nächste Seite

B1beta

<Schreiberhand Friedrich Fontane>
    ?1878? 
  • Notiz übe
    „Schach v. Wuthenow
  • Theater (?Bilder (?
  • wieder Theater
    (Marquise v. Villette
    Geschwister – Pitt u. Fox
    Traum ein Leben
  • (1878?Wanderungen (Malchow
  • wieder Theater
    (Philippine Welser – Wilh.Wilhelm Tell
    Braut v. Messina
<Schreiberhand Theodor Fontane>

KielKielNordiſches Muſeum

  • 1. Zwei Schränke, audem Hauptbilde daAbendmahl darſtellenund die Leidensgeſchichte
  • 2. Truhe die Leidensgeſchichte darſtellend
  • 3. HängeſchrankHängeſchrank. Abrahams Opfer darſtellend
  • 4. Eine LadeLade, die GeburChriſti darſtellend
  • 5. Eine Bücher⸗Etagèrzum Anhängen, ganwie jetzt, die Säulchen aldicke Weinreben mit Trauben
  • 5. Stickerei auf Lein-wan, 16. Jahrhundertaus einer alten Patrizierfamilie. WappenHerr u. Dame daneben; darunter einWelt von ThierenHahn, Hund, Schmetterlinge, Pfau, LeopardLöwe, PapageienBlumen. Das Ganzvon einem Rande eingefaßt; Blumen und ſchreitende Löwen
  • 6. Schreibpult mit deGeſchichte vom verlorenen Sohn
  • 7. Breiter Leder⸗Lehnſtuhl, mittelhohLehne, alles gradlinig
  • 8. Der Suſannen⸗Schran. Mittelbild von der heiligeSuſanne
  • 9. „Die Zuflucht allerStände“ Maria(mädchenhaft) midem JeſuskindeEs knien anbetenum ſie her: PapſtMönch, NonneFranziskaner, König, BürgerBauer, Kranker, BettlerDieſe Köpfe dieer Anbetendeſind ſehr ſchön; diMaria ohne Bedeutung
    1. Berliner Ton.1. Berliner Ton
  • 2. Adel u. Judenthumin der Berliner Ge-ſellſchaf
  • 3. Alte und neue Pro-vinze

AufmerkſamkeitenAufmerkſamkeitegegen den K.König „DieBuch gehört deKönig.“ Briefwechſel mit ihmSchwerinSchwerin ſtand ſpäter beder Garde du Corps, vorhebei den Gensdarmes, bedenen der Dienſt ſehleicht genommen wurdeeben wie ſpäter bei deLeib-Küraſſiren in Breslau
Am 8. Juni 1805 Vermählungam 9. der LandmannBrief (S.Seite 139). S.Seite 145Im Herbſt, vielleicht iSeptember oder Oktobeziehen die Garden fornach Thüringen. S.Seite 150
Nach S.Seite 153 kehrten diGarden erſt am 13. Februa1806 zurück. Etwam 15. September rückeſie wieder in den Krieg. Alſim Ganzen ſieben Monate i Berlin
Die Novelle mualſo Ende Februar beginnen und etwa EndMai oder Juni ſchließen
Zu brauchen auSophie Schwerin iſnur S.Seite 184 uund 188Das eine behandeldie Schlittenfahrder Gensdarmes iSommer 1806, daandre das Ständchebei Prinz Louis FerdinandHardenberund das Fenſtereinwerfen bei GraHaugwitz, etwa AnfanSeptember. Auc von dieſen Dingekann ich nur daerſtre brauchenweil es noch iden Sommer fällt
Also Themata.
    a. Auſterlit
  • b. Kaiſer AlexanderBeſuch in der Crypt
  • c. Zacharias Werned. Weihe der Krafe. Aufführung davo
  • f. Aufführung (parodiſtiſchdurch die GensdarmesOffiziere
  • g. Mirabeau. Mirabelle
Die Hauptſachen muich der Zeitung von 180entnehmen. Im UebrigenCharakterzeichnung Schachs u. Victoires
Nur allzuhäufigNur allzuhäufiſind die ſchönſteZüg
Nichts andres aleine ſchöne Lüge
Ob den Gedankeauch das Worverhüll
Nich
Wenn zwei ſiclieben miGottesflamme
Geſchieht ein Wundeund bringt ſizuſamme
Schlecht empfangen

Akt II. Ludwig ſprichhier, wo er deFreund erwartet, brillantLeicht und doch hört madie Verſe heraus
Wer einen Korb vertheilas etcet cetera
Wer einen Korerhält
Der iſt geprelltLudwig und Berndaſehr gut in dieſeScene
Man kann deFreund nichbeſſer wähle
Er ſollte nur nocſilberne Löffeſtehlen
Dies glaub ich wanicht nöthig geſprochen
„Mit ſolcher kindiſcgroben Liſ zu ſtreiten“die Meye
Ich weiß nichrecht was. DeDichter wird behauptees läge an mirich behaupte, eliegt an ihmMaulſchellen werdegegeben und angeboten„Keine Stinkadores
et cetera
etc
ſagt LudwigIch habe dafükein OrganAndres iſt ſehkomiſch, nicht blodurch reizendeSpiel, ſonderauch durch die Dichtunſelbſt
Es hat ſehkomiſche, amüſantund es hat ſehpoetiſche Stellendie Verſe ſinreizend, geiſtvollnatürlich in ihreFall, gut iihrem Vortrag aber den ganzeApparat hab icnicht verſtandenes iſt alles willkürlich, unabſichtlich, blos ugewohnte Dingzu ſagen. Denatürliche Verlauder Dinge wirunterbrochen. Egefällt mir nich„Nun habt ih„wohl genug vounſren Poſſen.

Tremp, KüſteRembrand, HalsHalsvon den HolſtJedes einzelne dieſe8 Bilder8 Bilder hat einebedeutenden Zug, abedaneben viele häßlichekarrikirte, ridiküle
  • Blatt 1. die Fraueſind gut, namentlicMaria, die ihhalniedergeworfen, ihzu halten ſucht
  • Blatt 2. Chriſtus miein paar Strichen, vohinten her, alChriſtus zu charakteriſiren iſt einLeiſtung; auch andreiſt ſcharf charakteriſirt, aber das Ganzwirkt doch kleinelend, ruppig, unerhoben, etwa alob oben einer beſchlechtem Wettebegraben werden ſoll
  • Blatt 3. iſt dabeſte und originellſtund genialſte. Abewas hat man vodieſem R kahlennüchternen Realismus, der alleauf einen Alltagsleiſten bringt
  • Blatt 4Blatt
    Der Todte, der ſicunter Chriſti Händeerhebt, iſt gut
  • Blatt 5Blatt 5
    Zinsgroſchen.Macht keinen Eindruc
  • Blatt
    Verſpottung. Gutfaſt in allen Figure
  • Blatt 7
    Statt der MarienMagdalena u. Jüngeſehen wir ungebührliches Volk. Die Römegut. Im AUebrigealles obals ob iSaatgarten einer gehängt werden ſoll
  • Blatt 8
    Chriſtus in deHölle. Der üblichSalat von Unverſtändlichkeiten unVerzerrungen. Chriſtuwie ein Irrenhaus⸗Doktor, dekommt, ihnen aden Puls zu fühlen

Frau Anna Bring⸗friede Meyer.geb. v. WangenheimFrau Anna Bring⸗friede Meyer.geb.geborene v. WangenheiTraugott Wilhelm v. M.MerckeReiſender an einerReiſender an einegroßen Mittelſtation
„Sie kommen voMünchen? Wo habeSie denn übernachtet?„In der GötterDämmerung.

Prieſter. „SageSie, Unglücklicher, wahat ſSie hergebracht„A Schandarm, Hochwürden.

„Jetzt wollen die gaNachts was vobei mifinden, und ich kanbei Tage nichts finden“

Zwei für Einen. KüraſſierwachtmeiſterAbraham Oppenheim 1„In Abrahams Schooß“als Kneipenſchild

MarquiseMarquisevon Villette

„Sie ſind ein fürchterlicher Richter, Bolingbroke“, – dies Blecantwortet ſie, nachdem Bolingbrokſeine BiedermannsSpeech über durch LouisXIV verdorbeneuropäiſchen Sittegehalten hat. Boling-brok im Glaſe Waſſeriſt ächter. Mafaſelte damals nichin dieſer Weiſe. Eſpringt eine „Minerva aus ſeinem oder ihreHaupte etc. Ein unglückſeliger BlechDialog. Er aucim Vortrag ſo pappſtofflich wie möglich

Die Marquiſe zKahle: „Sie brennewie eine Kohle“. Dabei iſt er blaß
Orleans zu Kahle: „Nicheinen einzigen anſtändigeSkandal hat man voIhnen gehört.“ Das iſein Berolinismus
Orleans, als er zur Mar-quiſ über ſeine LiEhe unſeine Frau ſpricht: „Ic küſſe nie eine Frain ihrer Gegenwart, und das iſgenug.
„Sie langweilen ſicwohl?“ Es gehtJa, ja. Icſehe lieber LuſtſpieleEs intreſſirt mich ganicht

Akt II.

„Ach liebe Tantehier (auf das Herzeigend) iſt alleRepublik.“ Vorheſagt die Alte: Ider Jugend iſt unſeHerz eine Republikim Alter wird eeine Monarchie un der Geiſt regiert.“ Das 1klingt nach wasiſt aber doch kümmerlich
Die ganze Scenwirkt ſtraff dadurcdaß die Keſsler ſtehtkeinen Augenblick Platnimmt. Dies mag deCeremoniell entſprechenaber das iſt Nebenſacheſie muß aufgeforderwerden Platz zu nehmen. Muß dieaber bleiben, ſo kanich nicht ſagen, daß diK.Keßler die Schwierigkeiüberwindet
Die Scene zwiſche der Stollberg unLiedtcke iſt ziemlicgut; der Vortraſeiner Ehren⸗ und Gewiſſenspoſition ganz leidlich. Doc„Lord Bolingbroke iſt Proteſtant, er wurde geſchieden, es iſt gegeein Gewiſſen iſolche Partie zu willigen.“ Warum ſagſie ihm nicht diWahrheit, – es ſcheinmir daß es ſich udie Stuarts handelt weiß ich nicht, ob es ſich hier um ſeine Ueberſchrift handelt. Ich dachte es handelt ſich um die Stu-arts.
Du Maine iſin Marion verliebund wird deshalbwo er gegen Boling-brok operiren ſollDummheiten machen
Die Scene zwiſcheStolberg u. Frieam Schluß des 2. Aktſehr gut. Gerufen

Akt III.

König. Arzt. Diener„Es waren doch ſchönZeiten“ und nun zähler ſeine alten Geliebteauf. Das Verhältnider Diener (Frieb unKrauſe) zu den Herrſchaften iſt gut geſchildertaber Krause ziemlic
ſchwach. „Wiwerden ja ſehenBontemps.“ Alleſo ſchrecklich triviaim Dialog
Scene 2. Maskenball Saal. PrinzeſſinCont iſt die Gemahlin des du Maine
Die Keſsler in derothen Kleide ſiehgut aus
„Sie iſt keineNiederträchtigkeifähig.“ Im Uebrigemerkt man, daß Eng-lan ſchon damalviel Geld hatte, dener erfährt allesHerr Abendſtern. Makommt vor Sonne, Abenund Morgenſtern ganum. „Aber ehrlich.Die ganze Rolle paßihm nicht. Es iſt daSchwächſte, was ich voihm geſehn habe. „Icmöchte Dir allezeigen.“ „Ach, daiſt eine reizende Ausſicht.“ „Das hätt icdem Herzog nichzugetraut.“ „Dahat er von ſeineVater.“ Es hiemal, das Gla Waſſer“ ſchändige damonarchiſche Prinzipdas kann man aucvon dieſen Stückeſagen
„Ich werde wohgezwungen ſein Friedzu machen, da miGott ſeine Engeſchickt.“ – Ehandelt ſich allerdingum die StuartsWeshalb alſo diScene mit deMaintenen
Die Scene deErſcheinens Bolingbrokeiſt famos. Hier zeig ſich die brillante Routine. 22 [17„Befehlen Sie nocſonſt etwas?ſchließt Bolingbrokab zum Herzog vonMain

Akt IV.

Das Bild Jacobs IIEr ſieht aus wiKuprili oder GuyFawke. Deganze Gedanke iſwieder ſehr gutDie Jacobiten hattenatürlich engliſcgeſprochen
Alle dieſe Heldezu entwaffnenſobald ſie nuverſtändig genuſind zu unterſchreiben
Das Ziehen deDegen iſt lächerlichDurch all das verliert die Scenwieder
„Das Geſchäft iſnicht ſchlecht.
Berndaausgezeichnet idieſer Scene, aucLiedtcke

Akt V

Die Keſsler ſiehgut aus „DiWirthſchaft gebden Kuß auf diStirn“ – iſt ridikül
„Ohne Speiſſoll ich ſie verlaſſen“ währen4 um ſie ſind„Klugheit und den Takvermißt, der daErbtheil geiſtreicheFrauen iſt.
„Jetzt iſt ſidrunter durch ununten“ durcHandbewegung; ichalte das nichfür richtig
„Er iſt jProteſtant“ ſagnun ſpöttiſch deKönig.
Monica

Die Geschwister

Scene 1. Der junge Kaufmann ganz gut
Was wohlthuend berührt, iſtdaß ſie alle für ſich ſelbſſpielen (wenigſtens wirkes ſo) das Publikuiſt wie nicht daſo ſind ſie durch ihre Aufgabe in Anſpruch genommenDas iſt was ſehr Guteund zeigt, bei der eitleNatur der Menſchendaß dieſer Punkt klubetont wurde. – Vienatürliche Begabung, ganz Niemann-Rabe, mitunter genadie Klänge, gGeſten, Bewegungendazu auch Aehnlichkeit iFigur und Profil. Aucgewiſſe Bewegung: ſo gutſo geliebt, ſo verwandt
„Behaltet einander, Ihſeid einander werth.Mit ſehr gutem Ausdruck und Wirkung

Doch Brutus ſagtdaß er voll Herrſchafwar, – in deWiederholung nicht gutDas Pathetiſche gangut. Das Gefühlvolle auch
„Ihr ſeid ja Menſchenes macht euch raſend– dieſe Stelle ſehgut. Er hat TalentKleine Bühne: Blaue Tapete, drei kl.kleine 2braune Thüren. Rothe Soffite. Eihoher Souffleur⸗Bau. Braune Gardine. Fünf Gasflammen. Hinteder Bühne Petroleum⸗LampenLinkes Fenſter fünf Reihen von StühlenAn der Wand Photographie voSchauſpielern und Komödienzetteunter Glas
und
u
Rahmen. Gardinenvor den Fenſtern. Obefrei. Der Mond ſchiedurch. Beim Scenenwechſel daSchieben u. Rutſchen und Stellen. Dieſeeigenthümliche BretterlärmSchilderung der GeſellſchaftJunge Schauſpielerinnen unihre Freundinnen, die aucſchon halb dabei ſindalte Theater⸗SuitiersRezenſenten, Freunde deHauſes, Hauswirth
Die SceneDie Scene wdie H.Hofmeister fragt: wikommt es, daß zwePerſonen über ein undaſſelbe ſo verſchiededenken. Hier iſes nicht pikangenug, weder iihren Fragen nocin ſeinen Antworten
Verlorner PoſtenKann man einePoſten alsverlorenennen, von deman eine ſo ſchönAusſicht genießt2„Gehen Sie mir aumeiner Sonne. StöreSie mir meine Kreiſnicht.“ Das ſinja zwei Dinge

„Ich liebe Sie“. Ewurde ſehr gut geſprochen, aber es bleibdoch zu ſchwach. „Debeſte Einfall, den feudale Schlöſſer habekönnen.
Eine Minorität dachtegeben
Goritz renommirdoch zu ſehr in ſeinePartiePartie. So kann niemand ſprechen
Weil er den Auguſtus ſo deklamirt etc. O großeCorneille
„Meinen Vatehab ich nicht gekanntals meine Mutteſtarb war ich achJahr; alt genug.Dies müßte vieweniger ſentimental geſagt werden. „Aihrem Sterbetag etcet ceteraalles falſch. Was 2ihn ſonſt auszeichnetNatürlichkeit fand icnicht
Der Ausdruck ſeineFreude, als er erfährMaria liebt Mauricnicht, wie er wiedeauf dem Seilt tanzewill etcet cetera, dies alleiſt ſehr ſchön
„Muß man gugefrühſtückt habenum Bewunderunfür Sie zu fühlen.(Goritz.Akt II. Caulain-cour uund die MeyerAls er erfährt, daſie die Tochteeines Marquis
Sehr ſchön

Die ganze 1. Scendes 2. Akts (Kleiund Manon) ſehr hübſch

2. Scen. Wurund Maurice

Akt III

„Du kannſt Dicneben Talmaſtellen“ – ich konnes nicht findenBeifall wie verrückt. „Ich ſtehmehr auf deStandpunkte Didiers„der es nicht begreifen kann.

Akt IV

„Ein Marquis fanimmer mehr alein Schauſpieler.Nur nicht auder Bühne und iStücken. Shat auch das gefallen
Das iſt dibeſte Scene miDidier erzählLudwig habe nuzum Kaiſer geſprochen und ihmalnurob er iheine Lektioin der Großmuth gegebewolle und DdeKaiſer habe aucdarauf geantworteund zwar miBeifall. Daalles iſt ſehhübſch. Auch dieſeinScene mit Ludwiunmittelbar darauf„Mit geſchlagneBruſt und todtkranke Lunge.Ich bin auch füSchule und Tradition. Und hieiſt SenſationDarum wirkes auch
Wurm unzuletzt Schmoock„ſoll ich für eipaar Louisdoauch nocallwiſſend ſein.Urban unUrbain. „MeinMutter erwartemich.“ Es giebt 3Hanswurſtſtückwerke, Anekdoten „ich kann ihnicht ſehen, denich bin es ſelbſt“All das ſpukt hierDu ſollſt und mußweinen

Der Schluſehr ſchön

Pitt u. Fox.

Klein 2. Akt brillantNur das „Guten Morgenam Schluß klang berliniſchAkt III Es regirſich am beſten midem Bambusich preiſe Ihnemit dieſen Bambudie öffentliche Meinunvon England zuLande hinaus

Der Traum einDer Traum einLeben

Schön iſt die Stellewo Ruſtan zuſammenſchrickt, weil er gelogen hat und deKönig wohl ſah, daer der „Mann voFelſen“ war. DeFelſen, x---x Kapellenbau, etwas klein unwacklig. – Dandas Erſcheinen großartig; das Trinkeaudem Quell; eſieht aus wiein Jongleurſo famos eiſt. Die ganzScene iſt großartigaber Verſchiedeneiſt an der Schwelldes Lächerlichen
Die Schlage, dizweite Schlage, deJongleur, daHerunterſtürzeu. tollen todt aBerg
Drei Stellen 3
  • 1. Der Manam Felſe
  • 2. Kaleb
  • 3. Die letztBrückenſcenedas zu Grundgehn aPlatz ſeineSchandebenſo iſ
  • 4. deSchluß ſehpoetiſcmit denſelbeTraumengeln
  • „Der Trauiſt nicht bloein Lebenwie auch ein Stückdas Stück

Malchow.

Von Berlin bis Weißensee

Pferdebahn. Schulkindemit Mappen, hübſchfriſch ausſehende Jungen miſpitzen Schafefellmützen unüberall über die BerlineWeihnachtsbäume. Divom Markt nach Haus fahrendeWagen überholten wirEiswagen X---geſchäftkamen uns entgegendazwiſchen eine Trauerkutſchevom Kirchhof zurück, eijunges Elternpaar darobSie hatten ihr Kinbegraben, vielleicht iherſtes. Schneemaſſenverdorrte Grasſpitze hervorragend wie Strandhaferhunderte von Kräheund anm dem Weghin Vergnügungslokal„zum Greifswalder Schlößchen“ wunderbare Schöpfungeder Kunſt und des Gefühlfür Comfort. Stillſtand,Die Kummet wageriſſen. Endlich miHülfe einer Eiſenkette vorwärtsDie Pappeln am Wewie in die Höh gekehrtWeſen. Friſch geſtrichegrauer Stakettenzäuneaun um die Vergnügungslokale her und 3daneben die SchneemaſſenOhne logiſchen Zuſammenhang fiel mir HeineWort ein, daß unſeSommer ein grünangeſtrichener Winteſei. „Kaffeküche“„Tanzſaal“. „JägerHaus.“ Lauter 2 un
7ſchirge. SörgelKlapproth. Uthermann
3 ſtöckige Häuſer, alleneu. Dazwiſchen VillenSchloſs-RestaurantWeißenſeDieſes VorhergehendeDieſes Vorhergehendund folgende Kindeſind getauft wordevon mir, Johann PorſtPrediger in Malchow uSchönhauſen. O Herr JeſuDu Fürſt des Lebensſchreibe aller dieſer Namen aufs Beſte inBuch des Lebens ein, unbind ihre Seelen feifeſte ins ſchöne Bündelein, Der (derer) diim Himmel grünen unmit dDir leben freyſo will ich ewig rühmendaß Dein Hertz treuſey. Laſſe ſie nimmermehr entfallen auder Gnade ihres Taufbundes, laß ſie durcDeinen Heiligen Geiſtwelchen Du über ſiausgegoſſen, alle Zeigeleit’, regiert und geführt werden auf Deinen Wegen, und wo ſiſtraucheln und fallen, ſwirff ſie nicht wevon Deinem Angeſichteſondern züchtige ſie väterlich, daß ſie ſich wiederubekehren und Deiner Gna den theilhaftig werdenO laß ja Dein Blut4an dieſer Keinem vergebens ſeyn, verſiegte ſialle an ihren Stirnendamit ſie in Deinem Jeruſalem, das droben iſtDir ewiges Allelujſingen. Alleluja Amen

    Erſte Taufe 2. Oktob.Oktober 1692. Taufe 12. Januar 169
      Erſtes Jahr ſechs Taufen
      Zweites Jahr 7
      Drittes Jahr 7
      Viertes Jahr 7
      Fünftes Jahr 6
      Sechſtes Jahr 9
Oktober 1704 muß er fortgegangen ſein, denn a 24. November tauft eianderer
Am 19. Juni 170wurden Zwillinggetauft, Kinder eines Koſſäthen, ein Knabe und eiMädchen und P unteden Pathen ware
  • Monsieur Ernst Laquabei des Freiherrn v. FuchExcellenz
  • Monsieur AbrahamLuckol, Koch bedes Freiherrn v. FuchExcellenz
  • Jungfrau Anna DorotheaPhilitzi, Mädchebei der Freifrau von Fuchs
    • Jungfer Anna Maria LöſchinMädchen bei der Frau Baronin
Dieſelben Namen kommen 4noch öfters vor; ahäufigſten Monſieur Hänsch-ge, Gerichtsverwalter, derneben der Excellenz, diHauptſtandesperſon geweſezu ſein ſcheint
Ein andrer Pathe
Johann Goltz Musquetier der unter des HerrMajor v. GerßdorfCompagnie
Dann Pathe: JohannPorſ Prediger iMalchow
Madmoiſelle JohannaZollighoferi, Kammermädchen bei
Madame
Md
la Baronne de Fuch Dann der „Krügerläßt einen Sohn taufen
Pathen
  • 1. Paul Freyherr v. FuchsGeheimer Etats unKriegsrath
  • 2. BHerr Baron v.Hertefel, Oberforſtmeiſter in Cleve
  • 3. Herr Johann PaulFreiherr v. FuchHof⸗ und HRavensbergiſcher AppelationsGerichts⸗Rath
  • 4. Madam dDeFuchs, néede Friedebor
  • 5. Madam deHertefeld néeDe Bozelar,Baronne 4
  • 6. Mad.Madame de Fuchsnée de Bozela

  • Andre Taufe bei eineKoſſäthen: (1701
    • 1. Monſieur PeterSchultz Kammerdiener bei HerrHofrath v. Fuchs
    • 2. Chriſtoph HammerKutſcher bei HerrAlberti Durchlauch(hat hier gebautSakriſtei gebautwie es kommt, daer auch hier zthun hatte, iſdunkel
    • 3. Jungfrau JohannaZollighoferiFrauen⸗Mädchebei der gnädigenFra

Andrer Fall
  • 1. Frau ZorninApothekerin auBerli
  • 2. Frau Porſtides PredigerEhefrau
  • 3. Herr Paul AdelunTheologieiae Studioſu
    Herr Johann LysiuPrediger zu St. GeorgFrau AlbiniePredigerin in Arends-feld
  • 4. Frau ZorninApothekeri
  • 5. Herr SchlichtingLuſtgärtneallhie

  • 1. Frau v. Barfuaus Blankenburg
  • 2. Frau Luiſa v.Fuchs, geb.geborene v. Friede⸗bor
Printz MarggrafLudwi
ſtifftet allhier Gotzu Ehren
Kirch⸗fenſterSakriſtei
Nebſt zweieneuen Chöre

Gott ſei ſeiSchild, ſeiLohn
Sein Schutz, ſeiEigenthum

Er ließ es feſſteh

zu ſeinem ewigen Ruhm

Spezifikatio
derjenigen
derj:
Stücke, inAnnahme daM.Malchower Kirchen-Inventarium vermachwerden von Ann 1697 bis 1703

Als ich 11Trinitatis Ann1698 das Seelenhirten⸗Amt allhiein M.Malchow antratbefand ich daß deVerfall des Chriſtenthums unteandern auch mither rührte audem Mangel denothwendigeBücher, welche zErbauung erforderwerden. Denls ich d.die Unter-thanen beſuchtefand ich in vieleHäuſern wedeNeu Teſtament, Geſangbücher, noch andre zur Uebundes KatChriſtenthumnöthige Bücherdaher war ich alsbalauch bedacht, dader Mangel idieſem Wererſetzt werdemöchte unweil dimeiſten von dedie Unterthanein größter Armuth ſtehn, hattich keine Bedenkeaus den Kirchengeldern ihnen adie Hand zu gehund das aus folgendeUrſachen
  • 1. iſt die Seele deMenſchen in deAugen Gottes unendlichöher geachtet alder Leib, da manun zu einem Kirchenhaus, in welchedie Menſchen währteneinmal zuſammenkommen großKoſten anwendet, warum ſoll manicht zu deroſelben täglicheSeeleErbauung etwaanwenden
  • 2. Verſaget manicht leicht eineUnterthanen etwavon Kirchengeldernwenn er daſſelbzu ſeinem leiblicheBehuf nöthihat; man giebauch jährlich afremde Armetliche Thaler voden Kirchengeldernwarum ſoll madann ein Bedenken haben eineGlied der Gemeindzum Heil ſeineSeelen etwazu einem Bucvorzuſtrecken
  • 3. Man T wendeoft 10, 20 uund undmehThaler an zuBau der eben nichnöthig und niemannützet; warunicht vielmehdie Erbauung undas Chriſtenthuder Gemeinde zbefördern, da hiezu dieſem Zwecdie Wohnhäuſeund alle das andrerbaut ſind
  • 4. So iſt ſolcheGeld nicht verlorenſondern die Bücheran welche das Gelverwendet wordenbleiben der Kircheeigen; nur daß 4ſie den Einnahmezum Gebrauch vergönnt werdendagegen müſſeſie für den Schadeſtehn und wenjemand ſtirbt odeſich verändert, müſſeſie als ein Inventariubei dem Hauſbleiben, daß ſie deS---x wiedezu genießen hat
Johann Porst
wurde von DrSpene 11. Sonntag nach Trinitatis introducirnachdem er de3. Auguſt 169von Herrn v. Fuchnach Malchound der K. Poln: KurfKur Sächſiſchen Generallieutnant ChriſtianDietrich v. Roebenach Hohen⸗Schönhau-ſe votirt wordenHat auch eine Zeit 4lang einen AdjutanteJohann HeinrichMichaeli, nacmaliger Inſpektoin GardelagenZieht nach Berli1704 im Advenzuerſt bei der Werder-ſche und Dorotheen-ſtädtſchen Kirch unnach---gedachteAufſatze iſt edahin 1705 zuPrediger berufeworden

Philippine Welser

In der 1. Scene zwiſcheden Freunden, Lieck unUrban, Urban ſehgut, beſonders aler ſchildert wie er Phi-lippin am Erkegeſehn und dann aSchluß, ſein Abſchied voFreund „nur heutweck mich nicht.

2. Scene. Welſeund Frau. Er giebeinen richtigen Patrizierreich, ſelbſtbewußtder, von demder HeiterkeitEitelkeit hördie aller Menſchen Theil iſt auch ſein Theil empfangehat. Aber der Grundtoſeines Weſens bleibt dieſedas Patriziſche in ſeineernſten, glänzenden Geſtalt, währender Welſer des HerrBerndal in erſter Reiherſt eine eitle Natuiſt, die patriziſch wurdeAlſo: Berndal giebihn als einen Eitel x---xren der patriziſcwurde, Bräm giebeinen Patrizier, der iſeinem Patriziergeſichtauch eitel wurde. Diemacht einen großeUnterſchied. Auch di vornehm leichtalt-cavalirhaftArt wie er mit deSchwägerin verkehrt

Akt II

2. Scene. Mädcheund Philippine. Schilderunder Liebe. Es iſt eiblauer, ſchweigenderHimmel und an deHimmel ein Sternenſtrom, und dahintefließt es immer rechtund immer wieder linkund der blaue Himmeist das Herz
und
u
dertiefe Licht und Sternenſtrom iſt ſeinLiebe. Etwa geſucht. Mehr Redwitz als [43Philippine. 5
Scene 3. Ganz beſondertrat der Unterſchied hervoals Welſer mit deCölner ſpricht und erzählwie Fugger in Eskurial erinnert habedie Fugger ſeien diSonne etc. Ueberalhier iſt es würdigfriſch, munter, ſtolz aber von ältlich-komiſcheEitelkeit keine Spur

Akt III.

1. Scene. Genug.Herr Statthalter Böhmens. Er geht noc heute ab nach Prag“Dies gewaltſaausgeſtoßen brillangeſprochen von KleinDann kommt Welser„Und nun nocdie Stirn habvor Euren Könihinzutreten..
Dann Er ableſend: „....Majeſtät..!Er iſt in ſeineMuth und ſeineWürde und Krafſehr gut; aber icglaube, das Charakterbild leidet hier, er iſt hier zu müſſietwas wird Mühſa Midler vor dem Kron- 5halter. Aber der Unterſchieiſt hier doch größerdenn die „Majeſtät“ iſein eigen Ding, vonadaranas die „Excellenz“ nichhineinreicht. Es liegihm hier ob, durchauſtark und natürliczu ſein und docden ungeheureAbſtand erkennezu laſſen. Ich fanddaß er dies nicht volgetroffen hatteNatürlich gradehinau mit Beifall.
Scene II UrbanMeyer, BreitbachStollberg. DiBreitbach merkwürdigut
Die Meyer ganpaſſabel; aber aucgerade in dieſer Scenmußte ſie beſſeſein. – Zuletzt diBreitbach ſchwach

Akt IV.

Scene 1
Die beiden Diener
Scene 2. Philippinallein. In rotheKleide. Sehr hübſchDie Stollberg in blau 5ebenſo ſchön
Scene 4: Welſekommt. Seine Maskund Erſcheinung billiantſo gut wie Kleincharaktervoll. Gebrochein ſeinem Herzen, abenicht in ſeiner KraftEin vorzügliches Bild„Mein Haar wirgrau; aber docnoch der Welſevon Augsburg“ – diefand ich wieder erheblich zu ſtark Urban in ſeineSchmerz zu ſchwachridikül
Wundervoldie Scene, wier das Geſpräcder beiden ge-überhört hat, ihr habmeinen Segen
Verſöhnung. Sehgut

Pomponia v.Pomponia v.Pomponinski

Die furchbarVielſprecherin beFrau v. Werther(mit der Viede-ban zuſammen.Ihr Lieblingsworiſt „pompös“. Sibeginnt miVenedig, Marcusplatz, venetianiſcheSchmuck, Campanile, GoldgrundTaube auf deMarcusplatz, Aſſunta, Salviati, Fresko⸗Bild, Antovon Werner, Bismarck, muſiviſchKunſt, „Napoleobei Arcola.

Wilhelm Tell.

Hacker. Als ees gehört hat und deStauffacher halumarmend anfaßtiſt er etwas theatraliſcebenſo iſt esr mannigfach in ſeinen Attitüden; aber einzelnStellen, ſo das, waoben unmittelbafolgt, und als edie berühmte Stelldeklamirt, diealles ſehr gut
In der 2. Hälfte ſchwächer, dawo die Rolle politiſcwird
Hellmuth Bräm
In der Scene miW.Walter Fürſt unMelchthal iGanzen recht gutein paar maäußerlich, langweilig. Aucam Schluß (beiSchwur) nichbeſonders
Auch Hackeſchwach hier

2. Akt.

Attinghauſeam Schluſſe rechgu
Rütli. Hellmuths Vortragwie das alleſo kam, nur in deMittelpartierecht gut. – „Wiſtehn für unſrWeiber unſre Kinderund alles wies weitergeht, ſchwach. Viezu jugendlich, deklamatoriſch, theatraliſch. – Diganze Scenwirkte ſehmatt; zviele ſind ſchwacin dieſer ſchöneScene

„Wer ſelbſſich hilft iſeiner eigneSache.

Akt III

Berndal alsgut aler die Geſchichte deBegegnung mit Geßleerzählt
TelegrammTelegramm aScherz. „HerzlichſtGlückwünſche. Briemorgen.“ Rudenſprach eben zu Berthaals mirs einfiel unnun war es zſpät
Er kniet und betenach dem Schuzu viel„hätt ich nicht gefühltu. was vorheging, ganz theatraliſch

Neoterpe

„Doch iſt’viel ſchwereals madenken mag“Dies mußtviel heitrevorgetragewerden; ſiküſſt das
x---x, Sinnig-[50Grazioſe-Poetiſche – aber 5das Heitre, Schelmiſche fehlein wenig„Griesgramvorzüglich
„Wenn er aucgleich von...... nichverſtanden wird“ dieſprach er grob ſpöttiſch alob es dem Haberecht gölte, eiſt aber eigentlicdas Richtige wajener ſagt
Der 1. AktDer 1. Akamüſant; de2. langweilignur der Schlußſchreder Keßler gutDas Publikum entzückt; ich kaneinfach nicht folgen

Braut v. Messina.

Im Ganzen die Chörrecht gut: Bräm unKahle. Das Zwiſchenreden wirkte gut unzuletzt (Schluß des 1. Aktswie ſie das Atridiſchdes Hauſes auskrameerſt Cajetan (Kahleu. dann wieder BohemundBohemun(Bräm.) Aber dawas unmittelbavorherging, die Betrachtungeüber Krieg u. Friedeundüber Jagd und Meer unWelle, war langweiliund wirkte nichtKahle war apar gut, weil er diſchweren Accentfallen ließ; ekann noch leichteoperiren. Brähüberall gut, nur nichzu Beginn deAllgemein⸗Betrachtung, als Manfreeben abgetreten iſt
Hacker ſcheinein eifriger, ſtrebſamer, gebildeteMann, alsaber entwedehat er keine gutTheaterſchule gehabt, odees ſteckt ihm voNatuetwas Theatraliſches iGeblüt. Haltung, StellungGang, Sprechweiſe – alleiſt belaſtet davon unläßt eine Freudnicht aufkommen; maſieht keine Aechtheitohne die Wirkunnicht möglich iſt

Akt II

Don Ceser in ſeineerſten großen Scene miBeatrice ſpielt im Stivon Richard III., allemehr bös⸗heldiſch, charakterhaft, als Liebhaber. – Scene 2Vortrag der Stelle, wier ſeine Braut zuerſt ſahſehr gut. In der ganzen Scenauch die Stollberrecht gut. „Durcalle Meereſuchet eure Schweſterdies iſt lächerlich. Alle Meere wärauch genug

Akt III

Scene 1. „Dwarſt bei DeineVaters Leichen-feie etcet cetera“ Adieſer Stelle Goritſehr gut. – Diganze Scene bedeutend. Hackegut. Und dibeiden Parteiegutvon ungeheurer dra- 6matiſcher WirkungAuch das Folgende aſeiner Leiche.

Akt IV

Scene 1. Hier KleinWorte recht gut„Welches Worhaſt Du geredet(Beatrice.) gutDie Stollberg. „Unglück-lich Mächte, eiſt mein Sohn.“ BrillantDas Zuſchreiten audie Leiche etwas ztheatraliſch. Auch alleFolgende im Ganzemerkwürdig gutnur dann unwann overdrawnoutrirt. Abeſie wird dalos werden undann wird ſieine große Schauſpielerin werdenEin neues Beiſpiedenn, wie vorſichtig man iTadel ſein mußDas über Propheten 6und Orakel – ſprichſie ſchlecht. DaEinfallen des Choran dieſer Stelle ſehſchön. Kleihier an der eineWarnungsſtelle wiedeſehr gut. Sonderbarerſt mit der ſteigendedramatiſchen Gewalwird er beſſer
„Wen Muttermeinſt Du, hab icDir geſendetſchwacund das folgendſchwach. Aber einzelne Zeilegut; im Ganzeaber nicht. DieDiegroßen Schlußwort„ſo iſt es meinThat etcet cetera“ wiede
ziemlich
z.
gut, beinah ganzgut. Auch diletzte große Gewalt-ſcen merkwürdigutFontane besuchte am 26. September 1878 das Thaulow-Museum am Sophienblatt in Kiel, das erst wenige Tage zuvor am 10. August 1878 als Sammlermuseum eröffnet wurde; vgl. Fontanes Brief an seine Tochter Martha Fontane, 26.09.1878 (FMF2, , Nr. 22, S. 62: „In einer halben Stunde wollen wir wieder in ein Museum, nordische Alterthümer oder dergleichen“). Das Museum, das auf Initiative von Gustav Ferdinand Thaulow (1817-1883) gegründet wurde, versammelte dessen Sammlung von regionalem gotischem und nachreformatorischem Schnitzwerk der Renaissance (insbesondere kirchliche Plastiken, Möbel und weitere Wohnungsgegenstände) sowie Vasen und Krüge. Fontanes Reiseaufzeichnungen, die vermutlich noch während des Museumsbesuches entstanden sind, legen es nahe, dass er sich vor allem für die „Entwicklung häuslicher Kultur vom Mittelalter bis zum letzten Viertel des 17. Jahrhunderts“ interessierte (vgl. Brandt 1911, Einleitung). Einige Exponate, die sich Fontane notierte, werden noch in Brandt 1911, beschrieben: der Abendmahlsschrank mit der Passionsgeschichte von Hinrich Ringelink (vgl. Nr. 1, S. 34), der Susannenschrank, das „wertvollste und schönste Profanmöbel [der] Sammlung“, nach einem Entwurf von Julius Vogel (um 1580; vgl. Nr. 8, S. 27) sowie eine Truhe „mit der Kreuzigung, Kreuzabnahme, Grablegung und Auferstehung“ Jesu (vgl. Nr. 2, S. 34), eine „kleine zweifeldrige Kassette mit der Verkündigung und Geburt Christi“ (vgl. Nr. 4, S. 51) und ein Wandschrank von Hans Gudewerdt, das „Opfer Abrahams“ darstellend (vgl. Nr. 3, S. 54).Da drei Bildschnitzer mit dem Namen Hans Gudewerdt existierten, kann der Schöpfer des Wandschranks nicht eindeutig bestimmt werden. Allein Hans Gudewerdt der Ältere erscheint auf Grund seiner stilistischen Verhaftung in der Ornamentik der Renaissance unwahrscheinlich. Vgl.Brandt 1911, S. 53-54.Die Beschreibung bei Brandt lässt nicht mit Sicherheit darauf schließen, dass es sich um die von Fontane erwähnte Lade handelt.Die Titelzusammenstellung der drei Prosa-Entwürfe „Berliner Ton“, „Adel und Judenthum in der Berliner Gesellschaft“ und „Alte und neue Provinzen“ entstand vermutlich kurz nach dem Besuch des Thaulow-Museums in Kiel (zwischen dem 26. und 28.9.1878). Sie wurde auch in Fontane–Fragmente, Bd. 1, S. 438, abgedruckt, allerdings missverständlich unter dem Titel „B1“. B1 ist weder ein Werktitel noch der Titel des Notizbuchs, sondern lediglich die Signatur des Notizbuches. Vgl. auch den Kommentar in Fontane–Fragmente, Bd. 2, S. 350-352 (Die Juden in unserer Gesellschaft), S. 352-354 (Adel und Judenthum in der Berliner Gesellschaft) und S. 357-359 (Alte und neue Provinzen). Die Handschrift der drei Prosa-Entwürfe befindet sich im Theodor Fontane-Archiv Potsdam.Die Notiz zu Bettine von Arnims Buch „Dies Buch gehört dem König“ ist vermutlich zwischen dem 26. und 28.9.1878 geschrieben worden.Fontane schrieb die Disposition zu „Schach von Wuthenow“ vermutlich während seines Aufenthaltes in der Villa Forsteck bei Kiel nieder. Die Benutzung des Notizbuches, das Schreibgerät (Bleistift) und der Duktus sowie die Reihenfolge der Blattbeschriftung lassen erkennen, dass die Aufzeichnungen zwischen seinem Besuch des Thaulow-Museums in Kiel (am 26. September 1878) und der Aufführung von Wilhelm Jordans Lustspiel „Durchs Ohr“ (am 28. September 1878) entstanden sein müssen.Fontanes Notizen zu Wilhelm Jordans „Durchs Ohr“ entstanden während der Theateraufführung am 28. September 1878. Die Kritik erschien am 1. Oktober 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 230); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3623.Die Malerfamilie Hals hat mehrere Maler diesen Nachnamens hervorgebracht. Eine genaue Bestimmung ist deshalb nicht möglich. Bei diesen acht Bildern handelt es sich auf Grund der Bezeichnung als ‚Blatt‘, der vorangehenden Nennung von des Künstlers Rembrandt (neben anderen Künstlern) und Fontanes Beschreibung der Darstellung von Blatt 2 („mit ein paar Strichen“), wahrscheinlich um Graphiken. Da diese wegen der ungenauen Verzeichung im Notizbuch leider nicht exakt zu bestimmen sind, kann ein letzter Zweifel an diesem Befund nicht ausgeräumt werden, weil es sich Möglicherweise auch um Alterblätter o. Ä. handeln könnte.Entweder handelt es sich um die Auferweckung des Lazarus oder um die Auferweckung des Jünglings zu Naïn.Bei dieser Graphik könnte es sich um das bekannte Blatt mit dieser Thematik von Rembrandt handeln.Die folgenden fünf Notate (es könnten Dialoge, Zitate und Titelideen sein) wurden in Fontane–Fragmente, Bd. 1, S. 385f., unter der Rubrik „Erzählungen“, Kapitel 1.7 Figuren, Situationen, Dialoge, Textbruchstücke, ediert. Diese Klassifizierung (die Herausgeberinnen bezeichnen sie zudem als „Projektnotizen“) wurde ohne Begründung vorgenommen. Sie überzeugt nicht, denn aus den Notizbucheinträgen geht nicht eindeutig hervor, dass es sich tatsächlich um fiktionale Textbausteine handelt. Ob Fontane diese Notizen für konkrete Projekte verwenden wollte, lässt sich ebenfalls nicht ermitteln. Vgl. Fontane–Fragmente, Bd. 2, S. 295-298.Fontanes Notizen zu Charlotte Birch-Pfeiffers „Die Marquise von Villette“ entstanden während der Theateraufführung am 23. Oktober 1878. Die Kritik erschien am 25. Oktober 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 251); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3626.Fontanes Notizen zur einhundertsten Übungsvorstellung der Theaterschule von Eduard Kierschner (1825-1879) entstanden während der Aufführung am 8. November 1878. Gespielt wurden Siegmund Schlesingers „Die Gustel von Blasewitz“ und Goethes „Die Geschwister“. Fontanes Kritik zu beiden Stücken erschien am 10. November 1878 unter dem Titel „Director Kierschner’s Theater-Schule“ in der Vossischen Zeitung (Nr. 265); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3629, und Chronik, Bd. 3, S. 2147.Fontanes Notizen zu Alfred Friedmanns „Geben ist seliger, denn nehmen“ entstanden während der Theateraufführung am 14. November 1878, bei der auch Carl Wartenburgs „Die Schauspieler des Kaisers“ gespielt wurde. Die Kritik zu beiden Stücken erschien am 16. November 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 270); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3631.Fontanes Notizen zu Carl Wartenburgs „Die Schauspieler des Kaisers“ entstanden während der Theateraufführung am 14. November 1878, bei der auch Alfred Friedmanns „Geben ist seliger, denn nehmen“ gespielt wurde. Die Kritik zu beiden Stücken erschien am 16. November 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 270); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3631.Fontanes Notizen zu Rudolf von Gottschalls „Pitt und Fox“ entstanden während der Theateraufführung am 30. November 1878. Die Kritik erschien am 3. Dezember 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 284); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3635.Fontanes Notizen zu Franz Grillparzers „Der Traum ein Leben“ entstanden während der Theateraufführung am 12. Dezember 1878. Die Kritik erschien am 14. Dezember 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 294); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3637.Fontanes Notizen zu Malchow entstanden vermutlich während seines Ausflugs dorthin am 18. oder 19. Dezember 1878; vgl. Chronik, Bd. 3, S. 2157, *18.12.78*. Diese Annahme wird durch die Schreibchronologie im Notizbuch bestätigt. Der Entwurf enthält auch Exzerpte aus dem Malchower Kirchenbuch (Blatt 39r-49r). Der Aufsatz erschien am 1. und 15. Januar 1879 unter dem Titel „Malchow. Eine Weihnachtswanderung“ in der Zeitschrift „Der Bär. Berlinische Blätter für vaterländische Geschichte und Altertumskunde“ (Jg. 5, Nr. 1f., S. 5-7, und 17-19) und wurde dann 1882 unter dem selben Titel im Abschnitt „Rechts der Spree“ in die erste Auflage des vierten „Wanderungen“-Bandes, „Spreeland“, integriert; vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3641, und zur Entstehungs- und Druckgeschichte GBA–Wanderungen, Bd. 4, S. 566f. (Kommentar), dort ohne den Hinweis auf den Notizbucheintrag.Exzerpt aus dem Malchower Kirchenbuch und Taufregister, in die Fontane offensichtlich während seines Besuchs im Dezember 1878 Einblick gewährt wurde. Nicht autopsiert.Fontanes Notizen zu Oskar von Redwitz’ „Philippine von Welser“ entstanden während der Theateraufführung am 22. Dezember 1878. Die Kritik erschien am 24. Dezember 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 2302); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3639.Der Prosa-Entwurf „Pomponia von Pomponinski“ wurde zwischen dem 22.12.1878 und dem 28.12.1878 geschrieben. Denn er folgt unmittelbar den Theaternotizen zu „Philippine Welser“ (am 22.12.1878) und die Theaternotizen zu „Wilhelm Tell“ (am 28.12.1878) folgen direkt auf den Prosa-Entwurf. Dieser fehlt in Fontane–Fragmente, . Fontanes Notizen zu Schillers „Wilhelm Tell“ entstanden während der Theateraufführung am 28. Dezember 1878. Die Kritik erschien am 31. Dezember 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 306); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3640.Fontanes Telegramm und der Geburtstagsbrief an seinen Freund Hermann Scherz in Kränzlin (terminus post quem 28.12.1878) sind vermutlich nicht überliefert. Sie sind in HBV, nicht verzeichnet.Fontanes Notizen zu Goethes „Paläophron und Neoterpe“ entstanden während der Theateraufführung am 31. Dezember 1878, bei der auch Shakespeares „Die Komödie der Irrungen“ gespielt wurde. Die Kritik zu beiden Stücken erschien am 3. Januar 1879 in der Vossischen Zeitung (Nr. 3); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3642.Platzhalter für „andern“.Fontanes Notizen zu Shakespeares „Die Komödie der „Irrungen“ entstanden während der Theateraufführung am 31. Dezember 1878, bei der auch Goethes „Palaophron und Neoterpe“ gespielt wurde. Die Kritik zu beiden Stücken erschien am 3. Januar 1879 in der Vossischen Zeitung (Nr. 3); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3642.Fontanes Notizen zu Schillers „Die Braut von Messina“ entstanden während der Theateraufführung am 7. Januar 1879. Die Kritik erschien am 9. Januar 1879 in der Vossischen Zeitung (Nr. 11); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3645.Vgl. Knudsen 1942, S. 233, Fußnote 458: „Fontane verwechselt hier Bohemund mit Berenger. Außerdem vertauschte Fontane hier versehentlich die Namen der Darsteller, wie es sich auf dem Theaterzettel [...] ergibt.“Vgl. Knudsen 1942, S. 234, Fußnote 459: „Isabellas Worte lauten an dieser Stelle: ‚Durch alle Meere setzt dem Räuber nach Erobert euch die Schwester!‘“Vgl. Knudsen 1942, S. 234, Fußnote 450: „Im gedruckten Text heißt es: ‚Du warst – bei meines Vaters Leichenfeier?‘“. Vgl. auch Fontanes gedruckte Kritik in der VZ, 09.01.1879, Nr. 11. Vgl. Knudsen 1942, S. 234, Fußnote 461: „Die betreffende Textstelle der Isabella lautet: ‚O himmlische Mächte, es ist mein Sohn.‘“Vgl. Knudsen 1942, S. 234, Fußnote 642: „‚Wen, Mutter, sagst du, hab’ ich dir gesendet?‘ lautet die Textstelle Don Cesars.“Vgl. Knudsen 1942, S. 235, Fußnote 235: „Fontane meint hier wohl folgende Zeilen im Dialog: ‚Ist sie wahrhaftig seine, meine Schwester, so bin ich schuldig einer Greueltat, die keine Reu’ und Büßung kann versöhnen.‘“
Mittler’s Sortiments-Buchhandlun
(A. Bath)
Berlin C., Schloss-Freiheit
An Herrn Fontan
Wolgebore
Potsdamerstraſse 13