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E5beta

1879.

<Schreiberhand Friedrich Fontane>
  • Vorarbeiten un
    Szenen zu I
    Grete Mind
<Schreiberhand Theodor Fontane>
WichtiVorarbeiten 
3017 Schritte langZwei große Gewölbe. Jetzweiß, die Gieberoth, zwegroße breite SeitenFenſter, eieben ſolches iFront, die Fenſterkreuze (d. h. Stäbekunſtvoll geſchnitztLebens---ſche 2/3 SpaltW. Lübke 2/3 SpaltRob. Koenig einhalbe Spalte wenige4 Zeilen8/11/1 5/6 Spaltalſ1 2/3 Spaltgleic10 ReichstalerDas Ganze uetwa 14 Fuhoch. DeNebenrauauch gewölbtdas Frontfenſtegeht auf diHauptſtraßeKleine Eiſenfurchen iden WändenIn den Gärte
Situationsskizze (fiktional) zu „Grete Minde“.

wo ſie zuſammenſtehen Rundungen mi
kleinen
kl.
LöwenGreifen unandrem Fabelthier, damalnatürlich allebunt
Ein Hof nicht langder zu beiden SeiteVorrathsfächer, Ställhatte. Unten ſtandedie WirthſchaftsthiereKühe, Ziegen, Pferdund andre KofenHühnerſtall. Hühneauf dem Hof, KöchelofenDie obere Etage deStallgebäude, ſpranvor, inhatte Schrägbalkedie es trugen unbildeten darunteeinen Gang. Nachinten zu waein Eiſengitter, ſchögearbeitet, zierlicdünn, ein Prachtſtück der Schmiedekunſt mit Schilderund Emblemen unman ſah durch didünnen Stäbe hindurch auf deGarten, der iBlumen ſchwandwammin der Mitte eialter Kirſchbauman den SeiteHimbeerhecken unam äußerſten Rannach hinten zu einGeisblatt⸗Laube
So diſtellt ſich daBild dem Auge darals die beiden Fraueoben in der Giebelſtube ſitzen undurch das offene Fenſtemit kleiner Glasmalerei iHof und Garten niederſehnUnter dem Ueberbau der Stallgebäudſtand ein Häckſellade, eine Feuertine, Waſſerbutten, Hühnerkörbe. Eine Katzlag in der Sonnund die Jungewaren um diAlte her
Minde darf keiGeſchäft haben; ehat ein halbes Ritter-(?gut in Buch odeſonſt wo er lebt voſeinen StRenten. Zer-nit aber hat nocein Geſchäft, aber eiGroßgeſchäft, nicht edetail. Die Vorräthe waren ieinem Seitenſpeicher
Auf dem Hofauch ein Taubenhaus, wie dabei Krauſes, odenoch beſſer eiVorbau am Vorbau, auf deſſelbegothiſche Spitzche(Holz) die Tauben ſaßen. Eiwundervolles Bild
Die Dielhatte ganz einevornehmen AnſtrichOben Balkenlogen, die miSchnitzwerk nacunten hingenan den Wändehin hohe geſchnitzte Schränke unan den vorderſteBalken, der Thüzunächſt, niſteteSchwalben, alſo vordie SchwalbenneſterDie Hausthür ſtanoffen und diSchwalben flogeaus und einAlles ein Bildes Friedens, deGlückes
Vier Steinſtufen führtehinauf, dann kaeine ziemlich breitThu und tiefe ThürRechts und links vorſteinerne Sitzbänkin kleine Wandniſcheder Thür eingemauert. GeorgiusCrulliu 1543Petrus Crulliu1542. Medaillonportraits. DarübeEngelsgeſtalten; ſchützendaber halb im Mauerwerk ſteckend
Wenn man durcam „Eulenthurmvorbei (früher wahrſcheinlicJerichower⸗Thor alBurg⸗Thor odeirgendſonſtwie) idie Vorſtadt kommtdie den Name„Hünerdorfführt, ſo gehman eine kleinStrecke die Haus-dorfer Straßentlang, danbiegt man rechtin eine kurze alte Straße eindie „Schloß⸗Freiheitheißt, früher vielleich„Burgfrieden“ odeſo was AehnlichesDann ſteigt mazur Burg hinandie aus zweHälften beſtehtaus einer eigentlichen und eineArt Vor⸗BurgAlſo etwa ſ
Lageplan; BurgBurgTangermündeBurg Tangermünde. BAmtshau
Auch ein
    A. Eigentliche Burg Auf- mauerung. B. Vor⸗Burg. Mit Mauer-Einfaſſung an zwei Thürmen C. Weg zur Burg
  • hinauf
  • D. Der Wallgrabezwiſchen Burg unVorburg
    a. Amtshau
  • b. SogenanntKapelle
  • c. Scharfe Eckewo ich ſaß
Von dieſer ſcharfenEck aus erſchließſich einem eiwundervolles BildVor einem unmittelbar und faſzu Füßen diElbe, von der rechteSeite her mündet „der Tanger“ einDrüben weitWieſenflächen, aHorizonte Waldlinien, aus deneKirchthurmſpitzehoch hervorragenam weiteſten rechtBuch, dann Jerichomit Doppelthurdann Fiſchbeck, tiefedahinter Kablitz, etcund dann Schönhauſen. Mehkann man nicht ſehenDem ſcharfen Ecſchräg gegenüber, aandern Elbuferdas ForſthausIn den WieſeRohr, WeidichtHeuſchober, weidendeVieh.; ein paaWindmühlenUnd am Ufelag das ſchwere Fährboot. ZiegenSchaafe, Pferdekoppel
Lageplan; TangermündeTangermuendeTangermünde. Stendaler ThoWieſeDer TangeWaſſerthoEulen⸗thurSchloß⸗freiheiBurHünerdorDie Elb

Die Stadtmauer iſt nocjetzt mit einer Anzahl voThürmen beſetzt
Auf der eigentlichen Burg ſtehjetzt nur daverfallene Amts-hau (Blick auf deFluß) und die ſogenannte KapelleAuf dem Burghodamals einigalte LindenUnd ein alter Nußbaum.Die Wandung deKegels, auf derdie Burganlage liegtiſt ummauert, miPfeilern, unEpheu faßt es ein Im Burggrabejetzt Gartenbäumetc. damals S---xwaſſer etc
Ich darf von deVor⸗Burg, ſo guwie gar nicht ſprechenEs muß alles auf deeigentlichen Burg ſpielenDie Kinder ſitzen ader „ſcharfen Ecke“, deriden Blick auf das Gegenübeund dann rechts hiauf die Stadt hatDann gehen ſi von der Rechtsfronder Burg nacder Linksſeit
Lageplan; BurgBurgTangermündeBurg Tangermünde. Burg⸗Bau-lichkeiStad
  • a. Scharfe Ecke, Blicauf Fluß und Stadnach rechts hin
  • b. Andre ſcharfe EckeBlick auf Fluund Wald, naclinks hin. Wenſie vom Stadtwalſprechen, müſſen Sinach links hinübegehn. Von deLinks⸗Ecke auſieht man auch dehinteren Theil der Stadtwo ſich die jetzige „katholiſche“ Kirche befindemit einem alteStorchenneſt drauf
St. Stephan
Der Kinds Grab-ma in Stein Hautrelief) 16031604 und 160geboren, alle ſtarbe1613 am 4., a2. und am 12. Septembealſo wohl an eineSeuche. Sie ſinfür mich wichtidurch ihre Trachtdie alſo genain eine Zeit fälltStrümpfe bis zuKnie; kurze Schuhmit Bandſchleifeweite Pluderhoſvon reichem Sammtgeblümtem odegepreßtem Sammtſtoff; Wamms, daunter dem ſchmaleGürtel (Schmachtriemen) noch 3 Fingebreit, als einArt Halb⸗ odebis zuKnie gehenViertel⸗Schooßhervorblick
Grabmal; Epitaphien Familie AlbornEpitaphienFamilieAlbornSt. StephanDetail eines Grabmals aus St. Stephan in Tangermünde.
  • a. iſt aufgereih(wie bei den Ulanenaber viel ſchmalerund trägt eine ReihKnöpfe.
  • Radmantel (wiein Kurrendejungemit kleinem Kragenreich gefüttert un
bis zum Knireichend. Gefaltetſteife Krauſe, wiMaria Stuart. DaHaar einfach, natürlich, wie wirjetzt tragen. DiHände gefaltetſo daß man diSpitzen an deAermeln deWamſes ſieht

Daneben ein Raths-her aus derſelbeZeit
Alles ebenſoDie Kniehoſen unteauch mit SchleifenDer Hut ähnlicwie wir jetzdie Filz⸗hüte trage
Ratsherrnhut.

mit BandgiftebeſetztEinen Degen ader Linken, Handſchuhe in der HandStarker Kinnbaretwas zugeſpitzt unſtarker Schnurrbart. Haar kraunatürlich. Mantemit Schnüren vorbeſetz
Ob er ein Wamträgt oder eiLederkoller odeeinen Bruſtharniſchiſt nicht klar zſehn; es hat ganz diForm eines Bruſtharniſchs, aber diKnöpfe deutedarauf hin, daß eein dickes Wamſein mußEs iſt ein Albiund die 3 Kindeauch. AlbornDas Wappen iſintreſſant: eiZiehbrunnen miEimer
Wappen; Alborn, Familie aus TangermündeAlbornFamilieausTangermuendeWappen der Familie Alborn.
Jungfer Lorenz [Votivbild]JungferLorenz[Votivbild]falseAnonym/nicht ermitteltVotivbild der Jungfer Lorenz.

Jungfrau Lorenz. Obeein Eiſenreifen zwiſcheden Hirſchgeweiheund eiRing daran zuAufhängenDreiſchiffigKirche, auch diSeitenſchiffe breitfaſt ebenſobreiwie das Mittelſchiff. Alles ſchögothiſch gewölbtDamals natürlicalles bunt, allemit Bunt- GlasfenſternHinter dem hohenCho (der abenur ſehr niedrigzwei, drei Stufenein ChorumgangDie ganze innerAusſchmückung: BilderKanzel, Altar, BänkeQuaſi⸗Chorſtühle, alles modern
Neben dehohen Chor, ande im linkeSeitenſchiff, (zeigaus der linkeAußenwWand deKirche ſelbſt einach außen hi(alſo auf deKirchenplatz hinausein kleiner gothiſcheBau nach außeheraus (Z
Gebäudegrundriss; St. StephanStATangermündeSt. Stephan in Tangermünde.

Dieſer kleine An-ba, neben delinken Stück deQuerſchiffs, iſ wieine Hohch⸗Loggebaut, ſo daman von ihaus, in Höhe vo18 bis 20 Fueinen Blick auden hohen Chor unden Altar hat
Der hohe Choiſt 24 Schritt (gutelang. Bis zuhohen Chor 6Schritt. AufAuf jeder Seit9 mächtigPfeile
Der Kirchplatiſt nüchtern, leerlangweilig; diPhantaſie hat hiealles zu thunHinterſeite eineBäckerhauſes, deſſeHof hier (auf denPlatz) mündet. Hiewurde leichteFichtenholz zuBakacken abgeladenEr ſelbſt war beſchäftigt und einMagd; ein Hahn unein paar Hühnewaren aus deHof herausgekommeund genoſſen deKirchplatz⸗Freiheitund kakelten unkrähten

Zwei langStraßen führedurch die Staddurch, parallel midem Tanger-flu
Lageplan; TangermündeTangermuendeTangermünde. TangeElbStendalThoEulenthurmJerichowSeit(nicht richtigJericholiegdrübe

Die Hauptſtraßheißt jetzt di„Lange⸗Straße“die damit parallellaufende, ebenſgroß und faſt hübſcheißt die „Kirch⸗Straße. In deMitte zwiſchebeiden liegt deMarktplatz, midem Rathhauſeſo daß die LangeStraß von einer Seite dePlatzes hinläuft, diKirch⸗Straße an deandern
Gebäudegrundriss; RathausRathausTangermündeRathaus Tangermünde.

Ein achteckigegothiſcheSpitz-thurBerühmtgothiſchFaçadUnter deTreppenlaubiſt der Ein-gan2TreppenſtufemiEiſengeländeführein eingothiſchLaube; an der 2andren Seite ſpringwie der Linksflügeeines Querſchiffs eigothiſches Stück vordas auf offnegöothiſchen (niedrigenBögen ruht. Darüber, um dann idas eigentliche Rath-hau hineinreichendliegt der Rath-haus Saa
Der ganze Baiſt eigentlich kleiund der Vorſprung nach linkiſt nöthig, ueinen Saalrauzu ſchaffen
Gebäudeaufriss; RathausRathausTangermündeRathaus in Tangermünde (Vorderansicht).

Das Stendaler-Tho iſt ein großehübſcher Rundthurm, neben deder große gothiſchThorbogen füdie Einfahrt iſtLinks daneben von der Stadt ausund ſchon etwain die Stadhinein, ſteht eiviereckiger alterThur mit gothiſcheDach Große Scene zwiſcheValtin u. Greteals jener ſtirbtromantiſche Sceneribei Arendſee; daKind 2 Jahr altEr hat Gewiſſensbiſſe. „Es wadoch wohl nichrecht; ich mußtDir abreden; mimir iſt es nuvorbei, aber miDir! Mache DeineFrieden, Grete. Schiees auf mich; ictrag’s gern; ſöhnDich aus; werdwieder ehrlich. (Emuß ſie vorhegeheirathet haben
katholische
kathol:
Trauung;ein Mönch voArendſee. Frauenkloſter.) Er ſtirbt

Grete will daraueingehen. Aber wieSie findet keineWeg. Sie kommt untedie fahrenden LeutePuppenſpieler. Sikann es nicht aushalten. Diefahrende Lebemuß beſchriebewerden. Lüderlichkeit. Es wideſteht ihr. Sidenkt an Valtin, unwill es nochmalernſt verſuchen aihre Verwandten heranzukkommen. Sie hörtdaß die Puppenſpielewieder nach Tanger-münd wollen; dkann ſie nicht dabeſein. Sie fliehtUnd kommt nuſelbſt ans ThorNun drittgroße Scene: DaWiederſehn der Stadtder Burg, deKirche, der HäuſerSie weint. Siſieht des BruderKind. Sie gehin die Kirche, wdas „Jungfer LorenzBild hängt, ſie betet. Und nugeht ſie in deBruders HausDann die KataſtropheHohe Fingerhutſtauden. Erdbeerbüſchelchen mit Blüthe unrother Frucht. Johanniswürmchen am Abend. (Das Bilerweitern.
Wenn alle untreuwerde
Italien hält die Treu’
Und ſchafft es aucBeſchwerde
Es hat darob nicht Reu’Es ſchwingt noch die alte FahnVon 76 herEs bleibet ihm Und ſenkt ſie vor FontanDer ewige den altenSekretairMein lieber TombiniZoellner Chevalier, ohndieſen Tombini hätt’ icnicht geſchrieben und eſteht nun bei Dir, oDu ihn um des St---lewillen, den er mi gegeben hat, haſſen odelieben willſt. Eikurzer Brief kann efreilich nur werdenein Auffahren aus deSchlaf und Traum, wiMalcolm und Donalbaials Macbeth(Macbeth, Akt II.) (immerlet x---x coldmit’m Dolch | durchI say Amen)der Wagner ſchlich,an ihren vorüber| odewie Lepel als ergierig und verſchlafendie berühmte Fragthat: „wieviel Stückhaſt’en Du gekriegt?Denn um weitezu citiren, unſer ganze Daſein hier drehſich um die Frageden Königs Monolo „Schlafſüßer Schla etcet cetera“ nur midem Unterſchied, daß KönigHeinric ihn nicht findekonnte und daß wiumgekehrt nicht herausuns ſeiner kaum erwehrekönnen. Und das alleaus Froſt. Abends wennvor Kälte | | lethargiſche Müdigkeiwirhält uns in ihren Banden, ſich müde auf deBalken ſitzen, rufenx---x die Doktoren x---x ewir uns abwechſelnd an wieAnäſtheſiSchildwachen, weil jededas Gefühl hat, daeinſchlafen und Tod diwir g x---x ſind betäubt uns wiſch---x (alten x---x Stätten) die ſinein Tropfen Aether be wurdehalb berauſcht und halx---te Anäſtheſie. |Es iſt eiZuſtand, der etwas Aengſtlichehat und| Abends wenn wiauf unſrem Balkon ſitzerufen wir uns an, wiSchildwachen, um unvor dem Einſchlafen zuund dadurch vor de„Tode durch Erſtarrung“ zu ſichern. Wir wollenals „erſtarrt“ im Polizei-bericht ſtehen nich. MiHeyden hab ich ein paBriefe gewechſelt,. iſeinem letzten | kam einvorzügliche Bemerkung vor(Eer war in Goslageweſen,) lobte er da12. Jahrhundert, ſprach voden 60,000 Einwohner die Goslar die Stadt früher gehabt habe unſchloß: „Selbſt Wislicenusvon dem eine unpartheiſchKritik ſagt, behauptet, daß er afond nur Kinder machekönne, wird währenſeiner Anweſenheit deOrt nicht auf ſeinalten Etat bringen.“Höhe, x---x Einwohner⸗Zahkönnen.“ Ich find evorzüglich. Der alte Wist jetzt hier und spuckt
und
u
ſchopenhauert weiter; im Uebrigehaben wir uns ſeiner Anweſenheit aus einerhundert MengGründen zu freuen, unter andermſo z. Bweil er heizen läßt und dadurch Erinnerungen weckt an Tage, wdie Vögel nicht todt au der Luft fielen. WederVon Partienrolle X---x werdenmachen |(Das iſt das Gute von der Sachewenn abſtändig angeboteiſt natürlich keine Rede und |naber was nutzt einem diFlöte, wenn man nichblaſen kann. Und | ſo werich denn wohl heimkommenund meine Stimme für Falabgeben | ohne vorhemeinen Namen ſammt Vers in daBrocken⸗Buch eingetragezu haben. DasDas Lebeheißt reſignireniſt eben eine Reihe von Enttäuſchungenx---x. Und indem icDich inſtändigſt bitte dieſes Satzes aucbei Leſung dieſes Briefes entſchuldigend eingedenk zu ſein, zu wollen, unteherzlichſten Grüßen an ditheure Frau, wie immeDein NoelSo erſtaunt ich war Ihr „PauLindau“ zu leſen – d. h. nacmeinen perſönlichen Erfahrungeneinex---x---freundlicheX---x---ſo x---x x---x x---x---x die x---des X---xWer nebenbei x---x---x X---iſt x---daheX---x---x Roman. 33 [31
Er gehört zu der Gruppevo Leuten, die immermeiſZahnweh und immer einen hervorguckenden Rockhängſehaben
191. 462. 446. 7 u. 8
Seite
S.
76.„Und das FürſtenthuHohenfließ lag nur nocein Fürſtenthum weivon ihm.
Seite
S.
79 die ersten zwei Zeilen
Seite
S.
80 „Kränklichkeit“.
Seite
S.
81.„Dr. Sphex ſchüttelte nuſein Herz aus, wie einigihrGallenblaſnennen.
Seite
S.
189
Eine Figur wie KühlingMaler, Stimmungslandſchafter„Er macht mich nervös.Dieſe Wendung bei all und jedemLeitartikel⸗leſen macht mich nervös; ebenſo eine Predigt, eiLuſtſpiel voBenedix, eiHaus in degewaſchen wirdVorſpiele, Anekdoteerzählen, im Vorzimmearten etcet cetera
    1 Glas Madeira3 Selterſer Wasser2 Schle2 Schmorbrate1 Kalbsnier1 Kaffe3 Seidel
    513 24
    7,9
Hochgeehrter Herr Doktor. Die letzten Tage meinesMein WernigerödeAufenthalt hier ſolnicht zu Ende gehnohne daß ich Ihnevon hier aus, x---xeinen Danx---x für di2. Abtheilung Ihrer X---x---x wurde, meiDank für eben deshalb augeſprochen hätte. Ei neben mir ſi wohnender 3Sommergaſt, alter Schopenhauerianer, erhob das Bucſofort zu ſeiner Sommerlektüre, las mit Eifeund dankt Ihnen mimir. Meine kl.kleine Beſprechung de1. Abtheilung (in der Voſſin,) iſtefähr in deohng Ihnehoffentlich zu Händen gekommennoch gleichzeitig mit IhreBuche traf auch ein ſehr freundlicheBrief Ihres Kollegen Panteniubei mir ein; bitte dankeSie ihm in meinem Namen beſtendafür. Allem was er ſchreibtſtimm ich zu.; Mögedaß ſich erſeine x---der Buchausgabdes Romangünſtigen Erwartungen |, die er an die Buch-Ausgabe deseines Romans knüpft,| wenigſtenseinigermaßen erfüllen mögekann ich nur wünſchen. An Fleihab ich es nicht fehlen laſſen die Geſinnung iſt untadeliund das (ſo hoff ich) Talent, iſt dieſem und jenem wenigſtennicht ganz gemein alltäglich; ich hab eaber, vielleichtvielleicht unter anderin einem Punkte x---xda bei ſcheinbarer Be---eigentlich aus etwaLöblichem erwachſenddarin, daß ich das bloßReferat vermiedeund ſtatt deſſen immer, dramatiſch die Scene ſelbſt gegebehaben. Dies iſt, in richtigeund maßvoll gehandAnwendung,habtunbedingt ein großeVorzug, ich hab es alleim Maaß verſehn undadurch Breiten geſchaffen. Anſtatzu ſagen: „er genas“ ode„er begegnete dem und demoder ſie hatten einAusſprache, x--xfuhr ich al dieſe Dinge dem Dicht [39Leſer leibhaftig x---x vor unwerd’ ihn |vielleicht durchzur die Länge der | 3 dadurcVielleicht iſt es auch nichſo ſchlimm. Was mir natürlich ſehwillkommen wäre
Mit Ihrer Literaturgeſchichtwerden Sie gewiß Glücmachen. Ich finde Sverhaßt mir die nordiſchIlluſtrirerei iſt, das ſchrecklichHerz, alles |wohl oder übel,in ein Bilderbuc| untedie Aegide des alleiſeligmachenden Bidertagezu ſtellen, ſo ſehr gefällt mir das iſchweren Laufe befagtVerfahren. Denn edient einem hübſchen Zweckund iſt unterſtützt daIntreſſe an den Dingein hohem Maaßex---x X---x komm ich wieder nach Berlin, ubleibe 14 Tage und will dann noch ein paar Wochean die See. So „kalfatert“ x---x wird man danwohl über diWinterſtürmwegkommen. Ivorzügl S.Seite 192. Hier iſeine Stelle, wo ſicauch wie die „RomanGeſchicklichkeit“ auf IhreHöhe zeigt, als wär evon Wilkie Collins. Eiſt die Stelle von „Bruſtohne Herz und dadurcdie Erinnerung an dageheimnißvolle „Herzohne Bruſt.
S.Seite 203. „In ſtarkeMenſchen werden digroße Schmerzen unFreuden zu überſchauenden Anhöhen des ganzeLebensweges.“ Und danunten auf derſelben Seite„Albano hatte den FehleAber eine Erklärung wollt‘ ich Ihnen wenigſtens gegebehaben. Ih ſeine Meinungen einefreier und ſtärker zu ſageals da, wo er fürchtekonnte, grade durch dieſFreiheit der Meinungsäußerung ein paaHimmel ſeines Lebens zverſpielen.
S.Seite 214 „der Trieb nachKompletirung.

W. Roeseler war doch ſchlaueals ich, weil er beharrlichewar. Wer ausdauert, machalles. Ich ſchrieb ihmich wäre bereit, aber ebezweifelte aber, daß Ihnedie Sache genehm wäre. EiSchleswig-Holſteiner aber – iVertrauen, ich habe nur unverſchämte und hochrothkennengelernt weiß ſich zhelfenIch muß nun allesſo, um ſo guzu ſein wie mein Wort Der hiſtoriſche Verlauf dieſes Handels wariſdas folgende. Gleich umſwoW. R., unmittelbar im Verlag, eines PanteniusArtikels, geleſen, dachtſchrieb er mir einenLiebesbrief. Er dacht: erſichtlich auder Betrachtung heraus: „Halt, das iſt meiMann; das wärmalte Geſchichten auf“Dem Briefe folgte eiBuch mit einer Dedi-katio ſchoflichen, auder Rückſeite deTitelblatts geſchickangebrachten Dedikation anAlles zum Lachenetwas komiſch.. DiSachen ſelbſt ſcheineaber talentvoll, allwidenn all dieſe Niederſachſen Schl: Schleswig Holſteiner HerrenMecklenburger, ſchreiben ſelten etwas Schlechtes machen ||Dazuſind ſie zu anſtändig.,wenn dies wert zugut iſt, zu dünkelhaft oder     [35 3ſchon weil Sſie ſind zu unausſtehlichdünkelhaft, ſind, um ſich durcLodderei etwas zu vergeben. Ich dankte ihmſprach,ſprach x---x in meinem Dankes ſchreiben leichtſinnigerweiſmeine Bereitwilligkeit ausſetzte aber hinzu: icbezweifelte die Ihrigeda Sie ſchon den PanteniuArtikel nur aus Gefälligkeigegen mich gebracht hättenDies ſchien mir nuein vorzüglicher Schachzugaber ich hatte einen W. R.Wilhelm Roeseledoch erheblich untertaxirt. Ein Pertinax,Der reine Er iſt aus der Familie jener Pertinax wie ſie nur nocin Schl.Schleswig Holſtein vorkommenfragwürdige Tugend aus deDänenzeit her. De Rat erkennen Sie leichter hat mich eben überliſtetEinen heut von ihm eingetroffenen Brief ſchließ, dein ſeiner K---heitin ſeiner Miſchung voBeſcheidenheit und Selbſtbewußtſein, von Gemüthlichkeit, Schmeichelei unangedeuteter FreimaurerMogelei (manis manen etcet cetera) als eiMeiſterſtück ſchleswighoſteiniſcheX---x Schlaubergerſchafgelten kann, ſchließ iczu Ihrer Erbauungheiterung beiDen Artikel ſelbſſchrieb ich; die StoffBornhöved, HemmingſtedtMiſſundeErich und Abel, find ich allintreſſant, ſo daß mawenigſtens nach dieſer Seithin gedeckt iſt. MögeSie in dem himmliſchen Düſter-broo, deſſen Buchen hocnur noch von ſeinem Hôtel übertroffen werden, glückliche Tage verleben. Ich eile übermorgen zur WahlMein aufgeführtes Wahl⸗ Sch---x⸗X---nach dieſerSeitiſt ſeit 1Jahren ſx---xgroßdaß ich ſiees endlich einmageſinnungsvoll abtragen will. Ivorzügl.vorzüglicheErgebenheiIh
Holländisch. 1650.
Schwerer Tiſch midicken Füßen. Chineſiſche Vaſe blau unweiß. HochlehnigeStuhl mit Lederüberzug u. meſſingblanken Knöpfen. Schmuckund Toilettenkaſtevon Holz mit IntarſienBlumenmuſter. EiAbfeger wie jetzdie Damenhutbürſten. HellgelbFenſtergardinenDas Haar blondeinfach geſcheiteltbreite weißAtlasbänder hauben artig um den Haardutt, an der Seite mit 3rother Bandſchleife. Siträgt einen kurzen jackenartigen Pelzrock, voroffen, und breit mit weißePelz beſetzt. Neben deFenſter ein kleiner Glasſpiegel mit Rahmen
Holländiſch. 1650Schmiedewerkſtatt. Großgeräumig, Herd, Waſſerbutte, Eimer, LeiterGroßer alter Schleifſtein mieiner Kurbel zum DrehenTrinkkrug von Blech, Hammeund Janken, SchraubſtockEin großer Vogelkorb obe an der Decke
Holländiſch 1650Küche. ZinntellerMeſſing⸗Keſſel, Meſſinggreifeauf 4 Füßen, Meſſingleuchter, Laterne voMeſſing mit Fenſterchedrin, Sieb (Perforat voBlech), Blaſebalg, Korfür Handtücher wiein Papierkorb, rotheWaſſerkrug. Trinkkrumit Deckel, Blechlöffelkleines niedriges Waſchfaß mit Reifen zuTeller⸗abwaſchenKaſſerolle. Dickes Bucrother Schnitt, Schweinslederband Die Fenſter groß genug, aber 4aus vielen kleinen Stückemit dünner Blei⸗Einfaſſunbeſtehend. Gemüſekoſt unHolztonne, ganz wie heut
Trachten gewöhnlichLeute 1660
Hemd oder WolljackeGroße Tuchweſte (ohnAermel) ſo daß madie Jackenärmel ſiehtHoſen bis zum KnieStrümpfe bis zum KnieSchuh. FilzklapphutLedertaſche an eineLedergurt, bandelierartig
umUm 1600 eifeiner Herr miBacken⸗, Schnurr⸗ un Spitzbart. Haar einfach, natürlich. Rocbis hoch hinauf, ſo danur noch geradPlatz bleibt für einjabotartige Halskrauſe. Halskrause.(Krauſaber kleiner.

Amme und vornehmeKind. 16650
Amme: Kopftuch voweißen Spitzen (holländiſchplattgefältete HalſskrauſeSchwarzes KleidKind: Brokatrocmit X---xzugeſpitzter TailleMützchen von demſelbeBrokat oder gepreßteSammtſtoff, da Mützchen vorn mit feinenȃ4Spitzen beſetzt, ebenſSpitzen vor über deMiederchen und voSpitzen auch eineStreif (wie Papierund in horizontaleLinie abſtehenden KragenFeine dünne vielfachGoldkette an linkeArm und um den Halsan der Halskette eiMedaillon
Jairi-Töchterlein.
(1650.) Holländiſch. Himmelbett derart daß der Himmeüber das ganze Bett fortgeht (blau) ebenſo Bettgardine am Kopfende un links und rechts deKopfes, ſonſt alles offeoder zurückgeſchlagenStarke Kopfkiſſen (wiunſre) leichtes Deckbetund über das Deckbetnoch ein prächtiges türkiſches Tuch gelegt. DiStühle faſt antik

Was die Renaiſſanceformen angeht, z. Bvon Krügen, Gläſern, Humpen etcet cetera etc. ſo iſt Lüb⸗ke deutſches Renaiſancſehr zu gebrauchenTrachten um 1580 4(Münſter uund BraunſchweigFeine Dame und ihre Tochter. Rother langer Sammtrock bis zu den Knöchelgehen
Tracht einer Frau aus dem 16. Jahrhundert.

Der Rocvon ſchönerotheSammeauf SchnPlattſchur(gemuſtertembeſetzt, ebenſdie kolbenartig augepuffteAermedie bi zum Armgelenk reichendann die weißeAermel des Unterkleides. Getollthohe Stoffraiſe; ebenſam Handgelenk. AHandgelenk die weißeUnterärmel mit dregoldnen KnöpfchenUnterkleid von gelblich-weißem DamaſtAlles, über deras gemuſterten Plattſchur hin mit kleinezierlichen MetallknöpfenGolEng⸗anliegende, mützenartige oder kappenartige Kopfbedeckunvon ſchwarzem Sammmit Goldſpitze garnirt. Viele Goldketten
Das Kind ebenſoDas Hausmädchen derſelbSchnitt, aber nur eiKleid (ſchwarz) obere Aermelform, Unterärmelhoher Kragen, hohe Fraiſalles ebenſo. Weißeinfache, enganliegende abenach hinten zu latzartiabfallende Küchenenhaub

Männerportraits (holländiſch) 1650. Alle Sorten Bart. Natürliches HaarHalskragen: bei deeinem wundervollePlattkragen wivon iriſchen Spitzen(Edelmann bei dem andern (eineGelehrten) hohe getolltKrauſe, die ſich wiein Tortenkranzform überalvon gleicher Höhe unSteife rund uſeinen Hals legt. Ein Rechtsgelehrteebenſo. Die Kleidunganz ſchwarz bei alleHolländiſcher SpitzfilzDer Alte eine Sammtkappe auf dem Haupt

Männertracht 155Deutſchland
Schwarzes Unterkleid, eine Art kurzeKittelrock, oben mit rothem Beſatz bi dicht an die Achſelhöhlgehend, der Platz vowie jetzt bei ausgeſchnittenen Frauenkleidern. Den Platdarüber ein feines weißevielfach gefältetes Hemdoder Spitzenhemd, deſſeaufrechtſtehender Spitzenkragen faſt den Halbedeckt. Dazu einfellartige ſchwarzMütze, wie ſie jetzdie engliſchen Matroſetragen.Mütze aus dem 16. Jahrhundert.. Handſchuh. Degen. Ueber deGanzen ein Pelzrock,pelzbeſetzter Rocfrüher ziemlich lang, ſpätewohl kürzer. ISommer fehlte wahrſcheinlich der Pelz
    Faſt ſieht es ſo ausSie trage
  • 1. ein weißefeines Hemd
  • 2. darüber eielegantes, oft rothekittelartiges Kleidungsſtück, deſſen Aermeman nachher ſieht
  • 3. darüber eineſchwarzen Rock, odereine Weſte,mit hübſche Ueberfellkragen ohne Aermel
  • Dies wohl nufür den Winter { 4. Einen pelzbeſetzten Rock, deſſeAermel aber nubis an das Armgelenk gehn, ſdaß man den rotheeleganten Unteärmel ſieht
    Mannkoſtüm 41. Schuh2. Strümpfeüber Kni3. weiteKniehoſe4. LeinenesHemd5. Leibche
  • 6.(unter uUmſtänden aucWeſte) mit Aermeauch ohne Aermelmeiſt bei feineKerlen mit Aermeldann aber hat deRock |keinen (dasWamms | keine Aermel
  • Dieſer Rock hieJacke. Hat nu
Wamm Aermel wendas Wamms keinhat, und hat keinAermel, wenn daWamms welche hatDarüber wird denals eine Art manti(Mäntelchen) die „Schaubegetragen, die unſreMantel oder Mantelrock entſpricht. DieſSchaube iſt mit Pelgefüttert u. beſetzoder auch nicht beſetztim Sommer blos miSammt oder Seite.

Strümpfe: weiß, blauſchwarz, grau, rothUnteUmſtänden aus Stärke genähtHoſe: ſchwarz, graulila, roth, braunWamms: geſtreiftSeide, grau unſchwarzvorn immezugeknöpftJacke (eventuell LederPoller;): ſchwarz Seide, mit Atlaoder Sammt beſetzt, unſchwarzen odeweißen oder ſilberneKnöpfen. Die Jackmeiſt ein bischeoffen um diWeſte zu zeigex---x, das HemdSchaube. Das Mantelchen. BrokatGrüner Teppichſtofmit SchwarzhalbſteifaberſtehendeSeidenkragenEventuell länge(bis zum Knie) un außen und innevoller Pelz. 4

Frauenkostüm
Hier paſſen miganz die Trachteauf dem MünſterBraunſchweigiſchem Bildvon 17580 und diFiguren auf deMünchner Bilderbo-ge
    1. Weiße Haube2. Spitzhut3. Schürze4. Korſett, Leibchen, Mieder
    5. Unterklei

  • 6. Langer, offneOberrock
  • 7. Krauſe. Tellerkrauſe. Spitzenkragenſteifabſtehender Kragen

Die eine Figumuß im Koſtüder dicken Holländeriauf d.dem Münchner Bilderbogenoder der Holländeriauf dem MuſeumsBilde (die PerlenToilette) entsprechenDie andere, GerdtMinde Frau, de eleganten Frau audem Bilde von 1580. 4
Grete ſelbſt mugekleidet ſein, widie hübſche Frau (NoNumero 4 auf dem MünchnerBilderboge
NürnbergePatrizierhaus
  • 1. Sousterrain(Keller.) Hier befindeſich ein WeinkellerWeinfäſſer, auch wohOelfäſſer. Mangelholz zum Mangelder Wäſche auf einegroßen Eiſentiſch; waſchzuber etcet cetera; einiges Gerümpel; größereVorrathsraum für Dingedie nicht auf deBoden gehören
    2. Erdgeſchoß (Parterre

    • Vier Compartimentsa. Küchb. Speiſekamme
    • c. Mädchen (Geſinde⸗Stub
    • d. Weißzeug⸗ unVorrathsſtube

    • a. Küche. EinfachWandung. Herd. Rauchfang (wie jetzt.) Küchenſchrank, aber niedrigkommodenartig, wie ieinem KramladenSalzmetze, Eimer, TrichterDurchſchlag, Schippe, Borſtwiſch, Beſen, Eimergroßer Waſſerbehältedies alles von Zinoder Blech und an deeinen Wand ſtehend
      Auf dem RauchfanBratpfanne, Kaſſerollevon Meſſing und Eiſenblech
      Auf dem Herd: allerhand Töpfe, Bratenroſt
      Auf dem Tellerſchapp an der Wandviele Schüſſeln und Telleralles von Zinn odeBlech; ebenſolche Telleauch über der Küchenkommode, die zugleicals Küchentiſch dient
      Holzgeſtell zuAbtrocknen, ablaufelaſſen. Löffel, KellenSchaumlöffel. [48
      Niedriger Küchentiſch 5auch von Metall. Darauf Löffel, Meſſer unGabel. SteinmörſerHolzbutten für MilchRahm, Waſſer
      In der Küchenkommodallerhand Käſten unin der Mitte zweSchrankthüren
    • b. Vorrathsſtube und SpeiſekammerIn dieſe mündet vooben her die Treppe
      Vorrathsſchrank. Hiehölzerne Fäſſer miAufſchrift: Gries, GraupeMehl, Linſen, Erbſen, ReisDarunter kleinere Holzbüchſen mit GewürzenNelken, Pfeffer, Ka---xZimmt, Ingwer, Cardamom. KräuterMajoran, Dill, Thymian et.et cetera Kaffemühle (?) EingemachteIngwer in chineſiſcheGefäß blau und weiß
      Waſchzuber. Hühnerkorb mit Huhn drinBequemer Holzſtuhl. Serviettenund Tiſchtuch⸗Preſſe. Obeauf dem großen SchrankZuckerhüte, Präſentirbretter (von Blech, buntbemalt, und allerhand hohe [49und flache Körbe. Eine 5hölzerne Mulde miallerhand Sorten Obſdarin
    • c. Mädchen⸗ und Geſinde⸗Stube. MädchenBett, ſehr anſtändig, obemit hohem Brett, unteniedriges (Fuß⸗)Brett, abekein Himmel und keine Gardinen. Eine große Truheeine metallene Badewanne. Eine hübſche, großWiege mit Betten darinEin niedriger, grüneKachelofen Kachelofen.. EiSpinnrad, ein einfacheEichentiſch auf Schräg⸗ (Sägebock) Beinen. Garnwinde. Handarbeitoder Näh⸗KörbchenSchale mit SchmuckſachenAm hohen Holſimmſe, dain Höhe der Thür läufſtehen ein paar Büſteund chineſiſche Schalenblau u. weiß. So daman vielleicht annehmen muß, es ſei daZimmer einer erwachſenen Tochter, odedie Mutter zieht emitunter vor, hier unnicht oben zu logiren
    • d. Waſchſchrank⸗ZimmeDies iſt neben devorigen, vielleicht haes den Blick auf Hof unGarten. Es wirkt zugleicwie ein Gartenund Theezimmer. Ein großerunder Theetiſch mit chines: chinesischer Theeleuchte und Theetaſſeiſt ſervirt, gepolſterte Stühl(etwa aus der Zeit vo1690 oder noch ſpätergeſchweifte Beine) druherum: Ein langes SophaGeſtell, groß, breit, bequemwie ein Bett, migroßen, braunen Kiſſendazu drei, vier kleinOvrillers. Auch hieein Spinnrad. Der Wäſch-ſchrank, ein ſchöner ausgelegter großer Schranmit allen Wäſchartedarin, namentlich Bett⸗ unTiſch⸗Wäſche
  • 3. Bel⸗Etage
    • a. Großes Familienzimmer
    • b. Damen⸗Zimmerzugleich Putz⸗ unEmpfangs⸗Zimmer
    • 3. Schlafzimmer

    • a. Großes Familienzimmer. WeißWände, durch gemaltSäulen in Felder getheilt, zwiſchen den SäuleFeſton

      Decke, weiß⸗holzgetäfeltFelder; Wände auch voHolz aber mit obiger Malere(weiß, blau u. Gold); audem bedeutend vorſpringendeSimms oder Carnice (iviDrittel⸗ oder Viertel⸗Höhdes Zimmers) ſtehen Bildein ſchwarzer LUmrahmunvon Ebenholz. Lauteholländiſche StilllebenFruchtſtücke, ThierſtückeGerichte, Paſteten, Braten, wunderſchöner Glaspokal mit WeinKrüge, Vaſen mit Blumen
      An den drei Wänden hin (die 4., Fenſterwand) ſtehen: α Buffereich mit Krügen beſetztganz wie bei Lucaeβ wundervoller Schrankwahrſcheinlich mit GarderobeDer Schrank von Nußbaumit 3 gedrehten (ſchlangenartig) Säulen. Obenauauch wieder chineſiſches odeholländiſches Porzellanβ. Glasthüren⸗Schranmit Tiſchgeräthſchaftenunſre Etagèren entſprechend; obenauf ebenfalls Porzellan; danin der Ecke der großRenaiſſance-Kachelofemit irgend einer Darſtellunaus der bibliſchen Geſchichteho geſtickte hochlehnigStühle zwiſchen deSchränken,. aAn der dritteSeite (γ): theils deOfen, ein Stuhl, eiSpiegel und die Thürdie in das Nebenzimmeführt. In deMitte ſchwerer Eichentiſch ent auf 4 gedrehten dicken Füßen un8 ſchemelartige, abeſehr feine Stühle (wiauf Heydens Fluraber noch feinerdrum herum
    • b. DamenZimmer. AehnlichEinrichtung. Landſchaften. EleganteDamen⸗Kleiderſchrank mit Putzſachen. RundtiſchGeſteckte StühleMadonneBuch⸗EtagereOfen
    • Bettzimmer. 5Himmelbett. SpaniſcheWandſchirmBibel, LeuchteLicht. Waſchpparat etcet cetera
[505

Heinrich v. Kleisgeſt. 10. Okt. 177geſt. 21. Novb.November 1811

Noch maEr lebte, bang unIn früher, X---xlit
„Kornblumen liebſt Dudie treuen, die blauen
Ich aber liebe den rotheMohn.

„Ich glaube, Trud iſSchuld.“ ſagt Val-ti und Grete verſpricht nun Regi-ne zu fragen

Zernikows Hôtel
    4 – 1
    18 1/
20
Silbergroschen
Sgr

    Herr Dr. Droper 5X---X---X---FraThe
5.

The

MetSodBie2
BiEr ſuchte hier den ToUnd fand UnſterblichkeiMatth. 6.
Vers
v.
12Zeit Unglücklich Kind. Sie hadas Zeichen
Ilſe lachte. „Sie haduſchwarze Augen, Dominadie hab ich auch
Aber Deine lacheund aus ihrene brennenIch kenn das. Eſchlug eine Flammheraus. Das bedeuteTod und Verderben, ſich und andern
Ilſe lachte. „DominaDu ſiehſt zu viel.Und Ihr ſeht zwenig. Alte Augeſehen gar nicht odeſcharf
    Schubrich. 5Mathilde R---xRoelFrau Adola

„Da lag ich furchtloan dem Buſedes Fenſters.“ Erſan der Fenſterbrüſtung, darauwird Fenſterbruſund endlich ſagt eDies iſt gangut, aber emuß doch in einebeſtimmten Tovorgetragen werdenſonſt ſinkt eaus dem Komiſcheins Trivia Sonderbare. Um eimildes Wort zgebrauchen
Reizend deVortrag vodem Fiacre, deihm zum Einſteigen einladetSehr gut vorgetragen. Abewie reizend iſhier auch diDurchführung. Eiunendlich liebenswürdiges Stück. 5Krause am Schludes 1 Akts als ihauch der Mutwächſt, ſehr gut

Maria Stuart

Schluß von Akt II.
Sir Paulet warnt deNeffen; dann kommLeiceſter dazu; dieſeſagt er nun in ſeineletzten 4 Zeilen ſcharfSachen und zwar miEmpreſſement und Aufmuckung; das gehnicht; vorher miMortimer waer richtig, gegeLeiceſter abenicht; ſo wagtniemand mit deGünſtling der Königizu verfahren; maverſucht höfiſcher, ſelbſdie, die charaktervolwaren

Die Scene zwiſcheMortimer und Leiceſteam Schluß des 2. Aktgeht wie verlorenſie ſprechen zu raſchmit halber Stimmeund doch wiederunicht deutlich genugnicht intenſiv, nichenergiſch genug, ſo dadieſe bedeutende Scen [575in den Brunnen fällNamentlich gilt dievon Goritz

Akt III.
Theatraliſch, zu lebhaft, zu bewegtUnd doch viel Gutesſie wirkt weiblich in dieſer Rolleſchwach, weich, ſelbſt ſinnlich, all das unterſtützt die Wirkunund läßt über diMängel hinwegſehn, – als ſie weggeht und nicht kommewill, theatraliſchDaneben wirkſie hofdamenartignicht königlich, Hofdame die ſich verg---und vom Hofe ſollDies alles triffes halb, aber nichganz. Und dann iſwieder etwas weichesmuſikvolles in ihreSprache, das gut paßt„Denn ich bin einKönigin wie Ihrdas glaubt manicht; die ganzStelle nicht gut, abedann wieder gutZeilen dazwiſchendie Worte bis z„feurige Begegnung“ 6ziemlich gut; etw8 Zeilen
„Habt mich zerſtörin meiner Blütheſentimental; alleklarer Stil; deklamatoriſch. Nuetwas all----weiblich Wirkendeiſt gut
„.. Möcht ich noch voeuch ſo ſtehn, wiIhr vor mir“...
Ziemlich gutDie Stelle: „Annv B---x daSch---x bislang“ gangut und wirkſamAuflistung von Spalten, Lebensskizzen Lübke, Robert Koenig (betrifft Rezension zu Wihelm Lübke: Geschichte der italienischen Malerei vom 4. bis ins 16. Jahrhundert. In: VZ Sonntags-Beilage, 7.7., 24.11. und 14.12.1878//Rezension zu Robert König: Deutsche Literaturgeschichte (Velhagen und Klasing 1878). In: VZ, Nr. 158, 9.7.1878 NFA XXI/2, S. 405