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Richtig: Drei. Schillers „Räuber“ wurden u.a. am 27.04., 2.05. und 3.05.1878 gespielt und Fontane machte sich zu diesen drei Aufführungen seine Notizen.
Er ſpielt ihn ſoEr ſpielt ihn ſo, daß madas Gefühl hat, diFürſtin Mutter hatte RechtGleich in der erſten Scenunbedeutend, unprinzlichvon Natur unſelbſtſtändiDer „geheime Agentnicht unter den UrlanWeſen, aber in dePhantaſie. DieſeGedanke, heiter, witziggeiſtreich, der ihdurchblitzt, munun auch ſeiganzes Weſen durchleuchten; abedavon nichts, ſentimental klingt eaus„Er ſehnt ſich naceinem Weſen, daswie er, diheitre Seite deLebens ins Augfaßt.“ DieſWorte richteer nun an diMama, aber wiein Parfüm eſprüht und funknicht. Nichts P---xtriſtes. „Er iſein Menſchenfeindganz falſch iTon
„Dies ſchreibt ei„geheimer Agent“. LiebMama, ſolche mahinter meinem Rückevielleicht etcet cetera.“ DieſStelle war gut. Ebenſdie Art wie er ihdie Arme reicht und ſiführt. Dann wiedeſchwächer

Akt II „Gehn Sie zurDurchlauchHerzoginx---x Mutter, ekönnte Sie compromittiren, ſo lange bei deregierenden Herzog geweſezu ſein.“ (Schwach.Die Scene mit deMutter, wo er digroßen Regiſter ziehPrivates und Politiſcheihr nennt, das er durcſeine ge---x erfahrehat, ziemlich gutAkt II„Schluß: „Ja, Engleines war der glücklichſtAugenblick meineLebens.“ Weichlichſchwach, unbedeutend

Akt IV

„Sie ſind nun Mutterich muß Sie ehreu. achten; Siwiſſen daß ich nigegen Sie auftretekann“. Alles zdünn, wie au
kleinen
kl:
Verhältnissengenommen, unpreislich. Man empfindees im Laufe des Stückeweniger, aber nur weiman ſich daran gewöhnund zuletzt das Endam Anfang mißund daher findet madann eher eine
kleinen
kl.
Fortschritt oderwas ſo ausſieht
Scene mit Mutteund Sohn; wo ſiihr faſt aus dePark kommt unwo er ihr ſagtich ſtelle nur einBedingung, die Partimit der PrinzeſſiAmalie fallezu laſſen x---herausgeleiteter, dieſScene ganz gutDas Handſchuhausziehn, die Arwie er an IhreStuhl tritt, ſihinausbegleitet, – allegut. Ueberhaupalles ſo viel beſſeals Clavigo, als diRolle in CoModerneund Converſationelleſteht
„Nun, mein HerGraf, ſo unſchuldiwerden Sie nichſein“ (ſo ungefährſchwach. Anders beſſerAuch die Schlußſcenmit der Mutteganz gut. Bis zuSchluß u. Handkuß

Jäger

Akt I. BerndalRolle und Spiel gleicvorzüglich. Die Charakteriſirung der Alten.„DwenDu beim Nachtwächteaufhörſtanfängſt, hörſt Dbeim türk: türkischen Kaiſeauf.“ Dagegen diAlte in ihren Sentimentalitäten für deSohn zu weit gehendDas thut keine Oberförſterfrau in ſolcheeinfachen AlltagsSituation
„Wozu hat der Menſcden Mund als zuReden“. „Na dazgebrauchſt Du ihauch.
„Oberförſter und Schulze“Der Gedanke an deTod, das letzte Endedas Gewiſſen. Und dan„es bleibt beim Alten“Es klingt alles altfränkiſchſentimental, trivial, unman will es nichmehr hören. Aber ſchließliciſt es doch ſo, iſt es docdie Wahrheit
Viele Sprichwörter“aber die Zeit iſt ſo odegerade, daß mehrerdavon falſch citirt wurdenSie gehn nicht mehr ſgut über die Lippen
Welch ungeheurer Unterſchied mit dem „Erb-förſte.“ Es ſind diſelben Figuren, aucähnliche Conflikte unCharaktere, aber diSentimalitäten verdrießen, weil daWahrheitsbild darunteleidet. Geſpielt wurdausgezeichnet, daran kanes alſo nicht liegenAkt II. Die Liebes-ſcen und nachher midem Paſtor; iſt alleſehr langweilig„Albernles Vorurtheiiſt nicht Gewiſſen.Der Rationalismus jeneEpoche; es werden „gemiſchte Ehen“ gepredigtWie wenig ſind wir iDuldung vorwärts gekommen„Vorurtheil ſtärker alMutterliebe – was kanman da von andreSeite erwarten.“ Jetzfinden wir die Mutterdie nicht will, im Recht„Ihr geſunder Verſtanſoll die Oberhand behalten. Duldung iſdie Hauptſache, Dulduniſt Religion.“ „Siſoll gut ſein, weil egut iſt.“ Nicht uns. U„Und zu dieſen Sentimentalitäten gehört auch deRationalismus,“ – er iſin dieſer Form keiächteGefühl, er giebſich das Anſehn davound vergißt, daß diLeidenſchaft, die ſein Widerpart iſt, der religiöſFanatismus das Aechtedas Menſchliche, das Natürliche iſt. So feiwie in Nathan iſdas alles ſehr ſchönin dieſer Form nicht
Am Schluß lebhafteBeifall. Berndal. FriebAbich erſcheinen

Akt III.

Iſt die Scenim WirthshausmiHiltl uund Krauſe undann mit UrbanEr will zu den Werbern gehn
Scene 2. Scene voTiſch. Klein (vorzüglich) miſeiner Tochter; erſt diScene mit Berndal, danmit Schmidt. – Dieſganze zweite Scene ſehgut

Akt IV.

Tiſchſcene. Dann diScene zwiſchen Berndal unKlein. Beide ſehr gut. Dandie Familienſcene; daSingen des Lieds „AmRhein, am Rhein, da wach-ſen unſre Reben. DiFrieb glänzend als ſie dizweite Strophe ſang. Dandie Nachricht davon, daAnton den Mattheerſchlagen. – GroßeBeifall nach deGeſangsſcene, Berndaund die Frieb gerufen

Akt V.

Berndal, der Schulzedie Frieb, der PaſtorDann große Scenzwiſchen Paſtor unKlein, von Gott unGerechtigkeit, etwaphraſenhaft. DiFrieb Paſſus übeMutterliebe etcGut aber trivialKlein in allen dieſeScenen zu ſpöttiſch; emüßte blos kalt ſein„Gottes Richterſtuhl“ un„War der Bericht gewiſſenhaft“ ſpieleine zu große Rolle

Johannistrieb

So gut der 1. Akt

gearbeitet iſt, ſo haman zwei Empfindungen: daß der zvielerlei enthältdaß der
Professor
Prof:
zuſtark ſentimentaliſirt und daß daGegenüber vondebeiden Unglücklichliebenden zu vieiſt
Akt I
Solche Figuren giebes: talentvolle LeuteMaler, die nachher alModell endigen. Abeſolche heruntergekommeneSubjekte führen aucnicht einem Neffegegenüber dieſe Spracheſie ſind entweder höhergegriffen, oder niedrigerSIch halte ſie nicht fürichtig gezeichnet, nichrichtig in der MiſchungOb es an Kahle odeder Rolle liegt, weiich nicht. Solche Carrièren deprimiren jedesmal und geben deReſignationston, nichden Belehrungs, Auflehnungs⸗Verdammungston

Akt III.


Wie aus zweSturmfluten ge---combinirt ein berühmteRoman entſtandſo aus „Johannistriebund einem ChamiſſoſcheGedicht „Drei Sonnendieſes Stück. Daiſt hübſch. Es haaußerdem, außer allewas Lindau auszeichneteinen beſonderen Sorglichkeitsſtempel, deſehr wohlthuend berührtAn jeder neueArbeit nimmt mawahr wie earbeitet, und daß eſichs nicht wie ſo vielandre die die Bühnbeherrſchen, es ſicleicht macht. Abees fehlt doch mancherleiDie Expoſition iſt zlang, es iſt zu vieApparat, alles Tod unTeufel; das Beiweriſt deras Stück, währendie Sache ſehrlbſt daStück ſein müßte unganz gut könnte. Sſtört es, dadurch daß es diſt und ſtört auch dadurcdaß es ſo iſt, wie eiſtnämlich zu breitzu zerſtreuendzu unruhig. Eſind zum Theil nichzugehörige und wenzugehörig, unruhibreite zu complicirtScenen. Das Dialogiſche fehlt und aStelle deſſelben tritdie complicirte Scene

Akt IV

Die Scene hiezwiſchen Oberländeund Berndal iſſchön und wirkſam„Wir haben unnichts zu vergebenwir habenichts verſchuldetwir haben nugelitten.“ Weſolche Scene vorbereiten und ſchreiben kannder verſtehts, abedoch bleiben diMängel. Aucdas was folgund wie ſich nudie ganze B---x – verbreitet bis zur Leſunder Strophe, alleſehr geſchickt unſchönDie Rolle deMeyer iſt ſehpoetiſch

Der doch inDer doch idieſem Punktſelber mitſprechen konnteauf dieſen Punkhin aus eigneMitteln mitſprechen konntBildniß auf ſeinem GrabExcellenter Weihebiſchofſtanden Forſtackersleute, zum Theidieſelben alten Weibedie zugegen geweſewaren, als KniehaſeKnecht den gelbeSarg abgeladen hatte
Dieſer gelbe Sarſtand nun ſeit heutfrüh in Parade und auf einem roth und weißen Kiſſen lag drin die Alte Der Deckemit den blauen Beſchlägen war danebengelegt und ein alteRabe, der wahrſcheinlicaus einem der alteVogelbauer heraugelaſſen warhatte das Wächteramt übernommen
Er ſollte nicht deeinzige bleiben, denin dieſem Augenblictrat auch Bamme (?) einDer Vogel flüchtetauf den Ranumher und ſetztſich dann auf deDeckel, als oer habe ſagewollen: Du biſt miüber. Ich habewar nuvorläufig hier und ſetztſich nur vodem Rande her auf deDeckel. Bamme verſtand es auch ſoſagte: „das iſt gutdie Beſtie hat Lebensart“ und ſtelltſich an das FußendeEr war kaum daals es in alleBäumen ſich zregen begann undieſelben ſchwarzeVögel, die bidahin verſchlafeauf den Sproſſegeſeſſen hattenkamen jetzt nacvorn an diSproſſen und ſah neugierig durch. Dawar doch etwaandres als ſibis dahin geſehn hattenBamme hatte ſeineZ---x anrauchte weiter und ſader Alten in daGeſicht. Sie ſah ganermüdet aus; daLiſtige hatte deTod fortgenommenaber das Trotzigwar gebliebenihr ſpärliches weißeHaar war untedas Kopftuch gebundendeſſen zwei Zipfeflach nach oben ſtandeund in ihrer Rechtehielt ſie deHakenſtock, deſie ſo lange getragen. Da maihn aber viel zlang gebundehatte, ſo hatteihn die Forſtackersleute zerbrocheund ihr diHakenhälfte idie Hand gegebenwährend dieder abgebrochene Stalinks danebelag. Das iſt rechtſagte Bamme. Mariekenſtab oder Wappenſchilwird gebrochen unin die Gruft geworfenEs ſtirbt hier aucwas aus. Wewill ſagen was
In dem Bauewar es mittlerweile lebendigeworden unall die ſchwarzeVögel etcet cetera (ſiehweiter vorSie ſehen nuauf Bamme, denun erſt iſeiner Erſcheinunzu beſchriebeiſt
Kinder und altWeiber kuckeins Fenſter odevom Flur aus idie Thür
Als ſie ſo geſtandehatten, kamen diTräger um deSarg zu ſchließeuntrugen ihn nun hinaufBamme folgte unKniehaſe und dahintealles was auf deForſtacker war: AlleGeſindel, alte WeiberKeſſelflicker. Eiſonderbarer Leichenzu
Als ſieEs ging quer übeden Hügel hin unals ſie x---xmit nugeringer Steigunauf dem Kirchhof angekommewarenfandeſie dort nicht bloBerndt und Lewindie, nach der AbreiſLadalinskis gewartehatten, ſonderauch Seidentopund Kniehaſe. VoBauern war nuScharwenka dund Hanne Bogudie andern zürntemit Seidentopf daer ihr eiehrliches Begräbnibewilligt hatte. Die Träger ſetztenun den Sarg nebedas Grab und danließen ſie ihn hinabAlles traten herumſo viel ihrer dwaren, und als ſiden Sarg hinuntergelaſſehatten ſagt Seiden-top kurz: ihLeben war nichviel, aber ihr Tohat vieles ausgeglichen. Bekennedaß der Gott, degnädig iſt, ihr ihreletzten Lebenstaverwehret. Undann nahm eſeine Mütze aund ſprach daGebet. Berndwarf ihr einHand voll Erdnach und Lewindann kam BammeDanach verließeſie den Kirchhof unalles zerſtreute ſicüber den Hügehin und ging auden Hügelpfadeins Dorf zurückAm Nachmittaetc. MittagDann im Krug

Ich denke, Gott haes gewollt.: Solles aber W nicht, ſeinſo wird eine feindlichKugel mitſprechenott erhört es. etcet ceteraLadalinski nahes (das Kreuz) abewie gab es ihHalt und Feſtigkeit? Der, ſchnelentſchloſſen, ries einen lLängsſtreifen voder Bahrdeckab, zog deStreifen durcdie beiden Mittelwege des Sargeund ſchürztex---x deStreifen oben Ffeſeinen zu formenUnd in die Kanthinein ſchob edas CrucifixDa lag es nuweiß und ſilberwie in eineſchwarzeSchärpeHabt ihr zuHabt ihr zleben,? wWoll aucder x---x W---nicht länger dulden

Die Art wier ſentimental-ſchmerzlicvon ſeinem Bilde Abſchied nimmt, ſchiemir nicht rechgeſpielt; übetrieben, unpoetiſch

Alles hat einenorddeutſchen Charakterdadurch geht wird diBettelei noch häßlicherItalieniſche Bettelei gehtunſre nicht

„Ihre Werke ſehkennich nicht einmal“ dann wieder Geld⸗ElendWenn ſo was märchenhaft oder italieniſcauftritt, iſt es gut ſo iſt es häßlich

Die Erkennungsſceniſt hübſch; aber Berndaviel zu feierlich. „Biich ein Pfuſcher?“ Nachher: „Ich bin ein Pfuſcher“Er kann es nicht; ekann ganz anders; abeer will alles ſpieleauoder doch vieles andrund ues geht nicht. Eiſt alles todt, hohl„So wie ſeiVater in LargoGrabe..“ iſt miunverſtändlich

Akt II.

„Wie ſoll icleben, wenn icnicht malen kann“Schön iſt die Stelledie Giulio Romangegen die Akademiund die Schützen ſprichtTreibhaus kann nichSonne ſeinUrban ſpielt nichgut. Aber die Rolliſt hübſch; auch dawas er über „Dnotte“ ſagt
Berndal zuckzuſammen, wie edas Wort „Fehlerhört. Das iſt Unſinn„Nicht fratzenhaft“: „Sſtell ich mir der EngeLächeln vor.
Nicht „niederträchtig.Ich bin „kein Pfuſcher“Durch EinBürgerunvon Stückendenen Menſchekeine Menſcheſind und deneprachen etcet cetera
Eine FigurEine Figur, d(männlicoder weiblich) diimmer ſagt: von unſreberühmten Bob odeGerson oder Hildebrand oder Hübne(noch beſſre Beiſpielnehmen) z. B. Spargnapani, Joſty, Steheledenn ſie kann aucvon der Vergangenheiſprechen) dagegeimmer kritiſch, ablehnend, nüchterſo wie es ſich uwirkliche Berühmtheiten handeltZwei müſſenach Lindow, icund ein FreundUnd ich ſage zuletzt„Und noch voihren Gralſteiaus, hatten wieinen Blicin das Schöne.odein Schönheiund fFrieden2. Corinther. 5. V. 1

Dawdles is here; juscom from Paris
For Goodness SakeDear, do’nt brinHot casufferablNoodle home tDinner

Maria, take care othe PaintIt does’nt matter Ma’mit will all be painted again
(„Separate interests.“Telephon in Comtoir

Iphigenie

Anfang alles brillantnur die Stelle: deMann hat es beſſeetc. um einNuance zurückbleibenhinter dem PoetiſchenDann aber wiedealles gut, biThoas kommt„Kann zuVaterland diFremde werdeneine Spur zu ſehbetont
„Dies Frauenſchickſal iſt vor allemeins“ und dieraufgehenden SZeileſehr gut, namentlicder lange Satz
„Du ängſtigſt micmit dieſem dunkleWorte“ gut
„Soll ich beſchleunigewas mich bedacht“. DaEinfache darin, daSchön-Menſchliche, daJungfräuliche ſehr ſchöim Ton wiedergegeben
„So biſt Dmein durch mehals ein Geſetzich glaube „eiGeſchlechtſetz.
Du ſprichſt eingroße Untagelaſſen ausSie hat es abenicht gelaſſegenug ausgeſprochen. Eiwenig zu ſtarkzu theatraliſchbis „trug ihreHaß“ etwas theatraliſch. Nur die erſtezwei Zeilen gutDie ganze Stelle vo„Prologs“ an „bi„ſie entleibt ſich ſelbſtſehr gut „ihm Haupt unFüße der Erſchlagenehin“. Füßunmotivirt ſo ſteibetont. Im Ganzeaber ſehr gut„Atreus EnkelinAgamemnons Tochterder Göttin Diandie mit Diſpricht“ – dieſganze Stelle ſehgut
„Sie werden nudurch unſer Herzu uns“ – ſiezleicht und zu raſcgeſprochen.
Die Schluß-zeile undmit deerhobenen Händenur theilweis gutdie Stellung brillantaber im Ganzeum ein Wenigezu deklamatoriſchNicht blechernnicht dumm, nichtrivial, nichfalſch, aber docnicht fein genug; nicht höchſtebeſte, feinſte SchuleEtwas Zieglerthum.

Akt II


„Fiel Troja?und alles zunächſFolgende, nicht ſehgut„O hoffe, liebeHerz“ und das Vorhergehende ſehgut
Das Verhülleihres Geſichts alſie den Morhort, wundervollDie ganze Scenmeiſt ſehr gutaber doch nichalles

Akt III

Ludwig. „UnKlytemnäſtra fiedurch Sohnes Hand“ bis dahin gut, abedie Schlußzeilen wiedeviel zu geſchrienalles theatraliſch, nichächt, auf den Effekgeſpielt. Auch deH.Haverland Spiel iſt, wſie antwortet, nichgut; es fehlt hiedas Edle, nichthält das rechtMaaß. Er ſolvon den Römerverfolgt ſein, abedas
charakteristische
charakterist:
Zeichendes Wahnſinns iſdas Finſtere nichdas Laute, nichdie Macht deTons ſondern deBlicks
HHaverland. „Haſt Du Elektrehaſt Du einSchweſter nur?Dies war gut
„Sieh, Iphigeniesieh, ich lebe“ – guteinfach, unaffektirtaber nicht tief unpoetiſch genugAm Schluß des 2.Akte Ludwig aler die Geiſter deAhnen in der Unterwelt ſieht, gutDer Lärm fehlt hieund ſo wirkt es beſſer

Akt IV.

Das Monologiſchgut; ebenſo die Scenmit Arkas. Aldas und der 1. Akwaren bis dahin daBeſte. 2. uund 3. Akverhältnißmäßig ſchwach Sie ging nichglücklich auf deAltar zu unmußte dadurch eingekünſtelte Schwankung machen. Nudas Parzenlied. Viermagerufen. Sie trues wirkungsvoll vound das Vorbereitenddazu ſogar ſehgut, aber das Lieſelbſt nicht. Wiſoll man es vortragen? Schwere Frage Aber jedenfalls ſcheinemir die Aufgabenicht gelöſt. IBrummelton iſt falſchein Seher⸗ und Erhabenheits⸗Ton, iſt aucfalſch. Das einziRichtige iſt wahrſcheinlich ein einfacſchlechtes, aber innigegefühlvolles Sprechen

Akt V.

Die ganze große, langScene zwiſchen ihr unThoas war vielleichdas Beſte

Gabriele

Akt I. TurnauAlberti. Sind Intimi; nichts deſtowenigeerzählt ihm Turna„ſein Vater ſei geſtorben; er habgeerbt, was? einMillion Enttäuſchungen“. Man ſolltmeinen, TurnauAlbertmüſſe das wiſſenAber in der BürgerWelt nicht Der ganze „Plotmacht einen unſagbamierigen Eindruckweil es nicht leichtſchelmiſch, luſtſpieloder poſſenhaft, ſonder„drama⸗haft“ behandelwird, dadurch krieges von vornhereietwas Criminaliſtiſcheoder Criminelles undoch kommt keiCrimen heraus. Daiſt es, was ſtörund verdrießt
„Ich hielt mich füklug und war ei Narr“. Dieſeganze Schlußbetrach-tun „und meiHimmel bricht einiſt unſinnig. Eiſt unſinnig, daß eihr ein Liebesverhältniß proponirt, es iſunſinnig, daß ſie– nachdem es geſchehen – übel nimmtwährend es bloalbern iſt (ſvermeidet maeben nicht einſolche Geſchäfts⸗Situation, da giebes hundert andrenatürliche, anſtändigWege) und eiſt vor alleunſinnig, daß er nuin ein Liebes⸗Gejammer ausbricht. Emüßte ſagen: „ſonderbar; wie kanſie meinen guteWillen ſo verkennen; ich wußtja nicht, daß ſimich liebt.

Akt II


UnZiemlich unmotivirt hat ſie ihabfallen laſſen, hat auſeine Entlaſſung gedrungender nächſte Akt fängdamit an, daß ſie, trotneuer, geſteigerteZweifel, ſich mit ihverlobt
Sie ſagt zu Welden„Es iſt viel Unrichtiges in der Anklage.Das Herbe, das immegeneigt ſei abfallezu laſſen, tritt guhervorLeonie ſagt: „Er iſverachtet, weil egemein und undankbar gehandelt hat.
Nun erfährt ſie„er iſt da, und haein Intreſſe ſie zheirathen, damit eeine hübſche Frau kriegund den Verdacht todmacht.“ Sie ſchreibihm: „reiſe ab“. Docverlobt ſie ſich mit ihmſie muß ihn alſſehr lieben; liebt ſiihn aber ſehr, ſo muſie auch des Verdachtelos und ledig werden „Gabriele gefällmir nicht“, allehochmüthig, gezirtunnatürlich.
„Ich liebe ſie bizum Wahnſinndabei wird ereich, iſt „reicgeworden, daiſt ſelten.

Angeſichts deSorgen ihres Vaterhat ſie das Geſichgehabt, daß es ihrihr letzteGeſpräch hätte anderwerden müſſen. Undoch kann es ſicnur auf Herz und Liebbeziehen
„Glaube ihm, glaubihm“; gut. Numuß es aber nac2. aktiger Moddelevorbei ſein; daß enun im Verdachtimmer weiter gehtdaß iſ das iſt daUnwahre oder docdas Unſchöne, Verletzende, langweiligeWir wollen nuvon dieſer Jammergeſchichte nichtmehr hören
Der Charakter deLeonie iſt eiUnſinn; ſie hat ihnicht, kann ihn nichkriegen. Waruoperirt erſie gegeihn; kriegt er nichGabrielen, ſo krieger eine andre
„Mein Vatewird ihm meinHand verweigernund das unmittelbanach der LiebesſceneDas iſt eben Moddelei, ewiges Hin u. Her

Akt III

Die Scenen miMartha uund Albertſind zunächſt hübſchAber dann läßer Alberti einſeiner Rechnungen ſehnman wird etwäußerlich bankruttaber aber innerlicgarſtig, maüberbietet ſichman gehört zden „Männern ihreFrauen“. Und hieſteckt der FehlerSie muß deVerdacht überwunden habendaß ſie dies nichhat, daß ſie, ſeinerbeſtändigen Opfern unGutthaten x---xbei d ſie ſeineLiebe gegenüberbei dieſem Verdachte bliebtdas iſt falſchDenn enfinwas hat er gethan, geſündigtGar nichts. K---mit der RückkehAlbertis fängt deSpektaktel erſt eigentlich anDie Scene zwiſcheLudwig uund Kleinund dann zwiſcheLudwig uund Liedtckwerden ſehr gugeſpielt

Scene einzwiſcheGabriele und AlbertiSie verlangeinen Beweis, ſiwill den „Verdacht“ los ſeinſie liebt und mißtraut nach wivor; nach wivor der P.. iDonnerſchlag

Sie ſpielt i3. Akt brillantder Charakter trithervor„Ich gebe dieſeKampf auf; abedas Gefühl eineUnſchuld bleibmir.“ Das mußter längſt vorher ſagemüſſen und dochandeln
Du brauchteſmich zu DeineFrau; Du wußteſdaß ich ſtolz unübermüthig waund mahnſt micdoch denn Dbrauchteſt michEs iſt alſo durcund durch eiVerdachts⸗Schauſpiel und der Fehleſteckt nur darindaß der P... zuDonnerſchlagemacht iſtDie Fehler ſingeringer alich dachte

Akt IV

Wenn ſie ſfurchtbar wahrheitsliebeniſt, darf ſinicht Geld wahnſinnig verwüſtendarf ſie keitolles Geſellſchaftsleben führen unmuß ſie ſicohne Weitereauf ihren Beſucin dem Cabinebeſinnen und dieeingeſtehn. Nachier kommt diStelle, daß ſiewirklich vergeſſen hat; abedas iſt nichmöglich

Akt I.

Maria u. Bur-leig. Sehr ſchöncharaktervoll untief eingedrungenſie verſteht eeben. Die Charakterisirung des
englischen
engl.
Adels; brillantEin klein wenizu herbe, eigewiſſer Schmalfehlt; ſonſt allegut„Bleibt bei deSache, Lord“ unalles folgende brillantSie trifft daKönigliche, daBedeutende, daGeneigte. Nudas BühnenVornehme fehlein klein wenig
„Und waſie iſt, dawage ſie zſch---x“ – deAusdruck ſpöttiſcher Verachtung adieſer Stellbrillant. GroßeBeifall

Akt II

Scenerie brillantEliſabeth ſelbſt, LeiceſterBurleigh, Talbot
Deetz als Shrews-bur ſehr gut
Ihr ſtummes Spieals Talbot ſprichiſt zu beredt, ſie zuckzu viel u. zu oft zuſammen; nicht fein genug
Die Stollberg merkwürdigut
Die Scene zwiſchen Goritund Ludwig iſt langweilig; es liegt am Spieaber auch am Stückalles dies iſt nichmöglich; es entbehrder Wahrheit. Aucdie Stellung zu und unterx---x iſt nicht richtigMortimer ergreift Lei-ceſter Hand, das iſals ob ein jungeHerr v. Quaſt odeRohr der Büſte BismarcHand ergreifen wollteGeht nicht
Stollberg merkwürdigut

Akt III

Die zwei erſteStrophen gut. Vo„eilende Wolken“ anicht gut; namentlicder Anfang nicht gut„Ich kann ſie nichſehn; rettet mich vodieſem Augenblick“Gut. Aber diVerſe glückten nicht„Ihr habt daAeußerſte gethanDie ganze Stellvor und nachheſehr gut. – Die ganzScene brillant, zum Beiſpieauch die Worte, diſie leiſe ſpricht (Fahhin lammherzige Geduld etcet cetera) alles brillantImEinzelnes iſt angreifbar; aber das Ganzhöchſt wirkſamaus dem Vollen gearbeitet
Ludwig ſehr vieBeifall. Dreimal gerufen

Akt IV.


Akt V

Alles ſehr gutAber ihr Spiel hazwei Fehler: es haandre Stellen, Stelledie ſchwach ſind. Unandre die recht ſchwacſind, aber doch unengagirt
Die ganze Beichtſehr famos
„Ach es waimmer fdort.
Nun, Heilandmein Erlöſer, wundervoll, „mich zempfangen“ daWort empfangeſchwachDroſſelſteinDroſſelſtein unVitzewitz in Fronthinter ihnen erſdie Berittenen, dandie rothe Fahnvon Lietzen-Dolge-li, dann Rutzmit niedergeſenkteSp---x (ſchwarwie ein Schattenſtrich und hinteihm die erhabenenblankPiken ſeinePikenieren in deſich das Feuer hellFeuer vom Holzhodrüben wiederſpiegelte

Das erlösende Wort.

Er hat erſt i3. Jahr ſprechen gelerntund ſo kann er daWort nicht finden
Davon giebes nun keinen Beweiser ſpricht ab immezu. „Er der Meiſteim Wort, kann daeine Wort nicht finden.Das eine Wort dadas „erlöſende“ iſt. Wener aufwacht und erfährdaß er „verlobt“ iſtwird er froh ſein 4Der Rauenthaler kommzu oft vor
Im Uebrigen iſt ewohlthuend, daß mal eiProfeſſor dran wareigentlich muß er jetzein SaMaler ſeinEr hat Offenbarunſpielen wollen, daiſt unerhötrt“. Icglaube, wer ſo liebenswürdig, ſo gewandt iſtwenn er hört, er habſich verlobt, ſo ſetzer darauf ein
und
u
findetſich ſchließlich hinein

Störenfried

Akt I. Das Tafelarrangement iHintergrunde. Graddieſe Scene iſt ſehreizend, ſie gehaber ſo verloren

Akt 2. „Gegen deUnverſtand einealten Weibes, hadoch der beſtMann keine Waffen“Eine Stimme im 2. Ranrief mit eineunglaublichen Innigkeides Gefühls „bravound das ganze Haubrach ein in entzückende 4Bravo über DachsBravo über DachBravo aus. HerrBernda, ſelbſt nahauf der Bühne, adieſer Heiterkeit Theil
In Kränze⸗Lor-beerwerfeX---x X---x bin icfür 4. Pfund-Batterieund nicht für Schiffsgeſchütze
Akt II.Scene 1. Geſchloſſene Kuliſſe. Kahle ſehgut in der Scene miHerrmann und nachherScene 2. „Jetzt biich Herr.“ (Sehgut.

Die Räuber.

Akt I. 1. Hälft
Kahle in deScene mit Amaliwie er erzählt „Karhabe ihn in der Liebebeauftragt“ waſehr gut. Das Stücwirkt aber dennocſehr altfränkiſch adieſen Stellen

Nun die Studen⸗ten-Scen. Aumich wirkt elächerlich und langweilig. Natürlicwird man anvoder Force berührtaber wenn madie Gerechten Kam-mache von G. Kelleoder den „Blaubeuren-topf von Mörikmit Vergnügen lieſtſo kann einedas nicht mehgefallen. Gutz-ko hat Rechtwenn er dagegeproteſtirt

Akt II

Scene 1. uund 2. ſiedas Blatt vorher.Scene 3. die Räuber-ſcen. Roller. Stellenweis brillant. – Dander Mönch. DanLudwigs Anſprachan dieſen. IGanzen gut. „Rachiſt ein Gewerbe“Aber doch nichtrecht Eigentliches, nichtBeſondres
Die vernünftigeLeute, die Damalgegen das Stüceiferten, der Herzound viele andrehatten vollkommeRecht. Es iſt toldergleichen in diMaſſe zu ſchleudern

Akt III.

Moor und KoſinskiEs iſt alles Tamtam. Großartige Vollphraſe – all das muvon Perſonen geſprochen werdendie ſelber diVerkörperung davoſind, – es werdeihrer (Gott ſei Dankimmer weniger. Dieſ6 Fuß hohe Brüllſortſtirbt aus„Oder wenn icBlut geſehn habe– ſo was muein Kraftmeieſprechen, Ludwiiſt viel zu feidafür
Scene 2
Die Gartenſcenmit den zweGängen hübſch. Amaliund Franz. Kahlangetrunken, ſehhübſch, elegant. DaGräflich⸗Vornehmgemiſcht mit Feigheiund Lumpigkeit wundervoll, faſt das Beſtbis dahin, faſt beſſeals wie am Sterbeſtuhl des alten Moor

Akt IV

Scene 1. Ludwiund Amalie, Nichſehr wirkungsvollScene 42
Kahle in der Scenmit Daniel nichüberall gut. Deweinerliche Ton aler ſich ängſtlich aden Tiſch ſtelltnicht gutDie Scene miHermann nacmeiner Meinunoverdrawnweniger wärmehr. Aucdie Angſt⸗ unViſionsſcene, wier die Brüdeermorden willDas Kunſtmaiſt außerordentlichaber er wilmehr leiſten, alzu leiſten iſtes iſt zu complicirt, zu überlegt, zu gedüftelt. Man bewundert es, ohndoch ein volleGefühl Künſtler-Befriedigung zu haben
Letzte Scene des Akts.
Schwarzer, Spiegel-ber, zuletzt MoorEr hat hier devornehmen Toder ihm kleideaber auch hier vielleicht iſt wäTamtam beſſerDie Fackel-ſcen als eden alten Mooſelbſt heraufholt, iſt ſehwirkſamähnlich wie daErſcheinen Rollers
„Und daruRäuber und Mörder– dieſe ganze Leiden-ſchaftsſcen wagut und wirkunsvoll. „Es iſmein eigner Vaterich wills aucnur geſtehn etcet ceteraAll dies, diganze Scene vodem Augenblican, wo er diRäuber wecktſehr gut
Am Schluß dieſeScene (Schluß des 4.Akts wurde eviermal gerufen

Akt V.

Dunkles ZimmeLicht von deSeite her„Seine Muttewar auch meinMutter.

Hochgeehrter HerrDirektorHochgeehrter HerrDirekto
Eine kleine Reiſe, voder ich erſt morgenge (Donners=Mittatag oder Nachmittag) zurückkehrehat mich die mir gütifür heute (Mittwoch) gütigſin Ausſicht geſtellteBilets an Prof. Stock-hauſe und Frau abtreten laſſen. Icwill nun aber morge(Donnerstag) nachexerciren und bittSie, ganz ergebenſt wenſich dies irgendwie noch ermöglicht, Ordre zu geben zwollen, daß zwei Billets, ſelbſtverfür die Donnerstag
Vorſtellung, ſelbſt⸗ſtändlich gegen Zahlung (eiandrer Entſchluß würdmich geniren) an deKaſſe für mich reſervirwerden. Ich würddie ganze Sache nicht ſo preſſirmachen, wenn ich nichTags darauf (Freitag) wiedein eine SchauſpielhausVorſtellung der Räubemüßte, und in meineKritik gern Gelegenheizu einer Parallelhaben möchte
In vorzüglicher ErgebenheiThFTheodor Fontan

Räuber.

Akt I. Die ruppigKneipe der Libertiner wundervollAkt II Das Krankenzimmer des alteMoors dito. Ueberhaupt alles Dekorative ausgezeichnetZum Theil aucdas FigürlicheKarl, AmalieSpiegelberg. Abedas Spiel ſchwachTeller hat nuimme leichte Momente, die 5dann überraſchengut wirken. „Maträumt auch iGrabe noch, eilanger, unendlicher Trauvon Karlen.“ Idieſem Stil iſt alles
„Ohr⸗Kuß.
Das Erſcheinen Hermannals verwundeter Soldain weißem Manteund mit Schwert alleſehr gut. Ebenſo daBecher Wein⸗ einſchenken, all da wirkt ſehr ächt unlebensvoll. Hieſpielen Weilenbecund Amalie ſehr guwährend des VortragsNachher anders wiederidikül weil zviel, viel zu vielDas Vorleſen deJoſeph-Stelle, daden halben Tod deAlten herbeiführt, iſſehr wirkungsvoll unſchön und nöthig. DaSterben ſehr gut, aucTellers Freude darü Akt III. 5
Scene 1. Garten-ſcen ſehr ſchönDekoration, faſzu ſchön
Scene 2. Räuberlager bei AbendſcheinSehr ſchöne Dekoration

Akt IV

Scene 1. BildergallerieWundervoll. Die FamiliMoor muß in ſehguten Verhältniſſegeweſen ſein
Amalie. „Alles – nichtsſehr gut geſprochendie dunklen Scheibeſcheint der Mond; dann 5Daniel mit der LaterneDann ein andrer DienerAlles im Vortraoverdrawn. MTraum⸗monolo ſehr geſchickvom Stuhl aus mihalber Stimme. Danendlich ſpringt er auund ſpricht laut, währener gen Himmel ſiehtAlles ganz falſch unungeſchickt im Vortrag. Zuletzt gandumm. Quatſch⸗paſtoral. – Nun kommder Paſtor, bleibpar distance iNähe der Thür uniſt merkwürdig guangezogen, weiund ſchwarzer SammtDie ganze Scenvon Anfang bis Endiſt langweilig, zlang und uncharakteriſirt. – Dandie „Beteſcene“ dieHin und Herrutſchegut
Letzte Scene. ThurmWald. Leiſe MorgenrötheRäuberRäuber. 5Der Carl gutDas braune Koſtügut. Nachher Rollegut; Kahle gutalles andre bleibweiter zurück
Roller wiedewundervoll
Sein großer Monolonachdem Schufterlweggeſchickt iſt, unmittelbar vor degroßen Kampf, waſchwach. Am beſtewar er am Schludes 1. Akts, als eſein erſtes Gelübde leiſtetScene mit dePater; alles viezu leiſe, mattprachtlos, – damuß alles mit volleren Backen geſprochen werden
Ludwig ſpielihn zu ideal, ztendenziös, Dachſpielt ihn iman CondieſeStelle wenigſtens ianſtändigen unrenommiſtiſchen Converſationston, ganvon dem Wunſcerfüllt von Couliſſenreißerei fern zbleiben. Das iſt              [56aber ganz falſch.              5Da iſt Nesper viebeſſer. Dieſer harmloſe, freundliche, wohlwollende, alleBarnabastovermeidende Manhat weder deReichsgrafen nocden Miniſter erſchlagen. Er ſuchtdurch Gegenſätzzu wirken, daiſt aber nichrichtig. (Wohlerzogen.

Akt III


Große Scene eSchweitzer daWaſſer bringt, allelyriſch⸗elegiſchganz unräuberhaftZu ſehr. Es iſein Mangel
In der Scene miKoſinski, als eihm abräth, gut
Gartenſcene. Wirktwieder wundervollauch das Zuſammenſpiel beider glänzend. Nuauf der Bank iſſie gutAkt IV. 5Hier iſt Tellein manchen Stückebeſſer, namentlich midem Schwert un„er lebe, er lebe“Das iſt zu laut
Unter deScenen, die beinaebenbürtig wirkeiſt auch daErſcheinen des alteMoors. „Undarum Rivaleund Mörder.Sehr ſchwach: „Dahat auch wohniemals geträumt etcet cetera.
Die Sternals er daFenſter öffnetſcheinen ſehr hell
„Ich kannicht beten(Teller beſſer

Donna Diana

Nur nehmt vor Liebſelber euch in Acht
Ich müßte gleiczurück micziehn
dieſe ganze Scene des erſteſich Schraubens wagut, namentlich auch ſieEr wirkt wie eimärkiſcher Adliger, deſich als Primis auf ſeiGut zurückgezogen hat

2. Akt

In der großeScene mit Dianawo er ſich erklärterklärt er ſich ſodaß ein Widerruf, eiBehaupten: „ich habgeſpielt“ unmöglich iſtUnd warum? weidas pointirte, danervöſe fehlt, deſſeWeſen das Sprunghaftiſt. Das Sprunghaftdarf und kann ſpringenein leichtes Pferdeine Lokomotivaber kann nichſpringen, esſie rollweiter

Akt III.

Es tritt auch ider Gartenſcene hervorer ſpricht nervösals ihn die Prinzeſſifragen läßt, ob enicht gehört und geſehhabe. Dieſer Tobleibt bei: „MuſikIch nicht“ Ihhörtet doch MuſikMuſik?“ Ich nichtWirkte gut und komiſcer traf mitunter deTon ruhigen, trockneHumors. Das iſrecht gut, reicht abenicht aus

Akt IV.

In ſolchen Rollewird ſie ſchwer zu erſetzen ſein; die Miſchunvon Grazie, Liebreiz unVornehmheit, von Liebreiz und ſtolz iſt docnur ſelten auf deBühne. Man kandamit nicht alleſpielen, aber wenn epaßt, da wirkt eauch

Kabale u. Liebe

Akt II. Die Erhartt ider großen Scene gananders; alles vieſtiller, einfacher. Sehr vorzuziehn. Ludwig: „erzähich der Welt, wie maPräſident wird.“ Ich glaubes muß dies geſchriewerden; er beginnbereits die Verk---digundavonAkt III. Die 1. Scenzwiſchen Wurm u. Präſidenthier iſt Wurm ſehr gutnamentlich als er lacham Schluſſe ſeinePlans. Aber im 2. Akfand ich ihn zu frech, zbreit, zu ſicherScene 2. oder 3. Wurm und–[60Luiſe. Sie will zum Bürſten–6gehn; er hält ſie auf; ſiſagt ihm, was ſie dorwill; dieſe LeidenſchaftsStelle war ſchwach, falſchungehörig – „Weil ich inDicin der Brautnacht erdroſſelwürde.“ Nicht ſehr gut. Dabeimmer Bauch vor.
Akt IV Ludwig hat deBrief empfangen; er iſt dabeviel zu ruhig,.. DiSchlußworte auch nichtScene 2. Erhartt wie diHolle neue Robe. DiBreier iſt ſchwach idieſer ganzen Scene; nur diletzten Worte wareziemlich gut, aber aucnicht beſonders gelungenAkt V. In deScene mit Ferdinaneinige ſehr gutMomente

Unser Doktor.

Familie, HausarztAſſeſſor. Homöopath. Frage onoch in die Waſſerheilanſtalt gereiſwerden ſoll. AlteWeib. Sympathie. Der altPanzogetzold oder ſähnlich, der einrenktEin LuſtſpielEin Luſtſpiel [61Die Keßler am beſten. 6Merkwürdig einfachZimmer-Einrichtung füeine reiche Wittwe

Lager

Gerade ſo lange Berndaſeine große Rolle ſpieltTrommelſchlag. Jedenfallmüßte es leiſer ſeinDie 2. Halfte war ſtillKahle, Oberländer, gutfigurirt brillant in ErſcheinungAlles andre ohne BedeutungDann noch KrauseHesperien, IberienHiberiden. Hircanien

Piccolomini.

Akt I. Ludwibrillant. Zumal ider großen Scene miQueſtenberg am SchlußAkt II „Der heiterX---x“ – diStelle vorher nichſehr un gutWundervoll Kleiin der Scene mit Queſten-ber und den andernwie er Max frägtBrillant bis zuSchluß des Akts. Stürmiſch applaudirtAkt IIIDamenſcene mit LudwigDieſer ſehr gut, namentlichinter dem Stuhle TheklasDie Meyer, am SchluVortrag der Strophen gugenugFontanes Notizen zu Friedrich Wilhelm Hackländers „Der geheime Agent“ entstanden während der Theateraufführung am 16. Januar 1878. Die Kritik erschien am 18. Januar 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 15); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3582.Fontanes Notizen zu August Wilhelm Ifflands „Die Jäger“ entstanden während der Theateraufführung am 30. Januar 1878. Die Kritik erschien am 1. Februar 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 27); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3584.Fontanes Notizen zu Paul Lindaus „Johannistrieb“ entstanden während der Theateraufführung am 8. Februar 1878. Die Kritik erschien am 10. Februar 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 35); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3586.Vor dem Sturm, Entwurf; zwischen dem 8. und 22.02.1878 geschrieben.Fontanes Notizen zu Moritz Meyers „Correggio“ entstanden während der Theateraufführung am 22. Februar 1878. Die Kritik erschien am 24. Februar 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 47); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3588.Prosa-Entwurf in Fragmente nicht enthalten.Fontanes Notizen zu Goethes „Iphigenie auf Tauris“ entstanden während der Theateraufführung am 22. März 1878. Die Kritik erschien am 24. März 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 71); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3595.Fontanes Notizen zu Hugo Lubliners (Bürgers) „Gabriele“ entstanden während der Theateraufführung am 24. März 1878. Die Kritik erschien am 26. März 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 72); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3596.Fontanes Notizen zu Schillers „Maria Stuart“ entstanden während der Theateraufführung am 25. März 1878. Die Kritik erschien am 27. März 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 73); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3597.Entwurf zu Vor dem Sturm, Band 4, Kapitel 19 Fontanes Notizen zu Berthold Auerbachs „Das erlösende Wort“ entstanden während der Theateraufführung am 27. März 1878. Die Kritik erschien am 29. März 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 75); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3598.Fontanes Notizen zu Roderich Benedix’ „Der Störenfried“ entstanden während der Theateraufführung am 1. April 1878. Die Kritik erschien am 3. April 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 79); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3599.Fontanes Notizen zu Schillers „Die Räuber“ entstanden während der Theateraufführung am 27. April 1878. Die Kritik erschien am 30. April 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 100); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3601.Fontanes Notizen zu Schillers „Die Räuber“ entstanden während der Theateraufführung am 2. Mai 1878. Fontanes Notizen zu Schillers „Die Räuber“ entstanden während der Theateraufführung am 3. Mai 1878. Die Kritik erschien am 5. Mai 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 105); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3602.Fontanes Notizen zu Agustín Moreto y Cabañas „Donna Diana“ entstanden während der Theateraufführung am 4. Mai 1878. Die Kritik erschien am 7. Mai 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 106); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3603.Fontanes Notizen zu Schillers „Kabale und Liebe“ entstanden während der Theateraufführung am 23. Mai 1878. Die Kritik erschien am 26. Mai 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 121); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3606.Erster Entwurf (?) eines geplanten fiktionalen Prosatextes; in Fontane–Fragmente, Bd. 1, nicht abgedruckt. Ein weiterer Entwurf ist bislang bekannt(TFA N7, 1r, 2r; abgedruckt in Fontane–Fragmente, Bd. 1, S. 396.Fontanes Notizen zu Roderich Benedix’ „Ein Lustspiel“ entstanden während der Theateraufführung am 24. Mai 1878. Die Kritik erschien am 26. Mai 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 122); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3607.Fontanes Notizen zu Schillers „Wallensteins Lager“ entstanden während der Theateraufführung am 27. Mai 1878. Die Kritik erschien am 29. Mai 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 124); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3608.Fontanes Notizen zu Schillers „Die Piccolomini“ entstanden während der Theateraufführung am 27. MaiJanuar 1878. Die Kritik erschien am 29. Mai 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 124); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3608.

Akt IV. GaſtmahlWirkte ſehr gut; aucin Arrangement. Krausvorzüglich

Akt V.