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<Schreiberhand Friedrich Fontane> <Schreiberhand Theodor Fontane>

Die Osterschlacht beiSchleswig

„... Einsegnung war und Ostertag!
Ein Nebel über Schleswig lag,
Der Däne hielt uns wieder in Hand
Er hielt Schloß Gottorp, er hielt die
Unser kurzer Traum war wieder
vorbei,
Ein Nebel über Schleswig lag,
Einsegnung war und Ostertag.

Und über die Stadt und über
den Strom
Die Glocken riefen in
den Dom
Und eh das erste Lied erscholl
Von Betern war die Kirche voll
Betende Männernund betenden
Fraun

In schwarzem Festkleid
alle zu schaun,
Dazwischen aber (wie
bittre Noth)
Leuchtende Punkte in
Dänischroth.
Zwischen Hoffen und Bangen ging unser
Sinn
Von Auferstehung der Geistliche sprach
Wir hingen seinem Worte nach,
Seinen Wort von
Stein,
Wir mischten viel Welt-
liches mit ein,
Wenn’s Sünde war, es
war nicht gewollt; – –
Horch, es donnert! wie dumpf
es rollt.

24. Bis hier
Ein Ostergewitter. Es kann
nicht sein
Durch die hohen Fenster
eben ein Schein,
Er fällt, wie suchend, gedämpft und
mild,
Auf das holzgeschnitzte Altar-
bild,
Auf die 20feldrige riesige
Wand
eigener Hand;
Der Felder eines schwimmt
wie in Gold, – –
Horch, zum zweiten, es donnert,
es rollt.
Es rollt wie näher, die
Fenster klirrn,
Aller Blicke hinüber, herüber
irrn,
Es fragen die Augen bei
Freund und Feind,
Ein Flüstern geht leise: „was ist
gemeint“
Und eh noch flüsternd die
Antwort geht,
Vom Eingang her ein Zug-
wind weht,
Weit offen die Thür;
was giebts, was ist?
In das Mittelschiff tritt
ein dänscher Hornist
Und in die Kirche hinein
vom Portal
Bläst er Generalmarsch, Signal
auf Signal.
Ein Rasseln, ein Lärmen. Still
wieder das
Haus;
Die rothen Punkte loschen
aus;
Was deutsch in Schleswig
wollte sein,
Wer wieder in SchleswigsDom
allein
Und wie Hülfe suchend und
Trost und Ruh
Den Stufen des Altars
drängten wir zu,
Dicht zu: Der Geistliche
aber spricht:
„Herr, Du bist unsre
Zuversicht!
50.
Da ist kein Jäger der
uns schreckt,
So lange uns
Fittich deckt;
Ob tausend fallen an unsrer
Seit’
Du bist unser Schirm in
jedem Streit,
Du stellst Deinen Engel
an unsre Thür
Uns zu behüten für und
für;
Wir rufen Deinen
Namen an,
Hilf uns wie du so oft
gethan,
Zersplittet unsrer
Feinde Spott,
Du bist unsre Burg,
Du bist unser Gott
Blende die Wächter,
wälz ab den Stein,“ –
Er schwieg. Wie Trommeln
klang es herein,
Lustiger preußischer Trommelklang,
Heller Mittag über Schleswig lag,
Heller Mittag über Schloß und Schlei, –
Ostern war; das Land war
66.              frei.

Im Sadowa-Wald.

Kapellmeister Tromsdorff ruft alsbald
da ist der Wald
Wir blasen sie in den Wald hinein
Wir wollen mit drunter sein
den Feind hinaus
Wer nicht will der bleibe drauß.

Brunn

Im Park Unter Tannen, ange-sichts eines Weihersder sich dran vorüber-zieht ein demObersten v. Rombergund seinem Sohn errichtetesMonument, mit folgenderInschrift: Vater und SohnConrad und Antonv. Romberg geboren zu Hamm den 25. April 1783. Als
geboren
geb.
zu Brunn
den
d.
23. Juni
1819.
preußischer
preuß.
Oberst gest. zu GroßCamin
den
d.
20. April 1833 In seiner Blüthe gest. zu Dresden
den
d.
8. Mai
1835.Getreu bis an den Todund reinen Herzens sindsie eingegangen undheißen sich willkommenwo die Treue ihreKronen empfängtund die Reinheit Gottvon Angesicht schaut

Dem Gedächtnißder Verklärten gewid-met von der Wittweund Mutter: Amaliev. Romberg
geborene
geb.
Gräfinv. Dönhoff
1844.
Grabmal (Vorderansicht); Rombergmonument [Monument]Rombergmonument[Monument]false18051882BildhauerDrakeFriedrichDrake, FriedrichMonument der Familie Romberg in Brunn. Vater Sohn(Marmor.)GranitSandstein
Schöne Köpfe. Brust-stück; beide ingriechischer Gewandungder Sohn legt seineLinke in die linkeHand des Vaters undseine Rechte aufdie Schulter desVaters; so schauensie sich treu ruhigund wie begrüßendan. Schön; etwasvon
wirklicher
wirkl:
Classi-cität.
Sehr alte hohle Eiche.Prediger Buchholtzstarb ohngefahr 1865 (?) 97Jahr alt. Er erzähltdaß er schon als erein Knabe war,also grade vor100 Jahren, sich drin versteckthätte.

Begräbnißplatzder BuchholtzeMann und Frau. Auf seinem grauenStein von Marmorsteht: Gottlob Carl PhilippBuchholtz
geboren
geb.
zu
Bantikow am 15. Oktober 1765, Predi-ger zu Brunn am 6. Mai 1792 bis 22.
September
Sptebr
1844
gest. zu Brunn am 27. November 1862, 97Jahr, oder 4Monat
und
u
12 Tage.Als er die Pfarre übernommenhatte, spekulirte man bereits aufseinenTod. Kirche, Schwarze Tafelweiß darauf geschrieben.Caspar Joachim beiderLänwitz wardein Opfer fürs Vaterlandim Jahr 1814 den 18. April. Er starb in Bar-bi am Nerven-Fieber. Er diente alsLandwehrmann unterder 6.
Brandenburgischen
Brandenb:
Landwehr
Infanterie
Inf.
Regiment.

Der Feind der ist nunüberwunden,das Stück x---x, dasuns verbunden.Wir sind von allem Jammer los.

Tramnitz

Alter Kirchhof.Kirche stand  .  ..  -  .  .Zwei Denkmäler,während alles andreweg ist, wohlerhaltenim Gebüsch.
Das eine einObelisk mitfolgenden verschiedenenWeisen amSockelu. 3. Jahr ihrer Ehe dasruhige Ziel ihrer Leiden fand.

2. Dem theuren Andenkender besten Gattin
und
u
Tochter, Frau Margareth. Doroth. Luise v. Rohr
geborenen
geb.
Freiin zu Putlitz
,welche am 21. Juni 1794 nach einem Krankenlagervon 1 12 Jahr im 28. Jahr ihres Alters
Das andre eintrauernder Knabe mitder Aschen-Urne„Kindliche Erfurchtwidmet dies An-denken“. UntermGrabx---x: HansAlbrecht Friedrich v.Rohr
Königlich Preußischer
K. Pr.
Oberst
geboren
geb.
den
d.
3. August
1703,
gestorben
gestorb.
den
d.
6.
Dezember
Decbr
84
.
3. Sie ließ der Welt
vergänglich Glück
Ließ Schmerz und Elend
hier zurück
Drang, ewig frei von
aller Noth,
Ins Freudenleben
durch den Tod.
Wann einst von uns
in Gott vereint
Der letzte auch hat
ausgeweint
Dann wird ein
frohes Wiedersehn
Auf ewig unser
Glück erhöhn.

Alte Eichen, LindenFliederbüsche, Acacien,Buschwerk, BlumenUnkraut wie imUrwald.Perrückenbraun.

Trieplatz

Lageplan; Trieplatz (heute: Ortsteil der Gemeinde Wusterhausen/Dosse), TriplatzTrieplatz(heute:OrtsteilderGemeindeWusterhausen/Dosse)TriplatzTrieplatz mit Gutshaus der Familie von Rohr. FeldFelda.b.B.A.C.
  • A. Alter 4
    fenstriger
    fenstr:
    Theil des Hauses
  • B. Giebelhaus (vorspringend)
  • C. Giebelhaus (nicht vorspringend)
  • a. Die schöne Akazie.
  • b. Die Veranda.
Gebäudeansicht; Gutshaus der Familie RohrGutshausderFamilieRohrTrieplatz (heute: Ortsteil der Gemeinde Wusterhausen/Dosse), TriplatzGutshaus der Familie von Rohr in Trieplatz.
Es war ursprünglich ein kleines nur4 Fenster habendes Haus, an das der
gegenwärtige
gegenw:
Herr
Hr.
v.
Rohr
R.
zwei Häuserchen an-setzte, aber so, daß die Giebel in die Frontkamen, das Alt-Hausund die Neuhäuser alsoeinen rechten Winkel bilden.Der eine Giebel (siehe die vorstehende Seite)springt nach dem Garten hin so vieldaß dadurchRaum für 2Stuben, Parterre
und
u
1 Treppe hoch,geschaffenwurde.
Die Gegend höchsttrübselig. Wie einBrett, von mäßigerFruchtbarkeit, keinSee, kein Weiher,kein Fluß, kaumein Graben; hier unddort ein StückchenSchonung. Ein Klexgraugrüner Bäume,meist Weiden undPappeln, deutet dieStelle an, woein Dorf liegt;die Häuser dann sindärmlich und aus denLinden- und Kastanien
reihen, die sich –zum Segen für unsreDörfer – auch hiermeist durch die Dorf-straße hinziehn, gebendem Ganzen einenleidlichen malerischenReiz. So liegtBrunn, Trieplatz,Tramnitz.
Die Eintheilungdes Stoffs so: 1. Der alte Hof.Hier stehn noch einViereck bildend ein Wohnhaus und dreimächtige Lehm-Scheu
nen, das Wohnhaus aberis nicht mehr das alte weitge- dehnte Fachwerkhaus dar hier im vorigenJahrhundert stand. Hierhauste der„Hauptmann vonCapernaum“Nun von diesemerzählen der der Großvater war.2. Das neue Haus.Die Akazie. Diesehat eine Geschichte. Der„Hauptmann v. Capernaum“hatte zwei Söhne.Der eine war derLieutnant v. Rohr (?)er hauste hier und machte die übliche
preußische
preuß.
Carriere, wurdebei Lübeck gefangenetc. Er ist derVater der jetzthier Lebenden.Der andre Bruderaber, (älter oder jünger,) war derBaumpfleger. Erwar 1792inder Champagne mit, gefangen,Gefahr, Kerker-meisertochter, Henkel-dukaten, Acacien-samen.
et cetera
etc

Es sollte aberbei diesen abgebrochnen Bezie-hungen zu Frankreichnicht sein Bewendenhaben, sie solltenperfekt werden.Dann noch einedritte Geschichte.
Hauptmann oderLeutnant v. Rohr aufTrieplatz, der vonLübeck, hatte wiederzwei Söhne. Dereine hieß so. Nundie Geschichte vonder Creolin.
Aber lieber mitdem Bilde anfangen. Auf dem Kirchhofein Trieplatz (nichtTramnitz) ruhenGeorg Moritzv. Rohr
geboren
geb.
8. Juli 1766, gest. 22.
Februar 1832.

Sophie Ernestine
verwitwete
verwittw.
v. Rohr,
geborene
geb
Loriold’Anières
,
geboren
geb.
zu
Berlin 3. Oktober 1756, gest. zu Trieplatz 8. Juni 1829.
Diese Dame warvielleicht die Schwägerinoder noch eine ent-ferntere Verwandtedes daneben ruhendenGeorg Moritz v. R.Sie war die Mutterdes Präsidenten v. Rohr,der dadurch in seiner Zuge-hörigkeit zur
französischen
französ:
Colonie gelangte.

(In Berlin das vonBrunn und Tram-nitz notiren; Trie-platz aber be-lassen bis zuvoller Muße. Gegenüber die Bildnisse Thormeyers,Starkes, Schwarzes.

Ruppiner Museum.

aaa Engel des Himm-mels
Gemäldekomposition; Berlins Menschenliebe kommt Ruppin, in der Asche liegend, zu Hilfe [Kupferstich]BerlinsMenschenliebekommtRuppininderAscheliegendzuHilfe[Kupferstich]false17261801dt. Kupferstecher, Radierer und ZeichnerChodowieckiDanielNikolausChodowiecki, Daniel NikolausKupferstich „Berlins Menschenliebe kommt Ruppin, in der Asche liegend, zu Hilfe“ von Chodowiecki, Daniel NikolausChodowieckiDanielNikolaus17261801dt. Kupferstecher, Radierer und ZeichnerDaniel Chodowiecki. aaaDie MenschenliebeBerlinHoffnung.BärRuppinnackt liegend
DerKönig Höchst originelleComposition.
Ruppin (sehr stramm)liegt nackt am Bodenin der Asche, alsowarm.
Berlin, mit Mauer-krone und Lorbeerdrum, bringt ein Füll-horn voll Gaben und dieMenschenliebe giebtihr einen kleinen Stoß,oder schiebt sievielmehr mit derRechten vorwärts, den Impuls ausdrückend, den sie derStadt Berlin giebt.
Neben der Menschen-liebe die Hoffnung,in Wolken thronendund auf den Königdeutend,
Engel in derLuft schwärmenund jubeln.
Der Bär, im Vordergrund nebender Berolina, kriegteinen Schreck und grolltzurück als er die arme Ruppina liegensieht, man weißnicht ob vor Mit-leid oder Schamge-fühl.
Höchst sinnreich,höchst unterhaltend,höchst originell,auch gewiß vorzüglichgemacht, alleswirkt aber dochkomisch, wieCarrikatur undstimmt nur zumLachen, nicht aberzur Theilnahme.

Nun die Alter-Thümer.

  • 1. eine eiserne Hand,gefunden in Alt-Ruppin(aber wo und worin).Reicht bis an denEllbogen, ist aberklein und scheinteinem Kinde oderKnaben gedientzu haben.
  • 2. Der große bron-zene, wie Gekrösegedrehte und gewundeneHalsring. Wo ge-funden?
  • funden?

Molchow.

Glockenthurm.Holz. Bei Eggers-dorf, zwischen zweiBäumen hängend,gefunden. Eggers-dorf wüste Dorf-stelle.
Anno Domini 1610. Ave MariaGracia, piena(picta oder ple-na wahrscheinlichdas letztere) Dominusrerum.
Fritz Zahl 87
Jahr. Vogelfänger.Stieglitze. Zeisige. Finken.Vogelbauerfabrikantder Gegend. Naturbeo-bachter. Die Sprünge derThiere abgemessen, wiees jeder that und liebte.Dabei offenbar Passion,hunderte von Bauernund Vögeln um sichher. Weil er einfeiner Naturbeobachterwar, behandelte erdie Bauer und die Thiere nach so zu sagenwissenschaftlichen Prin-zipien. – Kleinesweißes Haus mit Blickauf den See von Bäu-men dicht umstellt.

Zermützel.

Zwischen ihm undStemnitz, fast amWege, eine hügelartigeoder burg-artige Rundung, deren eine Hälfte ziemlich hart am See, dieandre fast am Wege
liegt. Die eine Hälftedavon ist beackert, dieandre aber, die nachdem See hin, ist wüst,trägt die alte Kieferund heißt der „Todten-berg“. Viele Gerippe.Weshalb man es be-läßt, wie es ist. Essollen Schweden sein;ist aber unwahrscheinlich.Wahrscheinlich eine Begräb-nißstätte überhaupt.

Stendenitz.

Einige Häuser amSee, vielleicht aucheine Colonisten-Anlage.Hat daneben die Begräb-nißstätte, die primi-tivste von der Welt,wie etwa auf Schlacht-feldern. Ein Viereckmit einem Graben herum,das Innere ganz voll,Grab an Grab, über-moost, keine Inschrift,nur noch 3 verwascheneTafeln. Das Ganzeam Waldrand. Kiefer umstehn es im Viereck;am Ast einer dieserKiefern hängt dieTodtenbahre, selbstwacklig und mit Flechtenbedeckt wie der Baumselbst an dem siehängt. Das Tristeste,Erschütterndste dasman sehen kann.Der Tod als armerMann. Eine Tafelist noch zu lesen. IhreInschrift lautet: Hierruhet in Gott derSchneidergesell JohannAndreas Laudon,Kanonier von der3. Garde-CompaniAttolleri Bregarde
geboren
geb.
den
d.
20. März
1814, gestorben den 3. Aprill 1836.Vers:
Der Eltern treue Liebe
Sieht sehnlich in einem Grab,
Und stehen denn so trübe
Und wischt die Thräne ab.
Nun liebste Eltern die ihr
habt
Für mich gesorgt mit
Treue.
Der Gott der die Betrübten
labt,
Der will euch auch
erfreuen,
Habt Gute Nacht und glaubt
dabei,
Daß ich nun wohl ver-
sorget sei
Bei mein und Eurem
Vater.

Auf der Rückseite
der Tafel der 17 jährigen.
Vielgeliebte weinet nicht,
Seht mir nach und lebt in
Segen,
Gott ist euer Trost
und Licht,
Ich habe mich zur
geleget.
Schreibet dises auf
mein Grab:
Gott wischt alle Thrä-
nen ab.

Der Theerofenbei Zermützel.Einfaches Haus. Dietodte Tochter in derKammer. Loch, Schneege-stöber, Flocken x---x herein.Strohlager. Jagdscene.Berger. Der Büchsenschuß.Einer „ich fahre nach Haus.“Heiterkeit. X---x. Grog.Schnee. Halali (?). Zur JagdFrühstück Versammlung andieser Stelle.

Die beiden Conversationenmit Frau Niquet unddem Lehrer.G: Guten Tag Frau Niquet.N. Guten Tag.G. Wie gehts. Was macht derMann.N. Danke; es geht jåG: Ist er noch so spaßigN. Ja. G. Dichtet er noch?N. Ja: G. Leben SieG: Na, das is schön;Adieu.zufrieden? N. VielZank war noch nich.

Koepernitz.

Bilder.

Von Tisch-bein.

  • 1. Armband ausSchuppen
  • 2. Halsband ausSchuppen.
  • 3. Ohrgehänge, Sau-cischen(Perlenmit Brillan-ten)4. Tabatière
  • (Granaten.)
Die Briefe laufen von 49bis 54 und paraphrasirenalle die „Würste“.

Sie starb ergeben { Die Katzenbißge-schichte weglassen,
weil sie andersist.

Im Garten Saal eineRoccoco-Commode, mitvergoldeten Griffen und Mar-mor-Tafel; in dieserlag die Geschichte des 7jährigen Krieges parPrince Henri, die nach seinem Tode durcheine eintreffendeCommission heraus-genommen und ver-brannt wurde.

Ein Bild desPrinzen
Louis Ferdinand
L. F.
istin Wustrau undein andres dasin Coepernitz warhat Herr v. Wilden-bruch erhalten.es war sein Eigen-thum und als sie starb (leihweiseauf Lebenszeit) kames an Wildenbruchzurück. (waretwas kleiner im For-mat.)

Photographie deralten Dame alsalte Frau mit derDose.

Gebäudeansicht; HerrenhausHerrenhausKöpernitz (heute: Gemeindeteil von Heinrichsdorf, Ortsteil der Stadt Rheinsberg), Koepernitz, CaepernitzGutshaus Köpernitz. 6 Fenster3 FensterHofgebäude.
Der Park bildet ein wenigeinen rechten Winkel, so daßes an der Rückfront aberauch rechts sich zieht.
Kirchhof lehnan. In der Mitteein Rondel, an demselben eine Kreuz-Inschrift: „Christus sei unser Leben, dannist Sterben unser Gewinn“. Statt: istunser Leben und Sterben unser Gewinn.Der Kirchhof ist nach Familieneingetheilt, nicht kunterbunt, dadurchentsteht ein besondres Interesse, hübschgartenhaftMühle. Schmiede.Tagelöhner.
Ihr Grab ist in der Mitte desKirchhofs, Graues Marmorkreuz aufeinem Sockel: „Hier ruht CarolineAmalie Marie Marquise de laRoche-Aymon, geb. v. Zeu-ner
geboren
geb.
den
d.
7. April 1771
gestorben
gest:
den
d.
18. Mai 1859
. (Selig sind dieTodten die in dem Herrnsterben). Sie ist so beliebt gewesendaß sich an ihrem Geburts- undSterbetage immer nochKränze vorfinden, die von alten Rheinsbergern namentlich aus Dank-barkeit hingelegt werden.

Ein interessantes Erinnerungsstück istnoch ein aus 3 Bildern bestehendesGesammtbild. etwa so:
Gemäldekomposition; Louis Ferdinand Prinz von Preußen [Bild]LouisFerdinandPrinzvonPreußen[Bild]falseAnonym/nicht ermitteltGemälde „Louis Ferdinand Prinz von Preußen" im Gutshaus zu Köpernitz. abc
Diese drei Tafeln sindnun die Bilder
  • a. Portrait (Medaillon-Portraitdes Prinzen Louis Ferdinand.)
  • b. Genius der Dichtkunst oder Mu-sik mit Leier
  • c. dito der Musik mit Harfe.Sehr fein und schön; miniatur-portraitartig,ausgeführt,aber nurmit weißerTusche undSchwarz aufdunklem Hin-ter-grund.

Gransee

Anno 1582 daX---x MariäLichtmeß ist deredle,
gestrenge
gestreg.
ehrenhafteHermann BellinErbseß XV Mar-ckow vor Gottseeliglich entschlafenwelcher Seele Gottgnädig sei. Ritterfigur
und
u
BurgermeisterBlan-kenberg 4 Wappen in denEcken. Lag vormAltar, umgeweht, wodurcher gerettet wurde.Vom Sarge Beschlag-Ruder. An ganzandrer Stelle seinkleiner Knabe: auch Herrmann Bellin.

Kopfende { Dem Andenkender Königin LuiseAuguste WilhelmineAmalie v. Preußen
Von den Bewohnernder Stadt Gransee,der
Grafschaft
Grafsch.
Ruppin
undder Prignitz.

An dieser Stellesahen wir jauchzendihr entgegen wennsie die herrliche inmilder Hoheit Glanzmit Engelfreundlich-keit vorüberzog“

Geboren
Geb.
den
d.
10. März 1776
gestorben
gest:
den
d.
19. Julius 1810
,Nachts den 25. Julius Fußendelinks.Am Funda-ment 1810 stand ihreLeiche hier.

An dieser Stelle hierach flossen unsreThränen, als wirdem stummen Zugebetäubt entgegen sahen;o Jammer sie ist hin.

rechts(Ist nichtwichtig.) Großes Eisengitterauf Fundament. Danninnerhalb neues,viel höheres Funda-ment, auf diesemein aus 4 Pfeilernrechts und links bestehender gothischer Baldachin mit gothischem Dach. Darinsteht ein glatter Eisen-sarkophag, mit zuge-schrägtem Deckel.Zu Häupten eine vergoldete Krone,an den 4 Ecken des Sarkophags 4 Lotosblumen. Kostet 11,000
Reichstaler
.Vorn
preußische
preuß.
u.
mecklenburgische
meklenb.
Wappen. Hinter dieselbenWappen.
Von hart an derStraße zurückverlegtin
die Mitte
d. M.

Die Leiche stand hartan der Straße. DasDenkmal immer an dieserStelle.
Lageplan; LuisendenkmalLuisendenkmalGranseeGransee – Luisendenkmal.

Die gothische Kirche,zwei Thürme ziemlichhoch, einer eine Festungder Mauer-, die andre– der Compensationshalber – der Zimmermeister,also ein Stein- undein Holzthurm.Gute Gothik, früherromanisch, abgebrochen,Gewölbe aufgesetzt.Denkmal für die 70 und 71 gefallenen,befindet sich im Thurm-Hause oder Eingangunten. Altar: Spät-Renaissance vielleich 1697bis 1720, aber in demRenaissance-Altar sindalte gothische, ver-goldete Holzschnitzereienaus dem 15. Jahrhundert eingesetzt. – Die beidenBellins lagen imHauptgange auf den Altarzu. – Ausgezeichnetsind die vielen Ornamentein dieser Form:
Vorderansicht; MarienkircheMarienkircheGranseeOrnament in der Kirche zu Gransee.
die hier zu breiterenFriesen und Bändernals gewöhnlich war.x---dt alle Theiledas Aeußere der Kirchezieren: den Thurm,den Chor, die Strebe-pfeiler und natürlichden Fries untermDach.
Dasselbe Ornamentfindet sich auch andem schönen Thor-thurm.

Der heilige Wolf-gang mit einerKirche, wo die beidenThürme gleich sind.

Lindow.

Gebäudeaufriss (Ausschnitt); KlosterKlosterLindow (Mark)Gotische Giebelwand im Kloster Lindow. Wutz SeeGarten
An die linke Seite diesesGiebels lehnt sich ein Haus, davorLinden und Nußbäume undweiter zur Linken dieFläche des Wutz-See, der hierabschließt. Der andre Giebel, nachder Seite der FrauDomina hin, istähnlich; dazwischensind Mauerabschnitte ein-geschoben, die nunden alten Kirchen- oderRefektorium-Raumin 2 vielleicht 3 Theiletheilen. Diese Räumebilden nun Hofräumemit dazu gehörigen inferiorenBaulichkeiten, die aber alleden Vortheil haben durchdie Feldsteinmauern der Kirche oder des Refekto-riums gut ein-geschlossen, also ge-schützt zu sein.
Nur noch einKlosterdiener Hausist aus alter Zeither wohl erhalten, sonstnur die Ruine undhier und da eine Erder-höhung, von der es heißt,hier liefen die Mauernzerstörter Gebäude.Die Domina hältdie Ruine für dasRefektorium. Rechts von demvorgezeichneten Giebel(ebenso wie linksder Wutz-See sichzieht) läuft eine ArtKlostergarten, parkartig,voll älterer Bäume,der in seiner zweitenHälfte und zwar inder, die rechts-vorwärtsdes Giebels liegt, in denStiftsdamen- oderKloster-Kirchhof übergeht.Hier, unter alten Linden, befinden sich alte undneue Gräber.
Links von diesemKirchhof, nur durch eineniedrige Mauer vonihm getrennt, befindetsich ein Stück Küchengar-ten, der nun gradezwischen Kirchhofund Wutz-See gelegen,in Front des vorge-zeichneten Giebelszu liegen kommt.
Jenseits des Wutz-Sees, über die stillen Felder weg, blickeneinige Kirchthürmeauf. Auf alten Grab-steinen stehend, dieLindenzweige zurück-schlagend hat maneinen Blick überKüchengarten, See undFelder bis an den Horizontund die an denselbensich hinziehenden Dörfer.

Die Stiftsdamenliegen hier in Reihen.
  • 1. In erster Reihe,der Küchengarten Mauerzunächst,acht oder neun, aufge-mauert mit einemschweren Sandstein draufund auf dem Stein Nameund Wappen, dann undwann ein Christuskopf,alles mit Moos und Flechtenüberzogen, die Namenin den meisten Fällennicht mehr zu entziffern.Sie müssen dem Ende des 17. und der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts angehören.

In Front davorscheint noch eine ältreReihe gelegen zu haben, die aber schon ganz in dieErde eingetreten und überwachsen ist.
In Front dieser wiederbeginnen neuere Gräberunter denen viele Bürgers-leute sind, die wahrscheinlichzum Kloster zugehören.
Ein schöner Stein,wahrscheinlich Elisabeth v.Pannewitz, oder Ramewoder so ähnlich. Wappen
Grabmal; FriedhofFriedhofLindow (Mark)Lindow (Friedhof). Näheres nicht ermittelt.

In Front davor: Luise v. Zenge,Domina zu
Kloster
Kl.
Lindow
.
geboren
geb.
den
d.
13. Januar 1782
gest.
den
d.
25. Januar 1855
.Das Leben war ihrleicht; sie machte es sichund andern zur Freude.

Rechts vom Kirchhofund über seine Rechts-Mauer hinaus liegen erst Gärtenund Scheunen, dann derGudelack-See, so daßsich das Gesammtbild wiefolgt stellt.
Lageplan; KlosterKlosterLindow (Mark)Kloster Lindow. Lageplan; KlosterKlosterLindow (Mark)Kloster Lindow. abNach der StadtzuWutz SeeGudelackSee.Granseer ChaussSeeAkazien KastanienLinden
Die Septembersonne stehtschräg über den altenBäumen des „Walls“, ihrLicht fällt durch das Gezweigund auf dem lichthellenGrunde tragendie Schatten die leicht bewegten Blätterhin und her. Der düstreCharakter, der hier sonstzu Hause ist einer wohli-gen Heiterkeit gewichen,heiterer aber liegt dieSonne auf einem um-mauerten Park, dessen eine Seite sich an denWall lehnt, während derPark selber sich indas flach daliegende Landhineinstreckt.Das Laub ist noch zu dicht, die Sonnekam in breite Flächen nicht durch, nur hierund dort ein schmaler Lichtstreifen alsFleck, und indem Streifen bewegensich wie SchattenpunktedieBlätter.
Ein Weg führt durch denPark; geputzte Sonntagsleutepassiren ihn; sie gehnden Feldern zu, den Ver-gnügungsorten und Kaffedörferndie jenseit liegen.
Uns zieht es nur inden Park selbst hinein. Inseiner Mitte ist ein Rondel,Linden umstehn es, Beideladen zum Sitzen ein; dieeine gönnt uns den Blicküber die Mauer fort, indie Felder. Alles Rasenund Gebüsch und Blumenund Unterholz, ein Fliederstrauchein Hagebuttenstrauch, drübenziehen sich die Feldwege, Wagenfahren still in das Feld hinein,am Horizonte Baumlinien undFeldein stehen Bohnen an langen Stangen, allerhandsonst noch, ein Kirchthurm ragt darüberauf.
Wie hübsch, wie still,wie sonntäglich, wie zustillheitrer Betrachtung geschaffen.
Der Wiesengrund ist seltsam uneben,es ist keine Fläche und auchnicht hüglig; es ist das Terrainwie es sich nur einmalzeigt, es ist ein ausgestorb-ner Jagdhof, der außerDienst gestellt in dieArme der Natur mehr undmehr zurückkehrt.
Wäre noch ein Zweifeldie Rückseite des Platzeswürde sie lösen. In Frontder Verfall, das Ausgehndes Kirchhofs, im Rückensteht er noch in Glanz,dort ragen noch seine Gräber, dort stehn noch inlanger Linie die stillen Quartirevon Ruppin. Hier sinddie Ebels, die Gentz, die Protzenin ganzen Geschwaden, hierliegen noch die Steine, hierragen noch die Säulenund Pyramiden auf, dazwischendie stehenden und die liegendenKränze, die Urnen und Aschen-krüge, die Gitter und Grüfte,die Cypressen, der Epheu unddie Kreuze dazwischen.
Es wird uns noch wenigbe---x hier, aber derstille Zauber des Orts locktnoch immer.
Von der Ferne her klingtMusik herüber; der Tanz beginntman hört die Stimmen fröhlicherMenschen, die Sonne glüht und schimmert,die Sommerfäden ziehn, das gefärbteLaub fällt nieder durch eigene Schwereso leicht es ist. Ein heitrer Tag, ein glücklichLeben und froh wie glücklich auch hier zu ruhn!

Walchow.

Gold, Silber undEdelstein. GoldneRinge, silberne Bracteaten,Granaten groß wieeine Kinderfaust.

An den PfarrerDr. Gerlach inGarz bei Wild-berg.(Wegen derPappel-NotizimKirchenbuch)Vichel. 38 Gold-münzen aus der ZeitFriedrichs III. und AlbrechtAchills. 1 wurde gefunden

Kaisersdann nach Jahresfristein zweiter; dannnachgesucht
und
u
noch 38Stück. Sie werdenin Vichel selbstaufgehoben. CölnischeMünzen.

Wustrau . . . frühverwaist. Verehelicht.Nach 10 jahriger Treue.(Fräulein Kirchnerwill die Güte haben.  .  .  . ) Jenseitdes Tweed. Protzen. Ineinem Zimmer desHerrenhauses der Herrv. Seydlitz (jetzt)starb in der Friederia-nischen Zeit ein Prinz und Regimentscommandeur an den Pocken.(Namen findet sichin Kirchner. KapitelGemahlin Friedrichsdes Großen.)

Gransee. „Wenn seineim Stein gerührt werdensoll, so schicke man mirvorher eine „Stafette.““ Walchow. Aus dem sogenannten Bronze-Zeitalter: ein wundervollerSandalen-Sporn(aus Frankfurt
an der Oder
a. O.
)

Ein Thierkopf von Bronzeauf einem Amtswageneines Opferpriesters. (??)

Römischer Dukatenaus dem orientalischenKaiserthum aus dem 5. Jahrhundert; im Sandeder Ukermark gefunden.Kaiser Zeno. (blank)

Goldner Fingerring(blank) in der Prignitz. Wenn man waslernen will, mußman kleine Sammlungensehn.

Bronce ausSand – schöne grünePatina, aus Kalk-lauge blank; ausTorf wie verrostetesEisen.

Bei Templin. Wasser-löcher. Ausgetrocknet.11 Fuß tief unterder Erde5 horizontal liegendeEichen; unter diesen 40 Stücke Broncedarunter Armringe,Brochen, Celte,
et cetera
etc
| WahrscheinlichCelte-Loch drin undPaalstab- Oese zumzurück-ziehn mitgespaltenem Holz alsStab.
Eine Spind el von Bein neben einem 7 Fußlangen Gerippe zwischen3 eichenen Bohlen.Spinn-Wörtel fin-det man oft. Spindelsehr selten.

Ein Wulst.ein verunglückter Händler,daher viele Doubletten.

In einem Neben-altar der sichin einem Seitenschiffeinige Stufen hochbefand, war einkleiner quadratischer Sandstein. Dieser wurdeherausgenommen und da-runter in einem Sei-tengange, so dick wieein Arm, befand sicheine hölzerne Büchse mitReliquien und zwar3 Splitter vom KreuzeChristi eingewic kelt in Seide und ein Stück Mumie.Dazu eine Urkunde mit dem Sekret-siegel des Bischofs vonHavelberg. Die Ur-kunde war aber ver-modert.

Ein Halsring, fünfZoll in Lichten, Gold,Werth 42 Thaler, nurganz dicker Drath. Leiderbald nach dem Fundevon einem Untersucherzerbrochen. SeltnesExemplar, namentlichhier. Wurde in Hoelsches Torfwie-sen gefunden. Die Schwerterspitze trifftdas Kreuz in Front vonChristi Munde. Zwei vergoldete KelcheEin größrer von 1609; einviel schönrerohne Jahreszahl mitschönen Renaissance-Ornamenten, namentlichx---xhaftenReliefs. Wahrscheinlich aus 1575, eineJahreszahl die sichofter in der Kirchefindet und wahrscheinlicheine Hauptwiederherstellung durchStadt oder X---x bezeichnet.Das Intressanteste eine altePatene, spätestens aus 1434oder 54 (siehe die obigegothischeZahl). Christus eingeschnittenin der Mitte, thronend könig- undweltrichter-haft. Von linksein Kreuz, von Rechts ein Schwert.Figuren.Geschichte, Auferstehungund Himmelfahrt darstellend.Zwei Sorten Bilder.
  • 1. Abt mitSchlüssel und Buchvon Leder.
  • 2. JungfrauMaria.
  • 3. Mönchmit Brotenund Buch
  • 4. Mönch,aber weit gekleidet, miteinemBrot
    und
    u
    Messeroder Buch undMesser und dasGewand mit Steinenbesetzt.
    • 1. Abt mitSchlüssel und Buchvon Leder.
    • 2. JungfrauMaria.
    • 3. Mönchmit Brotenund Buch
    • 4. Mönch,aber weit gekleidet, miteinemBrot
      und
      u
      Messeroder Buch undMesser und dasGewand mit Steinenbesetzt.

    Taufkapelle un-bedeutend. AlteBilder.

    Stadtwappen Halb-Adler, Halb-Lilie.

    21 Bilder an derrechten Empore hinvom Abendmahl an die Leidens Links AnnoDominiMCCCC
    Kirche St. Peter und PaulKircheStAWusterhausen/DosseDom St. Peter und Paul in Wusterhausen; Näheres nicht ermittelt.

    8 Chorstühlean jeder Seite,eingefaßt vonvier hübsch gothischeingerahmten,in Eichenholzgeschnittenen Altarbild, großChristus, Jünger,Thomas, Wund-male, „Ich binsselber“ „MeinHerr
    und
    u
    meinGott“. Wahr-scheinlich von Rodeoder einemSchüler desselben.

    Saarbrücken

    Hôtels

    Kapellmeister T. tritt vor siehin:
    Meine Herrn, wir sind
    nun einmal da,
    Ich wünschte wir wären auch
    wieder hinaus
    Inzwischen: wir machen
    das Beste draus

    Neustadt
    an der Dosse
    a. D.

    Sie X---x, nehmen die rechte FlankeSie x---xAn den linken Zügel des Jagdx---xX---x alles steht bei Gott.
    Lageplan; Neustadt (Dosse), NystadtNeustadt(Dosse)NystadtNeustadt/a. D. MühleChaussée vomBahnhofDosseNeustadtDie nöthigenNotizensiehe 3Seitenweiter
    EinzugZum dritten Mal
    Einzug“ durch das große Portal.
    .  .  .  .  .  .  .
    .  .  .  .  .  .  .
    .  .  .  .  .  .  .
    .  .  . die Sonne scheint,
    Alles lacht und alles weint.
    .  .  .  .  .  .  .
    .  .  .  .  .  .  .  .
    Alles zerschossen; ihr einzig
    Prahlen
    Ist ein Wettstreit in den
    Zahlen
    In den Zahlen von wund
    und todt.
    Zeitungen..  .  . -.  .  .  .  .Er beugt sich leise überden Bug.Messieurs, obligirt, nunist es genug.

    Neustadt aD.

    Die Dosse gradlinigin der Mitte; links undrechts Wiesen; linksund rechts von den WiesenSpiegelberg und Neustadt.
    Spiegelberg. Erst Kapelle,oder Bethaus, dann Langhauszum Belegen, dahinter (rück-wärts) das Haus wo geschmol-zen wurde. Drum herum Arbeiter-wohnungen; gegenüber dieschöne große neue Wasser- Mühle,mahlt 12 Wispel denTag.Hinter dieser, aber fast ander Straße, Haus u. Park derFrau v. Bärndorff. . (DieSpiegelfabrikhäuser alle Fachwerkmit rothem Ziegel drin;so auch die Kapelle, die nochhohe logenartige Fenster hat, einenviereckigen Schindelthurm u. obenauf ein Glöckchen. Gesangbücher,seit 3 Jahren offenNeustadt. Erst Amt, jetzt
    • Acceptirung.
    • Engl. Uebersetzung.
    • Zeit wenns fertig ist.
    • Illustrationsfrage.

    Novel, new x---xDramatis persona.Haus v.
    Wagener
    W
    .
    – d. L. Str. Comtessa di Rombello, ihreVorgeschichte, Hemoth,Meroni, Wagener, Contedi Rombello. Mausoleumder x---sche Bildhauer.Abkömmling der Grafen v.Toulouse.
    Herrn v. Witzendorff gehörig,dann Kirche (kurzes Kreuz)dann Hauptstraße, dannhinten die Gestüte. Vordem Amt ein Gitter und 1 alte Birkeund 1 Kastanie.
    Der Kirchhof.
    Die Conventualinnenoder Klosterfräuleinfrüher gemixed mitden Bauern, jetzt allein inReih und Glied. Alle alt.70, 80, 90, liegen sieda, ein Marmorkreuzzu Häupten. Alles meklen-burgischer Adel. Aber auchFremde: Preußen, Hannover,Dänen, Schweden. Dies istbedeutungsvoll, war es na-mentlich Demokratie lief Sturm1848. Diegegen das Kloster, es sollte ein Ende damitsein. Meklenburg konnte dieSeinen nicht mehr schützen.Da steckte man sich hinterdie betheiligten Außenmächte,die nun für die Ansprücheihrer Unterthanen eintreten,und dadurch das Ganze rette-ten.
    Grabmal; Grabstätte Hölsche-Zehran, Hoelscher DenkmalGrabstaetteHoelsche-ZehranHoelscherDenkmalWalchow (heute: Ortsteil der Gemeinde Fehrbellin)Grabdenkmal Hölsche-Zehran in Walchow. Hoel-scher Denk-mal inWalchow.CypressenBlumenEpheuEngeloderX---xBlumenMecklenburg

    Bilder.

    • 1. . . . .Bild
      und
      u
      X---x-X---x
    • 2. Das vertriebene zur Walensteinzeit nebstGemahlin.

    Mitteder50erJahre } Hofrath v. Schreiber Beschreibung vonDoberan, HeiligenDamm und Umgegend.Präpositus Roeper. 1806.
    • 1. Salchow, Mühler.Eulenburg.
    • 2. „Vor’n Isenbuhrnerward nix måkt!“

    Walchow

    Hier ruhet in GottErdmann Friedrich Theodor Hoelschedas letzte Kind seiner tiefgebeugtenEltern. Die Sorge fürDich war die frohe Arbeit unsrer Tage. Die Freude an Dirunser gemeinsames Glück, undunsre Hoffnung sah in Dir desnahenden Alters Stütze. Duliebes Kind, nun gründen wirDeiner Asche diese Wohnung. MögestDu sanft darinnen ruhen |,mögen auch wir Trost empfan-gen an dieser Stätte und denFrieden aufErden.

    Auch in
    Dobbertin
    D.
    geht mandamit um, nach dem Vor-bilde von
    Heiligen
    Hlg.
    Grabe
    , überkurz oder lang ein Erziehungs-Institut herzustellen, über-haupt das Kloster, inirgend einer Weise nutz-und dienstbar zu machen.Die
    mecklenburgische Regierung
    mekl: Reg.
    , namentlichauch die
    Schwedische
    Schw.
    Gastlichkeitscheint dies zu wünschen.Das geht aber nicht. DieDamen sind alt, wennsie hier eintreten undwollen ruhig leben,haben auch ihr vollesRecht dazu. In HeiligenGrabe (wo übrigensdie Sache auch mißglückt)ist das anders. Dorterhalten die Damenvon Hof Suiten der Königin Elisabeth die Stellen aus Gnaden geschenkt ; außer-dem sind sie jung. Siehaben also keine Rechtemehr, wie die Damenhier, die sagen können: Das wollen wir nicht,dazu sind wir nicht da. „Ich bewundre den
    preußischen
    preuß:
    Adel
    inseiner beständigen Opferfreudigkeit,aber ich machees ihm nicht nach.“Robert der franzöSprachlehrer-.

    Sit intra te ConcoriaEt publica Felicitas.Steinthor.Blutstraße. 1314 Periculum ex Aliisfacito Quod exUsu siet Der Empörer Schild in der Handunter der Jahreszahl 1314.„Es hätte sie sehrgekränkt, daß siedie große Nachrichtdurch seine Frauerfahren haben.“

    Zu Cisielski’sgehn. 4 12 Uhr besteZeit.Kiste kriegt Lepel. Lieber Mann, was ist denneigentlich ein Lootse.Det will ick se saggen.En Loots is ein Bootsund wat en Boots is,weiß jeder een.

    Lieber Mann wasist denn eigntlich eineDiesung.
    Det will ik se saggen.Eine Diesung is wennet so „Diesen“ deht.

    Der Frühstückstisch;das Vielerlei.

    Eugenie nach Hamburg.

    Haut sie auf die chasse-potto.

    Müller
    Mohrenstraße
    Mohrenstr.
    61.

    Warnemünde

    • 1. Kirche und Schnitzaltar 1475
    • 2. Chorstühle 1590.
    • 3. Kanzel 1679.

    Sonderbares Bild,drei Tode mitSanduhr und Becken: Jedermann lacht,der Tod erwachtUnd das Ende ist Nacht. Der große Christoffel,auf Kur in Rostock.(bei Colignori)

    Wenn kleine Himmelserben
    In ihrer Jugend sterben,
    So büßt man sie nicht ein;
    Sie werden nur dort oben
    Vom Vater aufgehoben,
    Damit sie unverloren sein.

    Ein liebes Kind ruht hier.
    Es war der Eltern größte Freude,
    Es mußte sterben so schnell
    Zu ihrem Schmerz und Leide.
    Und wenn das Mutterherz auch bricht
    so hegt sie doch die Zuversicht
    Des Wiedersehens ewiglich.
    der Zeiten gedenken zu wollen,wie es hier nichtsgab, wie Flundern und klamme Betten,diese Zeit istliegt hin unddie norddeutsche Bundesflaggeweht von drei Hôtelthürmenherab über
    Gerechte und Ungerechte,über Rostocker und Berliner. Das letzte war das beste. Der alte Wunder Vogel„Phönix“ nahm uns auf seinenRücken und trug uns, währendein leiser Regen fiel und der Regen-bogen sein B---x baute dieWarnow hinunter. an der Rostocker Reihe, an derSchanze vorbei, angesichts desschon citirten Spills anlegtenund unserm Schloß am Meerzuschritten. Wir sind nunerst 24 Stunden hier undhaben ein Gefühl als hätte x---x x---xneben dem Webstuhl unsresVaters gestanden.
    | Warnemünde ist gar nichtso übel. Was nutzt es aufalte Schuld recurriren und anzuvertraun. Jedessoll seinen Vortheil haben.Wir versuchten es von„rechts her“, weil wirdie Ukermark noch nichtkannten, Pasewalks Feindeauf uns wirken lassenund an T---x und B---xwieder das Gebiet der„Hahnschen“ mal durch-x---x wollten. Esglückte alles und habenwir die Pflicht eineviermalige Umpackung dankbar mit in den Kauf zu nehmen.

    Von der Ostsee.

    Warnemünde 14. JuniBerlin wird Weltstadt warumsollte Warnemünde bleiben wases war! Es bewahrt sich seineGlaskästen, sein. . . undvor allem sein Spill, damithat es in Ansehung des Alt-ehr-würdigen genug gethan und hatsich ein Recht erworben, imUebrigen so viel aus sichzu machen, wie sich ebenmachen läßt.
    Man erreicht diese Bade-Metropole entweder von Linksherum oder von rechts herumje nachdem, wen es anziehtdie Stettiner oder Hamburger Bahn sich
    Warnemünde, von seinen Bewohnern in un---xX---x als X---x bezeichnet eses soll sich darindie dänischeAbstammungverstecken

    istdasWasser-Charlotten-burgderRostocker.WennderBerlinergarnichtmehrweißwoerhinsoll,fährterins„TürkischeZelt“,derRostocker fährt nach Warnemünde. Wo Gott geit, da hilfft kein NeidWo Gott nicht geit da hilfft kein Arbeit.

    1171 bis 78 wurde esvon den Wendenzerstört. c.Gewöhnliches Briefpapier.— Federhalter. | Wachs. pflegen denn voll geringster Eitelkeitzu sein, wenn man uns unsre verdienteAnerkennung vorenthält. Und endlich,wenn es selbst so wäre, wenn dieEitelkeit weichte, nun so mögesie wachsen, – es darf das kein Grundwerden einerseitsAls würde der Sommer ausgegossen.Die Kraftmeyer, die Renommisten.Die Elegants. Ach, was Roßtrappe. Liebe is auchdazu die Damen mit den Schleifendie Dicken, kurzhalsig, roth, immer schwitzend. Im Herbste 1850. Ein Epilog 1850Abschied 1853füllen sie nich mit demselben, ich möchte fast sagen mitwachsendem Entzücken.Ich muß Ihnen das sagen. Esheißt mitunter, man müsse der-gleichen nichtsagen, es steigredie krankhafte Eitel-keit der Poeten
    et cetera
    etc
    Dies alles istaber dochfraglich.Wir
    Nicht ermittelt.
    Mitnehmen
    • 1. Noch etwas Wäsche.
    • 2. Beinkleider.
    • 3. Hemdknöpfe.
    • 4. Papier, Briefpapier,Federn etc.
    • 5. Bücher
    • 6. Alle meine Notizenüber MichelProtzen, Gentz,Kirchhof
      et cetera
      etc
      et cetera
      etc

    preußischer Trommelschlag
    Ein Sonnenschein lag über der Schlei;
    Ostern war; das Land war
    frei.

    91. Psalm, diesenspricht er, als dieDänen hinaus sind
    Und        ....
    Wirbelten draußen Trommeln hinein
    heller preußischer Trommelschlag
    Ein Sonnenschein über Schleswig lag
    Ueber Stadt und lag über und Land, über Schloß und der Schlei
    Ostern wars, das Land war frei.
    Märkische ForschungenBand 1 bis 12.Voigt. Der Ausgangder Askanier.
    Hoffmann vonFallersleben6 Bände.„Mein Leben“.
    Dr Grosschopf
    Aufenthalt in Dresden
    Während seines Besuchs im Walchower Pfarrhaus am 29. September 1873 machte sich Fontane Notizen über die Sammlung von Altertümern des Superintendenten Kirchner; vgl. Zajonz 2019, S. 20-23.Die Transkription bezieht sich auf die Rückseite der angeklebten Tasche. Fontane hat für die Tasche ein beschriebenes Blatt verwendet. Er hat diese Taschen also tatsächlich selbst angefertigt.