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<Schreiberhand Friedrich Fontane> <Schreiberhand Theodor Fontane>
    18078 1809 1 12 Spalten 3 Spalten
    1810 1811 2 Spalten 3 Spalten
    1812 5 12
    1813 5 12
    20 12 Spalten.
Die Scene zwischen Mutter
und
u
Tochter wo die Kleiderfrage verhandelt wird, wirkt im Beginn etwas zu klein und prosaisch – sonstiges alles gut.

Rauen

Sehr alte Kirche. Festungs artiger Thurm auf Kranz
DorfkircheDorfkircheRauenTurm der Kirche in Rauen (Ausschnitt)
Grabstein vorm Altar,
Wulffen
W.
Wulffen
weilandt zu Tempel – weiter nichts Akt II. Juegelt und die Meyer. Er ganz gut, von guter, vornehmer Haltung, als ein klein wenig zu vornehm, zu patent, zu grandezzahaft, zu sonor in der Stimme. Damit bricht es ab. Es genügt zu zeigen, daß es kein Bischof war.
Ein wenig zu wohlrednerisch und auch die Stellung ein wenig zu stiff, zu posehaft. J. C. v. Woellner und C. A. E. v. Woellner
Geborene
Geb.
v. Itzenplitz
. Rothes Minister-Kostüm blauer Kragen, Silberstickerei, Silber-Epauletten Weißes gethöntes Haar, Blatt in der Linken, früher in der Rechten. Aermel-Aufschlag. ebenfalls blau aus x---x gestärkt.
Große Stupsaugen, dicke Nase, guter etwas wulstiger Mund. 2. Viel größeres Bild, sehr hübscher Kopf, lockiges angegrautes und x---x leis gepudertes Haar. Er sitzt, Rücken, Stuhl, Arme sehr stark nachgedunkelt, feine Hände, mit der Linken hält er ein M--kranz, mit der Rechten beschäftigt er sich und schiebt das Objekt in x---x M---xx---x.
Weißer feiner Halskragen und schwarzes Tuch umgebunden. Spiegel, Stativ.
Die Augen sinnlich, vornehm, etwas katholisch geistlich, leidge---xschlag, sehr x---x, Nase, Mund beides sehr fein schmaler Goldrahmen. Garten-Saal. Thür, zwei, Fenster breite Pfeiler, Hellm-Brähm Fr. W. II. Großes X---x. Friederike Henriette Marianne Augusta v. Dziembowska
geboren den
geb. d.
28. Juli
32
gestorben den
Gestorb. d.
1. Juni
1861.

Leibarzt.

Akt I.

Bräm
und
u
Krause. Krause spricht immerzu, aber man versteht es eigentlich nicht und muß es eigentlich halb errathen. „Onkel Walden gab mir das erste Gewehr und lehrt mich in den schwarzen Punkt treffen.“ 2. Scene. Müller hat eine gute Haltung, aber das Sprechen läßt zu wünschen übrig und in den Details des Spiels ist er overdrawn.
Vollmer sagt: „Das ist ja urkomisch“; man merkt ihm aber an, er findet es nicht. „Wie ist das Wetter? „Wie befinden Sie sich.“
Er hat seinen Laubfrosch ’raus geworfen. „Wozu brauchst Du einen Laubfrosch“, Du, der Hof-Laubfrosch
Seiner
Sr
Durchlaucht

Alles steht auf kleinem auf Wackeltischen.

Ich kann nichts dran finden; weder an Stück, noch Spiel. Spiel übertrieben, Stück zusammengestohlen, wenigstens bis zum Schluß des 1. Akts.

Woraus dieser 1. Akt alles zusammengesetzt und zusammengehäuft weiß ich nicht, aber es ist nichts Eignes drin. Geheim Agent etc. und Festkalender oder Stiftungsfest jedenfalls hab ich schon Siegrist solche Ansprache halten hören. Nun braucht nicht alles neu zu sein, aber es giebt sich so anspruchsvoll, als ob es etwas wäre. Die Scene mit dem Reisig sammlern ist sehr hübsch, so unbedeutend sie ist. Es ist sentimental und das Sentimentale wirkt immer.
Auch die Scenen zwischen Krause, Vollmer und Durchlaucht sehr hübsch, besonders die Charakterisirung des alten Hofmanns.
Meyer und Mariot.
Die Meyer brillant als 16 jährige.

Die wiederholte Scene mit den Kindern steigert den Eindruck des Sentimentalen und doch ist es sehr wirksam, gut, und nicht ohne Feinheit.
„Ich freue mich Sie kennen zu lernnen.“ Die Meyer sagt dies zu dem Fürsten. –

Die Scene zwischen der Meyer und dem Fürsten ist allerliebst. Es ist etwas natürlich Liebenswürdiges in dieser Scene.

Man kann von dem ganzen 2. Akt sagen: er sei brillant


Die Meyer ist sehr gut, namentlich gleich in der ersten Scene und in dem Momente besondren Vertrauens; aber es kommen doch Momente, wo sie zu sehr Frl. Meyer und Dame wird, statt ganz junges Mädchen zu bleiben.

Hierin steckt nichts Anzügliches; es ist nur einfach so und sie könnte es leicht ändern, wenn sie darauf achtete.

Akt III.

Krause’s Rolle giebt sich hier overdrawn; so höfisch sind die Hofleute nicht.

Und die Conrad hat noch nie den Fürsten gesehn. Höchst unwahrscheinlich.

Die Scene zwischen Krause und der Conrad in einem Saal des Schlosses höchst unwahrscheinlich.


Der 3. Akt im Wesentlichen langweilig, – es ist das Spielen auf derselben Seite, er soll einflußreich sein und er ist es nicht und will es nicht. Endlich tritt er seinen Rückzug an. Dann die Scene des Fürsten mit der Fürstin über seine Liebe.

Akt IV.

Als er seinen Namen einschneidet, ist seine Stellung unschön und lächerlich. Man muß die schlechten Witze nicht geradezu herausfordern.

Die Meyer zum Theil wieder wundervoll.
Scene im Park. Krause, Meyer, und der Fürst. Eigentlich langweilig. AlAl ist der ganze Weg des Aktes und das ist doch zu wenig. Im 3. Akt war es das dreifache Augenfeuer auf den armen Doktor. Aber all das ist doch Dichtung.

Ueberhaupt eine merkwürdige Akt-Eintheilung, einer dauert eine Stunde und der 2. fast auch und der 4. blos zehn Minuten

Akt V.

In diesem Akt heißt es „Der Mann steigt in meiner Achtung“ und der alte Krause stimmt in das Wort des Fürsten ein. In meinen Augen sinkt er völlig. Es wird dadurch absolut unklar, erstens ist er dann doch der Eisenbahnmensch, – der bejubelt wurde 2. legte er was hin, was er nicht sollte 3. nimmt er was weg, was er hingelegt hat
und
u
4. macht er einen Strich durch sein ganzes Charakterbild. Kurzum es ist nichts Gutes an dem Stück, als der 2. Akt, der aber doch auch nur dumm ist und blos sentimental.

Die Scene zwischen Stollberg und Meyer zum Theil gut, aber doch nur durch das Spiel der Meyer. Alles ist im höchsten Maaße unwahrscheinlich. Ihre Seligkeit als sie kommt sie ist nicht des Fürsten Tochter, was vorzüglich gespielt, aber doch nichts Neues.

Die Schlußscene zwischen Fürst, Meyer und Stollberg allerliebst, zum Theil reizend als die Stollberg eintritt. Es ist alles ein bischen märchenhaft: aschenbrödelhaft. Also Stiftungsfest, Festkalender Geheime Agent, Das neue Stück wo auch ein Doktor drin spielt und nun Aschenbrödel.

Wallenstein

Akt I

„Denn aus Gemeinem ist der Mensch gemacht.“ (Dummheit)„Und freilich wirds die Menge ihm bewahren.“

„Auch gut schwedisch.“ Schwedisch ist genug.

Gut { „Ist das nicht auch Eure Meinung, Graf?“ Die ganze Stelle
wo er sich widersetzt und parlando mit Wrangel spricht, war gut.

„Zum Treubruch zu verleiten.“ Kahle sehr gut.

„Von all dem ist die Rede nicht bei uns.“

Kahle als er von Gustav Adolfs Tod spricht zu feierlich u. sentimental.

Gräfin Terzky in rothblonden Locken! Er hat Theateraugen und Theater-Stellung. Die Auffassung ist auch theaterhaft, herkömmlich, unbedeutend. Dabei nicht mal ganz gewöhnlich correkt, jede dritte oder 5. Zeile war falsch accentuirt.

Akt II.

Scene zwischen Illo , Terzky u. Wallenstein recht gut. Sowohl im parlando wie im mächtig Lauten. Das große „Es giebt ein Menschenleben“ sprach der im Ganzen sehr gut, namentlich in der Art wie er die Sache einleitete. In der Regel setzen sich die Spieler in Positur, hier wuchs es unmittelbar aus der Situation heraus. Das ist ein großer Vorzug. Ebenso spielte er richtig. Nur machte er in der ersten Hälfte bis zu der Stelle „Und dies bei mir denkend“– ein paar zu lange Kunstpausen. Zum Schluß hin waren nur die Zeilen nicht gut, wo ihm Oktavio im Traum erscheint (diese Stelle citiren) alles andre aber gut. Nur die „Bannerschen Dragoner
et cetera
etc
waren nicht brillant.

Im 2. Akt war er ein guter Schauspieler beinah ohne Ausnahme.

Akt 3.

Scene mit Selma. Er hat etwas Schulhaftes zu Correktes in der Sprache, was der Natur schadet. – Im Leidenschaftlichen geht dies ganz verloren und die Werbung ist größer. Sehr gut war auch sein stummes Spiel, als Selma ihm erzählt von dem furchtbaren Vorgänger. Auch schon wenn er rasch und lebhaft wurde, wird es besser. Die Meyer zu sentimental. Es ist nicht einfach genug.

In der Schlußscene mit der Mutter, als von Erregungen, Schuld, Ruin u s w. die Rede ist, ist er anfangs sehr gut, dann aber zu schulhaft in der Sprache, dann zu lebhaft, zu laut als er von Schuld
und
u
Reue spricht. Auch als er allein ist, ist er nicht sehr gut. Nur der Aufschrei sehr gut. Auch der zweite. Ganz gut.

Akt III.

! { Wallensteins Stelle über Buttler zu
Anfang des Akts wieder ganz theatralisch.

Nachher mit den Damen und als es sich um Eidamschaft handelt und

Mutter u. Sohn.

„Was hab ich Dir gethan?“ berlinisch.
Die Stollberg ist in der großen Scene brillant.
<Beginn Erledigung>
„... Wieder Sternenlauf und Schicksal“ – die ganze Stelle schwach, deklamatorisch, theaterhaft. Zu weich, zu sentimental – er muß mehr groß-empört sein, nicht senti
<Ende Erledigung>
<Beginn Erledigung>
mental.

Die Rolle Wallensteins ist an dieser Stelle schrecklich.

Dann auch mit Buttler viel zu sentimental, fast weinerlich. Sie spielen dies immer falsch.

Alles zu weich,
<Ende Erledigung>
<Beginn Erledigung>
zu gefühlvoll, zu deklamatorisch. Gleichsam zu unhistorisch.


2. Hälfte. Er hat das Verdienst der ganzen Scene Leben zu geben, denn sehr oft ist sie
<Ende Erledigung>
<Beginn Erledigung>
langweilig, weil zu lang.
! {

Die Worte an Max ganz gut.
Schwach. {

„.. Meidet das werdende Geschlecht im Leib der Mutter“.
Gut. {

Man soll die Kette vorziehen etc. Sehr gut. Ueberhaupt alle
lauten u. kräftigen Stellen
<Ende Erledigung>
<Beginn Erledigung>
„Tod
und
u
Teufel“ etc. sehr gut!
gut. {

Die leisen tonlosen Worte an Buttler, gut.
<Ende Erledigung>
gütiges, anmuthi-  ges Gesicht, hier  vielleicht 20 oder 22. Sie war in Kaiserswerth Schwester, aber nicht eingesegnete Schwester

An Bünger.



Nachsehen ob sich über den Schlabrendorff der bei Ofen fiel, eine Notiz im Kirchenbuche findet.

Den aus Blankensee laß ich fallen. Es sind dann also: in Groeben:

In Siethen. Der verlumpte Schlabrendorff und seine Frau.

Dann von etwa 1800 an oder noch später der extravagante Schlabrendorff einer ganz andern Linie und zuletzt Leo v. Schlabrendorff.