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A17beta

    Uetz. – Paretz
  • Belvedere in Paret
    (Theaterzettel
  • Brieselang 1870
Uetz
Umgebungsplan; Uetz (heute: Uetz-Paaren, Ortsteil von Potsdam)Uetz(heute:Uetz-PaarenOrtsteilvonPotsdam)Uetz. nach ParetVon Potsdam nach Falkenrehd
Von zwei Stellen auiſt Uetz ſchön, ſchöin Entfernung einer guteViertelſtunde von eineParallelſtraße aus, ſo daman von einer ebenfalls hochgelegenen Parallelſtraße auwährend der ganze Vordergrund ſich verbirgt, Uetals ein Geſammtbilin wenigen Linieſich entgegentreteſieht. Man ſieh einen Erdwall, Baſtionoder rampart⸗artigrecht und links voreichen Bäumen umſtelltgruppen flankirwährend auf dem kahlenaber wunderſchön grüneMittelſtück eine Wind-mühl aufſteigt. DiKirche mit ihreKreuz blinkt rechtdurch die Bäume. DaGanze ein Bild, fiund fertig, aber ſtillſo eben nur an de graublauen HintergrundHorizongezeichnetes, ſtilles, abgeſchloſſenes Bild, daBild eines DorfCaſtells
Paſſiren wir nuden Raum, der zwiſcheder Erdwalle hübeund drüben liegtſchneiden wir quedurch, ſo ſtehewir alsbald voeinem andern UetzBilde. Weil wi nahe ſind, hört eauf ein bloßes Bilzu ſein und wirzu einem IdyllEin breiter Havelarm iſt zwiſchehüben und drüben unam jenſeitigen Ufeſteigt das Dorf iTerraſſen an: erſein Schilfgürtel aUfer, dahinter Obſtgärten, dann übedie Obſtbäume hoc hinaus alte Ulmedie die Dorfgaſſeinfaſſen und wiedehinter den Ulmenam Abhang aufſteigenweiße Häuschen. Krönend das Ganze diWindmühle. Hieund dort ſind Durchblicke durch dain langer Linie unvorliegende Bild, Durchblicke durch Dorfſgaſſe und Alleen gebildetEs iſt Abend und makomkehrrt heim voFelde jetzt Schnitter miSenſe und Gabelnjetzt eine Heufuhre voSchimmeln gezogenjetzt ein Getreidewagen
Drüben zunächſliegt das Fährhaus eizierlicher Bau iPappeln und Weiden unRöhricht halb verſteckt Hol über. Nun wirddrüben lebendig (langſanatürlich) dann löſt ſicein Kahn, nun landeer und nimmt uns aufVon rechts her wirfder rothe Ball der untergehenden Sonne ihre Glutin das dunkle, ſtillGewäſſer, Schwäne ſtehauf und ab, Teichroſen ſperren faſden Weg. An eineSeil geht die Fahrt nun ſind wir drübeund der Zauber iſhin. Uetz iſt ſchöals Dekoration. Iwahrer Bekanntſchaft inmiihm theilt es daSchickſal anderer ZauberEs ſchwindet

Paretz

Gebäudeaufriss; SchlossparkSchlossparkParetz (heute: Ortsteil der Stadt Ketzin/Havel)Tempel für Teure Verstorbene im Schlosspark Paretz. Epheu ranke
a. Gedenkder Abgeſchiedene
Gebäudeaufriss; Japanisches Haus, Chinesischer TempelJapanischesHausChinesischerTempelSchlossparkJapanisches Haus im Schlosspark zu Paretz. DiSäul4 FuFriedensgöttimiKreuz unPalmzweigSäulenſtumpals SitzFünSchritTiefe7 SchritLänge
Die Decke der Grottiſt Eichenholzgebälmit Borke. Die Seitenquadern ſind Kalkſteindas Frontiſpice iſt Sandſtein. Die Säule5 Fuß hoch, daFrontiſpice auch; ganzHöhe alſo etwa 10 FußDie Tafel iſt graue
Marmor. Obedrüber eine Birkenbrückals Balkon. Rechts dahinteein chineſiſcher Tempel
Grundriss (Ausschnitt); Schloss ParetzSchlossParetzParetz (heute: Ortsteil der Stadt Ketzin/Havel)Schloss Paretz. Königin LuiſZimmeZimmeFr: W.Friedrich Wilhelm III
Gerade Unter dem chineſiſchenTempe befindet ſicdie eigentliche GrottegothiſchSteingemäuer; gothiſchEingangsthür, links unrechts dito ſchmalFenſter, alle drei miEiſengitter. Innen daGanze als Borkenhauconſtruiert, mit MoosMuſchelſchalen und Tannäpfeldekorirt. Dazu Bänkund Tiſch von Birkenholz
Lageplan; KircheKircheParetz (heute: Ortsteil der Stadt Ketzin/Havel)Kirche und FriedhofFriedhofParetz (heute: Ortsteil der Stadt Ketzin/Havel)Kirchhof in Paretz. Der todtKirchhofAkacien als WandMaulbeerbaum
An leiſen Erhöhungeerkennt man diGräber, abekaum nochAlles ſteht iSchafgarbe u. Karthäuſernelken; dazwiſcheblühn abehier
und
u
dortein Lilienbuſch, eiRoſenſtrauchein FliederbuſchDas thun diDörfler auPietät. DeKirchhof iſt todaber nicht daGedenken deHinterbliebenen
a. bDen 20. MaAnno 1810
Dahinter ein Hügelabhang, auf dem [15Hügel das Rohrhaus. 1Straße von Ketzin nach Paretund dann mit Biegung nach Falken-rehd ſchon 1803 angelegt, nachhekaum noch verändert. S.Siehe Lehner
Seite
S.
13.Geweißtes Zimmergewölbt, gothiſchFenſter, bequemZimmergroße, großerunder Kaffetiſch un12 Stühle. Weitekein Schmuck al30 größre und kleinerTheater⸗ und CircusZettel aus alleLändern Europas. Ein
Belvedère.

höchſt merkwürdige 1Zuſammenſtellung

I. Preußen

    1. K.KÖnigliche Schauſpiele 24. April 1838
    • a. Vor hundert JahreGern. Wauer, SchneiderWiehl, StawinskyFrl. Clara Stich
    • b. Der Polterabend. BalletNachrichten: FrlCharl.Charlotte v. Hagn iſt unpäßlich. DonnerstaKarl XII. HerSeydelmann, KarXII. als 4. Debüt
    2. DramatiſchAbend-Unterhaltunim Palais der Kögl KöniglichenPrinzeſſinne
    • a. Der Gemahlan der WanDllDemoiselle Bertha Stic
      — Clara 
      Herr Crüſemann
      —  Rüthling
      —  Gern
    • b. Hierauf Sicilienn
    • c. La femme raison-nablMr. Monsieur FrancisqueDlle.Demoiselle Lancestre
    • d. Pas de DianeChasseress
  • 3. Königſtädtiſches Theate8. Juni 1839
  • 5. Vorſtellung der Bajadereaus IndieDie Reiſe auf gemeinſchaftliche KoſteHerr Liborius – BeckmanBrennicke –    Hr.Herr PlocKommerzienräthin Baldini – Mad.MadameMademoiselle Ur-banecSuſanne – Mad.MadameMademoiselle Poh
  • 4. Dramatiſche AbendUnterhaltung im KöniglSchloſſe zu Charlottenburg2. Juni 1837Ich bleibe ledigerr Weiſs, DlleDemoiselleClara Stich, HerStawinsky, HerCrüſemann, Herr GruHerr Rüthling, HerWiehl
Dlle.Demoiselle Cloze5. Apri183

II. Preußenaus den Provinzen

  • 1. Theater der StadtMagdebur12. SeptmbrSeptember 183Zur Feier der höchſerfreulichen AnweſenheiSrSeiner Majestät des Königbei feſtlich erleuchteteHauſSylphideoder das See-Fräulei
  • 2. Theater im Freiezu StargardDer Jude aus Maſaritz 9. Septeb.September 183odeDie ſeltſame Teſtaments-clauſe
  • 3. Theater der Königl.KöniglichenHaupt⸗ und ReſidenzStadt Königsber3. Sept: September 183Zampa oder die Marmorbraut
    Oestreich
  • 1. Hoftheater nächſdem Kärnthner⸗Thor | 30. Juli 1827Il Barbiere diSevigli2. Auguſt 1827Die Franzöſin und derRaj. Ballet31. Juli 1827Der BlaubartBallet von Vestris
  • 2. Hochfürſtliches Schloß-Theate in Teplit11. Juli 183Die Stumme vonHallodric. Parodirende Poſſe i2 AufzügenMuſik von Kapellmeiſter Franz Gläſer
FrankreicFranzöſiſche Zettel audem Jahre 15, 1und 25. Aus deJahre 17 die meiſteun zwar aus deTheatre du Vaudevill
—   de la Gait
Ambigu Comiqu
—  de la PorteSt MartiCirque OlympiquTheatre Des A.Arts RRouen
Madame (1825
—  Royal Italie1825 TheatreDes Variétéun1 81 1815. Odeon 2Theatre RoyaLes Comediens françaisdu RoDonneront aujourdhulundi 2. Octobre 181La première representation dPassonsles Pontsou le Voyage au Fau-bourg St GermaiA-propos en un acten vers et eproseprécédD’un Trait de Fredericle Grandou La Journée DesDupeComedie en cinq acteet en vers de Mr.MonsieuArmand Charlemagne

Italien
1. Real Teatro S. Carl3. Decembre 182Solimano SecondLa Festa CampestrNiobe (Gran Ballo
Letztes Zimmer
Blumenſtücke, aquarellir
    M.Max Remv. d. LagL. LenkE. HabelJ. StubenraucM. Eichen
hübſcVerbene { Baronin v. Brock⸗dorf, Annetten-hö bei Schleswig
Frl. M. LudolpNiſche, Nonne odeMuttergottesbilmit BlumereichgeſchmückB. Tilickv. Froreich
Briefbeſchwerer voLouis LenkTeller, Taſſen voClara Hahn Oelbilder hergelieheEschke hübſcVautier dito deAlte, die Kindeſind hinten raugefalleCretius, JordaScherres, Lichtung nachdem Rege, oſtpreußiſchF. E.Friedrich Eduard Meyerheim (der Alte Hoquet, CateBlechen iBeſitz der FraGräfin OriollLetzter Lichtblick vormStur voGräfin OriollſelbſStillebleben (SchnepfenRebhühner, Krammetsvogel) voDavid de ConinkRommelaer Jan van Ravestygeb.geboren 1580 lebtnoch 165Mannlichhes PortraitDe KeyseAnſelmFeuerbacHandzeichnung voBettine v. ArniMedaillon⸗Portraitvon A. Fischerauch andre in dieſeManier. VeronicasSchweißtuc. Der heiligeFranciscu vvon MurillMaximilianund Maria von Burgundbeſuchen den er-krankten HansHemlinDante mit edlen Frauen aus Ravennaluſtwan-ldeln
    Heller
  • 1. nachMadonna nacMurill
  • 2. nach Rembrand
  • 3. Madonna, wohnach einealten Meiſte
  • 4. u. 5. Männeund FrauenPortraiOriginaoder nicht
  • 6. Fruchtſtücde Heem
  • Fruchtſtüc
  • 7. Landſchaft von 2Everdinge

Frl. Marie von Olfers

  • 1. Jeder nachdem er diZunge ha
    Diſteln ſind dem EſeSala
  • 2. Augen ſind der LiebPforte
    Oeffnen das Hernoch vor deWorte
  • 3. Wer edle Thaten thuDer iſt ein adlig Blut
  • 4. Laß DeineMund verſchloſſeſei
    So ſchluckſt Dkeine Fliegeein
  • 5. Des Bö’ſte
    Muß man ſicgetroſte
  • 6. Fliehe Ruhm unEh
    So laufen ſie hinterDir her
    • 7. Wenn Lieb bei 2Lieb iſ
      So weiß Lieb nichwas Lieb iſt
      Wenn aber Lievon Lieb komme
      So weiß iſtLieb waLieb geweſen iſt
    • 8. Wer gern trinkt debeſcheert Gott genu
      Iſts nichts Wein, ſiſts Waſſer iKrug
    • 9. Setz einen Froſcauf goldene
      Stuh
      Er hüpft docwieder i
      ſeinen Pfuhl
    • 10. Jeder hat eineSparren fre
      Wers nicht glaubhat zwei
    • 11. Mache RaſLieber Gaſt
      Will Dich ſehLieber kommen algehn
    Viele ſind Illuſtrationezu bekannten Märchewie RothkäppchenFrieder uund CatherlieschenRumpelſtilzchendie ſieben Raben etc
    Zweites Zimmer
    Originale von den Künſtlerinnedes Vereins gemaltPortraits voFräulein H. RichterRoſa PetzeC.Clara OenickA.Antonie Eichle(recht hübſchEliſabeth Pochhammer
      Portraits voFräulein H. RichterRoſa PetzeC.Clara OenickA.Antonie Eichle(recht hübſchEliſabeth Pochhammer


      Landſchaftev. KeudelM.Mathilde WurP.Paula Bont
    E.Stolzen-burgA.Auguste v.Sandrar(Humboldt
      E.Emilie MoseviuM.Marie v. Rouvrov. Hage

    H. Jung. T. Wolff-hage, T.Therese JudeicBlumenſtück (Oel) A. Rei⸗chel u. H.Helene Noack
    Genre.
    Auswanderer voAntonie VolkmaBettelkind mitGeig von Ant.AntonieVolkmaVerkäuferin von Ant.AntonieEichlevon L.Louise Thalhei(Haube uund Perückeuund die zweiKinde, nacStromtid (?)
    • C.Clara Heinke, Altein der Bibel leſend
    • F. SieverJ. Westphal
    • Alte Frau in der Bibelleſen
    Erstes Zimmer
    ebenſo wie zweiteZimmeChriſtus ſegnet dieKindlei von C.ClaraOenickJunge Mädchen inder Bibel leſenvon A.Auguste v. SandrartDer kleine Reconvalescent voA.Auguste v. SandrartStrandſcene voM.Mathilde WurlDorf mit Tübbenoder Tümpel undZiehbrunne, hinteStrand von A.AntonieBieWaldportal, unteWaſſer über daeine Steinbrückführt von H.HeleneSietz

    CopieeTizians Tochter zweimavon Frl. Ant.Antonie Eichler und Frl. M. BaakeDer heilige Franzvon Aſſiſ voClara HeinkeDie Kinder KarlStuart nach Van Dycvon R.Rosa Petzel
    Verlooſungsund Schülerinnen-Ausſtellungszimme
    Etwa 40 Oelbildealler Art, von deKünſterlinnen zuVerlooſung hergegebenwir begegnen hiedenſelben Nameund denſelben Gegenſtänden. Als beſonderAnſehenswerterſcheint außer einem größren Bilde von Frl. eine MondMarien mit Mondſcheivon A.Antonie Biel. KatKatalog 3Dazu BlumenſtückAquarelle, Briefbeſchwerer, BriefmappenKalender, LeſezeichenSchalen, Taſſen, eiStück HildesheimeFund, Photographiealler Art, Präſentirbretter, Lampen-Unterſätze, Fäche
    Aquarelle
    Copien nach Oelſtudievon C.Carl Scherresvon ſeinen Schülerinnefirst rat
    • 1. Frl. Helmholtz, StrandDün
    • 2. dto Waldabhan
    • 3. Frl. v d. Lagdrei Landſchafts⸗ undBaumparthie
    Schülerinnen
      Gipsklaſſe 5. Statuen, Büſte
    • Elementarklaſſe 251Blätter meiſt nacGip
    • Landſchaftsklaſſe 2Blatte
    • Perſpektivklaſſe Blätte
    E.Elisabeth Pochhammer. E. Stolzen-bur, TB: TilickeIm Ganzen 56 Blättedie alle viel Tüchtigkeit zeigen, erſtaunlic bei den Köpfen unden Baumſtudienwo die Copieneben die Scherresſchen Originale gehängwurden und eineLaienauge der Unterſchied ſich ſchweergiebt

    Greif ein DinanWo man’faſſen kanEiJunge unein Ige Gottlob daß wirs 3habeGottlob daß wirmögenAme
    KleineMädchen miTaſſe und Schrippkreuzfidel

    Brieselang.

    Sinnbild alter deutſcher TreuDas des Reiches Glanz geſehn
    Eiche hehre ſtolze freiSieh Dein Volk wird auferſtehn
    Brüder, alle die da walleHer zu dieſem heilgen Bau
    Laßt ein deutſches Lied erſchalleAuf dem allgeweihten Raum
    Wie im Sturmeswehn die EichStehe feſt bei Treu und Recht
    Einend ſchirme alle ZweigEiner Krone Laubgeflecht

    Brieselang, der BrieselangBrieselangderBrieselangBrieselang; Näheres nicht ermittelt. TanneEichWeißdorn⸗GanWeißbuchen unEiche
    SpechtneſteBienenmoſ80 bis 100 Fuß hoc25 Klafter Holz20 Schritt UmfangKahl, borkenlos unten, doch dameiſte noch bekleidet, das Holz noc feſt. Kein Epheu. Keine hiſtoriſchen Erinnerungen

    Förſter Brieſelang. X---xWenigGewitter. Wenn ſie kommen, abegut. 13 Berliner. Krug. Futtermeiſter. Knechte. An jeder Thür deRemonte-Depot ein KnechtEs brach los. ſchläft ein. Die Pferde los unſtürzen Carrière nach PausinZehn Minuten oder 20 Minuteſpäter war die Spitze da. Swurden die Nachbarhäuſer gerettetAls die Berliner herauskamen, hattder Blitz dicht herum an 5 Stelleeingeſchlagen und das Depôt waniedergebrannt. Ein Vogelneſt hing am Zweig; der Vogeniſtete ruhig weiter Kalittenjäger aller KategorienKäfer, Fliegen und InſektenjägeAmeiſenjägeEier und VogeljägeSchlangenjäger Spandauer und Schön-walder Forſt (KreuzotterMarder und Fuchs, diRauhpelzjägeLaubfroſchjägerDie Botaniker (Kräuterjäger.Paſſion, Wiſſenſchaft, ErwerbMetier
    Auf dem Schwanenkrugquartieren ſich Kerle eindie „wilde Roſen“ jagenFaulbaumholz-jägedie es zu Kohle verbrenneund es an die PulverfabrikeverkaufenDeWilddiebſinwohnichvieleabedeWalddiebdahemehr. Siglauben ganichwas iſolcheWaldalleſteckt unwie vielhunderte voMenſchedarauihrNahrunoder doceinen Theil ihreErwerbziehen. Emag woh20 ode3 Kategoriegeben, odevielleicht nocviel mehr. Icwill ſchon nuein Dutzend nennenDa ſind die Kräuterjäger, diKäfer, Fliegen und Inſektenjägerdie Eier⸗ und Vogel⸗jägerdie Laubfroſchjäger, die Schlangenjäger, die AmeiſenjägerAuf dem Schwanenkrugverſammeln ſich alljährlich udie Roſenzeit Kerle, diJagd auf wilde RoſenStämme machen (eihöchſt einträglicher Handelund während andre den dijungen FaulbeerbäumnachſtelleDen FaulberbaumJa, der Faulberbaum giebeine Kohle,di allerbeſte Kohle für die Pulverfabrikation. beinahunerſetzlich ſt. Nun haben wir iSpandau eine große PulverfabrikEs kann der Fabrik aber nicht obligenoch in der Kohle dieder Legalitädes Faulbaumholzes nachſpüren zwollen, das dieſe Kohle liefert
    Ich verſteh. Aber Sie ſpracheauch von Schlangenjägern. Daklingt ja bedenklich. Sind wihier auf rReptilien⸗Terrain
    Nicht gerade hier. Aber weiterechts, nach dem Spandauerforſt herüberda ſind ſdie zu Hauſe Schlangen zu Hauſe
    Blindſchleichen, ColumbellenNicht ſo harmlos. Die ächte Kreuzotter. Es ſind dort Stellen, wſie ſo dicht wie Regenwürmer liegenDieſe Stellen kennen die Schlangenjäger ganz genau. Ihre ganze Waffe beſtehdas giebdaneineHandel in einem Stock der vorn gegabeliſt. Nun lüften ſie das halbverfaulte Gebälk, darunter die Kreuzotter liegt und im nächſten Momenfahren ſie mit dem Stocderart in die Erde, daß ſich diGabel ſich wie ein Halsring udie Schlange legt. Nun iſt ſiwehrlos und wird durch eine zweitManipulation in einem Behältermeiſt einer Flaſche, untergebracht
    Iſt dies nun PaſſionVielleicht auch Paſſion,| Unter Umſtänden ja; |aber zunächſErwerb. Solche Kreuzotter hat ihreWerth. Da ſind Händler, auf deren Preiscouranten die Rubrik „Schlange“ eine halbe Spalte füllt. z Aber wer kauft dergleichen? z Hunderte von Perſonen. Da etcet cetera | Da ſind zuerſt die Zoologen und Toxikologen vom Fach,, ſda ſind die unerbittlicheMänner der Viviſektion, die vodem harmloſen Kaninchen mal gerauf die rabiate Kreuzotter ein kleines Ungethüm mit Giftzahn und Giftblaſe überſpringen (Eein höherer Sport, wei
    gefährlich.) Dda ſind vor allemendlich die chemiſchx---x X---x, X---x Naturalien-phyſikaliſchen Oberlehrer dieſes odecabinet in Pritzwalk oder Paſewalkdie naturwiſſenſchaftliche Correkturdieſes oder jenes Progymnaſiumsu verſorgen haben,jenes Progymnaſiums, die das Naturalienauf der „Höhe der Wiſſenſchaft“ zu erhalted. undh. mit allerhand Reptilien in Glasflaſchez.auszuſtaffiren haben
    Auch mit KreuzotternGewiß. Die ſchriftſtelleriſchen Herren von der Fedeglauben immer, daß ſich die Welt bloaus Autographen⸗ und wenn es hockommt aus Kupferſtich⸗ſammlern zuſammenſetzt. Sie glauben gar nicht waalles geſammelt wird
    In dieſem Augenblick, alob uns der Beweis „was allegeſammelt wird“ auf der Stelle geführwerden ſollte, trat aus x---xeinewilden Elsbuſch⸗Bosquet, einsonnverbrannte Geſtalt hervor, deſſe Coſtüm |( eine Art Jagdtaſcheaus der drei oder 4 aufrechſtehende Cigarrenkiſten hervorragtenunddazu ein Stock mit flatterndeGaze⸗Beutel) keinen Zweifedarüber laſſen konnte, welche GruppKategorie von Sammlern wir hier ieinem Muſter⸗Exemplar vouns hatten
    Er trat mit raſcher Wendung auns heran, machte mit ſeineKäſcherſtock eine Bewegung wie eiTambour major, wenn diMuſik aufhören oder wieder anfangeſoll und ſagte in Berliner DialektErlauben Sie, daß ich mich Ihnevorſtelle. Mein Name iſLampe, Kalittenjäger
    In dieſem letzten Wort wiederholter die Begrenzung Bewegung mit dem Stock
    Im erſten Augenblick, als er ſo jäh und plötzlichwie die drei auf der Heidvon F---x, aus antrat, bekamerſchrak iceinen Schreck. Die x--x Klaſſe von Jägerzu nämlich, d---xer x---xer ſich ſo ohne Weitr noch eh er ſich ſelbſt zu ihr bekannt hatteſo unverkenbar zugehörte, zählt nämlickeineswegs zu den angenehmen, aallerwenigſten zu den harmloſen, wiman ihrem Namen nach ſchließen ſollteSie vereinigen den Hochmuth deTurners, des Kraftmeiers Dauerläufers und deNaturwiſſGelehrten in ſich; jede „ſtehund fällt mit der Wiſſenſchaft.“ unjeder hat ſeinen Prozentſatz X---ſchotim Leibe. Der X---ſchott kannatürlich auch Karl Voigt heißen.
    Zu dieſer Gruppe gehörte Lampnun nicht. Das Berlinerthum wirkthier als Gegengift. Seine Selbſtironibrachte alles wieder ins Gleichgewichund ließ noch einen Ueberſchuß. Er ba ſich uns anſchließen und „ſeinFahne hochhalten zu dürfen.“ UnſerHerzen fielen ihm gleich zu, unſo ging es weiter
    Herr Lampe, Sie ſind gewiauch Kräuterjäger
    Nicht doch. Wer ſeine Käeſchemit Ehren tragen will, muß digrüne Trommel zu Hauſe laſſen. Faunapart und Flora apart. Sie glaubenicht, die Käferei iſt eine profundWiſſenſchaft geworden; 12Bockkäfer blos im Brieſelang. Dawill gemacht ſein
    Gewiß. Aber ich habe mir ſagelaſſen, daß dieſe Dinge doch Hanin Hand gehn und daß die „Käferwie ſie ſagen ohne „Kräuterei“ ganicht recht beſehen kann. Beiſpielsweiſwenn ſSie eine Weißdornhecke ſehn ſo wiſſen Sie auch ſchon, was idieſer Hecke vorkommen kann, abeſo gewiß wie wir wiſſen wdie Cretins als die Xrkommen---xund die Kröpfe zu ſuchen ſindvo
    Ich danke Ihnen für Ihre VergleicheAber Sie haben Recht. Das Lanund die Leute, die Kräuter undie Inſekten ſtehen in allernächſteBeziehung zu einander, und man kannwiewohl ich für ſtrengScheidung bin und die Mengerei | in der Wiſſen- ſchaft | nicht leiden kann,,ſo kannmandoch nicht käfern in abſoluter Ignorirunder grünen Trommel. Rund heraus, Ichich kenndies und das;. aAber das iſt nichWiſſenſchaft
    Ich höre, daß der Brieſelang eineigne Flora haben ſoll, daß hieDinge vorkommen, die ſonſt in deganzen Mark nicht zu findeſind. Hat das ſeine Richtigkeit
    Gewiß. Der Brieſelang hat ſeineignen Pflanzen und ſeine eignen Inſekten
    Urſach und Wirkung. Theorie von der ErnährungBergwaſſer er iſt unſer gelobtes Land, unſelbſt die Rudower Wieſe, i„all dem Ruhm ihrer Orchideen“, muſich gegen den Brieſelang verſtecken
    Was kommt denn wohl ſo vorIch meine zunächſt von Pflanzen
    Da haben wir Orchis corioptora das Wanzen⸗Knabenkrautda haben wir Neottia Niduavis das Vogelneſt. Nocſeltner iſt Coptolanthera rubrder rothe Rundbeutel und diKrone vielleicht iſt Dicranumontanum, der gebirgliebende Gabelzahn. Wie der ſpeziell in deBrieſelang kommt, wo die Maulwurfshügel für diealles was einzigeBerglinien heißt aufkommen müſſen, iſt mir unerfindlich
    Und nun die Käfer. 4Nun wiſſen Sie, da giebts keiEnde. Aber ich will es gnädimachen. Da iſt der Widderkäferder Baſtkäfer, der Feuerkäfer; dieſind die leichten Truppen; dankommt die Garde: der Schwarzkäferder Panzerkäfer; aber das eigentlicſchwere Geſchütz, das den Ausſchlagiebt, das iſt doch Procrustecoriaceu und Saperda Seydliibeſonders Saperda. Wiſſen Sie, wieSie lächeln; aber glauben Sie mirwie unſer einem zu Muthe iſt, wenn mablos das Wort Saperda hört, davokönnen ſie ſich gar keine Vorſtellung machenIch hatte einen Freund, deſſen Geſicht ſicimmer verklärte, wenn er Montmornency ſagte; ſehen Sie, ſgeht es mir mit Saperda. Un ſagen Sie ſelbſt, klingt es nichſchön, apart. Dies doppel und das r in der Mitte. O, wihaben auch ein Herz
    Iſt denn nun Saperda iganzen Brieſelang verbreitet
    Verbreitet? Ich weiß nichwas Sie verbreitet nennen. Weneine Sache verbreitet iſt, ja, ſo iſes mit ihr vorbei, ſo iſt ſie entzaubert. Es giebt keine verbreitete Schönheit. Schönheit iſt immer rar. Saperda findeſich auf einem einzigen Bauman der Seegefelder Straße
    Da ſind wir vorbeigekommehne ihn zu ſehn?Ohne ihn zu ſehnDa können Sie dieſen Tag ſtrei-chen –n.z Davon hab ich gehört
    z Nicht mehr wie billigManche Meſſerklinge iſt da zerbrochen worden Der Baum ſieht aus wi ein Scheibenpfahl, durch den hundert     4Kugel hindurch geſtreift, durchbohrtzerſplittert haben. Es giebt keineunter uns, der den Baum nichkennte. Bei Segefeld liegt deSand wie eine WüſteSahara. Aber deWeg zunach der großen Pilgerſtättenach Mekka hanoch immer durch einedie Wüſte geführt
    Unter ſolchem Geplauder hattewir eine Stelle erreicht, wder Weg, derie Scheidelinie zwiſcheWald und Wieſe aufgebend, unnach links hin in den Waldſchareinbiegt. Hier ſchlug ſich Lamplinks in die Tiefen des Waldeshinein, während wir, gradeaus den Weg weiter verfolgend, aualsbald auf eine große Lichtung mit Gärten, Häuſerund HäuſernStallgebäuden hinaus traten:.|Förſterei Brieſelang.ſelang.| Wir hatten den Centralpunk ertſtem Raum beiſammendieſer Waldregionen erreichtFörſterei Brieſelang.; daneben da„Remonte⸗Depôt“ gleiches Namens. Beide auDieſeDie Lichtung, die x---xdieſe beiden Häuſercomplexe einſchließt, hat den Charakteeiner großen Waldwieſe. EiWaſſerlauf „der neue Graben“, dein früheren Jahren das Sumpfland entwäſſert hat und nuzum Holzflößen dient, zieht ſicquer durch die ganze Breite; dieſesWieſen-X---x hindurchein,Brücke führt drüber hin; x---x deWaſſerlaufes aber ſteigt der Wald, (die „Buten⸗Haide“) aufNeue an (die Buten⸗Heideund ſchließt gegen Norden hin daBild. |Hinter dem Walde, norliegt das Dorf dwärtsam jenſeitigen RandPausin.des Waldes: die Königseiche und DorfPauſin.| EinBrücke die über den Grabeführt mündet in einen Waldweder mitten durch die Buten⸗Heid hindurch, nach der Königseiche und dem jenſeigelegenen Dorfe Pausin führtDieſſeit der Brücke liegt des ForſtesHausDie Förſterei Brieſelang iſt ein Complex vo
    Wir brachten ſo etwas weine Empfehlung.i
    Der Förſter, eiMann von nah an 70, fuhr auſeinem Nachmittagsſchlafe auf, ſtricſich die momentane Runzel voder Stirn und |ein heitrer 70er| ſtanvor uns. Wer in ſolchen MomenteContenenceHaltung behauptet,bewahrt, iſt allemal einliebenswürdige Natur
    Wir Wenn dies je zutraf, ſo hier. Wir ſetzten uns zunächſt in einGeisblatt⸗Laube, die dieen Thür umſpann-Einganumrankte, als aber die Nachmittagsſchwülzu drücken begann, rückten wir – ein paar Forſteleven hatten ſich uns zugeſellt weiter vor, ſtellten die Bänkins Freie und umnun die ganzLichtung mit ihren Häuſern und GärtenWaldwieſe ſamt Graben, Brücke unRemonte⸗Depot ╒ vor uns, begann das Geplauder╒(das zur Hälfte eine Brandſtellwar) vor uns
    Der alte Förſter verſtand es„Ich darf wohl ſagen, ſo hob er an, der liebe Gothat es gut mit mir gemeint. MeiGroßvater war Förſter, mein Vater waFörſter, ich bin Förſter und meine dreJungens ſind es auch Förſter, oder ſollens werden.. Wir habealle Waldblut in den Adern, Brieſelang-Blut. Ein Jahr bin ich mal ieiner Kirchen-Haide geweſen, einabetrauriges Lebenmir wurde erſt wieder wohlals ich Elſen und Eichen wiederſahum mich her hatte.
    Iſt der Brieſelang ihre HeimathNicht ſo ganz, aber doch beinahWir ſind auf dem Glin zu HauſeStaffelde und Groß⸗Ziethen, das iſt x---xunſreGegen.. Mein Großvater und meiVater warenr Förſter in Dienſten beim alteBlücher, |und ichIch habe oft auf ſeinemdeder dazumal X---x-X---xGroß-Ziethen hatteeinige Güter hatte,. Ic Alten Knie geritten. „Willſt Du auch eiFörſter werden“. Das will ich. „Nadann werd’ ein ſo braver Kerl wiDein Großvater und Dein Vater iſt“. Dahab ich nicht vergeſſen. Es war docein gnädiger alter Herr. Als er Ann15 wieder los ging, ſagte er zmeinem Vater: Grote, der Deubelskeriſt wieder da; wir müſſen ihnoch ’mal eins geben; abediesmale ordentlich, das er genuhat, un nich wiederkommt. Und dabewarſah er ganz ernſthaft auser gar nicht, ſo ſchabernackiſch wiſonſt wohl; es mocht’ ihm wohl erkennen,ſchwanendaß er am Ende ſelber nicht wiederkommen könne. Ka, undUnd hören Sie, ewar doch auch dichte dabei, als ebei Ligny unter ſeinem Schimmelag
    Wir nickten alle. In dieſAugenblickemVom Wal her aber klangenſchmetterte Finken⸗ unDroſſelſchlag immer friſcher zu uns herüberund aufhorchend mit dem Daumen rückwärts ſdeutend ſagte der Alte: ja daklingt ins Herz
    Ja der klingt ins Herz, HeFörſterrrDas thut’s, || ſagte eierwiderte mein Reiſegefährteden es nun Zeit iſt auch malunter den Sprechenden einzuführaus ſeiner ſtummeen,Rolle|zu erlöſen, abewollen Sie glauben, Herr Förſter|in deer biſheeigenſinnibeharrtedaß es Gegenden giebt, wo diVögel denn doch noch anders ſingen, |daß unſeinkenſchlag eigentlich nur ein Gaſſenhauer, wo die Vögel ſingen wieHeldenteiſein nor, wie |ſo melodiſch verzweifelnd,Volksliedklang ein tiefer erſchütternderſo tief⸗erſchütternd, | deraß man aufſchreckals habe man den tieferſchütterndeKlang einer Menſchenſtimme, die erſten Töne einer wehmüthigen Volksweiſe, gehört
    Der Tauſend auch, ſagte der FörſterSie machen mich neugirig
    Und dieſe Vögel, die ſo ſchön ſingen,von denen ich ſprechedie ſingen da wo wirs am wenigſten glauben möchten, in Auſtralien, beden Antipoden. Ein Engländer iſt dorgereiſt, hat die Waldſtimmen belauſchthat die Töne in Noten feſtgehalteund zuletzt eine Art MelodieenBuch herausgegeben, aus dem wir nugenau erfahren können, wie diauſtraliſchen Vögel ſingen
    Iſt es möglich
    Es iſt ſogar gewiß. Ich habe daBuch. Und unter all dieſen Stimmen iſeine, die es mir beſonders angethahat, das iſt die Stimme des Leather⸗headoder des Lederkopf⸗Vogels, der dieſenLeatherhead heißt Lederkopf, ein Name den | ein Namdieſer den erNamenVogel führt, weil ſein er einen völlikahlen Kopf hat. Ich will Ihnedie Melodie pfeifen; ſie geht leiſe Sie müſſen ſcharf aufhorchen
    Unſer Reiſegefährte pfiff nun,ileiſe, langgezogenen Tönen die Klagemelodie des leather-head. Wirhorchten alle au. Selbſt im Waldwar es ruhigſtill geworden. Es waals ob auch die Finkenerdie mitVögel drinnen mit zRathe ſäßen
    Das iſt ſchön, ſagte der Förſteraber derIhr Engländer kann ſich diMelodie erfunden haben
    Ich geſtehe, fuhr unſer BegleiterReiſegefährtfort, daß ich dann und wann denſelbeVerdacht hatte. Aber denken Sie, wmir plötzlich die Gewißheit kamSie haben vom Aquarium gehörtNun in dem Aquarium befindet ſicauch eine Vogelhecke, die midas liebſte vom Ganzen iſt. Jedehat ſo ſeinen Geſchmack. Und wiich nun den Gang entlang komme un das Gezwitſcher der andern eineAugenblick ſchweigt, was hör ich dplötzlich aus der Volière herausdie leiſen, KlagelanggezogenentTöne meineleatherhead, einmal, zweimal, dreimal. Mir war als ob ich einealten Bekannten wiederſähe. Dſaß er und ſah ſtarrte mich lange an, alsobwi wenn er gefühlt hätte: der hat dicverſtanden
    DerAlles ſchwieg. Der Erzähler pfiff diMelodie noch einmal;. dDann knipſtder Förſter mit den Fingern und ſagtenichts für ungut, aber ich bin doch füeine richtige Brieſelang-Droſſelihr leather-head hat mich ganmelancholiſch gemacht. Ich bifürs fFidèleIch auch, ich auch, riefen diandern;. dDer Lederkopf war abvotirt
    Inzwiſchen begann ſich Gewölam Himmel zu ſammeln. Dann bracdie Sonne wieder durch, aber die Schwülwuchs. „Haben Sie viel Gewitteim Brieſelang“ fragte ich
    Oft nicht, aber wenn ſikommen, kommen ſie gut. Ivorigen Juli gings hier einStunde lang toll her. Sehen Sidort die Brandſtelle (er zeigtnach rechts) |auf ein Conglorat vonStallgebäuden| da ſtand vor Jahresfriſt noch das Remonte-Depot180 Pferde, alle ſchwarz
    Und es ſchlug ein
    Es ſchlug ein und es war eiWetter, wie ichs hier nicht wiedehaben möchte und doch war es einStunde, daß mir das Herz im Leiblacht, wenn ich daran zurückdenke Da hab ich geſehn, was ein rüſtigeiſt.preußiſcher X---xFuttermeiſter ſSolch RemonteX---xEin Futtermeiſter? z Ja, Depot, müſſen Sie wiſſen, hat eiFutterWachtmeiſter von altem Schrot und Korn,, an ſeine Spitze, der regirt das Ganzeer iſt wie ein kleiner König. undUnſolch Wachtmeiſter im Remonte⸗Depot heißt derich ſage Ihnen, dieſer Futtermeiſte„Futtermeiſter“. Nun,der verſtands. Das Remonte⸗Depo hatte 8 Thüren. Als nudas Wetter über uns ſtand und dierſten Blitze immer herunter fuhren, ſtellter ſeine 8 Knechte an die 8 Thüren,Eingängeſich ſelber aber poſtirte er mitteauf dieſen freien Platz da. x---x Da ſtand er ╒, wie ein Feldherrwährend dieas BlitzeFeuer herunter fuhren,ie ein Feldherrin breiten Scheibex---xnieder fiel,. w. Kerls, riefſchrier, wenn ich rufe: „nicht,“„vorwärts x---Thüren auf,!;“ und los dann iſt’Zeit, dann hats eingeſchlagen So ſtand er da. verginge wohl 10 Minuten; die Es dauerteeine harte Probe, ein Hagelkam plötzlich wieder und es ſchienvorbei, da mit einem Male der Hagel wie abgeſchnittenund kein Korn fiel mehr undim nächſten Augenblick liefVoder Blitzrwärts!“ über den Firſt hinwawetterBlitze ließen nach, ein Hagelwettekam, Körner wie die Taubeneier,Mit einem Male ſchwieg auch das; dewarHagel war wie abgeſchnitten. Abeim nächſten Augenblick „Krach“, und deBlitz lief über den x---xFirſt hin.„aAlle „Thüren flogen auf“; die Schliffefielen wieder wie aufsgeſchüttet, und im nächſteMoment jagten die 18ſchwarzen Pferde an mivorbei, hier über diBrücke hin, in die Buten-Heid hinein, auf Pauſizu. und durch Pauſin hindurch Zwölf Minuten ſpäter 5hatten wir die PauſieSpritzen hier; denn aldie 180 ſchwarzen Pferddurch wie die wildJagd durchs PauſinDorf hindurchjagten, da wußten diPauſier was los war„Das Remontedepobrennt“ und heidgings in den Wald hinein es herwärts.Solch Wettfahren hat die Eialte Buten⸗Heide ihr Lebtag nicht geſehn. Ein ſchöner Tag wars, aber icmag ihn nicht wiedeerleben.
    Dieſe Erzählung |und dasGewölk oben das mal kam,mal ging, mahnte uns, da
    Dieſe Erzählung konnte nicht umhin uns leiſdaran zu erinnernmahnen, dawir noch einen Theil unſreWanderung vor uns hätten,ein x---doch letztes Drittel, einen Schlußabſchnitt, den es auf alle Fälle guſei hinter ſich zu haben, daumſo mehals das ſich anſammelnde, grelldurchleuchtete Gewölk am Himmel |dasmal kam und ging | dieaMöglichkeit X---xLosbrechen eines Brieſelang-Gewittenicht gerade unwahrſcheinlich machteSo trennten wir uns denvon unſrem liebenswürdigen Wirtum durch über die Brücke hindurch die Buten⸗Heide idas nördliche Außenwerk des Brieſelangin die „Buten⸗Heide“ einzuziehn
    Ein Wind machte ſich aufdas Gewölk zerſtreute ſicwieder, die Schwüle ließ nachſo ging es vorwärts. Als wi
    den entgegengeſetzten X---xWalnahezu erreicht hatten, nahunſer Führer die Tête und bracmit dem Commando „halb rechtsin das Unterholz x---xder X---xButenheide einEs ſchien undurchdringliches Geſtrüppbald aber lichtete ſichs wiedeund wir traten nun aufin eine durch den Waldund in eine Lichtung tretend, hatten wir diKönigseiche auf etwa 300 Schritt vor uns. gehauene, mit Weißbuſch-Hecken beſetzte Straße ein, dileis anſteigend wie einAvenue zur Königseichhinanführte. Wir hatte
    Wir hatten dieſe jetzauf etwa 4300 Schritt vouns und| Wir xließen ſie zunächſ
    als ein Ganzes auf uns wirkenSie ſteht da, wie ein RieſenbreitdurcdeForſgeſchlagenehauenx---AvenutretenSkelett, mit dgen Himmegehobenen Händen. |Sie überragden ganzen Wald um 20 ode30 Fuß und wenn mavon Norden her kommt, ſiehman auf eine halbe Meilhin die erhobenen ſkelettartigen Hände
    Von dieſer Waldlichtung auführt ein AufgangAvenue zu deEiche, wie etwa ein Aufgang zu einem Denkmaoder Mauſoleum. Erſein etc

    |Die Avenue hat ganz deCharakter eines feierlicheAufgangs, einer TrauerAllee, die zu einem Denkmaoder Mauſoleum führt. Erſt ei 35 im D. Briefcouver10 iSegefeld — 8 Uhr 18 Minuteain Berlin 9 Uhr 5
    Minuten
    Mi
    Nachmittagszu Uhr 1 M.Minute
    3 — 40 M.Minuten in Berl.Berli