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Umgebungsplan; Gröben (heute: Ortsteil von Ludwigsfelde), GroebenGroeben(heute:OrtsteilvonLudwigsfelde)GroebenSiethen (heute: Ortsteil der Stadt Ludwigsfelde)Siethen(heute:OrtsteilderStadtLudwigsfelde)Gröben und Siethen. GroebenSiethensche SeeGroebenscheSeeSiethenJütkendorf
Klein
Kl.
Beuthen
Groß
Gr:
Beuthen
.

Groeben

; die hübsche neue Kirchevon Adler gebaut. Die Grab-steine im Chor errichtet, eineSchlabrendorff
geborene
geb:
v. Pful odereine Pful
geborene
geb.
v. Schlabrendorff.Der Melanchthonsche Brief. Frauv. Scharnhorst wohnt hier; siehat sich das beim Verkauf aus-bedungen.

Siethen

. (eine kleine halbe Meile vonLudwigsfelde)
Lageplan; Siethen (heute: Ortsteil der Stadt Ludwigsfelde)Siethen(heute:OrtsteilderStadtLudwigsfelde)Siethen. GroebenscheFeldmark.g.bfcdae
  • a) Kirche. Nicht neu, aber restaurirt,weiß mit Schindel (?) Dach
    Gebäudegrundriss; KircheKircheSiethen (heute: Ortsteil der Stadt Ludwigsfelde)Kirche Siethen.
    . Inder Kirche die Wappen, von denbeiden Cousinen gemalt.
  • b) Herrenhaus. Recht hübsch. Zum TheilAnlage der Frau v. Scharnhorst.
    Nicht ermittelt.
    Guirlanden von wildemWein, die sich von derFront des Hauses aus in schrägerLinie bis zu den Rasenplätzenziehn.
  • c) Weingang: zum Park hin.
  • d) Grabmal der Tochter. Front nachder Kirche. Brauner Sandstein. EinErlöser am Kreuz; vor demselbeneine betende, gottergebene Maria,das Auge gen oben gerichtet.
  • e) Kinderbewahr-Haus.
  • f. u. g.) Plätze im Park mit kost-barer Aussicht auf das Groeben’sche Wald-ufer und auf Kirche, Mühle, Weilerbesonders die Eichen-Umrahmung im Vorder-grund außer-ordentlichschön.

Friedersdorff.

Goertzke wurde beiLützen so schwer ver-wundet, daß er seitdemeinen kurzen Fuß hatte undan einer Krücke, oder Krück-stock ging.

Der Hut den Ludwigv. d. Marwitz bei Jenatrug. Der Fitz halb zerstört,aber die riesige WachstuchHinterkrempe wohl eine halbeElle lang (wie ein Helgoland-scher Fischerhut) noch wohlerhalten; vorne von einerKugel durchlöchert. Daneben des Kürassier-oder Chevaux-legersCasquette mit F Idas Eberhardt v. Marwitztrug. Eine Kanonen- Kugel riß ihmdie halbe Hüfte weg beieiner Cavallerie Attacke, danachschien er genesen zu wollen,als ein Nervenfieber kamund ihn tödtete.
Ein sehr gutes Por-trait des Generallieutnantv Derfflinger d. h. des Sohnesdes berühmten, der glaub icheine Marwitz heirathete, sodaß Gusow eh es diePodewils kriegten, auch mal auf kurze Zeit den Mar-witzens gehörte. – Andrealte Bilder von denDohm’s und Holstein-Berks.Vielleicht auch der der dieberühmte Scene mit demDerfflinger hatte.
Vor dem Schloß stehen3 Falkammets, außerdemnoch 9 im Hause ausder Goertzke’schen Zeither; sie tragen
Friedrich
F
III
, wes-halb es zweifelhaft ist, obsie Goertzke erhielt (?) jeden-falls scheinen es keineschwedischen Böller zu seines war von
Friedrich
F
III
als König von Dänemark die Rede.Außerdem das Bild desHagelsberg-Marwitz, dasBild einer
verstorbenen
verst:
Tochter
(Schwester vom jetzigen), ver-schieden andre alte, na-mentlich
der Vater des Hagelsberg-
Marwitz
M.
Behrend Friedrich August v.d.
Marwitz
M.
geboren
geb
1740 gestorben 1795.Hofmarschall des Königs,Erbherr auf FriedersdorffAußerdem (daneben)GeneralMajor Johann FriedrichAdolf v. d. Marwitz
geboren
geb.
1723
gestorben
gestor
1781
dies ist wahrscheinlich der Pfördten-Marwitz.Der Hochkirch-Marwitzscheint einer andernLinie angehört zu haben.
Wandschränke von etwa 2Fuß Tiefe, die Thürenmit allerhand Stichen, mit Landschaften, niederländischenGenrestücken, Schlacht- und Soldaten-scenen bunt geschmückt, ziehensich um das ganze Zimmerherum und schaffen einePanellirung, die hintenzu als Bibliothek und nachvorn zu als Bilder-umrahmung dient. Es istganz eigenthümlich und zeigt so klein es ist, einenMann, der in nichtsgewillt war die Modemitzumachen, sondern immerselbstverständlich seinen Gang ging.

Abgerissene Arbeitenaus dem Nachlasse meinesBruders Alexander. In seiner geschäftlichenArbeitsmappe findetsich folgendes: Anton EberhardConstantin v. d.
Marwitz
M.
In der
schrecklichen
schreckl:
und
u
mörderischenSchlacht bei Aspern am 21t Mai 1809, wo die Oestreichersiegten, erhielt er den Auftragmit 20 Mann Cavalleriean dies Dorf (Aspern)heranzujagen. 40 Schritt vordem Dorf traf ihn eineKanonenkugel, tötete sein Pferdund verwundete ihn schwer amrechten Schenkel. Er starbam 9. Oktober. Am 10 wurde er beerdigt. EineCompagnie des 30tfranz: Infanterie-Regiments gab bei der Gruft 3 Salvenund der Stadtkomandant und40 französische Offiziere, auchverwundete östreich. Offizieregeleiteten ihn Grabe.Er ruht auf dem Kirch-hof zu Nikolsburg in Mähren,dem „unsinnigen Befehleeines Generals hingeopfert“wie sein älterer Bruderbemerkt. | Der Knochenhatte sich um eine Handlangvermauert | Ecole militaire,als Schüler gefangen, bewacht,flieht, kommt 1807 nach Rügen,(Rügen) wird Leutnant im Freicorps seinesältesten Bruders. Nimmt Abschied. 1808 nachOestreich, tritt als „Cornet“ (Standarten Junker)in das berühmte Chevau legers Regiment Klenan, wird bald Leutnant, zeichnet sichaus bei Regensburg: dann sein Tod. Johann Friedrich Adolf(Pfördten)
geboren
geb.
1713.Gustav Ludwig v. d.
Marwitz
M.
Hochkirch
geboren
geb.
1730 Behrend Friedrich August v. d.
Marwitz
M.
(Vater der jetzigen Linie)
geboren
geb.
1740
Der Hochkirch Marwitz.
geboren
geb.
30 Mai 1730. 1742 Ritter Akademie in Liegnitz 1744 Universität Frankfurt (?) 1746 Junker bei den Gensd’armes. 1747 Cornet. 1753 Lieutnant 12 Januar 1758 Stabs-Rittmeister 14 Oktober 1758 (Hochkirch) pour leMerite Orden. 1759 Major. 1769 Oberstlieutnant 1772 Oberst 1777 Commandeur, General
Major
Maj
und Chef des KürassierRegiments in Salzwedel. 1784 gesuchten Abschied 1788 wieder in Dienstund Chef des gelbenKürassier Regiments inKyritz.
1789 Generallieutnantstarb 1797 in Kyritz.
Johann Friedrich Adolf führtemehrfach das Reg: Gensdarmes(dessen Oberst und Comandeur er später war) namentlich inder Schlacht bei Zorndorf.

Ferner (so heißt esin den Akten) ist esgewiß „daß Georgv. d. Marwitz nachdem Tode DerfflingersGusow besessenhabe; nachher kames an die Podewils,dann (1804) an die Schön-bergs. / Zu Gusow

Alexander v. d.
Marwitz
M.

Die ersten Notizen inVarnhagen sind richtig; ver-waltete das Gut; nach derRückkehr Ludwigs setzte ersein Studium in Berlinfort. 1809 begleitete erSchill, Unsinn, zieht sichzurück. Nach Oestreich; trafden jungen Bruder verwundetund wurde an dessen Stelleim nämlichen Regiment an-gestellt. Focht bei Wagramund Znaim. Blieb bis 1810 in
gleichen
gleich:
Diensten. 1811
und
u
12 bei der Regierung in Pots-dam. 1813 eilte ersogleich nach Ostpreußen und kam mit den Kosaken desGenerals Czernitscheff zurückund machte, attachirt demGeneral Benkendorf, dieGefechte von Halberstadt,Lüneburg und Leizpig mit.Während des Waffenstillstandsbat er um Anstellung im vater-ländischen Dienst; da sie ihmnur bei der Infantrie zuTheil wu dem Dienstseiner nicht starken Constitutionnicht angemessen war,so entsagte er dieser Stelleund blieb bei den Russen.Wenige Tage nach Ablauf desWaffenstillstands, wurde ihm bei einem Angriff auffranzösische Infanterie, unweitWittenberg, das Pferderschossen. Es fiel so unglück-lich, daß er unter derselbenfest lag. Ein Franzosetrat aus dem Gliedeheraus und hieb mit seinemkurzen Säbel auf ihnein. Er schützte sich mitseinem rechten Arm, welcherihm dann, sammt derHand, durch wenigstens20 Wunden ganz zuSchanden gehauen wurde.Endlich trat ein Offizierheraus und rettete ihn. Erwurde in das Quarré ge-nommen und so angesichtsder Seinigen, da die Kosackennicht wieder zum Anpfiffzu kriegen waren, nachWittenberg geführt. Vonda nach Leipzig, wo erschlecht behandelt, eng einge-sperrt und seine Wundenvernachlässigt wurden. ZuEnde September nach Mainzabgeführt, rettete er sichunterwegs unter vielenGefahren und Abenteuernnach Prag. Hier wurdenseine Wunden geheilt,aber die Hand bliebunbrauchbar. Er kam im Dezember nach Frankfurtam Main und wurdenun als dienstthuenderAdjutant zum GeneralPirch II kommandirt.Mit diefem, im York-schen Corps, der Feldzugin Frankreich; Montmirail,Kugel in die Schläfe ge-troffen am 14 Februar 1814. Goertzke. Er saß amTeich, in der Mittedes Dorfs, auf einemLehnstuhl und sah den Bauernzu die mit dem Aufbauihrer Häuser beschäftigtwaren. Wahrscheinlich vor 1678. 1678 hielt erin Preußen den Angriff der16000 Schweden mit 7000 ab, bisKurfürst
und
u
Treffenfeld übersHaf kamen. Nur 3000Schweden kamen heim. Ererbeutete 12 kleine Feld-stücke, die nun in Frie-dersdorf stehn.
Sein Portrait. Ganz ge-harnischt, den Comando-stab in der Rechten, dieLinke gegen die Seitegestemmt, steht er auf diesemBilde vor einer dunkel-steilen Felswand. DerHelm ruht neben ihm, aufeinem Vorsprunge des Felsens.Fliehende Scharen, von Reiternverfolgt, im Hintergrunde.Finstrer Ernst und kalteBestimmtheit. So war er;auch wohl zu soldatisch.Es wird erzählt: alsder Maler ihm diesfür seine Zeit sehr tüchtige Bild überbrachte, auf demsich Goertzke mit seinemNaturfehler (?) einem zu Pagen Fuße zeigt, habe er ihnaus Aerger darüber dieTreppe hinuntergeworfen,das Bild aber ohne Bezahlungbehalten. Er war einerder reichsten Männer jenerZeit, denn außer den 3 Güternhinterließ er 8,591
Reichstaler
in Gelde,29,250
Reichstaler
in Obligationen;an goldenen und silbernen Geschirran Kleidern, allem möglichenHausrath, Pferden, Satteln, Ge-wehre, Wagen eine unglaublicheMenge; auch an ländlichem Reichthum 116 Wispel Roggenzu Friedersdorf. Sein linker Fuß hatauf dem Bilde, einenstarken Holzklotz unterder Sohle, weil derFuß zu kurz war. BeiLützen schwer verwundet „sodaß er zeitlebens dieMerkmale davon trug“drückt sich Pauli sehrsorglich und fast ängstlichaus. Es ist höchst un-wahrscheinlich daß er vonGeburt diesen Fehler hatte,da Ludwig v d. Marwitz sehr ruhigbemerkt, man würdekein Hinkefuß zum Pagenwie der
schwedischen
schwed:
Königin
etc.gemacht haben.
Friedersdorf war vorGoertzke ein Pfuel’schesGut und für denFall einer Arbeit überdie Pfuel’s findet sichhier viel Material.In den Akten wirdder Name immer „Pfuel“geschrieben.
August Gebhardt v. d.Marwitz der Vater desPfördten, des Hochkirchund des Berndt
et cetera
etc:
Marwitzlebte noch als Patriarch.Die Bauern fürchteten ihn und sein grimmiges Ansehn;Sonntags in die Kirche inFull state; der Vogt mußte aufmerken, hin-terher Geldstrafe oder Prügel.Viel Leben und Geselligkeitim Hause; man aß von silbernenGeschirr; den Winter meistin Berlin; fuhr er zurCarnevalszeit nach Berlin, somußte ein Läufer den ganzenWeg über vor dem mit 6Hengsten bespannten Wagenvornelaufen. In Berlin umgabihn eine zahlreiche und vornehmeGesellschaft, angezogen durchden feinen und geistreichenTon seiner 2t Gemahlineines gebornen Fräuleinsv. d. Goltz. Einst begegneteihm eine wunderbareGeschichte. Die Geschichte vomLäufer. Der Läufer mit Aufträgennach Berlin, eines in 24 Stundenhin und zurück; es warsehr kalt; erzählt, er habegeträumt der Läufer seierfroren und läge in derHeide an der und der Stelle;man ignorirt’s; endlich,weil er nicht kommt, forschtman nach und findetihn. Er starb 1753.

Von dem Pfördten-Marwitz,der bis zur Abschiednehmungfamos war, entwirft Alexander folgende nicht allzuschmeichelhafte Schilderung.„Er lebte nun in Berlinin großem Müßiggangezu Berlin, umgeben voneiner französischen Bibliothekund von einer für einen Privat-mann ansehnlichen Sammlungvon Gemälden und Kupfer-stichen. In vornehmer Gesellschaftwar er viel und wegenseiner geistreichen Lebendigkeitsehr gern gesehn. Den größtenTheil des Tages spielte er,meist von Morgen an, immersehr hoch. Auch nach Friederdorffbegleitete ihn die Spielgesellschaft. Unter der großen Linde,welche hinter dem Hauseim Garten steht hatte ersich eine Laube errichtenlassen. Da saß er amMorgen und spielte; alsdannwurde mit großem Auf-wande getafelt, viel undgut und lange getrunken;am Abend vielleicht eineSpatzierfahrt veranstaltet.Gegen das Ende sein’s Lebenstrat er noch einmal inDienste; auf speziellenWunsch des Prinzen Hein-rich als Generalintendentmit dem Range als General- während des Kartoffelkriegs. major. Starb 1781. Derfflinger (Sohn) istein schöner Mannvon etwa 40 Jahren,weiß mit rothen Achsellängenund einem Küraß untermoffenstehenden Rock.Abgerissene Arbeitenaus dem Nachlaßmeines Bruders Alexander



Gebäudegrundriss; Schloss FriedersdorfSchlossFriedersdorfFriedersdorf (heute: Ortsteil der Gemeinde Vierlinden), FriedersdorffSchloss Friedersdorf. d.d.b.ac.c.
Eine sehr (gradlinige (?) Treppe) schwere Treppeführt von der Thür des Ahnensaals aus ins ersteStockwerk; über den Zimmern c. c. (vielleicht istc. c. nur ein Zimmer) befindet sich das Arbeitszimmerdes „alten was dem d d entsprichthab ich nicht gesehn, der Rest ist Flur.
Gebäudeaufriss; Schloss FriedersdorfSchlossFriedersdorfFriedersdorf (heute: Ortsteil der Gemeinde Vierlinden), FriedersdorffSchloss Friedersdorf.
Rosenbüsche umranken die Thür, auchsonst schöne Rosen; Rasenplatz undalte Kastanien. Davor die Doppel-Einfahrt mit den Obelisken, davorder Teich oder Tümpel.

Die Gründung der Pfarre. Der kirchlicheSinn. Kein Lotterleben und daher der Familiensinn als Kitt und Mörtel, derda fällt und zerbröckelt wo Wüst-heit eintritt. Das Zusammenleben desAlten mit der Gemeinde; der militärischrömische Charakter, ein Stück Chatham,ein Pflicht- und Prinzipien- keinHerz- und Liebesmensch. Der Erzieherseiner Dörfler. „Guten Tag Spitzbube.“ Die Geschichte mit seinen 15jährigen Sohnder nicht versetzt worden war undam Nervenfieber starb. Einfluß da-von. – Brillanter Landwirth: Ex-akte Buchführung. Die politische prinzipielleGegnerschaft gegen seinen fast vielgeliebten Bruder Alexander.
  • 5) Weiß man aus derZeit der Demagogen-Internirung in Coepnick, irgendetwas, was sich erzählenließe?
  • 6) An die Stelle bangerGefängnißstille ist wiederwirklicher Frieden eingezogen.Ein Seminar. Aber es istdoch nicht heiter genug, umdas alte Bild zu verwischen.Eine Schule müßte hier sein,ein Turnplatz Blondköpfe müßtensich hier haschen, hinterden Baumstämmen müßtenKindergesichter hervorlugen, wiesie thun wenn sie Versteckenspielen, lachen müßte manhören und bunte Farbenmüßte man sehn. Das Semi-nar ist nicht Gegensatzgenug, gegen den finstrenTraum, der hier geträumt wurde.Der schwarze Rock, das weißeHalstuch, die Stille und Reifheitdes werdenden Lehrers hatnoch zu viel von demwas einst hier heimisch war.Buntheit, Leben, Farbe, Klang– schafft sie und webt heiterBilder in den dunklen Teppichder hier liegt.

Die hübsche Schloßstraße mit ihrengestutzten Linden (?) bäumen fährtgerade auf das Schloßportal und diekleine Brücke zu die vor demPortal liegt. Zwei hohe Pappelnstehn als Brückenwächter da undmit ihren Zweigen musicirt es.
Oder wir kommen mit dem Omnibusüber die Dahme-Brücke und haben danndie Wasserfront des Schlosses grade vor uns.
Gebäudeaufriss; Schloss Köpenick, Insel-SchlossSchlossKoepenickInsel-SchlossKöpenick (heute: Berlin-Köpenick, Ortsteil des Berliner Bezirkes Treptow-Köpenick), Coepenik, CoepenickSchloss Köpenick. StatueStatuenReliefsUhr.Reliefs.Kurzvor-springenderFlügel-AnbaukurzvorspringenderFlügelanbauvonohngefähr 5Fenster Breite
Lageplan; Schloss Köpenick, Insel-SchlossSchlossKoepenickInsel-SchlossKöpenick (heute: Berlin-Köpenick, Ortsteil des Berliner Bezirkes Treptow-Köpenick), Coepenik, CoepenickSchloss Köpenick. Umgebungsplan; Schloss Köpenick, Insel-SchlossSchlossKoepenickInsel-SchlossKöpenick (heute: Berlin-Köpenick, Ortsteil des Berliner Bezirkes Treptow-Köpenick), Coepenik, CoepenickSchloss Köpenick. Hauptfrontnach der Dahme und der BerlinerChaussée zu.Schmal-Flügel, wo dieInvaliden drin wohnten.kleines Wohnhaus von WeinumranktPortalBrückekleines Wohnhaus von Wein um-ranktParkParkPlatzGartenanlagenKapelle.
Der Platz obenist die soge-nannte Kegel-bahn.Ein kostbares Panoramarund um Wald und 3 Wasserstreifen1 Spree 2 Dahme; die Müggel verstecktsich hinter Bäumen Den Eingang zum Insel-Schloßbildet unmittelbar hinter der Brücke(früher wahrscheinlich Zugbrücke) ein hübsches Sand-stein-Portal, mit Wappen nach außenund innen. Vorn außen Frideric: PR. ElectorBranB. Innen: Anno 1682.Früher in der Rundung
Schlossportal, Sandstein-PortalSchlossportalSandstein-PortalKöpenick (heute: Berlin-Köpenick, Ortsteil des Berliner Bezirkes Treptow-Köpenick), Coepenik, CoepenickSchlossportal Köpenick (Ausschnitt).
war eineSandsteintafel mit der Inschrift: „Dornigte Wege führen den Kriegerhier zu Ruh.“ Der sogenannte „Orgel-Saal“. Unterdenselbenbefindetsich derKönigssaal,der lange Zeitals solcherconservirtwurde, jetztaberauch,in 2 Zimmer getheilt, dem Seminardient. Alle Zimmer, Sääle, Treppenhäuser,Flure, Corridore haben schöne Stuccatur-Decken und am Plafond eine fortlaufende
Geschichte derDiana.Aneinigen Stellen sind diese Bilder zerstört undnun übertüncht, andre haben eine künstlicheBekalkung, von Schonungs wegen, erhaltenund sobald man die Oberschicht fortnimmt,tritt, das alte Stück und Bildwerk wiederhervor.
Gebäudegrundriss; Wappensaal, Schloss Köpenick, Insel-SchlossSchlossKoepenickInsel-SchlossKöpenick (heute: Berlin-Köpenick, Ortsteil des Berliner Bezirkes Treptow-Köpenick), Coepenik, CoepenickSchloss Köpenick. WappenKamin
Dies ist die Fenster-seitedas vis à visist ebenso mit Kaminund Wappen.Cassuben. Wenden. Jägerndorf. Minden. Ravens-bergDies ist die Fenster-seitedas vis à visist ebenso mit Kaminund Wappen.Cassuben. Wenden. Jägerndorf. Minden. Ravens-berg. Gutzkau. Ruppin. Cammin.Mark-Crossen. Barth. Pommern.Cleve. | Alles reiche Stuck-Arbeitan Decke und Sims; Caryatidentragen die verschiedenen Wappenin Entfernung immer von Fensterbreite.Dies der große Sitzungssaal,wo Katt zum Tode verurtheilt wurde. Zwei Zelt-Decken alles vonMull und Gase, weiß alsGrund und darauf gelbe Mull-Gardinen als Schmuck; jedeZeltdecke hat als Knopf inder Mitte ein Bild: Ruhmestempel
Gemäldeausschnitt; Apotheose Friedrich des Großen [Gemälde]ApotheoseFriedrichdesGroßen[Gemaelde]falseAnonym/nicht ermitteltApotheose Friedrich des Großen.
in Wolken;Göttin mit demSternendiademerwartet denKönig
Gemäldeausschnitt; Apotheose Friedrich des Großen [Gemälde]ApotheoseFriedrichdesGroßen[Gemaelde]falseAnonym/nicht ermitteltApotheose Friedrich des Großen.
Genien,Amorettenetc. tragen das Bilddes Königs nach demTempel des Ruhmes.
Gemäldeausschnitt; Apotheose Friedrich des Großen [Gemälde]ApotheoseFriedrichdesGroßen[Gemaelde]falseAnonym/nicht ermitteltApotheose Friedrich des Großen.
Fels, Burg undFahne;nachblickendeKrieger
Wilde-SchweinsKopf in derLinken, er hältihn in der Unter-schnauze; in der Rechtenhält er ein Schweiß-tuch. Die Geschichtevom Jagddiener, derden Traum hat, zu Hausebleibt unddoch von seinemGeschick ereiltwird.

Große Sandstein Urne zumGedächtniß einer Gräfin v. Schmettaumit folgende Inschrift:
Meiner Gemahlin des Feld-marschall Grafen v. Schmettau
geborene
geb.
v. Ruffer
(?) oder(geboren zu Ruffer (?) den 24 April 1720; gestorben den 23 April 1771 zu Berlin.
Gebäudeaufriss; SchlosskapelleSchlosskapelleKöpenick (heute: Berlin-Köpenick, Ortsteil des Berliner Bezirkes Treptow-Köpenick), Coepenik, CoepenickSchlosskapelle in Köpenick. Krone.Schindeldach
Kapellevon derMutterFriedrichsdes Großen(als sie nochKurprinzessin (?)war)erbaut
Diese Gruft umschließt die verwes-lichen Ueberreste der DurchlauchtigstenFürstin und Frau Henrieten Mariengeborene Prinzessin von Preußen undBrandenburg, vermählte Erbprinzessinund Herzogin von Würtenberg undTeck. Sie war geboren
den
d.
11t März
1702 vermählt
den
d.
8t
Dezember
Dzmber
1716
mit dem Erprinzen Friedrich Ludwigvon Würtenbg ward Wittwe
den
d.
23t November 1731, entschlief in dem Herrn
den
d.
7t Mai 1782
. Dieses Denkmalsetzet ihr ihre einzige Tochter LuiseFriderike, Herzogin zu Meklenburg-Schwerin,
geborene
geb.
Herzogin von Würten-berg und Teck
. – | Goldne Krone und 2Urnen von schwarzen Marmor drüber, das Ganze steht so, daß es in den Unter-theil einer Fensternische wie eingesetztist. Schwarzer Marmor mit Gold-schrift.
Ueber der Kanzel die Büste derErbauerin der Kapelle, Dorothea
et cetera
etc
Gemahlin
Friedrich Wilhelms
Fr W.
I.
also MutterFriedrich des Großen; sie war aberdamals noch Kurprinzessin.
Unter der Kirche, in derGruft, der einsame Pracht-sarg der Prinzessin; obenauf dem Sargdeckel einSammetkissen mit einer starkchiffonirten Krone darauf.Der Körper mumienhaft er-halten; das Kleid, eigentlichnur eine Hülle, von schönengelben Brokat, auch allesSeiden-Tüll- und Gaze-werkgut erhalten z. B. die Haubeund die Haubenbänder untermKinn. Die Nasenspitze lädirt,wie fast immer.
Sie wurde wegen schlechtenLebenswandels von Hofe ver-bannt; der König (
Friedrich
Fr:
II)
konnte sie nicht leiden und sah sie eigentlich nie. Sie wurdenach Coepnick hin verbanntund lebte im Schloß. Ihr sweet-heart war ein Monsieur St Au-bin, seines Zeichens ein . . .er lebte in „Bellevue“ (Lepel)das sie, glaub ich, ihm hatteerbauen lassen. | Hierüber Detailsdurch Lepel oder Hasche)
Lageplan; Schloss Köpenick, Insel-SchlossSchlossKoepenickInsel-SchlossKöpenick (heute: Berlin-Köpenick, Ortsteil des Berliner Bezirkes Treptow-Köpenick), Coepenik, CoepenickSchloss Köpenick. DahmeSpreeabcdefgTurnplatz.Dahme

Das Schloß besteht aus3 Geschossen: Erdgeschoß,Belle-Etage, 2 Treppen-hoch.
Gebäudegrundriss; Schloss Köpenick, Insel-SchlossSchlossKoepenickInsel-SchlossKöpenick (heute: Berlin-Köpenick, Ortsteil des Berliner Bezirkes Treptow-Köpenick), Coepenik, CoepenickSchloss Köpenick. 2 TreppeLehrzimmerOrgelsaal1 TreppeWohnungdes DirektorsKönigssaalParterre??

Bei Grünau.

Joachim-Friedrich-GedenkstätteJoachim-Friedrich-GedenkstaetteGrünau (heute: Berlin-Grünau, Ortsteil des Berliner Bezirkes Treptow-Köpenick)Joachim-Friedrich-Gedenkstätte bei Grünau. abc
Das Ganze aus Backstein aufgeführtund im Style einer romanischen(rundbogigen) Todtenhalle gehalten
  • a) der
    brandenburgische
    brandb:
    Adler.
  • b) der Kurscepter.
  • c) das Grabkreuz von Gußeisenmit Kur-Krone und goldnerInschrift.
Die Inschrift lautet: Hier starb den 18 July 1608 JoachimFriedrich, Churfürst vonBrandenburg.

zu Füßen des Kreuzeszwischen den railingsliegt von Sandstein, einunbeschriebener Grabstein.Das Ganze einfach undzweckentsprechend. DerPlatz ist von jungen Eichenumpflegt, die nurvorn und hinten durchblicken, was sich wo manauch stehen mag, sehrreizend ausnimmt.
Drei große Sandstein-stufen führen hinauf undtragen den ganzen Bau.
Umgebungsplan; Köpenick (heute: Berlin-Köpenick, Ortsteil des Berliner Bezirkes Treptow-Köpenick), Coepenik, CoepenickKoepenick(heute:Berlin-KoepenickOrtsteildesBerlinerBezirkesTreptow-Koepenick)CoepenikCoepenickKöpenick. SpreeKuppeLange SeeWendische SpreeCoepnickDieMüggel.SpreeBerlin
Den hochsten Punkt erreicht,wie eine Warte ragt dieKuppe in’s Land. Die Kuppekahl, die Gipfel der Bäumesind au niveau u. gestatteneinen Blick darüber weg, nureine einzige schöne schlankeTanne hält Wacht. Wirblicken westlich inCulturland hinein: Coepenik,Berlin, Sonnenbeschein, weißleuchtend, die Thürme hoch-aufragend, einzelne schwarzeSchlot- und Dampfstreifen,der Coepenicker Kirchthurmroth, frisch munter. Wir wenden diesem westlichenStück den Rücken und dasalte Heiden und Wenden-land liegt vor uns. Esgiebt ein BlechenschesBild so
und
u
so, erwußte was er that,als er das alte X---x-thum hierher verlegte.Dies muß ein solcherPlatz gewesen sein undhier stehend, wird einemdie alte Zeit wiederlebendig, denn nichtsist da, was moderneingriff und die Vor-stellung unterbräche. diekostbaren Wassermassender Spree und der WendischenSpree zur Linken und Rechten, von denen die letztre breite Seenaufreiht, wahrend dieSpree sich begnügt, dieMüggel, als Unicumaufzureihn. Alles Wasserund Wald. Weithin dehntsich die Heide, nur hierund da durch eine gelbe Sandscholledurch ein Stück Sturzackerunterbrochen. Einzelne Birken ragen auf;sie würden entschwindenzur Sommerszeit, aber esist Herbst und das Laub sprenkeltroth und gelb die weitegrüne Fläche. Alles stillnur von den Seen herauf dringt ein Klang, wenndie Fischer ihre Ruderins Wasser schlagenum die Fische insNetz zu jagen und ein Käfer schlägt imWalde (nicht nehmen) WeißeSegel ziehen rechts undlinks über die Wasser,dazu eine Möwe (eineFischXXX) die ruhig darüberschwebt. Volle Befriedigung.Hätt ich noch einen Wunschgehabt, so wär es der gewesenan Stelle des sitzender auf der hohen schlankenFichte saß und das alteBild markischer Vergangenheit undmärkischen Zaubers überblickte. (Ein paar Disteln, eine Brandstellevon Kienenholz).Die alten, meistaufgezogenen Eichen mit den zahllosen Specht-löchern.Von Coepnick durch die Haide,
rechts hinein und bergan bis an den Teufels-See, so daß dieser eine Art Berg-see ist. Der Wald weitet sichhier aus, eine Stellenach
Nordost
N. O.
ist ganz offen,Sumpf faßt wie ein schützenderRing den See ein. Er hat denunheimlichen Charakter aller dieserSumpf-Seen, wo auf einen Plateauplötzlich ein Stück Sumpfland sich zeigtund innerhalb desselben ein See.Er ist still, die Oberfläche kaumgekräuselt, das Wasser leuchtend schwarz,ein Doppelrand faßt ihn einerst moosiges Sumpfland, dannNymphäen; es war Herbst, dieBlüthe war hin, aber die großen braungrünen Blätter zogen sich am Rande hin.Der See hat auch seine Geschichte, von versunkenem Schloß und verzauberter Prinzessinsie trägt ein schwarzes Kleid und wirdsichtbar in der Johannisnacht – dieMüggelsheimer die ihre Viehherdendort grasen lassen haben sie oftgesehn und beschreiben sie ganz genau.Uns aber intressirt mehr dieschöne Bergwand die sich nachSüden hin unmittelbar hinter demSee erhebt, ein hoch ansteigenderFichtenwald dessen dichtesGrün mit gelb und rothbraun gespren-kelt ist, wo einzelne Birken oderEichen die Finkenwaldung unterbrechen.Wir steigen bergan, halten unsrechts und sind nach einem tüchtigenMarsche bergan (nach einem Viertelstündigen Marsch, zuletzt auf dem Grat desBerges entlang, auf der höchstenKuppe der Müggelberge. Diesist die Westkuppe; auch dieOstkuppe ist schön, aber nicht so. Dazwischen läuft in vielenVerzweigungen und Verschluch-tungen dieser wunderbarschöne Berg. Nun die West-kuppe genau beschreiben! Dannden Blick auf Coepnick und Berlin,auf Cultur. Dann diesenden Rücken zugekehrt, rechts undlinks die alte Welt. Mitdem Pyrol abschließen.

Koenigs-Wusterhausen.

Zossen. Cossenblatt.Gross-Machenow (seit 1725. für52000
Reichstaler
von
Friedrich Wilhelm
Fr. W.
I
gekauft) Mitten-walde etc.
Königs-Wusterhausen. Die großenJagdreviere. Das Schloß. Die Schil-derungen der Prinzessin Wilhelminevom Leben dort etc.
Groß-Machnow. „In Wusterhausenoder zu Mackenow, wenn sichdes Königs Majestät daselbst befinden,ist nicht mehr als eine Tafel, die abergemeiniglich von etlichen 20 bis 30Personen zu sein pflegt.“ (Förster I. 196)
Mittenwalde. Schloß. Mauer. Thor.York. Hôtel York. Hesekiels Roman.„Obristleutnant Fritz“ wurde von Weselnach Schloß Mittenwalde transportirt.
Zossen. Dorf Salow in derNähe. Schadow etc.
Cossenblatt. Soll noch scheußlicheBilder von der Hand
Friedrich Wilhelms
Fr. W.
I
ent-halten. Fidicin enthält nichts; aberBerghaus (wie ich vermuthe) verschiednes.

Wusterhausen.

1636 soll in derKoepnicker Forst, 4 Meilenvon Fürstenwalde einHirsch geschossen wordensein, dessen Geweih, nacheinigen, 532 ℔, nachandern aber nur der ganzeHirsch gewogen haben.
Dies Geweih, das
Friedrich Wilhelm
Fried: Wilh:
I
gegeneine Compagnie langer Grena-dire die ihm der Kurfürst vonSachsen dafür bewilligte, aus-tauschte, soll sich jetzt auf demJagdschloß Moritzburg beiDresden befinden.
An der Stelle, amsogenannten „Königs-Gestell“– 4 Meilen von Fürstenwalde –wo der Hirsch erlegtwurde, befindet sichjetzt noch ein steinernesMonument, welches denHirsch in liegender Stellungdarstellt.

Die ItzenplitzschenGüter.(Cunersdorff. Friedland.)

Die Itzenplitze (auchStitzenplitz und Hotzenplotz)sind in der Altmark zuHaus, ebenso wie dieSchulenburg, Knesebeck undAlvensleben. Sie besaßendaselbst eine Reihe vonGütern, darunter auchJerchel und Griben *, diebeide (oder eines) bis diesenTag Itzenplitzescher Besitzsind.
In den Besitz dermittelmärkischen Güter,sowohl im Havelland wieim Barnim, kamen dieItzenplitz durch Heirath,
Dies machte sich so...... v. Itzenplitz wurde(auf Jerchel oder Griben)von seinem Vater miteinem halben Guldenund einer ganzen Ohrfeige ent-lassen und zwar mitdem Bemerken „dies istdie letzte ...“ (Besser erzählen.) Erzog blutarm in die Welt,
Umgebungsplan; Müggelberge (bewaldeter Höhenzug), Müggels-Berge, Die MüggelsbergeMueggelberge(bewaldeterHoehenzug)Mueggels-BergeDieMueggelsbergeMüggelberge. KranichsbergeRahnsdorfMüggelberge.WindmühleFriedrichs-hagenMüggelberge
stieg in der Armee auf,wurde (muthmaßlich) Comman-deur des Regiments Itzen-plitz, das Prinz Heinrich beiPrag zum Siege führteund fiel als General beiKunersdorff (1759) nachdemer vorher – auch durcheine Art Befehl des Königswie beim langen Hackeund der Minister Creutz-schen Erbtochter – derGatte der Tochterdes reichen Minister v. Vier-eck geworden war. Mi-nister v. Viereck, (dessenDie unmittelbare Ein-fassung ist ein Sandgürtel,nur hier und da Rohr, Frie-sen, Wiese, Gras, Gesträuch, –dahinter ringsum Wald, freilichnur niedrig, dahinter Müggel-berge und links Kranich-berge. Kähne mit Rüders-dorfer Kalkstein ich zählte10 mit allen Segeln.

Die Käppelbude. Die Schlaf-stellen für die Schiffer. DieBunzlauer Keramiken.
Besitzverhältnisse die ich imersten Bande siehe „Buch“angedeutet habe) besaßunter vielen Güternauch Groß-Behnitz imHavellande und diesGroß-Behnitz kam nundurch dieeben erwähnte Heirath anden ehemals armen Itzenplitz.
Itzenplitz fiel beiKunersdorff; Behnitzblieb selbstverständlich als Frauengut im Besitz seinerWittwe.
Diese verwittweteGeneralin v. Itzenplitzbesaß 2 Kinder einenSohn und eine Tochter.
Die Tochter ver-mählte sich mit ...Woellner *, dem spätren Cultus-minister Woellner unterFriedrich Wilhelm II. ImBesitz dieses Woellner’schenEhepaares blieb Groß-Behnitz, das durch eben diesen Aufenthalt eine in-teressante Geschichte für sichhat, die ich später beiBesprechung des „Havellan-des“ behandeln werde. Nur das stehe schonhier, daß nach demTode des Woellner’schenPaares, vielleicht auchschon nach dem Tode der verwittweten Generalin v. Itzenplitz
geborene
geb.
v. Viereck
, Groß-Behnitz an den einzigen Sohn der Generalin den damaligen .⦓. .v. Itzenplitz fiel.
Dieser hatte in-zwischen in Friedland-Cunersdorff die Bekannt-schaft eines Fräulein vonLestewitz gemacht, diese –– eine Erbtochter, einzigesKind des alten Generalsvon Lestewitz – geheirathetund dadurch sich und dieFamilie Itzenplitz in denBesitz dieser schönen Gütergebracht.
So kamen die Itzen-plitze von Jerchel-Gribenin der Altmark, nachBehnitz im Havellandeund von Behnitz im Havellandenach Friedland-Cunersdorfim Ober-Barnim.
Sowohl der havelländi-sche wie der Barnimsche Besitzwar durch Heirath ge-nommen.


Ich habe im Vorstehendenerzählt wie dieItzenplitze in Besitz vonFriedland-Cunersdorffkamen; ich gehe nun– da eben diese beidenDörfer uns heutbeschäftigen sollen – umeinen Schritt weiter zu-rück, (nur etwa 30Jahr) um zu erzählenwie die genanntenbeiden Güter in Besitzder Familie Lestewitzkamen, die eigentlichin Schlesien zu Hause wa-ren.
Dies hängt so zusammen.Unter allen Offizierendie während des 7 jährigenKrieges ruhmvoll gefochtenhatten, waren zwei, denengegenüber sich der großeKönig, wenn man diesenAusdruck gelten lassenwill, besonders verpflichtetfühlte. Diese beiden Offizierewaren v. Prittwitz undv. Lestewitz. Rittmeisterv. Prittwitz von den Zieten-schenHusaren rettete beiKunersdorf den König, Obristleutnant v. Lestewitz, an der Spitzeeines Bataillons erstürmtedas und das bei Torgauund wandelte dadurchdie Niederlage in einenSieg. Bekanntlich stand andem Tage (2 November 60)alles auf dem Spieleund Friedrich der Großepflegte deshalb zu sagen: Prittwitz hat den König,Lestewitz hat das Landgerettet.
Schon am Morgen nachder Schlacht, hatte er zuLestewitz gesagt: „Leste-witz, das vchIhm nicht“ und erhielt Wort.
Nach dem Kriege wur-den Prittwitz und Leste-witz in gleicher Weisebelohnt, der eine erhieltQuilitz, der andre erhieltFriedland. (Oder jeder er-hielt eine Hälfte von Qui-litz und eine Hälfte vonFriedland)
Prittwitz sowohl wieLestewitz begannen jetztauf ihren Gütern zu baunund Prittwitz begann inLestewitz Vater, also der ganz alte, warfrüher muthmaßlich 1744 oder so, in Un-gnade gefallen, weil er Breslau übergeben hatte. Er waraber sehr ausgezeichnet, vielleicht bedeutender als sein Sohn. DerKönig erhing von da ab einenewigen Hausarrest über ihn (Koch- oderZimmerstrafen ) und nur auf 8 Tage hatteer freilich nachFriedland zu reisen,als sein Sohndaselbst
feierlich einzog,oder ein ähnlichgroßes Fest ge-feiert wurde.Dannmußte er wiederin sein Stubengefängnißzurück.Quilitz, Lestewitz inFriedland (oder doch ander Grenze von Friedland; wirwerden gleich sehen weshalb)einem Schloßbau.
An die Erbauung beiderSchlösser knüpft sich eine alten-Fritzische Anekdote.
Prittwitz in Quilitz greiftdie Sache ziemlich großartig an,wie das Quilitzer Schloßbis diesen Augenblick nochzeigt. Namentlich sollte auchhoch gebaut: Parterre, erstes Stockund Mansarde (hierfür einrichtigeres Wort, nämlich nichtschräg).Friedrich kam des Wegs (muth-maßlich auf einer Truppen-Inspektionsreise) fand dieSache zu üppig (?) und be-grüßte Prittwitzen beinächster Gelegenheit mitder Bemerkung: er(Prittwitz) etwas hochhinauswolle, ground floorund Mansarde sei auchgenug. Dies war zudeutlich gesprochen, um miß-verstanden zu werden. Mittenim Baue, der bis zurBel-Etage gediehen war,wurde inne gehalten unddie Bel-Etagen Fenster, die mindestensnoch um 4 Fuß wachsensollten, mußten sich mitdem Höhenmaß begnügen,daß sie gerade hatten, dieOeffnung wurde geschlossen unddas Dach so dicht wiemöglich drauf gesetzt.Dadurch ist ein proportions-loses Schloß entstanden, das in gewissem Sinne an die menschlichen Figurenerinnerte, die Kinder aufPapier zu zeichnen pflegen: lange Beine, Brust undKopf – der Leib fehlt.
Dem Lestewitz ginges besser. Dieser dernur eine Tochter (die späteran . . Itzenplitz verheirathete)hatte, unterhielt gerechteBedenken, ob ihm der KönigKloster (?) Friedland als freiesAlladium oder nur alspersönliches Lehn ((?); andrer Ausdruck)geschenkt habe und unter-hielt ebenso gerechte Bedenkendarüber, ob es gerathen sein dürfte den König danach zu fragen.Er wußte, daß die Ant-worten gelegentlich sehr unbefrie- digend ausfielen und hatte nicht Lust für einen unbekannten Nach-. Andrerseitssollte aber doch ein Schloßgebaut werden; derKönig sah solche Bauthätig-keit gern, drang vielleichtsogar darauf. Was warzu thun? Lestewitz halfsich dadurch, daß er vonseinem Erschenkten das Nach-bargut, das alt-Barfus-sche Cunersdorf erkaufteund nun an der Grenzmarkebeider Güter, aber wohl-weislich noch auf Cuners-dorfer Grund und Boden dasneue Schloß zu bauen begann.„Lestewitz, was bauter da? warum bauter sein Schloß nicht inFriedland, das ich ihm ge-schenkt habe?“ Lestewitzgab nun die Antwort, diewir nach Vorstehendemkennen. „Unsinn! Fried-land ist seine, ganz und gar,und bleibt’s.“
Die Vorsicht des altenLestewitz hatte gute Fruchtgetragen. Er besaß nunzwei Güter und selbst dieLage des Schlosses, an derGrenzmark beider, war viel-leicht eher ein Vortheil alsein Nachtheil. Nur eineschöne Umgebung, wie siean einer Stelle möglich gewesenwäre, war nicht herzustellen.
Eh wir uns nun indiesen intressanten Dörfernumsehn und Kirche und Schloßbeschreiben, ist es nöthig beiden letzten Gestalten der Leste-witzeschen Familie zu verwei-len.Nun die beiden Frauenbeschreiben.
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Ueber die Frau v. finden sich imMarwitz Notizen.
Ihre Tochter (der Mutterin manchen Stücken sehrähnlich) hieß wie 〃Sie verheirathete sich mitdem Landrath Grafen v.Itzenplitz und spielte nunals Gräfin Itzenplitzviele Jahre lang eineRolle. Sie hatte mehrereKinder, ich glaube 3 Töchterund 2 Söhne, oder umge-kehrt, bei Geburt desletzten (die sie beschleunigteweil sie nach Italienreisen wollte) passirteihrdas Malheur. Es wareine sehr kluge, sehrstolze, sehr muthige, sehrcharaktervolle Frau, überdie sich in Koerte’s Buch(über Thaer) verschiedne An-deutungen finden. Washier folgt hat mirJenny erzählt, die esvon der Frau Haenschin Neuendorff hat. Sietrug weiße Casimir-beinkleider, hohe Stiefeln,einen langen Gehrock mitgroßen Knöpfen und eineArt Halskrause. Wie dieMutter, saß sie gern zuPferde, nur wurd’ es ihrschwerer. Sie ging nie-mandem entgegen, ließauch den vornehmstenBesuch warten, bis esihr genehm war zu erschei-nen. Nur als der Königkam (muthmaßlich
Friedrich Wilhelm
Fr. W.
IV
)legte sie eine goldeneKette an und ging ihmbis zur Treppenschwelleentgegen. „Die Itzen-plitze (resp. Lestewitze) sind soalt wie die Hohenzollern“.Widerspruch kannte sienicht; sie herrschte ab-solut. Ihre Buchführungwar musterhaft, ob auchdie Wirthschaft über-haupt ist fraglich. Am 18. Marz oder kurz vor- her kam sie nach Berlinund bezog ihre Wohnungam Kupfergraben. Am 18.oder 19. schickte sie ihrenBedienten, der auf demSchloß oder bei Medingseine Bestellung machensollte; er konnte nichtdurch. „Gräfin, dasVolk wollte mich nichtlassen, als es meinenLivréevant sah.“So sage dem Volk: „daßdu von der Gräfin Itzen-plitz kommst“. „„Dannwird man mich erstrecht nicht durchlassen.““Dies war ihr zu viel.Der Widerspruch reiztesie, zugleich mochteihr die Antwort desDieners zeigen wiedie Dinge standen, –Aerger, Furcht, Benommen-heit erfaßten ihr Herzzu gleicher Zeit, siewollte ihn schütteln,fiel aber um undwar todt. (Oder starbin Folge dieser Aufregung).

Eine Bahnhofs-Restauration

Ausgefroren. Glas Grog;freundliche Frau, Stück Brot.

Umschau: Tapete: Fahrpläne72 eingegitterte, um-rahmte Fahrpläne,einige Volontairs, frei-hängend. Uhr diesteht. Glasglocke mit2 Biscuits. 1 Makronein
. Leere Cigarren-Kästen als Ornament.Weinglas mit Cigarren-Mütze. Handtuch. Ofen. v. Niebuhr (Marcus) 1860. Beilage zu 242.
    1859.
  • v. Witzleben.
  • v. Wolzogen.
  • v. d. Decken.
Hamann.v. Wolfersdorff(Torgau) 1860.v. Raumer (von
Geheim Rat
Geh. R.
Bindewald,bei
Wilhelm
W.
Hertz
erschienen)Richtig: Anton von der Marwitz.Richtig: Kurfürst Joachim Friedrich
*Der hübsche Spruch an einem Herren-hause daselbst, der die Aussöhnung ausspricht (Fräuleinv. Meding
kennt ihn auswendig)
Friedrich der Große suchte die Partie zu hinter-treiben, (er fügte also ebensosehr gewalt-
sam zusammen, wie er gewaltsam zu hin-dern suchte, aber nach einigen Monaten
gab ernach.