völker und ihre VorgängeLewin, oder Berndt, odeTubal vertheidigt das Flachland. Die Gebrechen deGebirgsbewohner, ihre EngeEinſeitigkeit, das Simple deMeerbewohner. Beide ſinimmer den Elementen gegenüber, das giebt ihnen Vorzüge aber auch SchwächenAlles Hohe, Große, Schöne iſimmer auf der Ebenen gewachſenebenſo wie der Baum, deweder auf dem hohen Berge nocam Meere ſich in volle 17. 1Schöne entwickelt, ſondern nuim guten Boden des FlachlandsAntwort: zugegeben! aber deBergbauer iſt knorriger undavon ſprach ich nur. – Das iſt wohrichtig, der Kampf mit den Elementen ſtärkt, aber die phyſiſchRobuſtheit iſt doch nur eiHalbes. Und außerdem fragſichs noch. Die Koſacken, diSteppenreiter, die Wüſtenreiterdie Ungarn, die Polen. DaPferd wird ſein ElementEr wird ein Reiter, er kämpfmit dem Thier, er ſtrengt ſican, er bezwingt es; ewird ein Schwimmer; der Ackerbau, ſelbſt der Bergbau, denicht dem hohen Gebirge angehörtWeder das Gebirge noch diKüſte, kennt die große Stadtbeide haben nur Brunnen, alles Geiſtigiſt im Flachland18. 1
Yorks Kapitulation
Der Tag wo die Nachricht in Berlin eintrifftDie Freude. Die Deprimirtheit über den Erlades Königs. Wie maſich dann deſſen getröſteund es als unvermeidlicanſieht

Im Ganzen betrachteman es doch als eineWendepunkt, als ein offenkundiges Zeichen des Bruchemit Frankreich. König unRegirung haben dieſen Brucnoch nicht ſanktionirt, abeVolk und Armee haben ihvollzogen
unmittelba
Frau Hulen 19Seit dem Tage voJena war ſie WittweEr war Friſeur, Zopfflechter etcund gehörte zu denen (ſiehGeorge S.Seite) die regimentsfrei lebten, bei Mobiliſirunaber eintreten mußten. BeiRegiment Kunheim odeAlt-Larisch. Er war nichwiedergekommen und lag wahrſcheinlich unterm Hügel bei Hassen-hause. ╒Einige ſagten, beide Theile wären ſeitdem erleichtert; andre ſagten er lebe noch und ſeihabe deſertirt ſich gefangen nehmen laſſen, um frei zu ſein. ╒ Bummcke aber demit der Alten auf einem Neckfuß ſtand, vertrat die letztrAnſicht. Er wette daß Huljetzt Mr.Mister Hule ſei, daß er audem Hinmarſch nach Rußland ſivermieden habe, jetzt abergedemüthigt und erfrorewerde er wiederkommen, uTroſt und Wärme zu findenHule, liebe Gänſken etc. ſaner dann mit Emphaſe
Dieſer prinzliche Lakai war ein DüfftelGenie geweſen und zugleich Theater⸗EnthuſiaſtDieſen Eigenſchaften des Verſtorbenen verdankte das Zimmer ſeine Ausſtaffirung. Aufaden Wänden hingen neben dem SpiegePrinz Heinrich und Prinz Ferdinand und Gemahlindarunter aber Fleck als. . ., Iffland als. . und die Bethmann als Lady Macbeth. Das eigentliche Schauſtück war aber eine „zuſammengebaſtelter MiniaturBühne, mit Paſtel, CouliſſenHintergründen, Berglandſchaften unhundert Figuren, einige plaſtiſchandre blos augeſchnitten
Band II. Ein Sonntag Abend bei 20Frau Hulen. Eingeladen ſind: Frl: Fräulein Laak(Lucke, Hausgenoſſin, Näherin, aus eineguten Hauſe, gebildet, good natured, diRednerin und der Stolz des Kreiſes. – Herrund Frau SieboldoderZiebol; der Mann mit der Waſſertonne; Sänger, Guitarrenſpieler, Brille auf der Naſe, hat beßre Zeitegeſehn; der Künſtler des Kreiſes. – Frau Huleſelbſt; Witwe eines prinzlichen Kammerdieners, der Haiducken, oder Huſaren. – Eine alte taube Wittwe, ſchweiſam, unbedeutend, wird aus Rückſicht ungutem Herzen eingeladen. – Verſammlung„Das Ende kennt das Werk“. Alſo erſLotterieſpiel (mit Pfeffernüſſen). Dann AbendbrodSaure Heringe mit Kartoffelſalat. Plinſemit Aepfelſchnitten und Zwiebelbelegt
(aus der Räſon, ſchon zu Mittag gebacken) auHaidemehl mit Zucker und Zimmt; dazPunſch aus kleinen Gläſern. – Geſang zuGuitarre. FrleinFräulein Laake ſoll auf dem Spinett begleiten. Siebold (da Laaknur wenig Stücke kennt) zählt ſeinSchätze auf, oder vielleicht beſſer umgekehrtMan einigt ſich, daß man die „Schlachtbei Prag kenne. Die andern falleein. Daran knüpft ſich ein Kriegsgeſpräch, Schwerin und der Herzog von Braun-ſchwei in Parallele. Das neuſte Zeitungsblatt. Heftige Debatte. Feuerlärm. „Zie-bol willſt du nicht mit deiner Tonne. . .Nein, Karo will ſeinen Sonntag habenLieber Wächter wo brennt es? KeinAntwort. „Es iſt ſchon aus.“ „Aber der Wächter“. „Ja, wenn die Wächter tuten iſt eimmer aus.“ Die Reunion war nuaber geſtört. Frl. Laake ſagte: „eſei ein Fingerzeig“ und man brach aufDie taube Wittwe fragte noch wegeder Plinſen. „Ohne Haidemehl geht es nicht.
Frau v. Kockowitz (beeiner ſpätren Arbeit benutzen.
ie iſt von altem märk.märkischen Adel,etwa eine Schlippenbach oder Schlabren-dor, und hat den Kockowitz geheirathet, einen ſchönen Mann, tapfreSoldaten, gütig liebenswürdigeMenſchen. Eigentlich liebt ſie ihnda ſie ihm aber geiſtig überlegenaußerdem aus reicher und vornehmerer Familie iſt, ſo betrachteſie ihre Ehe doch wie eine halbLaune; er hat ihr gefallen, ſihat ihn geheirathet. Danach modelt ſie ihr Benehmen, iſt heiterfrivol, coquett und wenn emal ungeduldig wird, cojolirſie ihn einen Moment und ſagt„Kockowitz, du weißt, ich liebnur dich. Laß mir die Spielerei“Dann lachte er, ſtimmte zu und ſiſpielte weiter. Sie nahm eaber in dieſem Spiel mit deGrenzen nicht ſehr genau. Danwurd er mal wieder ungeduldigbis ſie ihm wieder ſagte: „KockowitzDu weißt“ und dann war ewieder gut. Endlich die KataſtropheDie Gefahr für ſie: ihre Demüthigungihre Reue; das Erwachen dewirklichen Liebe zu ihm. Ihoffnes Bekentniß davon, in eineMoment wo ſie einen leichten Rückfall eben glücklich überwundehat
    Die alte Gräfin in Gu-ſo
  • 1. La confiance fourniplus à la conversatioque l’esprit
  • 2. Le choix c’est Convention
  • 3. Tout comprendrest tout pardonner
Vom Maler Graef ſagtFrau Gropius: „Er ißt ſicin die Herzen vieler Hausfrauen hinein, aber aucwieder heraus.
Ferner unter den Figuren eine Art DrDoktor Heym und eine Art Johann v. MülleLewin v. Vitzewitz. (Zu den Figuredie bei der Gräfin aus⸗ und eingehn, oder die in Berlin geſellſchaftlich zuſammenkommen) Ein alter Herr vobeinah 70, vornehm, elegant, er kannur bei 17° Wärme leben, Dienemit Mantel und Ueberrock, beim Dineimmer ein Töpfchen heißes Waſſer nebeſich zur Regulirung der Temperatur.
In dem Charakter von Hoppen⸗Marieke die Vogelverſtändigund die Kräuterverſtändige mehhervorheben, als bisher geſchehn
nach Buch. – Exc.Exzellenz LindheimSonntag. Diner bei v. M.Münchhausen – Geplaudernach Tiſch. Mittheilungen über Groebeund Siethen. – Ankunft von Brief unPaketFrl. v. Rohrs Brief. – Heart of MidlothianMontag. Die Fahrt nach StonsdorfHermsdorf. Kynast.
Mintrop. NoNumero 13. 2Er betet zwiſchen Graund Kreuz; auf dem Graflohenſitzen die Frauen, auund das Kreuz richtedie Engel Gottes füihn auf. Aber Einereicht ihm den „bitterKelch des Leidens“, abedas Kreuz ſteht zugleicin Palmen. Untemarſchiren die Kriegsknechte ſchon – miJudas, um ihgefangen zu nehmen(1863 Der Frühling voraufdann Harke, SpatenGabel, als Symbolder Frühlingsarbeitdann maleriſche Geſtalten dimit Spaten zurArbeiziehn, dann Pflügerdann die Heerde, didurch die Wieſe ziehtMädchen mit EimernZiegen, Kühe miſtrotzenden Euterund Mädchen miEimern voraufDann iſt daHeu gemacht unwird angefahreauf Karren u. Wage wieder Geſtalten abedieſmal mit RecheSichel und Senſe, dender Sommer kommt unes wird Herbſt und diKnaben ziehen midem Drachen hinaus unnun kommen die Früchteund zuletzt der WeinDann kommt die Jagin eine Fülle von Bilderndann das Spinnrad undie Flachshechel und dankommt Frau Holle (??) midem Flachs und dankommt Lichtmeß und deKater ſchnurrt und dander Weihnachtsman und dann wird gedroſcheund das Getreide in volleSäcken in die Stadgefahren und danwird geſchichtet undas gefällte Holvom Wald her idie Stadt gefahrt undann kommt Faſtnacht und daniſt es um daJahr und deFrühling beginnſeinen Tag aufNeue 10. 6. 211. 421. 182. 554. 296. 67. 42Zwei bis dreMinuten ſpäteiſt er vodie Thür
Akt I
Große Scene mit Bur-leig gut. Lebhaftkräftig, wirkungsvollhier ließe ſich einigecitiren. Abevorher war matt. GroßeBeifall. Der Schluß ihreVortrags war ſchwachgeziert, Künſteleiean der falſchen StelleAkt III. Deklamation urſchwachBegegnung. Die Stolberg iihrer allererſten Scendas Kalte, HochmüthigeHoghartsvolle wundervoll

Jungfrau

Nicht natürlichwahr, ſondernaſeweis, odeiſt alles nichrichtig., noh renommiſtiſch. Efehlt ganz depoetiſche Zaubeder dies allenur hinnehmbamacht. Durcdas ſchrofe Ladewird dies allenoch ſchlimmer
Akt II
„Ich darf ihn faſſenich hab ihgeborn“ – diganze Stelle brillant. Auch leidlicgeſpielt
Sie tritt aufballethaft, wiaus dem eineBallet-Märchentänzerlich, unpoetiſch. X---Die Scene iſt z gewaltig, richtidramatiſch, muwirkſam; abezweierlei iſt nöthientweder einhimmliſche großſtiliſirte Naivetäals eine himmliſchHoheit; abeſie hat wededas eine nocdas andre. „Icſelbſt die, Gottgeſandte, reichDidie Hand“ wendas ein Bauernmädcheſagt, ſo weiß eiräthselvoller Ernſteine tiefe Wahrheides Gefühls, deUeberzeugung dierechtfertigen, heilige, – ſonſiſt es nichts
Akt III
Burgund ſagt„Das iſt alſunſer Herrenrecht zu Arras.(Nachſchlagen.
Es fehlt ganz ungar der Prophetenton, fehlt deſo iſt alles nichblos unerklärlichſondern auch unangenehm. Egiebt keine Schauſpielerin didies kann, vielleichdie Wolter.?Wenn ſie ſwar, ſo hattedie Engländer rechtes war ein „HhübſcheKind.
„Nimmſt du vorlieb mit ſo geringem Raum?(Talbot, Dunoiſagt es.
Großartig dramatiſcder Moment, wLionel fällt; abees iſt der Dichteder Moment, nichdas Spiel
Der Baſtarnaht“ – „eiBräutigam kommt“Akt IV. Wundervollder Junge; aber aucdie Scene mit Schweſterund dem Vater
Ihr Daſtehn iRuhe brillant. AlleStatuariſche alle, alle waHandlung, Aktionkörperlich iſt – z. Bauch im Kopfampfmit Lionel – ſehgut u. wirkſamAber die Stimmedie Seele fehlganz und garAlles erinnert aWintermährchenLear, Egmon(Brakenburg; Edgar.)
Akt V
Dunois Wortüber Jeanne ſinſehr ſehr ſchön. Brillan(Schlug auch ein
Sie ſpricht wiein Schulmädchenkeck, ſchnippiſch,. DGebet gutdas Sich-freimachen famos
Wie wirkt daallesElsasser 3Die Brüder ſind nicht getrennt. – Ungemeiner Reichthum der Motive. Sie nehmees ernſt; es fehlt nichts: Blatund Blumenſtilleben, Gewölk, HimmelWald, See, Brücken Bergzügeeinzelne Häuſer, Städte, RuinenKirchen, äußerlich und innerlichſonderbare Steingebilde groteſk aueinander gethürmt, maſieht das Maler⸗Auge wada, dem jedes Aparte auffiel. Wenig Flachlandſchafund wenig Waſſer; immeBerg,Gebirge, Schlucht, BergSee, Bach, Ruinenalte Bäume die an Felswändehängen, Kirchen, äußerlich uninnerlich, Gemälde, RundBögen, alte Viadukte, dunklBeleuchtungen, blau, grün, der Monwenig, abeWellenſtudienFelsmaſſen und Felſenſtücke, kahle und bewachſne, Pinien, Oelbäume, Eichen; Maue verſchleiert undoder halb iWolken. Wer iItalien zu Haus iſtwird vieles erkennenandre wenigſtens Einigesdie Ceſtius⸗Pyramide, diHöhe von Frascati und Albanmit dem Blick auf diCampagna, die Berglinizwiſchen Spezzia und Piſadie Unter⸗Strukturen vogoldnen Haus des Nerodas Innere der Peterskirche


Compoſition nach Mo-tiven des Forum roma-num Es iſt wie miRomanen, in denen de
preußische
preuß.
Hof geschildert wirdund wie ſich die Leutden Kopf zerbrechen „iſes der oder iſt es derVerſchiedene Blicke auf RomCampo Santo in Piſa, ForumromanuAlbanerSe Im Grunde genommen iſt eaber weder der eine nocder andre, es iſt ein drittedem etwas von dieſeund etwas von jenegegeben iſt. Eine miüber die Maßen verhaßtSchreiberei; einer unſrenBerühmteſten hat viel nacdieſer Seite hin geſündigtIn der Landſchaftsmalereiwo ſichs um todtObjekte handelt, iſt enicht ſo ſchlimm, aber aucnicht angenehm. Dſcheint der Septimius SeverusBoge zu ſtehn und dizweiſäulige ſo und ſo, uneiniges ſcheint vom Capitogenommen oder ihm entlehnt, im Ganzen aber iſCo⸗loſſe⸗u es doch alles nicht ſowie die Natur ebietet und man hat iGanzen genommen docnur den Eindruck eineverkleinerten Theater⸗Dekoration. Dazu nimmman die äußerſte Anſtrengung wahr, was Gutezu machen, was deKünſtler zur äußerſteEhre gereicht, aber ſeineWerke nicht zum Vortheil
Noch weniger vortheilhaft wirkt daCampo Santo bei Mond-lich. Bei den ſchöneKSkizzen überraſchdoch eine Unfähigkeit idie Realität wiededen größerBilder zugeben. Ich habe das CampoSant freilich nur bei Taggeſehn, aber ein allertiefſteGefühl beherrſcht mich, daes auch bei Nacht nicht ſausſehen kann. Auch hieetwas Theater-dekorationshaftes, ein wenig andie durchaus nicht an Blechewohl aber an SchinkelOelbilder erinnernd, diauch dieſen Charaktedes Componirten habecomponirt auch in deFarbenwirkung, von deman doch wahreLeben verlangt. Eiſt aller mögliche Apparaangewandt: dunkle PfeilerMondſchein, eine ewigLampe und ein weißer betende Mönch; aber es verſchlägalles nicht

Es finden ſich einigSonnenuntergänge, namentlicauf den zehn Blättern, diunter NoNumero 9 zuſammengefaßt ſind. Hiervon iſeiniges ſehr fein, ſehtalentvoll, ſo daß (volinks her gerechnet) die erſtezweite, fünfte und neunteAls Fels und See-Studie aucdas 6. Blatt. (Sehr hübſch.Im Ganzen aber bleibt hiedoch die Concurrenz eineſpätren (Hildebrandt) zbekämpfen, der dadoch alles genialer leiſteteWahrer mit geringereMitteln

NoNumero 23 Waldlandſchafkleines Bild. Unteeinem ſtillen Waldſteinneigen ſich von deSeite her die Bäumdes Waldes, der ſich nachinten zu aufhellt. Eiſt ſehr hübſch u. eigenthümlich. Es erinnert aBellermannſche Bilder, abeaus dem Braſiliſchen inItaliſche zurückgedämmertNoNumero 20. Scheint mit deandern zuſammenzugehörentrotz andren Formatewirkt es wie eiPendant, hier iſt diLandſchaft offen und deWald ſteht nur nocſeitwärts und ſchließt deFluß nicht mehr ein NoNumero 21. Auch ſehr hübſchſehr liebevoll, der Baurechts ein Meiſterſtücvon Charakteriſtik (trotzdedie farbe fehlt), dennocwirkt das Ganze etwaſteif. SEr wollt’ es zgut machenEinzelnes in blei
und
u
Kreide,in Sepia und Tuſche; abedas meiſte ſind doch OelſkizzenDie Studie in Kreidzu dem Campo Santo Biliſt viel hübſcher und wirſamer. Faſt wirkt esals wär esr doch aeinem falſchen Kunſtprinzip geſcheitert, oder wauns wenigſtens ſo erſcheint III
  • 1. Situationskapitel, etwam 10. Februar
  • 2. Die Einquartirung in deDörfern (Siehe Marwitzauch die vorzüglichen Schilderungen in Georges Buc
  • 3. Holländer und Weſtphalen etcin Quartier. Die Erzählundes Brandes von MoskauDie rothe Frau
  • 4. Der Ueberfall (ſiehG. Baersch bei Pyritz
  • 5. Tante Amélies Tod(ſpäter
  • 5. Das Eintreffen all deBerliner Freunde
    6. Der Ueberfall in Guſow
  • 7. Die Unternehmung gegeFrankfurt
  • 8. Major v. A. ſieht ſich ſelbſim Spiegel und ſeinder Abſchieden er nimmt
  • 9. Schilderung Frankfurts. DiKataſtropheDer Cantorsſohtodt; Lewin gefangen10. Schilderung Küſtrins. Lewin
  • GefangenſchaftBerndt’s Haltun
  • 11. Scene mit Hoppenma-rieke
  • 12. Elſe’s Eintreffen
  • 13. Die Befreiung. PertubalTod, Boncoeurs VerwundungMarie Kniehase’s Haltung
  • 14. Hoppen-Mariekens Tod
  • 15. Die Beſtattung PertubalsZugleich Hoppenmarieken auf ihreParadebett. Die Vögel um ſiher
  • 16. Ein Jahr ſpäte
  • 17. Schluß. Siebzehn Jahr ſpäteim Herbſt 1830. Wieder iſein Wehen durch die Welgegangen. Wir halten UmſchauWir beginnen oben auf deHügelkirchhof bei den TodtenBerndt ruht auch und hat ſeiMonument; draußen ruht KopernickTante SchorlemmerNun ins Dorf. Kniehase lebnoch. Im Herrenhaus. In diPfarre. Berlin: HtmanHauptmann v. Bummck. Lindow: Renat
Conrektor Othegraven ſpricht; der große Eindruck davon auMarie Das fromme, das Sentimentale, ſelbſt daMärchenhafte (wenn daMärchenhafte nicht direkaus ihm ſproß, wibei „Korn⸗Engel“ſchenk’ ich ihm; abedas Idylliſche, das ſpecifiſchDeutſche, das Kleinſtädtiſchedas Genrehafte, das alleiſt entzückend
Immer kommt eiHochzeitszug aus demWald, Kinder ſitzeam Rain und fangeSchmetterlinge, jungMädchen ſchlafenruheam Rande des Kornfeldes oder blickelandeinwärts und folge dem Lauf des FluſſesKinder und Engel muſicirenFrau junge Frauen preſſeihr Kind an die Bruſt under Mann ſieht glückſelizu, Großmütter erzähleSchauergeſchichten und allehorcht, eine Welt deGlücks, ſtiller Friedfertigkeit (ſiehe am Schludas gelbe Buch.

Kritiſche Wanderungenin Oſt und Weſ

W.Willibald Alexis. ScherenbergJ.Julius Minding. G.George HeſekielTurgeniew. GogolTolſtoj. Björnſen. AnderſenThomas Moor. Th.Thomas HoodBret Harte

Allerlei Glück.

„… lieber Ernſt, Sie werdeerſt alles anzweifeln undann alles gut finden, Siwerden Geheime Rath werdenSie, Guſtav, werden einreiche Parthie machen, SieFritz, werden gar nichtwerden, vielleicht – glücklich“

Fehrbellin.

Rathenow. NennhauſenLinum. Fehrbellin. StadtSchlacht. Stadt, ſonſt unjetzt. Treffenfeld. SparrMörner. Prinz v. HeſſenHombur. Froben. Derff-linge

Märkische Poeten.

Arnim. TieckFouqué. W.Willibald AlexisMinding. FerrandScherenberg. H.Hermann SchiffH.Heinrich v. Kleiſt. DanielLeßman

MärkiſcheGeſchichte

/ Dies als
gemeinschaftlicher
gemein-schaftl:
gemeinschaftlicher
Titel. /Beginnt etwa mi„Otto mit dem Pfeil“Waldemar, falſche Walde-ma, Lippold v. BredowQuitzows, Cremmer Damm etc. und gehunter Einſchluß von GreteMind über KatteClement etc. bis Kämm-rer Schul Lord Bat-hurſ, Schill etcbis in unſre Tage(2 BändeFehrbelliin Geſchichte, Sage, Kunſt u. Dichtunvo
Theodor Fontane
Th. F.

Herrmann v.Katteeine Geſchichte ſeines Lebensund Todevo
Theodor Fontane
Th. F.

Grete. Mindeeine altmärk: altmärkische Geſchicht
  • Die Geſchichte vonLord Bathurſt inPerleber
  • Die Geſchichte vonBurgemeiſter Schultzin Kyrit
  • Das Ende der QuitzosDer Cremmer-Dam
    Romanfiguren: Eine Dame oder Herr, Herr iſt wahrſcheinlich beſſer, der immer ſagt: „wenn Sie das nicht geſehn haben, ſo haben Sie nichts geſehn“
  • 2. Eine Wittwedie, nach der prügelvollſten Ehe, immer Sentimental von dem Glücihrer Ehe ſpricht
  • 3. Eine Geh.
    GeheimGeheime
    Raths Familie,die die Unruhe, Geſchäftigkeit, unCarrièremacherei des gebildetenziemlich beſchränkten, halb demokratiſchen halb loyalen aber ganbüreaukratiſchen Großſtädters vertritt. Mutter, Töchter, Söhne frageimmer „was haben Sie heute vor?“ DeAlte wendet dieſelbe Phraſe audas ganze Leben an und fragt jeden jungeMenſchen mit dem er iBerührung kommt: „ja, wahaben Sie vor?
Der einzige wahre Luxudes Lebens iſt die Freiheit

„Klinken⸗Eugenie“, dikeine Klinken anfaßt; dabedick, altjüngferlich, äußerlichkirchlich, Mitglied des Vereinzur Beſtrickung indiſcheChriſtenkinder, mMiſſionsNärrin, ſentimetal„Ich kann den Gedankenicht los werden. .󂀃.“ unnun kommt eine ungräßlichGräßlichkeit, womit ſie vorgiebihr Herz und ihre Phantaſizu beſchäftigen

Willy Willebrandt.

Eine Jugendgeſchichtnach Briefen und Papiereerzähl
dreandrSü

Zwei GlückRoman

Die Geſchichte zweieFreunde, von denen deeine das Gute, SittlicheCorrekte, immer Braveder andre das HeitrePoetiſche, AbenteuerlicheHöchſt⸗Uncorrekte, ſündund fehlervolle vertrittjener eng-beglückt, dieſenur glücklich im Umherſchweifen, im Forderdes ſcheinbar Unerreichbaren, CarrièremacherGeneralconſuls⸗NaturJeder findet ſeine Befriedigung; denn was diMenſchen „Glück“ nenneiſt ein ſehr VerſchiednesVielleicht auch noceinen Hohlkopf mit hineinehmen, dem es allebedeutewenWrangebei ihm war

Märkiſche Geſchichte

aus dem 16., 17. u. 18Jahrhundert
Die Städtegeſchichten voStendal, Salzwedel, GardelegenTangermünde, Arendſee, Witt⸗ſtoc (30. jähr.jähriger Krieg); HavelbergLebus, Fürſtenwalde, Frank-furt a. O.an der Ode Küſtrin, Landsberg a/WAlt⸗Landsberg, Ruppin, CremmeSonnenburg, Oderberg, ChorinLehnin, Bernau, BeeskowStorckow, Buchholtz, Bran⸗denbur, Rathenow, DrieſenFriedeberg, Königsberg i. N. M.in der Neu Marki. N. M.Soldin, Prenzlau, AngermündeDroſſen, Croſſen, Cottbus, TemplinWilsnack, Frieſack
Außerdem die Familiengeſchichten der: Rochows, BredowsWartensleben, Arnim, ZietenMarwitz, Schulenburg, Kneſe⸗bec, Alvensleben etc
Dann: Bekmann, Ange-lus Marchicu, BuchholtzDie Rektoren vom Grauen Kloſteund Joachimsthal; die „Reiſenach Rekahne und PerlebergSpalding, Nicolai etc
Stoffe wie „Grete Minde“die alſo höchſtens einen hiſtoriſchen Hintergrund haben, bevorzugen