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<Schreiberhand Friedrich Fontane> <Schreiberhand Theodor Fontane>

Kiel Nordisches Museum.

  • 1. Zwei Schränke, auf dem Hauptbilde das Abendmahl darstellend und die Leidensgeschichte.
  • 2. Truhe die Leidensgeschichte darstellend.
  • 3. Hängeschrank. Abrahams Opfer darstellend.
  • 4. Eine Lade, die Geburt Christi darstellend.
  • 5. Eine Bücher-Etagère zum Anhängen, ganz wie jetzt, die Säulchen als dicke Weinreben mit Trauben.
  • 5. Stickerei auf Leinwand, 16. Jahrhundert, aus einer alten Patrizierfamilie. Wappen. Herr u. Dame daneben; darunter eine Welt von Thieren: Hahn, Hund, Schmetterlinge, Pfau, Leopard, Löwe, Papageien, Blumen. Das Ganze von einem Rande eingefaßt; Blumen und schreitende Löwen.
  • 6. Schreibpult mit der Geschichte vom verlorenen Sohn.
  • 7. Breiter Leder-Lehnstuhl, mittelhohe Lehne, alles gradlinig.
  • 8. Der Susannen-Schrank. Mittelbild von der heiligen Susanne.
  • 9. „Die Zuflucht aller Stände“. Maria, (mädchenhaft) mitdem Jesuskinde. Es knien anbetend um sie her: Papst, Mönch, Nonne, Franziskaner, König, Bürger, Bauer, Kranker, Bettler. Diese Köpfe der Anbetenden sind sehr schön; die Maria ohne Bedeutung.
  • 1. Berliner Ton.
  • 2. Adel u. Judenthum in der Berliner Gesellschaft
  • 3. Alte und neue Provinzen.

Aufmerksamkeiten gegen den
König
K.
Dies Buch gehört dem König.“ Briefwechsel mit ihm.
Schwerin stand später bei der Garde du Corps, vorher bei den Gensdarmes, bei denen der Dienst sehr leicht genommen wurde, eben wie später bei den Leib-Kürassiren in Breslau.

Am 8. Juni 1805 Vermählung. am 9. der Landmann-Brief (
Seite
S.
139
).
Seite
S.
145
. Im Herbst, vielleicht im September oder Oktober ziehen die Garden fort nach Thüringen.
Seite
S.
150
.

Nach
Seite
S.
153
kehrten die Garden erst am 13. Februar 1806 zurück. Etwa am 15. September rücken sie wieder in den Krieg. Also im Ganzen sieben Monate in Berlin.
Die Novelle muß also Ende Februar beginnen und etwa Ende Mai oder Juni schließen.

Zu brauchen aus Sophie Schwerin ist nur
Seite
S.
184
und
u
188
. Das eine behandelt die Schlittenfahrt der Gensdarmes im Sommer 1806, das andre das Ständchen bei Hardenberg und das Fenstereinwerfen bei Graf Haugwitz, etwa Anfang September. Auch von diesen Dingen kann ich nur das erstre brauchen, weil es noch in den Sommer fällt.
Also Themata.
Die Hauptsachen muß ich der Zeitung von 1806 entnehmen. Im Uebrigen: Charakterzeichnung Schachs u. Victoires.
Nur allzuhäufig
sind die schönsten
Züge
Nichts andres als
eine schöne Lüge.
Ob den Gedanken
auch das Wort
verhülle
Wenn zwei sich
lieben mit
Gottesflammen
Geschieht ein Wunder
und bringt sie
zusammen
Schlecht empfangen.

Akt II.

Ludwig spricht hier, wo er den Freund erwartet, brillant. Leicht und doch hört man die Verse heraus.
Wer einen Korb vertheilt Das
et cetera
etc
Wer einen Korb
erhält?
Der ist geprellt.
Ludwig und Berndal sehr gut in dieser Scene.
Man kann den
Freund nicht
besser wählen
Er sollte nur noch
silberne Löffel
stehlen.
Dies glaub ich war nicht nöthig gesprochen.
„Mit solcher kindisch groben List zu streiten“. die Meyer
Ich weiß nicht recht was. Der Dichter wird behaupten es läge an mir; ich behaupte, es liegt an ihm. Maulschellen werden gegeben und angeboten. „Keine Stinkadores“
et cetera
etc
sagt Ludwig. Ich habe dafür kein Organ. Andres ist sehr komisch, nicht blos durch reizendes Spiel, sondern auch durch die Dichtung selbst.
Es hat sehr komische, amüsante und es hat sehr poetische Stellen, die Verse sind reizend, geistvoll, natürlich in ihrem Fall, gut in ihrem Vortrag – aber den ganzen Apparat hab ich nicht verstanden, es ist alles willkürlich, unabsichtlich, blos um gewohnte Dinge zu sagen. Der natürliche Verlauf der Dinge wird unterbrochen. Es gefällt mir nicht „Nun habt ihr „wohl genug von unsren Possen.“

Tremp, Küster Rembrand, Hals, von den Holst.
Jedes einzelne dieser 8 Bilder hat einen bedeutenden Zug, aber daneben viele häßliche, karrikirte, ridiküle.
  • Blatt 1. die Frauen sind gut, namentlich Maria, die halb niedergeworfen, ihn zu halten sucht.
  • Blatt 2. Christus mit ein paar Strichen, von hinten her, als Christus zu charakterisiren ist eine Leistung; auch andres ist scharf charakterisirt, aber das Ganze wirkt doch klein, elend, ruppig, unerhoben, etwa als ob oben einer bei schlechtem Wetter begraben werden soll.
  • Blatt 3. ist das beste und originellste und genialste. Aber was hat man von diesem kahlen, nüchternen Realismus, der alles auf einen Alltagsleisten bringt.
  • Blatt 4

    Der Todte, der sich unter Christi Händen erhebt, ist gut.
  • Blatt 5.

    Zinsgroschen. Macht keinen Eindruck
  • Blatt 6

    Verspottung. Gut, fast in allen Figuren
  • Blatt 7.

    Statt der Marien, Magdalena u. Jünger sehen wir ungebührliches Volk. Die Römer gut. Im Uebrigen alles als ob im Saatgarten einer gehängt werden soll.
  • Blatt 8.

    Christus in der Hölle. Der übliche Salat von Unverständlichkeiten und Verzerrungen. Christus wie ein Irrenhaus-Doktor, der kommt, ihnen den Puls zu fühlen.

Frau Anna Bringfriede Meyer.
geborene
geb.
v. Wangenheim
. Traugott Wilhelm v.
Merckel
M.
Reisender an einer großen Mittelstation.
„Sie kommen von

München? Wo haben

Sie denn übernachtet?“

„In der Götter-


Priester.
„Sagen

Sie, Unglücklicher, was

hat Sie hergebracht?

„A Schandarm, Hoch-

würden.“

„Jetzt wollen die gar

Nachts was bei mir

finden, und ich kann

bei Tage nichts finden“!

Zwei für Einen. Kürassierwachtmeister. Abraham Oppenheim „In Abrahams Schooß“– als Kneipenschild.

Marquise von Villette .

„Sie sind ein fürchterlicher Richter, Bolingbroke“, – dies Blech antwortet sie, nachdem Bolingbroke seine Biedermanns-Speech über durch Louis XIV. verdorbene europäischen Sitten gehalten hat. Bolingbroke im Glase Wasser ist ächter. Man faselte damals nicht in dieser Weise. Es springt eine „Minerva“ aus seinem oder ihrem Haupte etc. Ein unglückseliger Blech-Dialog. Er auch im Vortrag so pappstofflich wie möglich.


Die Marquise zu Kahle: „Sie brennen wie eine Kohle“. Dabei ist er blaß.
Orleans zu Kahle: „Nicht einen einzigen anständigen Skandal hat man von Ihnen gehört.“ Das ist ein Berolinismus.
Orleans, als er zur Marquise über seine Ehe und seine Frau spricht: „Ich küsse nie eine Frau in ihrer Gegenwart, und das ist genug.“

„Sie langweilen sich wohl?“ Ja, ja. Ich sehe lieber Lustspiele. Es intressirt mich gar nicht.

Akt II.

„Ach liebe Tante, hier (auf das Herz zeigend) ist alles Republik.“ Vorher sagt die Alte: In der Jugend ist unser Herz eine Republik, im Alter wird es eine Monarchie und der Geist regiert.“ Das klingt nach was, ist aber doch kümmerlich.

Die ganze Scene wirkt straff dadurch daß die Kessler steht, keinen Augenblick Platz nimmt. Dies mag dem Ceremoniell entsprechen, aber das ist Nebensache; sie muß aufgefordert werden Platz zu nehmen. Muß dies aber bleiben, so kann ich nicht sagen, daß die
Keßler
K.
die Schwierigkeit überwindet.
Die Scene zwischen der Stollberg und Liedtcke ist ziemlich gut; der Vortrag seiner Ehren- und Gewissensposition ganz leidlich. Doch „Lord Bolingbroke ist Protestant, er wurde geschieden, es ist gegen ein Gewissen in solche Partie zu willigen.“ Warum sagt sie ihm nicht die Wahrheit, – es scheint mir daß es sich um die Stuarts handelt weiß ich nicht, ob es sich hier um seine Ueberschrift handelt. Ich dachte es handelt sich um die Stuarts.
Du Maine ist in Marion verliebt und wird deshalb, wo er gegen Bolingbroke operiren soll, Dummheiten machen.
Die Scene zwischen Stolberg u. Frieb am Schluß des 2. Akts sehr gut. Gerufen.

Akt III.

König. Arzt. Diener. „Es waren doch schöne Zeiten“ und nun zählt er seine alten Geliebten auf. Das Verhältniß der Diener (Frieb und Krause) zu den Herrschaften ist gut geschildert; aber Krause ziemlich
schwach. „Wir werden ja sehen, Bontemps.“ Alles so schrecklich trivial im Dialog.
Scene 2. Maskenball Saal. Prinzessin Conti ist die Gemahlin des du Maine.

Die Kessler in dem rothen Kleide sieht gut aus.
„Sie ist keiner Niederträchtigkeit fähig.“ Im Uebrigen merkt man, daß England schon damals viel Geld hatte, denn er erfährt alles. Herr Abendstern. Man kommt vor Sonne, Abend und Morgenstern ganz um. „Aber ehrlich.“ Die ganze Rolle paßt ihm nicht. Es ist das Schwächste, was ich von ihm gesehn habe. „Ich möchte Dir alles zeigen.“ „Ach, das ist eine reizende Aussicht.“ „Das hätt ich dem Herzog nicht zugetraut.“ „Das hat er von seinem Vater.“ Es hieß mal, das Glas Wasser“ schändige das monarchische Prinzip, das kann man auch von diesen Stücken sagen.

„Ich werde wohl gezwungen sein Friede zu machen, da mir Gott seine Engel schickt.“ – Es handelt sich allerdings um die Stuarts. Weshalb also die Scene mit der Maintenen.

Die Scene des Erscheinens Bolingbrokes ist famos. Hier zeigt sich die brillante Routine. „Befehlen Sie noch sonst etwas?“ schließt Bolingbroke ab zum Herzog von Maine.

Akt IV.

Das Bild Jacobs II. Er sieht aus wie Kuprili oder Guy Fawkes. Der ganze Gedanke ist wieder sehr gut. Die Jacobiten hatten natürlich englisch gesprochen.

Alle diese Helden zu entwaffnen, sobald sie nur verständig genug sind zu unterschreiben.

Das Ziehen der Degen ist lächerlich. Durch all das verliert die Scene wieder.
„Das Geschäft ist nicht schlecht.“
Berndal ausgezeichnet in dieser Scene, auch Liedtcke.

Akt V

Die Kessler sieht gut aus „Die Wirthschaft gebe den Kuß auf die Stirn“ – ist ridikül.
„Ohne Speise soll ich sie verlassen“ während 4 um sie sind. „Klugheit und den Takt vermißt, der das Erbtheil geistreicher Frauen ist.“
„Jetzt ist sie drunter durch und unten“ durch Handbewegung; ich halte das nicht für richtig.

„Er ist ja Protestant“ sagt nun spöttisch der König.“

Monica.

Die Geschwister

Scene 1. Der junge Kaufmann ganz gut.

Was wohlthuend berührt, ist, daß sie alle für sich selbst spielen (wenigstens wirkt es so) das Publikum ist wie nicht da, so sind sie durch ihre Aufgabe in Anspruch genommen. Das ist was sehr Gutes und zeigt, bei der eitlen Natur der Menschen, daß dieser Punkt klug betont wurde. – Viel natürliche Begabung, ganz Niemann-Rabe, mitunter genau die Klänge, Gesten, Bewegungen, dazu auch Aehnlichkeit in Figur und Profil. Auch gewisse Bewegung: so gut, so geliebt, so verwandt.

„Behaltet einander, Ihr seid einander werth.“ Mit sehr gutem Ausdruck und Wirkung.


Doch Brutus sagte daß er voll Herrschaft war, – in der Wiederholung nicht gut. Das Pathetische ganz gut. Das Gefühlvolle auch.
„Ihr seid ja Menschen, es macht euch rasend“ – diese Stelle sehr gut. Er hat Talent. Kleine Bühne: Blaue Tapete, drei
kleine
kl.
braune Thüren. Rothe Soffite. Ein hoher Souffleur-Bau. Braune Gardine. Fünf Gasflammen. Hinter der Bühne Petroleum-Lampen, Linkes Fenster fünf Reihen von Stühlen. An der Wand Photographie von Schauspielern und Komödienzettel unter Glas
und
u
Rahmen. Gardinen vor den Fenstern. Oben frei. Der Mond schien durch. Beim Scenenwechsel das Schieben u. Rutschen und Stellen. Dieser eigenthümliche Bretterlärm. Schilderung der Gesellschaft. Junge Schauspielerinnen und ihre Freundinnen, die auch schon halb dabei sind, alte Theater-Suitiers, Rezensenten, Freunde des Hauses, Hauswirth.
Die Scene wo die
Hofmeister
H.
fragt: wie kommt es, daß zwei Personen über ein und dasselbe so verschieden denken. Hier ist es nicht pikant genug, weder in ihren Fragen noch in seinen Antworten.

Verlorner Posten. Kann man einen Posten alsverloren nennen, von dem man eine so schöne Aussicht genießt. „Gehen Sie mir aus meiner Sonne. Stören Sie mir meine Kreise nicht.“ Das sind ja zwei Dinge.

„Ich liebe Sie“. Es wurde sehr gut gesprochen, aber es bleibt doch zu schwach. „Der beste Einfall, den feudale Schlösser haben können.“

Eine Minorität dachte: geben
Goritz renommirt doch zu sehr in seiner Partie. So kann niemand sprechen.

Weil er den Augustus so deklamirt etc. O großer Corneille.
„Meinen Vater hab ich nicht gekannt; als meine Mutter starb war ich acht Jahr; alt genug.“ Dies müßte viel weniger sentimental gesagt werden. „An ihrem Sterbetag
et cetera
etc
alles falsch. Was ihn sonst auszeichnet, Natürlichkeit fand ich nicht.

Der Ausdruck seiner Freude, als er erfährt Maria liebt Maurice nicht, wie er wieder auf dem Seilt tanzen will
et cetera
etc
, dies alles ist sehr schön.
„Muß man gut gefrühstückt haben, um Bewunderung für Sie zu fühlen.“ (Goritz.)

Akt II.

Caulaincourt
und
u
die Meyer. Als er erfährt, daß sie die Tochter eines Marquis.

Sehr schön.

Die ganze 1. Scene des 2. Akts (Klein und Manon) sehr hübsch.

2. Scen. Wurm und Maurice.

Akt III


„Du kannst Dich neben Talma stellen“ – ich konnt es nicht finden. Beifall wie verrückt. „Ich stehe mehr auf dem Standpunkte Didiers, „der es nicht begreifen kann.“

Akt IV

„Ein Marquis fand immer mehr als ein Schauspieler.“ Nur nicht auf der Bühne und in Stücken. So hat auch das gefallen.

Das ist die beste Scene mit Didier erzählt Ludwig habe nur zum Kaiser gesprochen als ob er ihm eine Lektion in der Groß-muth geben wolle und der Kaiser habe auch darauf geantwortet und zwar mit Beifall. Das alles ist sehr hübsch. Auch seine Scene mit Ludwig unmittelbar darauf. „Mit geschlagner Brust und todte kranke Lunge.“ Ich bin auch für Schule und Tradition. Und hier ist Sensation. Darum wirkt es auch.
Wurm und zuletzt Schmoock, „soll ich für ein paar Louisdor auch noch allwissend sein.) Urban und Urbain. „Meine Mutter erwartet mich.“ Es giebt Hanswurststückwerke, Anekdoten – „ich kann ihn nicht sehen, denn ich bin es selbst“. All das spukt hier. Du sollst und mußt weinen.

Der Schluß sehr schön.

Pitt u. Fox.

Klein 2. Akt brillant. Nur das „Guten Morgen“ am Schluß klang berlinisch.

Akt III

Es regirt sich am besten mit dem Bambus, ich preise Ihnen mit diesen Bambus die öffentliche Meinung von England zum Lande hinaus.

Der Traum ein Leben.

Schön ist die Stelle, wo Rustan zusammenschrickt, weil er gelogen hat und der König wohl sah, daß er der „Mann vom Felsen“ war. Der Felsen, x---x Kapellenbau, etwas klein und wacklig. – Dann das Erscheinen großartig; das Trinken aus dem Quell; er sieht aus wie ein Jongleur, so famos es ist. Die ganze Scene ist großartig, aber Verschiedenes ist an der Schwelle des Lächerlichen.

Die Schlage, die zweite Schlage, der Jongleur, das Herunterstürzen u. tollen todt am Berg.
Drei Stellen
  • 1. Der Mann am Felsen
  • 2. Kaleb.
  • 3. Die letzte Brückenscene, das zu Grunde gehn am Platz seiner Schande ebenso ist
  • 4. der Schluß sehr poetisch mit denselben Traumengeln.
  • „Der Traum ist nicht blos ein Leben“ wie auch ein Stück, das Stück.

Malchow.

Von Berlin bis Weißensee

Pferdebahn. Schulkinder mit Mappen, hübsche frisch aussehende Jungen mit spitzen Schaffellmützen und überall über die Berliner Weihnachtsbäume. Die vom Markt nach Haus fahrenden Wagen überholten wir, Eiswagen X---geschäfte kamen uns entgegen, dazwischen eine Trauerkutsche, vom Kirchhof zurück, ein junges Elternpaar darob. Sie hatten ihr Kind begraben, vielleicht ihr erstes. Schneemassen, verdorrte Grasspitze hervorragend wie Strandhafer, hunderte von Krähen und am Wege hin Vergnügungslokale „zum Greifswalder Schlößchen“ wunderbare Schöpfungen der Kunst und des Gefühls für Comfort. Stillstand. Die Kummet war gerissen. Endlich mit Hülfe einer Eisenkette vorwärts. Die Pappeln am Weg wie in die Höh gekehrte Wesen. Frisch gestrichen grauer Stakettenzaun um die Vergnügungslokale her und daneben die Schneemassen. Ohne logischen Zusammenhang fiel mir Heines Wort ein, daß unser Sommer ein grünangestrichener Winter sei. „Kaffeküche“. „Tanzsaal“. „JägerHaus.“ Lauter 2 und
7schirge. Sörgel-Klapproth. Uthermann.
3 stöckige Häuser, alles neu. Dazwischen Villen. Schloss-Restaurant Weißensee. Dieses Vorhergehende und folgende Kinder sind getauft worden von mir, Johann Porst, Prediger in Malchow u. Schönhausen. O Herr Jesu, Du Fürst des Lebens, schreibe aller dieser Namen aufs Beste ins Buch des Lebens ein, und bind ihre Seelen fein feste ins schöne Bündelein, Der (derer) die im Himmel grünen und mit Dir leben frey, so will ich ewig rühmen, daß Dein Hertz treue sey. Lasse sie nimmermehr entfallen aus der Gnade ihres Taufbundes, laß sie durch Deinen Heiligen Geist, welchen Du über sie ausgegossen, alle Zeit geleit’, regiert und geführt werden auf Deinen Wegen, und wo sie straucheln und fallen, so wirff sie nicht weg von Deinem Angesichte, sondern züchtige sie väterlich, daß sie sich wiederum bekehren und Deiner Gnaden theilhaftig werden. O laß ja Dein Blut an dieser Keinem vergebens seyn, versiegte sie alle an ihren Stirnen, damit sie in Deinem Jerusalem, das droben ist, Dir ewiges Alleluja singen. Alleluja Amen!

  • Erste Taufe 2.
    Oktober
    Oktob.
    1698
  • 2. Taufe 12. Januar 1699
    • Erstes Jahr sechs Taufen,
    • Zweites Jahr 7 〃
    • Drittes Jahr 7 〃
    • Viertes Jahr 7 〃
    • Fünftes Jahr 6 〃
    • Sechstes Jahr 9 〃
Oktober 1704 muß er fortgegangen sein, denn am 24. November tauft ein anderer.

Am 19. Juni 1704 wurden Zwillinge getauft, Kinder eines Kossäthen, ein Knabe und ein Mädchen und unter den Pathen waren Dieselben Namen kommen noch öfters vor; am häufigsten Monsieur Hänschgen, Gerichtsverwalter, der, neben der Excellenz, die Hauptstandesperson gewesen zu sein scheint.

Ein andrer Pathe:
Johann Goltz Musquetier unter des Herrn Major v. Gerßdorff Compagnie.

Dann Pathe: Johann Porst Prediger in Malchow.
Madmoiselle Johanna Zollighoferin, Kammermädchen bei
Madame
Md
la Baronne de Fuchs Dann der „Krüger“ läßt einen Sohn taufen.
Pathen:

Andrer Fall:

Printz Marggraf Ludwig
stifftet allhier Gott zu Ehren:
Kirch-fenster, Sakristei,
Nebst zweien neuen Chören

Gott sei sein
Schild, sein
Lohn,

Sein Schutz, sein
Eigenthum.

Er ließ es fest
stehn

zu seinem ewi-
gen Ruhm.


Spezifikation
derjenigen
derj:
Stücke, in Annahme das
Malchower
M.
Kirchen-Inventarium vermacht werden von Anno 1697 bis 1703.

Als ich 11. Trinitatis Anno 1698 das Seelenhirten-Amt allhier in
Malchow
M.
antrat, befand ich daß der Verfall des Christenthums unter andern auch mither rührte aus dem Mangel der nothwendigen Bücher, welche zu Erbauung erfordert werden. Denn als ich
die
d.
Unterthanen besuchte, fand ich in vielen Häusern weder Neu Testament, Gesangbücher, noch andre zur Uebung des Christenthums nöthige Bücher; daher war ich alsbald auch bedacht, daß der Mangel in diesem Werk ersetzt werden möchte und weil die meisten von den die Unterthanen in größter Armuth stehn, hatte ich keine Bedenken aus den Kirchengeldern ihnen an die Hand zu gehn und das aus folgenden Ursachen:
  • 1. ist die Seele der Menschen in den Augen Gottes unendlich höher geachtet als der Leib, da man nun zu einem Kirchenhaus, in welchem die Menschen währten, einmal zusammenkommen große Kosten anwendet, warum soll man nicht zu deroselben täglichen Seelen Erbauung etwas anwenden.
  • 2. Versaget man nicht leicht einem Unterthanen etwas von Kirchengeldern, wenn er dasselbe zu seinem leiblichen Behuf nöthig hat; man giebt auch jährlich an fremde Arme etliche Thaler von den Kirchengeldern; warum soll man dann ein Bedenken haben einem Glied der Gemeinde zum Heil seiner Seelen etwas zu einem Buch vorzustrecken?
  • 3. Man wendet oft 10, 20
    und
    u
    mehr Thaler an zum Bau der eben nicht nöthig und niemand nützet; warum nicht vielmehr die Erbauung und das Christenthum der Gemeinde zu befördern, da hier zu diesem Zweck die Wohnhäuser und alle das andre erbaut sind.
  • 4. So ist solches Geld nicht verloren; sondern die Bücher, an welche das Geld verwendet worden, bleiben der Kirchen eigen; nur daß sie den Einnahmen zum Gebrauch vergönnt werden; dagegen müssen sie für den Schaden stehn und wenn jemand stirbt oder sich verändert, müssen sie als ein Inventarium bei dem Hause bleiben, daß sie der S---x wieder zu genießen hat.
Johann Porst
wurde von Dr Spener 11. Sonntag nach Trini tatis introducirt nachdem er den 3. August 1698 von Herrn v. Fuchs nach Malchow und der K. Poln: Kur Sächsischen Generallieutnant Christian Dietrich v. Roebel nach Hohen-Schönhausen votirt worden. Hat auch eine Zeit lang einen Adjutanten Johann Heinrich Michaelis, nach maliger Inspektor in Gardelagen. Zieht nach Berlin 1704 im Advent zuerst bei der Werderschen und Dorotheenstädtschen Kirche und nach---gedachtem Aufsatze ist er dahin 1705 zum Prediger berufen worden.

Philippine Welser

In der 1. Scene zwischen den Freunden, Lieck und Urban, Urban sehr gut, besonders als er schildert wie er Philippine am Erker gesehn und dann am Schluß, sein Abschied von Freund „nur heute weck mich nicht.“

2. Scene. Welser und Frau. Er giebt einen richtigen Patrizier, reich, selbstbewußt, der, von der Eitelkeit hört die aller Menschen Theil ist, auch sein Theil empfangen hat. Aber der Grundton seines Wesens bleibt dieser das Patrizische in seiner ernsten, glänzenden Gestalt, während der Welser des Herrn Berndal in erster Reihe erst eine eitle Natur ist, die patrizisch wurde. Also: Berndal giebt ihn als einen Eitel x---xren der patrizisch wurde, Bräm giebt einen Patrizier, der in seinem Patriziergesicht auch eitel wurde. Dies macht einen großen Unterschied. Auch die vornehm leichte alt-cavalirhafte Art wie er mit der Schwägerin verkehrt.

Akt II

2. Scene. Mädchen und Philippine. Schilderung der Liebe. Es ist ein blauer, schweigender Himmel und an dem Himmel ein Sternenstrom, und dahinter fließt es immer rechts und immer wieder links und der blaue Himmel ist das Herz
und
u
der tiefe Licht und Sternenstrom ist seine Liebe. Etwas gesucht. Mehr Redwitz als Philippine.
Scene 3. Ganz besonders trat der Unterschied hervor als Welser mit dem Cölner spricht und erzählt wie Fugger in Eskurial erinnert habe, die Fugger seien die Sonne etc. Ueberall hier ist es würdig, frisch, munter, stolz – aber von ältlich-komischer Eitelkeit keine Spur.

Akt III.

1. Scene. Genug. Herr Statthalter Böhmens. Er geht noch heute ab nach Prag“. Dies gewaltsam ausgestoßen brillant gesprochen von Klein. Dann kommt Welser. „Und nun noch die Stirn habt vor Euren König hinzutreten..“

Dann Er ablesend: „..... Majestät..!“ Er ist in seinem Muth und seiner Würde und Kraft sehr gut; aber ich glaube, das Charakterbild leidet hier, – er ist hier zu müssig etwas wird Mühsal Midler vor dem Kronhalter. Aber der Unterschied ist hier doch größer; denn die „Majestät“ ist ein eigen Ding, an das die „Excellenz“ nicht hineinreicht. Es liegt ihm hier ob, durchaus stark und natürlich zu sein und doch den ungeheuren Abstand erkennen zu lassen. Ich fand, daß er dies nicht voll getroffen hatte. Natürlich gradehinaus mit Beifall. –
Scene II Urban, Meyer, Breitbach, Stollberg. Die Breitbach merkwürdig gut.

Die Meyer ganz passabel; aber auch gerade in dieser Scene mußte sie besser sein. – Zuletzt die Breitbach schwach.

Akt IV.

Scene 1.

Die beiden Diener.
Scene 2. Philippine allein. In rothem Kleide. Sehr hübsch. Die Stollberg in blau ebenso schön.
Scene 4: Welser kommt. Seine Maske und Erscheinung billiant; so gut wie Klein; charaktervoll. Gebrochen in seinem Herzen, aber nicht in seiner Kraft. Ein vorzügliches Bild. „Mein Haar wird grau; aber doch noch der Welser von Augsburg“ – dies fand ich wieder erheblich zu stark – Urban in seinem Schmerz zu schwach, ridikül.
Wundervoll die Scene, wie er das Gespräch der beiden überhört hat, ihr habt meinen Segen.

Versöhnung. Sehr gut.

Pomponia v. Pomponinski.

Die furchbare Vielsprecherin bei Frau v. Werthern (mit der Viede bant zusammen.) Ihr Lieblingswort ist „pompös“. Sie beginnt mit Venedig, Marcusplatz, venetianischer Schmuck, Campanile, Goldgrund, Taube auf dem Marcusplatz, Assunta, Salviati, Fresko-Bild, Anton von Werner, Bismarck, musivische Kunst, „Napoleon bei Arcola.“

Wilhelm Tell.

Hacker. Als er es gehört hat und den Stauffacher halb umarmend anfaßt, ist er etwas theatralisch ebenso ist er mannigfach in seinen Attitüden; aber einzelne Stellen, so das, was oben unmittelbar folgt, und als er die berühmte Stelle deklamirt, dies alles sehr gut.
In der 2. Hälfte schwächer, da, wo die Rolle politisch wird.
Hellmuth Bräm
In der Scene mit
Walter
W.
Fürst
und Melchthal im Ganzen recht gut, ein paar mal äußerlich, langweilig. Auch am Schluß (beim Schwur) nicht besonders.

Auch Hacker schwach hier.

2. Akt.

Attinghausen am Schlusse recht gut
Rütli. Hellmuths Vortrag, wie das alles so kam, nur in den Mittelpartien recht gut. – „Wir stehn für unsre Weiber unsre Kinder“ und alles wies weitergeht, schwach. Viel zu jugendlich, deklamatorisch, theatralisch. – Die ganze Scene wirkte sehr matt; zu viele sind schwach in dieser schönen Scene.

„Wer selbst sich hilft in seiner eignen Sache. X

Akt III

Berndal gut als er die Geschichte der Begegnung mit Geßler erzählt.
Telegramm an Scherz. „Herzlichste Glückwünsche. Brief morgen.“ Rudenz sprach eben zu Bertha, als mirs einfiel und nun war es zu spät.
Er kniet und betet nach dem Schuß zu viel. „hätt ich nicht gefühlt“ u. was vorher ging, ganz theatralisch.

Neoterpe

„Doch ist’s viel schwerer als man denken mag“. Dies mußte viel heitrer vorgetragen werden; sie küsst das
x---x, Sinnig- Graziose- Poetische – aber das Heitre, Schelmische fehlt ein wenig. Griesgram vorzüglich.
„Wenn er auch gleich von ... nicht verstanden wird“ dies sprach er grob spöttisch als ob es dem Haberecht gölte, es ist aber eigentlich das Richtige was jener sagt.
Der 1. Akt amüsant; der 2. langweilig; nur der Schlußschrei der Keßler gut. Das Publikum entzückt; ich kann einfach nicht folgen.

Braut v. Messina.

Im Ganzen die Chöre recht gut: Bräm und Kahle. Das Zwischenreden wirkte gut und zuletzt (Schluß des 1. Akts) wie sie das Atridische des Hauses auskramen erst Cajetan (Kahle ) u. dann wieder Bohemund (Bräm.) Aber das was unmittelbar vorherging, die Betrachtungen über Krieg u. Frieden über Jagd und Meer und Welle, war langweilig und wirkte nicht. Kahle war apart gut, weil er die schweren Accente fallen ließ; er kann noch leichter operiren. Brähm überall gut, nur nicht zu Beginn der Allgemein-Betrachtung, als Manfred eben abgetreten ist.
Hacker scheint ein eifriger, strebsamer, gebildeter Mann, aber entweder hat er keine gute Theaterschule gehabt, oder es steckt ihm von Natur etwas Theatralisches im Geblüt. Haltung, Stellung, Gang, Sprechweise – alles ist belastet davon und läßt eine Freude nicht aufkommen; man sieht keine Aechtheit, ohne die Wirkung nicht möglich ist.

Akt II

Don Ceser in seiner ersten großen Scene mit Beatrice spielt im Stil von Richard III., alles mehr bös-heldisch, charakterhaft, als Liebhaber. – Scene 2. Vortrag der Stelle, wie er seine Braut zuerst sah, sehr gut. In der ganzen Scene auch die Stollberg recht gut. „Durch alle Meere suchet eure Schwester“ dies ist lächerlich. – Alle Meere wäre auch genug.

Akt III

Scene 1. „Du warst bei Deines Vaters Leichenfeier
et cetera
etc
“ An dieser Stelle Goritz sehr gut. – Die ganze Scene bedeutend. Hacker gut. Und die beiden Parteien gut; von ungeheurer dramatischer Wirkung. Auch das Folgende an seiner Leiche. –

Akt IV

Scene 1. Hier Kleins Worte recht gut. Welches Wort hast Du geredet (Beatrice.) gut. Die Stollberg. „Unglückliche Mächte, es ist mein Sohn.“ Brillant. Das Zuschreiten auf die Leiche etwas zu theatralisch. Auch alles Folgende im Ganzen merkwürdig gut; nur dann und wann overdrawn, outrirt. Aber sie wird das los werden und dann wird sie eine große Schauspielerin werden. Ein neues Beispiel denn, wie vorsichtig man im Tadel sein muß. Das über Propheten und Orakel – spricht sie schlecht. Das Einfallen des Chors an dieser Stelle sehr schön. Klein hier an der einen Warnungsstelle wieder sehr gut. Sonderbar; erst mit der steigenden dramatischen Gewalt wird er besser.
„Wen Mutter, meinst Du, hab ich Dir gesendet“ schwach und das folgende schwach. Aber einzelne Zeilen gut; im Ganzen aber nicht. Die großen Schlußworte : „so ist es meine That
et cetera
etc
“ wieder
ziemlich
z.
gut, beinah ganz gut. Auch die letzte große Gewaltscene merkwürdig gut.Fontane besuchte am 26. September 1878 das Thaulow-Museum am Sophienblatt in Kiel, das erst wenige Tage zuvor am 10. August 1878 als Sammlermuseum eröffnet wurde; vgl. Fontanes Brief an seine Tochter Martha Fontane, 26.09.1878 (FMF2, , Nr. 22, S. 62: „In einer halben Stunde wollen wir wieder in ein Museum, nordische Alterthümer oder dergleichen“). Das Museum, das auf Initiative von Gustav Ferdinand Thaulow (1817-1883) gegründet wurde, versammelte dessen Sammlung von regionalem gotischem und nachreformatorischem Schnitzwerk der Renaissance (insbesondere kirchliche Plastiken, Möbel und weitere Wohnungsgegenstände) sowie Vasen und Krüge. Fontanes Reiseaufzeichnungen, die vermutlich noch während des Museumsbesuches entstanden sind, legen es nahe, dass er sich vor allem für die „Entwicklung häuslicher Kultur vom Mittelalter bis zum letzten Viertel des 17. Jahrhunderts“ interessierte (vgl. Brandt 1911, Einleitung). Einige Exponate, die sich Fontane notierte, werden noch in Brandt 1911, beschrieben: der Abendmahlsschrank mit der Passionsgeschichte von Hinrich Ringelink (vgl. Nr. 1, S. 34), der Susannenschrank, das „wertvollste und schönste Profanmöbel [der] Sammlung“, nach einem Entwurf von Julius Vogel (um 1580; vgl. Nr. 8, S. 27) sowie eine Truhe „mit der Kreuzigung, Kreuzabnahme, Grablegung und Auferstehung“ Jesu (vgl. Nr. 2, S. 34), eine „kleine zweifeldrige Kassette mit der Verkündigung und Geburt Christi“ (vgl. Nr. 4, S. 51) und ein Wandschrank von Hans Gudewerdt, das „Opfer Abrahams“ darstellend (vgl. Nr. 3, S. 54).Da drei Bildschnitzer mit dem Namen Hans Gudewerdt existierten, kann der Schöpfer des Wandschranks nicht eindeutig bestimmt werden. Allein Hans Gudewerdt der Ältere erscheint auf Grund seiner stilistischen Verhaftung in der Ornamentik der Renaissance unwahrscheinlich. Vgl.Brandt 1911, S. 53-54.Die Beschreibung bei Brandt lässt nicht mit Sicherheit darauf schließen, dass es sich um die von Fontane erwähnte Lade handelt.Die Titelzusammenstellung der drei Prosa-Entwürfe „Berliner Ton“, „Adel und Judenthum in der Berliner Gesellschaft“ und „Alte und neue Provinzen“ entstand vermutlich kurz nach dem Besuch des Thaulow-Museums in Kiel (zwischen dem 26. und 28.9.1878). Sie wurde auch in Fontane–Fragmente, Bd. 1, S. 438, abgedruckt, allerdings missverständlich unter dem Titel „B1“. B1 ist weder ein Werktitel noch der Titel des Notizbuchs, sondern lediglich die Signatur des Notizbuches. Vgl. auch den Kommentar in Fontane–Fragmente, Bd. 2, S. 350-352 (Die Juden in unserer Gesellschaft), S. 352-354 (Adel und Judenthum in der Berliner Gesellschaft) und S. 357-359 (Alte und neue Provinzen). Die Handschrift der drei Prosa-Entwürfe befindet sich im Theodor Fontane-Archiv Potsdam.Die Notiz zu Bettine von Arnims Buch „Dies Buch gehört dem König“ ist vermutlich zwischen dem 26. und 28.9.1878 geschrieben worden.Fontane schrieb die Disposition zu „Schach von Wuthenow“ vermutlich während seines Aufenthaltes in der Villa Forsteck bei Kiel nieder. Die Benutzung des Notizbuches, das Schreibgerät (Bleistift) und der Duktus sowie die Reihenfolge der Blattbeschriftung lassen erkennen, dass die Aufzeichnungen zwischen seinem Besuch des Thaulow-Museums in Kiel (am 26. September 1878) und der Aufführung von Wilhelm Jordans Lustspiel „Durchs Ohr“ (am 28. September 1878) entstanden sein müssen.Fontanes Notizen zu Wilhelm Jordans „Durchs Ohr“ entstanden während der Theateraufführung am 28. September 1878. Die Kritik erschien am 1. Oktober 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 230); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3623.Die Malerfamilie Hals hat mehrere Maler diesen Nachnamens hervorgebracht. Eine genaue Bestimmung ist deshalb nicht möglich. Bei diesen acht Bildern handelt es sich auf Grund der Bezeichnung als ‚Blatt‘, der vorangehenden Nennung von des Künstlers Rembrandt (neben anderen Künstlern) und Fontanes Beschreibung der Darstellung von Blatt 2 („mit ein paar Strichen“), wahrscheinlich um Graphiken. Da diese wegen der ungenauen Verzeichung im Notizbuch leider nicht exakt zu bestimmen sind, kann ein letzter Zweifel an diesem Befund nicht ausgeräumt werden, weil es sich Möglicherweise auch um Alterblätter o. Ä. handeln könnte.Entweder handelt es sich um die Auferweckung des Lazarus oder um die Auferweckung des Jünglings zu Naïn.Bei dieser Graphik könnte es sich um das bekannte Blatt mit dieser Thematik von Rembrandt handeln.Die folgenden fünf Notate (es könnten Dialoge, Zitate und Titelideen sein) wurden in Fontane–Fragmente, Bd. 1, S. 385f., unter der Rubrik „Erzählungen“, Kapitel 1.7 Figuren, Situationen, Dialoge, Textbruchstücke, ediert. Diese Klassifizierung (die Herausgeberinnen bezeichnen sie zudem als „Projektnotizen“) wurde ohne Begründung vorgenommen. Sie überzeugt nicht, denn aus den Notizbucheinträgen geht nicht eindeutig hervor, dass es sich tatsächlich um fiktionale Textbausteine handelt. Ob Fontane diese Notizen für konkrete Projekte verwenden wollte, lässt sich ebenfalls nicht ermitteln. Vgl. Fontane–Fragmente, Bd. 2, S. 295-298.Fontanes Notizen zu Charlotte Birch-Pfeiffers „Die Marquise von Villette“ entstanden während der Theateraufführung am 23. Oktober 1878. Die Kritik erschien am 25. Oktober 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 251); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3626.Fontanes Notizen zur einhundertsten Übungsvorstellung der Theaterschule von Eduard Kierschner (1825-1879) entstanden während der Aufführung am 8. November 1878. Gespielt wurden Siegmund Schlesingers „Die Gustel von Blasewitz“ und Goethes „Die Geschwister“. Fontanes Kritik zu beiden Stücken erschien am 10. November 1878 unter dem Titel „Director Kierschner’s Theater-Schule“ in der Vossischen Zeitung (Nr. 265); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3629, und Chronik, Bd. 3, S. 2147.Fontanes Notizen zu Alfred Friedmanns „Geben ist seliger, denn nehmen“ entstanden während der Theateraufführung am 14. November 1878, bei der auch Carl Wartenburgs „Die Schauspieler des Kaisers“ gespielt wurde. Die Kritik zu beiden Stücken erschien am 16. November 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 270); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3631.Fontanes Notizen zu Carl Wartenburgs „Die Schauspieler des Kaisers“ entstanden während der Theateraufführung am 14. November 1878, bei der auch Alfred Friedmanns „Geben ist seliger, denn nehmen“ gespielt wurde. Die Kritik zu beiden Stücken erschien am 16. November 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 270); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3631.Fontanes Notizen zu Rudolf von Gottschalls „Pitt und Fox“ entstanden während der Theateraufführung am 30. November 1878. Die Kritik erschien am 3. Dezember 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 284); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3635.Fontanes Notizen zu Franz Grillparzers „Der Traum ein Leben“ entstanden während der Theateraufführung am 12. Dezember 1878. Die Kritik erschien am 14. Dezember 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 294); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3637.Fontanes Notizen zu Malchow entstanden vermutlich während seines Ausflugs dorthin am 18. oder 19. Dezember 1878; vgl. Chronik, Bd. 3, S. 2157, *18.12.78*. Diese Annahme wird durch die Schreibchronologie im Notizbuch bestätigt. Der Entwurf enthält auch Exzerpte aus dem Malchower Kirchenbuch (Blatt 39r-49r). Der Aufsatz erschien am 1. und 15. Januar 1879 unter dem Titel „Malchow. Eine Weihnachtswanderung“ in der Zeitschrift „Der Bär. Berlinische Blätter für vaterländische Geschichte und Altertumskunde“ (Jg. 5, Nr. 1f., S. 5-7, und 17-19) und wurde dann 1882 unter dem selben Titel im Abschnitt „Rechts der Spree“ in die erste Auflage des vierten „Wanderungen“-Bandes, „Spreeland“, integriert; vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3641, und zur Entstehungs- und Druckgeschichte GBA–Wanderungen, Bd. 4, S. 566f. (Kommentar), dort ohne den Hinweis auf den Notizbucheintrag.Exzerpt aus dem Malchower Kirchenbuch und Taufregister, in die Fontane offensichtlich während seines Besuchs im Dezember 1878 Einblick gewährt wurde. Nicht autopsiert.Fontanes Notizen zu Oskar von Redwitz’ „Philippine von Welser“ entstanden während der Theateraufführung am 22. Dezember 1878. Die Kritik erschien am 24. Dezember 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 2302); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3639.Der Prosa-Entwurf „Pomponia von Pomponinski“ wurde zwischen dem 22.12.1878 und dem 28.12.1878 geschrieben. Denn er folgt unmittelbar den Theaternotizen zu „Philippine Welser“ (am 22.12.1878) und die Theaternotizen zu „Wilhelm Tell“ (am 28.12.1878) folgen direkt auf den Prosa-Entwurf. Dieser fehlt in Fontane–Fragmente, . Fontanes Notizen zu Schillers „Wilhelm Tell“ entstanden während der Theateraufführung am 28. Dezember 1878. Die Kritik erschien am 31. Dezember 1878 in der Vossischen Zeitung (Nr. 306); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3640.Fontanes Telegramm und der Geburtstagsbrief an seinen Freund Hermann Scherz in Kränzlin (terminus post quem 28.12.1878) sind vermutlich nicht überliefert. Sie sind in HBV, nicht verzeichnet.Fontanes Notizen zu Goethes „Paläophron und Neoterpe“ entstanden während der Theateraufführung am 31. Dezember 1878, bei der auch Shakespeares „Die Komödie der Irrungen“ gespielt wurde. Die Kritik zu beiden Stücken erschien am 3. Januar 1879 in der Vossischen Zeitung (Nr. 3); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3642.Platzhalter für „andern“.Fontanes Notizen zu Shakespeares „Die Komödie der „Irrungen“ entstanden während der Theateraufführung am 31. Dezember 1878, bei der auch Goethes „Palaophron und Neoterpe“ gespielt wurde. Die Kritik zu beiden Stücken erschien am 3. Januar 1879 in der Vossischen Zeitung (Nr. 3); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3642.Fontanes Notizen zu Schillers „Die Braut von Messina“ entstanden während der Theateraufführung am 7. Januar 1879. Die Kritik erschien am 9. Januar 1879 in der Vossischen Zeitung (Nr. 11); vgl. Bibliographie, Bd. 1, Nr. 3645.Vgl. Knudsen 1942, S. 233, Fußnote 458: „Fontane verwechselt hier Bohemund mit Berenger. Außerdem vertauschte Fontane hier versehentlich die Namen der Darsteller, wie es sich auf dem Theaterzettel [...] ergibt.“Vgl. Knudsen 1942, S. 234, Fußnote 459: „Isabellas Worte lauten an dieser Stelle: ‚Durch alle Meere setzt dem Räuber nach Erobert euch die Schwester!‘“Vgl. Knudsen 1942, S. 234, Fußnote 450: „Im gedruckten Text heißt es: ‚Du warst – bei meines Vaters Leichenfeier?‘“. Vgl. auch Fontanes gedruckte Kritik in der VZ, 09.01.1879, Nr. 11. Vgl. Knudsen 1942, S. 234, Fußnote 461: „Die betreffende Textstelle der Isabella lautet: ‚O himmlische Mächte, es ist mein Sohn.‘“Vgl. Knudsen 1942, S. 234, Fußnote 642: „‚Wen, Mutter, sagst du, hab’ ich dir gesendet?‘ lautet die Textstelle Don Cesars.“Vgl. Knudsen 1942, S. 235, Fußnote 235: „Fontane meint hier wohl folgende Zeilen im Dialog: ‚Ist sie wahrhaftig seine, meine Schwester, so bin ich schuldig einer Greueltat, die keine Reu’ und Büßung kann versöhnen.‘“