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<Schreiberhand Friedrich Fontane> <Schreiberhand Theodor Fontane>
Richtig: Wildenbruch.
  • 1. Eine Tiecksche Novelle, in der ein Herr auftritt der Herr v. Burgsdorff ist; spielt zum Theil in der Schweiz, es wird katholisirt und viel über die Madlitzer Musik gesprochen.
  • 2. Schleiermachers Briefe./
  • 3. Briefe v. Humboldts
„Und sündigen wolle, sündige“

Ehe selbst, – die Prinzen“

Das spielerische, das leidenschaftliche Element der Rolle, dazu wollt die Kraft nicht recht ausreichen, aber das Weiche, X---x gelang. Es lag das ihrer Natur eiserFreilich eine Mutter freilich als sie den Traum erzählt hatte. Akt I. Vor der der Lust auf den Maskenballe bei Capulet heißt „die Lust ist ausgebrannt.“ Aber sie war doch ausgebrannter als nöthig.

Akt II Balkonscene

schwach, unbedeutend sentimental.

Akt II.

6. Scene
zwischen Romeo und der Amme hier war er am besten.

Akt III.

Tybalt und Romeo schwach sentimental, weinerlich, auch nachher noch Er sah so unglücklich aus, als er dem Mercutio x---x.

Auch nachher schwach

„Weh mir ich Narr des Glücks“ und das vorher schwach. Da schrie er zu sehr. Er mußte mächtiger, leidenschaftlicher zorniger empörter sein, aber weniger laut. Ich muß es leider aussprechen, daß es total verfehlt war. Unwahr gewiß nicht; ich will aber zugeben, daß mans auch als im Denken intressant auffassen kann aber ganz anders, sie weimerte von Anfang an. Es ist ganz undenkbar, daß Thoas sich für eine solche Heul-Lise intressirt hätte. Sie weimerte in einem fort, statt alles einfach schön schlicht vorzutragen.

Wie Thekla, nachdem sie Max’ Tod erfahren oder wie Froufrou; Keine Spur von Klassicität, die Wahre Hoheit und Heiterkeit war, – es war alles

mit dir redet“ von da ab ruhiger u. besser

Sie giebt eine sentimentale Nonne nicht eine hohe Priesterin.

Er mußte seine Stimme herabstimmen, oder die andere hinauf. So wirkte alles wie Gegensätze.


Wie eine Nonne, die wegen Liebes
schuld oder wie Gretchen vor der Hinrichtung. eingemauert werden soll

Berndal richtig im Ton, nicht zu laut und nicht zu leise, deutlich, klar, würdig.


Auch ihr Mienenspiel ganz falsch, alles kleiner Stil, sie hat kein bestimmtes Gesicht, sie macht nur Gesichter. „Du sprichst ein großes Wort gelassen aus“. Sie sprach es aber nicht „gelassen“, sie sprach es, als ob sie die Weltschuld allerperpersönlichst zu tragen habe.


Und setzt die ekle schaudervolle Speise dem Vater bei dem ersten Mahle vor.“ Sie betonte das „erste“ siebenfach, und weckte dadurch die Vorstellung daßwenn es „Vesper“ gewesen wäre, so wär es noch gegangen, aber aber nicht als Dejeuner.

Akt II

Ludwig. Gleich in der ersten Scene vorzüglich.

„ „Mich haben sie zum Schlächter auserkoren“. „Sie haben es auf Tantals Haus gerichtet.“

Müller als er der Iphigenie den Tod Agamemnons erzählt, sehr gut, namentlich in der ersten Hälfte, wo die Situation geschildert wird.
„Von dem Geschick des Königshauses schien sie tief gerührt“.


Also am Schluß des 2. Aktes war ihr stummes Spiel gut,
nur auch zu viel.

Akt III

Sie sprach kein natürliches Wort, alles theatralisch. Wenn es deklamirt werden, und jeder realistische Vortragsweise entrissen werden soll, so muß die deklamatorische Kunst größer sein.

Im Ganzen schön der Vortrag wie Klytemnästra durch ihn fiel. Ich würde „und fiel durch Sohnes Hand“ nicht laut sprechen, sondern tief, ernst, aber im Ganzen hat er die Sprache, er spricht nicht alltäglich, er hebt es es aus dem Alltäglichen heraus und läßt ihm doch ein gut Theil von Wahrheit und Wirklichkeit. Nach dieser Seite hin war sein Vortrag das beste.
Die Scene wie sie sich ihm zu erkennen giebt, nicht ohne Wirkung. Namentlich Ludwig in dieser Scene und unmittelbar vorher sehr gut.


Wenn die Tempel-Vegetation sich etwas verringerte, wär es gut. Auch hätten Götter angesichts dieses Altars das Parzenlied nie gedichtet.

Aus der Großstadt.

Worauf hin wird Brüning geliebt?

„Mama, ich glaube wahrhaftig Ruth liebt mich“
Warum soll er das nicht sagen. Die x---x, Warum soll er nicht 40 Mark sich auszahlen lassen. untoward event.

„Ich verstehe kaum den Unterschied (Künstler undHandwerker) Scenen mit Vater und Sohn im 3. Akt unsinnig.

„Wie kann er eindringen in das Zimmer einer Dame?

Und nun auch noch ansprechen auf Liebes
geschichte.

Damenkrieg

Scene 1.
W sie (die K Müller schickt sie m wirst sein wird 29 dann auf 30, und dann sagt sie 33, – es müßte besser spielt werden das hinn. n erscheint en Soldaten, x---x Scene wohl, als g. Vollmer vorzüglich.

Die Scene K. und A. gut, als d zusammenfas auf A.


Wirksam aber unwahr. Diese ganze Geschichte ist charakteristisch.


Eine merkwürdige Sorte von Lieberei, jeder drei Sorten.

„Sie sinds“ „Ich wünschte ich wäre der andre.“
gut.

Link und Conrad im 3. Akt allerliebste Scene.


Nun spricht er zu dem Polizeipräsidenten, – aber ich kann mich nich drin zurecht finden.

Wo steckt die Schande, wodurch wird sie abgewandt? „Ich kann mich nicht drin zurechtfinden
x---x Hülfstruppen zugeführt, weder dem einen noch dem andren x---x Hülfstruppen abgezogen oder zerstört.
Nie ist ein Kremser so genommen und aufgesetzt worden. Alles dramatisch geschraubt, forcirt.
Solche Mutter hat es auch nie gegeben am wenigsten in solchen Momenten. Da packen alle Mütter zu.

Akt IV

2. Scene.

Es wird der Kirche
und
u
dem Eid eine Macht zugeschrieben, die beide nie gehabt haben, es

Zweimal wird der Junge aufgetragen.
Hier operirt er mit Sentimentatlität. (Furchtbar.)
Scene 2
Der reine Wereschee gin Ich bestreit ihm nicht
  • 1. eine große dramatische Kraft
  • 2. gute, wirksame Situation.
  • 3. einzelnes Absolut Gelungenes in den Liebesscenen.
  • 4. ein poetisches Detail an hundert
Stellen.

Aber ich bestreite daß Stücke so sein sollen.

Es ist alles unwahr, es kann nicht so sein; die meisten empfinden das Volk könne es auch nicht empfinden; ich empfinde es aber. Und ich glaube, ich habe ein Recht dazu.
}

Warum wollte sie ihn verhöhnen, sie, eine Ruth, die greift nicht zu solchen Mitteln Die Scene mit Carlisle lächerlich.
in der Mitte des 4 Akts genau dieselbe Situation wie zu Beginn des 1. Akts. Wir sind nicht weiter gekommen und was geschehen ist hat weder Ihnen wie noch dem andern } Gut

Ich finde es confus.

Gebhardt (der alte)hat einen schmetternden Erfolg „durch X---x“ solchen Volks-Dauerlauf ohne Bildung macht Bürger auch. Schenkung und so haben wir

Meyer brillant im 4 Akt.

„Sie verstehen mich wohl nicht ganz“ sagt Carlisle und dies ist auch ein Fall – gelang z. B. die Stelle, wo sie ganze Dialog sprach sie von 8 bis 10 schwach wie sie relativ einfach ganz gut. „X---x x---x x---x.


Er ließ den Zettel schreiben (Quittung)um sie vor Schande zu bewahren – ich kann mich nicht darin zurecht finden. Liedtcke sagt was wie Gensichen.


Aus der Schwäche Eduards
geht es hervor daß beide Erben Wilhelm hat Recht. Harold hat Recht

Es zeigt sich nichts von Schuld, die Parteien stehen also zu Beginn des 4 Akts wieder gleich und was entscheidend ist. die Macht.
Nun kommt ihr Leidenschaft.

der Welt wird sich verändern.“

Die Scene mit dem kleinen Prinzen, nett, aber unwahr. Eine kolossale Ansammlung schreiben:
Hellmuth-Bräm entreißt ihm das Papier.
„.. begriff ich nie daß Menschen morden können.“ Gräßlicher Unsinn. Daran waren auch die formlosesten Könige gewöhnt, die ganze Scene ist ein kolossaler Unsinn. Es ist als ob es von Hugo Bürger wäre, als ob Hugo Bürger über England oder Schottland oder Amerika schreibt, – keine Spur von ächtem. 2. Aktes ist dramatisch bedeutend, dramatisch bedeutend dadurch daß der Conflikt zwischen Wilhelm und Harold brillant dargestellt wird.

Akt II.

Scene I. Meyer etc. Alles um zwei oder drei Jahrhunderte zu früh. Es ist ganz hübsch nach einem alten Rezept von Schiller Shakespeare etc. gemacht, – aber man hat nicht den Eindruck der Wahrheit. Es wird eine Sprache geführt, es geschehen Dinge, die man nicht glaubt und die Wirkung aufheben. Dann tritt Berndal auf, absolut als M---x als Maurenkönig, in all und jedem, so absolut unnormannisch wie nur möglich. Ich habe Normannenbilder gesehn, alle sind hager, bartlos, scharf profilirt.

Auch hier Unwahrheit. Das Angesicht
König verlangen. Ein Puppen-König bricht natürlich den Eid nach 10 Minuten. Alles ist unwahr, alles blos auf den Moment hingearbeitet. Warum nimmt er den Kleinen als Geisel? Warum bemächtigt er sich nicht Harolds selbst? Das wär das Natürliche. Aber ein weggenommener kleiner Preis ist wirksamer. Phantasus. Eine Sammlung von Mährchen, Erzählungen, Schauspielen und Novellen. Berlin: Musikschulbuchhandlung 1812.Unter Friedrich Ludwig Karl wurde Alt Madlitz zu einer wichtigen Stätte für die Kultur- und Kunstgeschichte der Mark Brandenburg. Es wurde zum Musenhof, an dem u.a. Ludwig Tieck, Achim von Arnim, Wilhelm von Humboldt und Clemens von Brentano verkehrten.Fontanes Notizen zu Shakespeares „Romeo und Julia“ entstanden während der Theateraufführung am 17. September 1882. Die Kritik erschien am 19. September 1882 in der Vossischen Zeitung (Nr. 436); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3868.Fontanes Notizen zu Goethes „Iphigenie auf Tauris“ entstanden während der Theateraufführung am 30. September 1882. Die Kritik erschien am 1. Oktober 1882 in der Vossischen Zeitung (Nr. 459); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3869.Fontanes Notizen zu Hugo Lubliners (Bürgers) „Aus der Großstadt“ entstanden während der Theateraufführung am 19. April 1883. Die Kritik erschien am 21. April 1883 in der Vossischen Zeitung (Nr. 183); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3904.Vermutlich diente diese fragmentarisch überlieferte To-do-Liste, die sehr wahrscheinlich am 1. Mai 1882 entstanden ist, auch als Grundlage für Tagebucheinträge. So schreibt Fontane etwa am 3. Mai 1882: „Gearbeitet. kleine Kritiken corrigiert. An Herrn Hauptm: v. Kalckstein, Herrn v. Schierstaedt, Herrn von Jagow-Rühstädt und H. Scherz geschrieben. Spatziergang. Gearbeitet: Scherenberg-Aufsatz. Um 9 zu Frau v. Noville; Herr v. Buddenbrock zugegen; geplaudert.“ Die ausgefertigten Briefe sind im HBV, nicht verzeichnet. Vgl. GBA–Tagebücher, Bd. 2, S. 171f., und Chronik, Bd. 3, S. 2474f. An Zimmer nicht ermittelt.Fontanes Kurzrezensionen für die Vossische Zeitung: zu Alfred Friedmanns „Gedichte“ (Leipzig: W. Friedrich 1882; am 13.06.1882, vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3859), Oskar Schwebels „Kulturhistorische Bilder aus der deutschen Reichshauptstadt“ (Berlin: Abenheim 1882; am 11.06.1882, vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3858), Franz von Holtzendorffs „Schottische Reiseskizzen“ (Breslau: Schottlaender 1882; am 15.06.1882, vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3860) und Fedor von Köppens „Männer und Thaten. Vaterländische Balladen“ (Leipzig: Dürr 1881; am 16.06.1882, vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3861). Vgl. auch GBA–Tagebücher, Bd. 2,, 1. Mai 1882, S. 171f.Fontanes Notizen zu Eugène Scribes/Ernest Wilfrid Legouvés „Der Damenkrieg“ entstanden während der Theateraufführung am 30. April 1882. Die Kritik erschien am 2. Mai 1882 in der Vossischen Zeitung (Nr. 203); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3852.Der Anfang von Fontanes Notizen zu Ernst von Wildenbruchs „Harold“ fehlt. Möglicherweise standen sie auf den herausgeschnittenen Notizbuchblättern (62v-55r). Die Notizen entstanden während der Theateraufführung am 21. April 1882. Die Kritik erschien am 23. April 1882 in der Vossischen Zeitung (Nr. 189); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3851.