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Briefe die in München geſchrieben
werden ſollen: Rodenberg, Lindau
Frenzel, Adami, Foſs, Pietsch, Braun,
Stadtgerichts Rat
Stadtger. R.
Lessing (er u. ſie), Hahn, Holtz
Schneider, Gentz, Frl. v. Rohr, Frau
Lübke, Blumenthal, Remy, Herrlich
X Paris, 9.
Oktober
Oct.
Das proteſtantiſche Blatt Le Chriſtianisme au XIX.
Siècle bringt folgende Stelle aus dem Teſtamente Guizot’s: „Ich ſterbe in
der chriſtlich⸗reformirten Kirche, in welcher ich geboren bin, und in der ge⸗
boren zu ſein ich mir Glück wünſche. Indem ich immer mit ihr vereinigt
blieb, machte ich von der Gewiſſensfreiheit Gebrauch, welche ſie ihren Gläu⸗
bigen in ihren Beziehungen zu Gott geſtattet, und die ſie ſelbst bei ihrer Grün⸗
dung anrief. Ich habe geprüft; ich habe gezweifelt; ich glaubte an die ge⸗
nügende Kraft des menſchlichen Geiſtes, um die Probleme zu löſen, welche
das Weltall uns Menſchen ſtellt, und an die genügende Kraft des menſchlichen
Willens, um das Leben des Menschen nach ſeinem Geſetz und ſeinem mora⸗
liſchen Ende zu löſen. Nachdem ich lange Zeit gelebt, gehandelt und nachge⸗
dacht habe, bin ich überzeugt geblieben und bleibe überzeugt, daß weder das
Weltall noch der Menſch genügt, um ſich durch die einzige Kraft der immer⸗
währenden Geſetze, die dort herrſchen, und des menſchlichen Willens, der ſich dort
entwickelt, auf natürliche Weiſe und aus ſich ſelbſt erklären und regeln zu laſſen.
Es iſt mein tiefer Glaube, daß Gott, der das Weltall und den Menſchen ge⸗
ſchaffen, ſie regiert und ſie bewahrt, oder ſie entweder durch jene allgemeinen
Geſetze, welche wir natürliche nennen, oder durch ſpecielle, gleich den natür⸗
lichen Geſetzen, aus seiner vollkommenen und freien Weisheit und ſeiner All⸗
macht hervorgegangenen Handlungen verändert, welche wir übernatürliche
nennen, die in ihren Wirkungen zu erkennen uns geſtattet iſt, welche in ihrer
Weſenheit und in ihren Abſichten zu erkennen uns vorenthalten iſt. Ich bin alſo
zurückgekehrt in meine Wiege, immer feſt anhaltend an der von Gott erhaltenen
Vernunft und Freiheit, die meine Ehre wie mein Recht auf dieſer Erde ſind
aber mich wieder als Kind fühlend unter der Hand Gottes, und in mein ſo
großes Theil der Unwiſſenheit und der Schwäche aufrichtig ergeben. Ich
glaube an Gott, und ich bete ihn an, ohne den Verſuch zu machen, ihn zu be⸗
greifen. Ich ſehe ihn anweſend und handelnd, nicht allein in der fortdauern⸗
den Regierung des Weltalls und in dem innern Leben der Seelen, ſondern
auch in der Geſchichte der menſchlichen Geſellſchaft, namentlich in dem alten
und neuen Teſtament, den Denkmälern der göttlichen Offenbarung und Wal⸗
tung durch die Vermittlung und das Opfer unſeres Herrn Jeſus Chriſtus
für das Heil des menſchlichen Geſchlechts. Ich beuge mich vor den Myſterien
der Bibel und des Evangeliums und bleibe außerhalb der wiſſenſchaftlichen
Discussionen und Löſungen, durch welche die Menſchen ſie zu erklären verſucht
haben. Ich habe das Vertrauen, daß Gottt mir geſtattet, mich einen Chriſten
zu nennen; und ich bin überzeugt, daß in dem Lichte, in welches ich bald ein⸗
treten werde, wir den rein menſchlichen Urſprung und die Eitelkeit des größten
Theils unſerer irdiſchen Erörterungen über göttliche Dinge einſehen werden.“
ganzen Tone, in dem
ſchön anderweit bei ihr
enden Staatseinrichtungen
dem ſind und ihre Partei
können. Und was hier
utoritäten geſchieht, ge⸗
hen Proceß gegenüber
nfalls pſychologiſch er⸗
von der Verhaftung des
Gedanke an irgend
und im Zuſammen⸗
ichkeiten des Fürſten
einander gegenüber⸗
ie Kreuzzeitung thut,
ſein muß, daß die
enommen im regel⸗
an eine Art Zwei⸗
ten ſucht und daran
preis der politiſche
ht mehr als klar,
aum einer Chance,
Kreuzzeitung muß
und dabei auf
haftung nicht dem
hat, zuzuſchreiben
chtfertigter Weiſe
den kann. Es
ein Hebel ange⸗
nbekümmert um
iſt, ſie hat ſich
icke hat ſie es
wird, ſich zur
milienzimmers.
ſtändig über⸗
ng vor ſich
aus dem ganzen Tone, in dem
der Artikel geſchrieben, in der That die auch ſchon anderweit bei ihr
hervorgetretene Abſicht hervor, jetzt an den beſtehenden Staatseinrichtungen
und deren Autorität im Volke zu rütteln, nachdem
der Artikel geſchrieben, in
gervorgetretene Abſicht her
und deren Autorität im
nicht mehr die Herrſchaft
gegen öffentliche Einrichtun
hieht bei den Betrachtung
er hervorragenden Perſ
ärbar, daß im erſten
Grafen Arnim in nicht
ein hochpolitiſches Unterne
hange mit früheren Vo
Bismarck und des Gra
tehend erſchienen. Wenn
uch jetzt noch, wo Jeder
Verhaftung ein reich
mäßigſten Geſchäftsgange
ampf zwiſchen Bismarck
e Folgerung fortwähre
nfluß auf dem Spiele
uf dieſem Beſtreben wi
die Launenhaftigkeit ihr
Reichskanzler ſondern
ei und der erſtere al
vorgenommen wäre, n
enügte ihr, einen Pun
tzt werden konnte, un
politiſche Ehrlichkeit. D
erlebt und fühlt es.
lbſt geſagt. Nun ab
uhe zu begeben, will
Wir wollen hoffen, da
annen wird und das
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