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B4beta

<Schreiberhand Friedrich Fontane>
    1879.
  • Hauptsächlich:
    Theater
  • etwas Wanderungen
  • Brief-Entwurf an
    einen Ungenannten
  • fragmentarisches
    fragmentar.
    Gedicht
    Herbstgefärbt
<Schreiberhand Theodor Fontane>

Hans v. Küstrin.

  • 1. Einleitung. (
    Siehe
    S.
    Zettel)
  • 2. Geburt (dito)
  • 3. Erziehung, Jugend, bis 1535 (
    Siehe
    S.
    Seite
    S.
    40
    )
  • 4. Nun wird er endlichMarkgraf und verlegtdie Hauptstadt von Königs-berg nach Küstrin.
  • 5. Man gewärtigte vielvon ihm u. durftees. Hier liebererst sein äußer-liches Thun geben,die Entfaltung einerreichen schöpferischenThätigkeit in Ordnung,Administration, Bau-ten. Politik deren Orden gegenüber. Aber immerzweierlei vermeiden,seinen Charakter zuschildern u. seinenProtestantismus.
  • 6. Nun sein Charaktererst im Gegen-satz zu Joachim
  • 7. Sein Charakter; schlimm.
  • 8. Sein Charakter; gut.
  • 9. Tod u. Begräbniß
Katharina von Braun-schweig-Wolfenbüttel
Zwei Bilderin der Sakristei.
  • 1. Hans.Standkopf. Schaubeoder Mantel mitPelz, schwarzesUnterkleid, sehrkurzer Hals,(sitzt ganz drin)Roetel-KoepfeLocken, Schnurr-
    und
    u
    Kinnbart.Wenig Haar zurSeite (an derSchläfe) rosigekahle Platte,Nase ein wenigStubbs, mächtigeNasenflügel.

  • 2. HälfteCharakteristisch, 40Jahr alt, kurzerHals, kälter.Krause, Stubsnase,oben etwas breit-gedrückt (etwasmangelhaft)starke Augenbrauen,ein Lutherkopfüberhaupt, weißeUnterhaube, schwarzeUeberhaube (Sammt-kappe) feinerMund peregeAugen. 1 12Fuß hoch, 1 14 Fußbreit. Bruststücke,
Umgebungsplan; Festung, graugelbe Schloss, Küstriner SchloßFestunggraugelbeSchlossKuestrinerSchloßKüstrin (heute: poln. Kostrzyn nad Odrą), Cystrin, die alte neumärkische HauptstadtFestung Küstrin. KöniginKron-prinzKronPhilippBrandenburgKönig
Oder
Gebäudeansicht; Festung, graugelbe Schloss, Küstriner SchloßFestunggraugelbeSchlossKuestrinerSchloßKüstrin (heute: poln. Kostrzyn nad Odrą), Cystrin, die alte neumärkische HauptstadtFestung Küstrin. Acht-eckigerThurm
Rundbau
Oder
Umgebungsplan; Festung, graugelbe Schloss, Küstriner SchloßFestunggraugelbeSchlossKuestrinerSchloßKüstrin (heute: poln. Kostrzyn nad Odrą), Cystrin, die alte neumärkische HauptstadtFestung Küstrin.
Cüstrinzwischen Königund Brandenburg
Grundriss; Festung, graugelbe Schloss, Küstriner SchloßFestunggraugelbeSchlossKuestrinerSchloßKüstrin (heute: poln. Kostrzyn nad Odrą), Cystrin, die alte neumärkische HauptstadtFestung Küstrin.

Brutus & Collatinus

Akt I.

Der König gut.Die Königin theatralisch.Kahle geht. Breit-bach Null; die 3 Tape-tenrollen.

Akt II.

„Du bist einRömerknabe.“ DieMeyer sehr hübsch.(Richtung) Spielt in Collatia
Berndal { „Um einen Frevelbeten“ – Unsinn
„Ich will um einFrevel beten“ – lächer-licher Inhalt u. lächer-lich gesprochen von derMeyer. „Ein Weib ist übermir; die LunaRoms verdun-kelt seine SonnneCarrikatur vonder Lady Macbeth,das ist recht, daßeine Frau ihren Mannzum Ehrgeiz ver-führt, eine Mutterdie ihren Sohnzur Unzucht verführt,ist Unsinn oderwiderlich.

Akt III

  • 1. „Muß ich Dichum den Frevelbeten lehren.“
  • 2. Das Daliegenam Boden undrückwärtsgewandte „Hin-weg“ – istschön.
  • 3. „Ichbin entehrt“ –
Das Operirenin bloßen Andeu-tungen, Schildrungenund kurzen Wortenist gut, geschicktgemacht und giebtGelegenheit zugutem magischenSpiel. Und doch ist es nicht das,was es seinsollte. Es fehltetwas, es istfein aber ängstlichgearbeitet. Vielleichthätt ichs ebensogemacht, vielleichtnoch andeutungs-reicher, – aberich hätt es ebenin der Furcht ge-than, in demGefühl der Sachenicht gewachsenzu sein. Und offengestanden, des-halb wär ichdavon gebliebenNun der Schwur;es geht auch hieretwas Dünnesdurch die ganzeScene. – DieBeleuchtung in dieserScene ist nichtrichtig; viel zuhell. Es mußin Halbdämmergeschehn; dasVortreten desBrutus ist schön,auch sein Spiel.„Die Maske fielund der Tyrannmuß nach.“
Nach der 1. großenScene des 3. Aktsungeheurer Beifall,Lindner 2 malgerufen. Erscheintauch.
Dann 2. Scene.Berndal läuft weg.
Revolution. DerUebergang in der Rede.Die Stollberg auchdie Söhne desBrutus (die anderssind) ist gut. –„Rom ist frei;die römische Keuschheit istgerettet“, – lächer-lich. „Schützt michvor Hochmuth, Göttermeines Roms !“–sagte Brutus.

Akt IV.

Vorhang: Dehnicke, Carlson, Krause. Ludwig „gebt einenDrachen mir“ – dieStelle gut, auchdie folgenden Kraftstellen.Daß ers einsiehtdaß er gehen muß,ist schön; aberetwas viel ver-langt. „DaßDu, Brutus, opfernkannst, wie ich.“Das Lesen der Namen – bedeu-tende Scene.
Der 4. Akt ist gut.Sowohl die Collatinus-wie nachher diePapierrollen-Scene.Beides sehr wirk-sam.„Bist Du zufriedenCollatin?“.

Akt V.


Der Abschluß ge-schickt; der sterbendeBrutus, dersiegende Collatin.„O, Collatin,“ Ueber-haupt sehr wirk-sam
und
u
kurzeSätze. Diezugespitzten Sentenzenkönnten fehlen, aberdie einfachen Wortesind schön. Hiersteckt die dramati- sche Begabung nurim Griff des Stoffsund der Gesammt-behandlung. DieSchwächen steckenim Einzelnen undim innersten ausKraft.Der Abschiedrecht gut; Ludwigtrifft es hiernicht überall.Allerdings ist esschwer.
„Auf DeinesGeistes ehernenSockel.“

Die Frau ohne Geist

Akt I

. Dialogvorzüglich. DieVerwickelung reizend.Auch die Figurenbrillant angelegt.Alles natürlich imAusdruck, undnicht ohne Witzu. gute Laune.
Hundegeschichte. „Siespielen Ihre Rolleganz vortrefflich.“„Das kann ichnun geradenicht finden.“Die Scene dienun folgt zwischenStephana
und
u
demVater, wo dieseihn aufklärt undsich entpuppt, istreizend, geistvoll,und höchst gemüth-voll, rührend.Wie im Märchen: „Stephana, sieh, ichliebe Dich.“ Etwasschlimm, aber dasbeständige Nebenstückdes gutmüthigenprosaischen Vaters,ist reizend undgleicht alles wiederaus.

Akt II

Die Verwicklungmit den Freundensehr complicirt
Mit der Doppel-Correspondenz undder veränderten Hand-schrift – „verhedderterZwirn“.
Geschichten denenich nicht folgen kann,verlieren für michihre Komik. Esgiebt Menschen,die über un-klare, pointenloseAnekdotenlachen, es klingtso an, alleslacht, alles siehtsich heiter an, solachen Sie mit –dies kann ichnicht leisten.
Die Carlson– die mir fastimmer so gefiel –sie spielt wieeine Prinzeß. Diebei „Buchhändlers“erzogen ist undum prinzessinnenhafthin und her rutschtund sich immer sagt: „ich bin Prinzeß“.Frau Bogenau,„Sie haben IhreHoffnungen nicht imErfolg gehn sehn“Das trifft zu.
Sie hat also Wernergeliebt und hat Boge-nau geheirathet.
Werner sagtimmer die Wahrheit“und zwar furcht-bar.
Die Scene zwischenLudwig undder Meyer istreizend, fein, klug,gefühlsvoll, klar.Hier offenbartsich der Erfolgdes Stückes – dasVorhergehendeunklar. Hierist die Charakter-entwicklung sehrhübsch.
Sehr hübschdie Annäherungzwischen beiden„eine die dasselbst gefühlt“ nämlichSorgen, Kränkungen,Mißerfolge und Miß-stimmungen. DieRitter und Märchen-Geschichte etwasalbern, aberes macht sichganz gut, erstder Vater, nunder Liebhaber (Lud-wig.)

Akt III.

Scene zwischenLiedtke und derKeßler gut.Nur die italienischeStelle raffinirt.

Sie hat ihnnun; sie mußnun wissen,daß er sie liebt.
Wenn sienun schließlicherfährt, daßer damalsnicht sie, sondernAdrienne hatbeleidigen wollen,– so ist das gleich-gültig. DieArt wie dieStörung der Eheeingeleitet wirdist schwach.
Die Geschichtemit demBrief, allesunächt, unwahr-scheinlich.
Die ErklärungLudwigs andie Meyer,wie er ihralles sagt, –ist sehr schön,Schluß mitTüte
und
u
Völkerund zoologischenGarten reizend.

Akt IV

Anfangsscene.Keßler. Erzählungvon Italien –alles schwach,lächerlich, ge-schmacklos –Oswald
und
u
Bella,furchtbare Scene.

Jungfrau von Orleans

Akt I.

Erscheinunggut. Blick nachoben, aber langeAnrede Herr. Da-gegen im Gebet mitdem Helm, dermir gehört wo-zu.“ ganz schwach,Gleich dieerste hoch- poetischeAnsprache – allesin einem dummenBlechton.Schule ganz gut,verständig, aber dieDeklamationohne alle natürlichenMittel.

Akt II

Die letzte friedlicheAnsprache „Bur-gund, eh es bekehrtist, war gut; sietraf den menschlichenTon, nicht denfalschen. Undnemlich auchdie Schlußworte.

Akt III

Burgund-Scenesehr schön. Auch Bern-dal gut. Gleichdarauf ist sie mitDuchatel u. Burgundauch ganz gut.Ablehnung Beiderganz gut. – Schönerdie Lionel-Scene.

Erbförster

Akt I

. WundervolleExposition. DieSchilderung seiner Liebezur Tochter. Danndie Kartenposten,der Streit, dannder Sohn, die verschiedenenGegensätze, die Bauerverstört – allesvorzüglich

Akt II.

Scene 1 Stein,Möller, Sohn, Pastor, dannMöller
und
u
der Buchförster.Scene 2: Förster; KrauseFörster, Försterin, Bauer,Pastor. Inzwischen ist Andres ge-whipped worden,was so dannund wann durch-klingt. NeueVersöhnungsversuchedurch den Pastor.Scheitert. Haupt-erklärung des Alten-D---x Andres.
Ich finde daszu stark. Deranständigste Menschkann durch sehrbetrunkene Holzhauerngeprügelt werden, –es ist schrecklich,wenns trifft, aberdas Schreckensgefühlhat seine Grenzen,während es andreDinge giebt, diefreilich grenzenlosschrecklich sind. – DieRecht- und Unrecht-Frage vor Gerichtsteht muß bleiben

Akt III

Scene 1. DieScene in derSchenke.Scene 2. DieWaldscene. DerBuchjäger wirderschossen. Ro-bert und Andres.Dann Linden-schmidt; danndie beiden Schüsse.

Akt IV.
Scene 1

Försterei – Stubewie im 1. Akt.Er erfährt nundurch Wilhelm,daß es mitseinem „Recht“nichts sei. Dannbeginnt er zutrinken.
„Es soll einerleiRecht sein“wird als Bibelstelle vorgelesen.Nun bricht esdurch, als sieGute Nachtsagt und erweint. Dannliest Wilhelmdie Bibelstelleihr nochmal vor.

Akt V

Veranda allesdunkel wieder 4te. Erhat ihn erschossener kommt undißt. Undzittert.
„Und ich habihn gerichtet“– das ist eingroßer Zug. Hierist er wiederin seinem Recht“aber da trifftes ihn und zeigtihm, daß esnichts ist mitunsrer Gerichts-kunst. Ueber Beowulf unddie angelsächsische Literatursiehe Klein, der glaub ichdarüber geschrieben hat(
Siehe
S.
seinen Artikel in der„Gegenwart Gegen den
Leipziger
Leipz:
oder famoser Pro-fessor.)
Dr.
Heinrich
H.
Brose’s
Bruderist Germanist, aberin seinen heimlichen Stundenklassisch: Ovid, Horaz, Catull.Den letztern liebt er ammeisten. Garda-See. Sonstnie gereist. Immer inBerlin. Die Sottmeyermit ihren beidenSöhnen verbrannt.Heute noch heißendie Bewohner der LebusserVorstadt die Sottmeyers Von Stande herrechts die Lebusser Straße,links daneben Wallfahrtsortund
Nicht ermittelt.
links daneben die Cüstriner Straße.Prorektor Schwarze (hat die Schwestervon Alexis Schmidtzur Frau) giebt jedeAuskunft. Hochgeehrter Herr u. Freund.
Ich hätte es nicht gewagt.Aber Frauen sind courageuserund der Sieg ist bei dem Muth.Seien Sie bestens für Ihre großeFreundlichkeit bedankt. VonGegendiensten an und fürsich ein höchst unanständigesWort mir ist leider so zu Mutheals müsse mir dieFeder, dies Leichteste und Schwerste, das man führen kann, jeder Augenblickundfürimmer aus derHand, und wo nichts isthaben die Kaiser und natürlich auch derGegendienst ihr Recht ver-loren. In aufrichtiger Ergebenheit
Ihr
Theodor Fontane
Th.F.

Zuspruch

Such’ nicht immer was dir fehle,
Demuth fülle deine Seele
Dank erfülle Dein Gemüth.
Alle Blumen, alle Blümchen
Und darunter selbst ein Rühmchen,
Haben auch für Dich geblüht.
Wernigerode im Juli 78.

Herbstgefärbt

Wälder Roth und gelbe Herbstes lehnen
X---x An der Bergefernen blauer Joch,
Verbenen,
Aber ach wie lange noch?!
<Beginn Erledigung>
Und Stelle, an an x---x
Unter Schäumen und Gepoch,
An des Tages heitre Helle
Bricht hervor die Waldesquelle,
Aber ach wie lange noch?!
<Ende Erledigung>
Und so schwindet hin das Leben,
Schwindet und Du liebst es doch;
Wieder regt sich Stolz und Streben,
Und der Wunsch keimt auf daneben,
Aber ach wie lange noch?!
Thale 10.
August
Aug.
77
. Alterthümler
Seite
S.
214
Gute Anmerkung für„die Klosterkirche inNeu-Ruppin.“
Und eh Du’s
ahnst tret ich in
Dein Haus
Und zahle Dir die
ganze Summe aus.

Und wieNun trifft es mich, was es jeden
trifft und jeden traf
Ich werdeIch liege noch, es alt nun
meidet mich der
Schlaf
Und ruf ich ihn, so flüstert er
mir zu.
Laß nur,, ich sammle
Deine Ruhe
Und komm ich wieder in
Dein Haus
So zahl ichs Dirs im Ganzen
Du gehst
X---x
aus.
Und als wär es schon ein
Sehnen,
, dem Frühling zu,
Verbenen
Vermutlich der erste Entwurf des Gedichts "Schlaf", den Fontane auf einem Briefblatt mit Poststempel (Thale, 7.08.1877) geschrieben hat. Vgl. GBA GedichteXXX Dieses Blatt hat Fontane dann in sein Notizbuch B04, 54r, unter die Notiz zu Walter Scotts "Alterthümler" eingeklebt.
Und wie Frühlingsgruß
und Sehnen
Blühen nun reich
x---x Verbenen
Aber ach
Lageplan des Schlachtfelds; Saint-Privat-la-MontagneSaint-Privat-la-MontagneSt. PrivatGravelotteGravelotteGravelotte. St. PrivatGravelotte
Fontanes Notizen zu Albert Lindners „Brutus und Collatinus“ entstanden während der Theateraufführung am 21. Februar 1879. Die Kritik erschien am 23. Februar 1879 in der Vossischen Zeitung (Nr. 56); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3657.Fontanes Notizen zu Hugo Lubliners (Bürgers) „Die Frau ohne Geist“ entstanden während der Theateraufführung am 20. März 1879. Die Kritik erschien am 22. März 1879 in der Vossischen Zeitung (Nr. 83); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3665.Fontanes Notizen zu Schillers „Die Jungfrau von Orleans“ entstanden während der Theateraufführung am 24. März 1879. Die Kritik erschien am 26. März 1879 in der Vossischen Zeitung (Nr. 87); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3667.Fontanes Notizen zu Otto Ludwigs „Der Erbförster“ entstanden während der Theateraufführung am 17. April 1879. Die Kritik erschien am 19. April 1879 in der Vossischen Zeitung (Nr. 110); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3670.Diese Notizen zur Figur Heinrich Brose („Allerlei Glück“) sind in Fontane–Fragmente, nicht enthalten. Sie entstanden vermutlich zwischen dem 26.05.1876 (dem Erscheinungstermin des erwähnten Beitrags von Klein; siehe nächste Erläuterung) und dem 19.08.1877, als Fontane seiner Frau Emilie Fontane über die Figur des Dr. Wilhelm Brose schrieb: „Der neue Roman gestaltet sich zwar mehr und mehr und seit heute früh erfreut es mich, daß eine Hauptgestalt darin ganz allmählig die Gestalt unsres lieben kleinen Merckel angenommen hat“; vgl. FEF, Bd. 3, Nr. 83, S. 49. Fontanes Notiz zu seinem geplanten Roman „Allerlei Glück“ zeigt, dass spätstens 1877 die Figur des Wilhelm Brose als Bruder des Heinrich Brose entstanden ist. Ursprünglich hatte Fontane vorgesehen, Dr. Broses Nachbarn, „de[n] eigentliche[n] Held[en]“, mit dem Beowulf-Thema in Verbindung zu bringen („Beeowulf-Mann“); vgl. , S. 105.Vgl. Klein 1876, S. 351. Der Artikel ist am 27. Mai 1876 in der „Gegenwart“ erschienen. Julius Klein reagiert darin auf des Leipziger Altphilologen Richard P. Wülckers äußerst kritische Besprechung seiner „Geschichte des Dramas“ (Leipzig: Weigel 1865) sehr polemisch und kommt in einem Abschnitt auch auf die Beowulf-Handschrift zu sprechen.Fontanes Aufzeichnungen entstanden vermutlich während seiner Reise nach Frankfurt/Oder Anfang Oktober 1877, wo er Lokalstudien zu „Vor dem Sturm“ (4. Band) unternommen hatte; vgl. Chronik, Bd. 3, S. 2084.Briefkonzept; Fontane an einen unbekannten Herrn. Näheres nicht ermittelt.Vermutlich erster Entwurf des Gedichtes „Herbstgefärbt“, das am 19. August 1877 in Thale entstand; vgl. auch Fontanes Brief an Emilie Fontane, 10.08.1877; Nr. 496 GBA, Bd, 3.Vermutlich hatte Fontane Walter Scotts "Der Alterthümler" in der deutschen Übersetzung von Benno Tschischwitz gelesen, die 1876 bei Grote in Berlin erschienen war; vgl. XXX http: //reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11335916_00236.html. In seinem Tagebuch notierte Fontane im Abschnitt zu 1877, dass er in Thale „um 5 Uhr Nachmittags“ im „Waldkater“, um „W. Scott zu lesen und zwar den ‚Alterthümler‘. Meine Begeisterung war anfand die alte; es zieht sich aber doch ein Element des Oberflächichen, des zu leicht-nehmens beim Arbeiten durch alle seine Produktion hindurch und vieles ist geradezu gehuschelt. Nur sein seltenes Talent und vielleicht noch mehr seine niedagewesene persönliche Liebenswürdigkeit (die sich in allem wiederspiegelt) lassen über diese Fluddrigkeiten hinwegsehn. Als ich das Buch zuklappte, athmete ich auf und sagte mit aus der tiefsten Seelen-Ueberzeugung heraus ‚so gut machst Du’s auch.‘“ Vgl. GBA–Tagebücher, Bd. 2, S. 65.