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D3beta

1864September

  • Jütland vo
    Viborg und Aar-huu
    bis Kolding
  • Schleswig. Flens⸗bur
    . Parthie nac
    Alsen. Huſum
Th: Fontan
Lageplan des Schlachtfelds; Veile (dän. Vejle)Veile(daenAVeile. Schlacht u. Rückzuauch Rückzu(Haupt-RückzugslinieRückzuFlankeangriffSandweg hügelan; eine Frontangriffslinie des OſtreicheChauſſée nacHorſenChauſſée nach HorſensViborVeil

Rückenangrifvon a uund her einenſtieauf ſchlechte gDeckungc. d. war vorzüglich gedeckdurch SchützengräbenBaumverhaue, BaumSchützenſtände etc. ebenſbei e durch Artilleridie den Angriff auf cd. e.beſtrichAber ein Flanken⸗ reſp

Fridericia.

Auf dem Markt⸗ oder Kirch⸗plat in der NäheMitte der StadKirche (1747) mit einem ächten Feſtungs⸗ Thurm degerade nur die Höhe des Giebeldachs hat, das ihn, von deAngriffs⸗Seite her, deckt ununſichtbar macht. Druherum Kirchhof
Auf dem Platz, linkneben der Kirche, durch Kirch-ho davon getrennt, ein ungewöhnlich ſtattliches Rathhaus (1860)halb Rundbogen, halb gothiſchalles brick, ſehr hübſch, wenThur1827 auch in der techniſchen Ausführung nicht ſauber genug
General Bülow’s Denk-ma zwiſchen Kirche unRathhaus, vor dem Kirchhofsgitter
Hoher Granitſockel, darauBülows Bronce-BüſteFront-Inſchrift
General-LieutnantF. R. H. Bülo

Leierherren
Fridericia-Slage
d.dender 6. Juli 1849

(weit darunter)Hans Stöv hviler pa
Dybboel Kirkegaard Links: foedt i Nustruved Gram d. 4. Febr: Februar 1791
Das Ganze eine gute Arbeit
Die ganze Stadt ſo rechum bombardirt zu werdeniſt ſie weg, ſo iſt ſie weg

Gleich am Haupt⸗Eingangstho von Veilund wahrſcheinlich auch voKolding her, ſteht aueinem Platz gegenüber deThorwache „der tappreLandſoldat als ſolcherals Collektivum
Die Arbeit iſt gutwie man auch politiſcdarüber denken mag
Er ſcheint mir anderthalLebensgröße. WaffenrockKäppi, Säbel am Bandelier, in der Linken daGewehr, in der Rechteden eben (am 6. Julierrungenen Lorbeerzweigſo tritt er mit deeinen Fuß auf den demontirten Mörſer deGegners. Sockel (mittelhoch trägt nur in Goldbuchſtabedie Inſchrift: 6. Juli 1849Sechs Mörſer ſtehen druherum und bilden eine Einfaſſung
Die Stadt liegt aeinem Abhang, (nicht aueinem Hügel) der von Weſtenach Oſten zu, zum Belt hinabfällt. Die Straßen ſinquadrirt, ſehr breit angelegt, kleinleichte Häuſer. An der Oſtſeitein künſtlicher kleiner Hafenwie ein Dock. DiInſel gegenüber (Fanö oder Fühnen?doch ein tüchtig Stück entfernt, ſo nah das alles auc erſcheint. Uebergang wäreine harte Nuß geweſen
Stadtplan; Fredericia, FridericiaFredericiaFridericiaFredericia. InſehübſcheHauunteBäumen S.
SüdSüden
MarktplatH. HôteWall und GrabeWind⸗mühlWall und Grabe N.
NordNorden
BeltErdwalHöheErdwalHauptstraßeHabc
    a. Kirche b. Bülow. c. Rathhaus

Mittwoch d.
dender
21.
September
Sept:

Um 4 auf, um 5 von Vi⸗bor nach Aarhuus. Man bleibaber halben Wegs über 1 1/Stunde liegen (StatioLangaa, wo Falckenstein diEiſenbahnbrücke über die Gu⸗dena ſprengen ließ) unkommt deshalb erſt gege10 Uhr nach Aarhuus. Idieſer Beziehung liegt alleim Argen; zum Theil iſdie alte Ordnung, zum Theiauch wohl die neue Unordnung daran Schuld. In mei⸗ne Coupe ſaß möglicherweiſ Juſtizrath BlaunfeldtEr ſah bedenklich aus. Juſtizrath war er; ſeimn Namwurde halb verſchluckt; ſpätehörte ich Blaunfeldt ſeda. Es iſt alſo wohl möglich; auch ſprach er mit ſeinevis à vis beſtändig Politik
Aarhuus ſcheint einArt jütiſcher Reſidenz. Es iſentſchieden großſtädtiſcher alAalborg, das vielleicht ebenſgroß iſt, aber doch ganAußenpoſten iſt, Hauptoreines entlegnen Landestheilsnicht des Landes (Jütland) ſelbſtAarhuus hat doch einigermaße eine centrale Lage
Die Stadt voller Preußen52. Regiment (Guſaben, Sorau etcet ceterablaue Huſaren (Weſtphalen, ſchönLeute) einzelne Exemplare deGarde-Regimenter und der Branden-burger Küraſſir, ferner Artilleriund Train
Gang zum „Graver“. Seiälteſter Sohn Lehrer in Bauſeit ganz Kurzem entlaſſen. Eijüngrer Sohn führt mich in deDom und iſt ein ausgezeichneteFührer; erzählt mir eine Mengniedlicher Geſchichten
Gang durch die Stadt. ZuTable d’hôte; großes Schweigewie immer. Geſchlafen. Spatzirgan am Strande. Die Lage ganwie Freienwalde, unmittelbavor der Stadt wenn manach Falkenberg fährt. Untedie Stadt, dann gebuchtetHügel, ein ſchmales VorlandChauſſée, Meer, jenſeits diHügelufer von der Halbinſe..... und von der InſelSams. Ein ſchönes BildZurück ins Hôtel. GeſchriebenIm Hôtel war, glaub ich, daGemeinHaupt-Quartir Falkenſteinsden jungen Grafen Hardenberſah ich zum Pferde, ſonſt niemand bekanntes. Die Leutnants, ſtattliche Leute, charmirtedie Schankmädchen und ſchienen kreuzfidèl

Donnerstag d.
dender
22
.t
September
Septmbr.

Früh auf. Um 8 mit dePoſt nach Veile. Erſte StatioSkanderborg; hier 4. Gardere⸗Regi-men getroffen und einige Leutgeſprochen. Zweite StatioRandHorsens. Dies hat eineAnflug von großſtädtischem Lebeneinzelne große Kaufmannshäuſer, großes Zuchthaus (neu) etcVon Horsens nach VeileSehr ſchön gelegen; miBuchengehölz bewaldete HöhenVeile-Fjord, Wieſenland, diStadt
Im Gaſthof einen Führegenommen, der mich auf da kleine Schlachtfeld führte. (Siehe das 1. und 2. Blatt). DiStadt ſelbſt ein Neſt. U5 in einem „open Vognnach Fridericia. Die Landſchaftnamentlich auf der erſten Hälftdes Wegs, ſehr hübſch. Gege8 in Fridericia, wo diOeſtreicher (wie immer Donnerſtagseinen Zapfenſtreich brachtenHöchſt mangelhafte Bedienungdas Thürloch von NoNumero 6. ZAbend gegeſſen. Zu Bett

Freitag d.
dender
23.
September
Septmbr
.

Früh auf. Gearbeitet; geſchrieben. Gang in die Stadund um die Stadt. Die Breit des Belts, das gegenüberliegende Fühnen; die Stadſelbſt ein breitſtraßig angelegteNest. (
Vergleiche
Vergl:
die inFridericia gemachten Notizeauf dem 4. Blatt
und so weiter
u. s. w.
).Um 2 Uhr mit Retourkutſche nach Kolding; audem Bock, neben dem Kutſcher, ein Danebrogmann. Dizahlreichen öſtreichiſchen Fuhrwerke mit Tonnen, Kiſten und Kaſte(Uniformen, Reis, Kaffe, TabackWein). Die Landſchaft, wenman bei Gudsö und an der Kol-dinger Buch den Berg hinauffährt, wunderſchön, noc ſchöner als bei VeileUm 5 in Kolding. Abedie Poſt geht nicht, ſondererſt am andern Morgeund ein Zimmer iſt in deüberfüllten Gaſthof nicht zhaben. Ich muß in deGaſtſtube auf einem Sophſchlafen, warten bis allGäſte fort ſind und bidoch ſehr müde
Bei Abendſchein Ganin das ausgebrannte KoldingerSchlo, eine wahre MuſterRuine, in VunregelmäßigeViereck, an der längſteSeite gegen 90 bis 100 Schrit lang, an der andern gege70 Schritt. Die dicken Mauerdrei Stock hoch, ein maleriſcheresr, oben halb weggebrochener Eckturm (
Nord West
N. W.
)von gewiß über 10Fuß Höhe überragt daGanze. Zu Füßen, nacSüden hin, die Stadt; diWallgräben etc. noch ſichtbar
Von 7 bis 10 in deWirthsſtube; anfänglich furchtbarLangeweile, zuletzt amüſirt übedie Unterhaltung die 5 öſtreichische Unteroffiziere und ein
dito
dto
Wacht-meiſter führten. Urtheile über Preußeund Oeſtreich. In einem großen Saa auf zwei Bänken und eineMatratze zu Bett. Im Vorzimmer 2 ſchnarchende Oeſtreicher

Sonnabend d.
dender
24.
September
Septmbr.

Um 6 sollte die Poſgehn, doch ſchlief nocalles im Hôtel. Glücklicherweiſe um 5 1/4 aufgewachtDie Poſt, die um 6 geheſollte, ging aber erſt nac6 1/2. Es bummelt ſich alles ſzurecht. Mit 2 Huſarenoffizieren zuſammen bis Rothen⸗Kru, der eine Rittmeiſtevom 8. der andrRittmeiſter oder Premier voden Garde⸗Huſaren. Gut unter halten. In Hadesleben gefrühſtückt. Um 1 in Rothen KrugMittheilungen über Jütland. EiBauernland; Beſitz, Wohlhabenheitaber wenig Bildung, Regſamkeit unEnergie; viel vis inertiaeEinzelne große Beſitzungen, diwohl nach hunderten zählen mögen, aber wenige davon iHänden des Adels, der hiegar keine beſondre Rolle ſpieltGroße Beſitzer ſind GrafFries oder Frii auf Friesborg, Schimmel-man, Scheel (bei Randersund wahrſcheinlich ein Dutzenandre. Am beſten war diBehandlung in Randers Horsens, danAalborg, Aarhuus; am ſchlechteſte in Randers
Ankunft in Flensburbald nach 3 Uhr. IRasch Hôtel. Schlechtes ZimmerGeſchlafen. Um 7 aufgeſtandenBriefe geſchrieben. Thee getrunken. Um 11 zu Bett

Sonntag d.
dender
25.
September
Septmbr.

Brief geſchrieben. AngezogenAuf die Poſt. Spatzirgandurch die Stadt und auf deKirchhof. Table d’hôteDrDoktor Lucae auf der Straßgetroffen; mit ihm flanirund Kaffe getrunken. Zeitung geleſen. An Storund Emilie geſchrieben. Gepackt

Montag d.
dender
26.
September
Septmbr.

Früh auf. Mit de„Diana“ (wie von Kopen-hage aus mit deAnagramm davon „Dania“nach Sonderburg, Danigeht von Kopenhagen nacAalborg, Diana voKorſör nach Flensburund legt in Sonderburg anReizende Fahrt. HolnisBrunkenis, BroackerThürme, Wenningbund unGammelmark; in gute 2 Stunden in Sonderburg
Am Werft von Flens-bur war der Abſchierührend, den die nach Kopen-hage zurückkehrenden däniſcheFlensburger von ihren Freunden nahmen
Hotel Hamburg. 9Häuſer zerſtört; man bauwieder auf. Poſt zwiſcheNorburg, Auguſtenburg, Sonder-bur, Flensburg. Gefrühſtückim Hôtel. Mit DrDoktor Lucae unLDrDoktor Münnich Fahrt durcAlſen (BUlkebüll, BagmoſeKjaer, Auguſtenburg). Schloß und (S.Siehe 8. S.Seiten weiter.)
Umgebungsplan; Sonderburg (dän. Sønderborg)Sonderburg(daenAAlsen (dän. Als)Sonderburg. SatruSonderburg
    a. Sandberb. Satrupholc. Arnkied. Rönhofe. Fohlenkoppe
  • f. g. h. Kjaer. Bag⸗mos. Ulkebüll
Dieſe drei hängen faſzuſammen; Ulkebüll iſein leidlich hübſches Dormit hübſcher Kirche unmuß nördlich voc liegen dito Kirchhof. Dort waauch ein däniſches Barackenlager mit in denen man allerhand Erfriſchungevorfand
Im Norden von Satrupholz ſteht eine Ziegelein einer Lichtung; ſie ſchließdas Gehölz anab; hierdorſetzte Lucae über, äußerſtelinker Flügel der 24 er
Dann, mehr nach Nordezu, ſtanden die 64 er
Die 24 er reichten, alſie drüben ankamen, geradbis an die Südliſière deFohlenkoppel, ſäuberten da Kornfeld und ſchwenkten links ein (ſüdlichin verſchiednen Zügen unjagten nun den Feind
Die 64⸗der dagegegingen nördlich von deFohlenkoppel oder an ihreNordecke über, ſchwenktelinks und gingen nudurch die Fohlenkoppevor. Hier fiel GrafMalzah
Die 24 er kameerſt bei Kjaer und Bagmosſtark ins Gefecht; Goer-ſche führte hier da Bataillon und es ſchwankteine Zeitlang
VorHinter Ulkebüll ſammelteſie ſich, ruhten ſich auund gingen dann auSonderburg zu
Die Fohlenkoppel iſein hübſcher Elſen⸗, unBuchen⸗undWald. Ebenſdas ſchräg übergelegenSatrupholz
Rönhof erhebt ſicſchon wieder; es beſtehaus 3 oder 4 ſtattlicheGebäuden
Die Weſtphalen (55ergriffen von Süden heins Gefecht ein, löſtedie 24 er ab, auf diſie ohngefähr bei Ulke-bül ſtießen und ſetztenun ihrerſeits die Verfolgung der Dänen fortMehrere Weſtphalen ſinauf dem Kirchhofe vonUlkebül begraben
Das Ufer iſt wifolgt
20 bis 30 Schritt flachDann ſteigt eine Hügel wadnd, ziemlich ſteilbeinah unmittelbar aufEin eigentliches Vorlaniſt nicht; höchſtens 10–1Schritt breit an einzelneStellen. Hier mußten diDänen in Gräben odehinter Schanzkörben ſtehnDoch ging das wohl nicht
Die ſteile Wandung iſohngefähr 20 Fuß hochSchützengräben liefen obehin, dann und wanBatterien, vielleicht oder 4. Die Dänen mußtein dieſen gut angelegte Schützengräben bleibenſo konnten die Preußebei guter Vertheidigung nichhinauf. Sie verloreaber den Kopf und liefedavon
Von der AuguſtenburgerFöhrd aus beſtrichedäniſche Schiffe Fohlenkoppeund das ſüdlich daran gelegene Terrain Schloß und Park von Au-guſtenbur und das Palaisder Herzogin⸗MutteUm 7 wieder in Sonder-bur; geplaudert; Thee unLaMadeira-Grog. Um 1zu Bett, in einem ödeZimmer mit einem ſchläfrigen Bet

Dinstag d.
dender
27.
September
Septmbr

Um 5 auf. Um 6 Rückfahrt nach Flensburg; Poſmit 2 Beichaiſen. Vorhedas Sonderburger Schloß beſucht unden Gefängnißthurm Christians II Ein Zimmer etwa 78 Fuim Zirkel-Durchmeſſer. Eizugeſchrägtes Fenſter, von nu3 Fingerbreit LichtflächeDer ſteinerne Tiſch, denſſePlatte er dadurch abſchliff, daß e17 Jahr lang mit der Hanam Tiſch drum herulief, befindet ſich in Kopen-hage. Das Ganze ein troſtloſer Aufenthalt. Die Landſchaft ſehr reizend. Rückfahrüber Düppel; alleſchon wieder in Friedensgewand; nur Grabkreuze undie Pulverkammern. Um 11 iFlensburg Im Hôtel alles abgemacht. Gefrühſtückt: holſteinſche AuſternAuf der Poſt Briefe von Emiliund Storm in Empfang genommen. Um 3 Uhr Abfahrnach Husum. Von Storund ſeinen 2 älteſten Jun-gen am Bahnhof erwartetHusum und Storms Hauſehr nett. Jahrmarkt; diStadt flaggt. SpatziergangBei Storm geplaudert unfeierlich in Cap ConstantiGeſundheiten ausgebracht. Nac11 ins Hôtel

Mittwoch d.
dender
28.
September
Septmbr.

Dünth.

Feldzeugmeiſter⸗ oder Gammelmark Batterie
Wrangel, ſteifbeinighöchſt vortrefflich
Kronprinz, Prinz Karl, öſtreichiſche Offiziere, Adjutanten, Ordonnanz (KüraſſirBrief bringend
Landſchaftlich ebenfallvon vorzüglicher Treue. Wenningbund, Alſenſund, das brennendSonderburg, das rothe Schloßdie Schanzen erkennbaeine Pulverſäule in großer Selbſtbeſchränkung, ohne viegeben zu wolleniſt hier mehgegeben, als iden andren BildernNichts Ermüdendeoder Erdrückendesnur gerade genuum die Phantaſianzuregen und diBilder heraufzuführendie u hier nichſind. (Dies anders)

Kretschmer.

Colomier, RoosBlumenthal, WitzendorfHindersin, v. ArnimFüſilier Karvzewski vo18. Regiment mit deeroberten Danebrog. Kamekim Vordergrund wird fortgetragen. Kugel, Granatgeſchoſſe, Sand(?)ſäcke, Blutzerſchoſſene Kanonen, todtDänen etc
Es iſt ein Erinnerungsblat gleichſam ein rotheStrauß; der die Blumdes Tages in eineStrauß zuſammenzubindetrachtet. Hierin und ider Portrait-Aehnlichkeivielgenannter Perſonen liegedie Meriten
Aber es hat nacunſrem Dafürhalten zweFehler, von denen wir dahigeſtellt ſein laſſen, welchemißlicher iſt, es iſnutzlos unſchön und eswen man uns mit denblutigen Wahrheit kommtſo verweiſen wir auden zweiten Mangel – efehlt dieſe Wahrheit
Kameke vom 35teMeiſt Rothklappen daKarczewski gelb KlappUnd doch wird nochunmittelbahinter der Schanze gekämpftes ſoll alſo ein Momenſein, wo dies alles nocnitcht beiſammen war

Camphausen. Parade.


Feld bei Potsdam, Garniſonkirche, Windmühle, dieaBataillon Garde rückt an, der Prinv. Preußen führt es, Sponton in Hand; in langeLinie, in der Flanke deheranrückende Truppen hälder König mit ſeiner SuiteGeneralmajor lieutnant Scipio v. Lentulus– lieutnantChef des Reg: LübRegiments Lübbener Küraſſire v. ZietenKriegsminiſter v. d. Schulenburgv. Prittwitz Chef des Reg.Regiment Gensdarmes.Generallieutnant v. Möllendorf,Gouverneur von BerlinPrinz HeinrichGenSebaſtian v. Bellin dann eine altmodiſche, reichKutſche mit Prinzeſſinneund Hofdamen, Pagen unOffiziere
Erinnert an Cunning-ha. Hat vielleicht iEinzelnen Meriten, abees iſt weniger maßvoll unſchließlich au fond ebenſo langweilig. Es muß auch ſolchBilder geben, aber madarf nicht vergeſſen, daß ſinur bedingungsweiſe in diKunſt hineingehören. Eiſt ein Ueberſchuß von Proſdrum ’rum
Camphausen. LeutheDer Vorgang iſt ſglücklich wie möglichwenn wir maüber die Frage hinweggehwie viel Berechtigung dieſDinge überhaupt habenEs miſcht ſich hier ausnahmsweiſe viel SchönesPoetiſches, DarſtellungsBerechtigtes ein
Ein glänzender Sieunsrer Fahnen, KircheKirchhof, Wachtfeuer un das Ergreifende deanekdotiſchen Herzogſelbſt, der den großeVortheil beſitzt, daß ihn jedekennt und daß lange Erklärunund Erzählung nicht erſt nöthiiſt
Aber die Aufgabe iſt nichglücklich gelöſt, es macheinen utnerquicklichen Eindruck, unſre Seele ſteignicht mit an in deChoral, wir ſie liegdarnieder unter dem bleigrauen Nachthimmel un wir ſehen in diHöhlungen (?) der Blechinſtrumente und in digeöffneten Mäulehinein, aber nichin die Herzen. Wibleiben kalt
Es iſt einfach daß daBild nach Seite der Compoſition, der Zeichnung, vielleicht ſelbst der Charakteriſtieinzelne Meriten hat, abees iſt total verunglückin der Farbe. Und wiglauben es könte ander ſein. Nach unſrem Gefühfehlt dem Bilde rothund mit dem Roth diFarbe des Lebens. Wdas Licht nicht hinfällda iſt alles blaugrau, wes hinfällt, da ist allegelb. Und das einiſt ſo unſchön, ſo ſchattenund ſchemenhaft widas andre. Es iſt vielleichabgelöscht, aber das ändernichts an unsrem UrtheilEs iſt wie Transparent-OelpapierIn einzelnen Köpfen ſpiegelt ſich die Andacht gut, andrſind Carrikatur und wirken komiſch

Fritz Schultz. Mont-martr

Der Herzog intreſſantAber das genügt nichtWir wiſſen, die Preußehaben den Montmartrerſtürmt; der Künstleſoll uns mehr gebeals eine farbenbuntErinnerung daran. DiUniformen, die KnubbelGeſichter der Landwehrdie Todten, die Gefangnendas alles genügt nichund das hat F. S.Fritz Schultz ſelbſ wohl gefühlt. Mit ihviele andre SchlachtenmalerEs wird nun geborgbeim Humor und beder Sentimentalität. Abebeides iſt verunglücktDa ſitzt ein Tambourdumm, und hält die erbeutete Ticketacke anUOhr; in der andren eineSchnappſack und Kante BroteDaneben ein andrer, er ſitzund hat eine dicke Backentweder vom eſſen odevon Zahnſchmerzen, ſ ähnlich andre GruppeDann der Bleibtreuſche grüne Jäger Jüngling. Aber Bleibtremacht ihn beſſer; dieſeſieht ſo malkontenaus, als habe er ſicaus Hypochondrie miden Franzoſen geschlageund nicht aus Enthuſiasmus. Wenn F. S.Fritz Schultauf Versailles verweiſtſo ſage ich die Sacheſind auch langweilig, abe ſie ſind doch ueine Nuance feinerMende. Eiſt faſt nur ein Portraitkündigt ſich auch ſo aniſt aber ſo aus deSituation herausgemalberührt ſo lebenswahrder Schneeſturm gegen deſich alles ſchützt und denur der Prinz und ſeiprinzlich Thier offeentgegenreiten, daß efaſt wie ein hiſtoriſches Bilwirkt
Camphausen. Savoyenund Friedric
Delfs. Katzbach
à la Bleibtreu. Zeitlicgut, aber etwas zgroß in der Figuund dadurch ſchlechterBei Bleibtreu gehalles in der Ganzheit unter, man freuſich dieſer und giebdie Details dran. Hiedrängen ſich die einzelnePerſönlichkeiten zu ſeh in den Vordergrund und dadurcbüßt der Geſammtzug einohne daß die Einzelheitedurch denie größren RuDimenſion die ihm gewährwurde, viel genommehätte. Gegentheils

Fritz Schultz.

Seine große Unſebſtſtändigkeit. Mahnt an de
Franzoſen
an Bleibtreu
an Camphauſe
an Menzel oder Forst mann, der dealten Fritz mitden Windſpielen imPark von Sansſoucgemalt hat. Hieiſt nur der Bittſtelleneu
und
u
der taugtnichts, iſt Karikatur
Waterloo ganCamphauſen. Blodie Stellung vertauscht debeiden Figuren. „Nda biſt du ja endlichund breitet die Arm aus, als wollte eeine alte Tante empfangeRechts⸗ und links Preußeund im Hintergrund Schotte
Wie ſehr es dieſeSachen gebricht erkennman, wenn maan Hünten’s einfachesBil herantritt. SoldatenBauer, Ochſen, Ackeranſpruchslos und wie unendlich überlegen

Bei Camphauſe
Wellington linksBlücher rechts
bei Fritz Schult
Blücher link
Wellington rechts
Händeschüttel
UmAusgebreitete Arme
Schotten und Preußevor
Preußen vorn unSchotten iHintergrund
In Kunſt wie Lebereizt das einzelne, devielen. Wer damianfangen will, Maſſezu beherrſchen deſcheitert
Frühstück 53
Hamburger
Hamb:
Schilling.
Kaffe 14
Bier 10
Doktor
Dr
Lucae
15 Schilling + 3
Reichstaler
30
Schilling
Sh:
.
4
Reichstaler
5 Schilling.
Th: Fontane 4
Reichstaler
Rthr
5
Schilling
Sh.
    DrDoktor Münnich empfängt noc5 Sh: Schilling von mir
    1 Reichstaler 15 Schilling3| 77 |12
    11
    52
    2
Nicht ermittelt.

Wäsche in Flensburg.

    3 Taſchentüche2 Nachthemde1 Taghem1 Kragen

Dänische Bilder.

Unterſchrift: däniſch, franzöſiſch, engliſch
  • 1) der Sieg bei Miſſund
  • 2) der 4. Oktober 1850Defense de Fredericks-stad
  • 3) Der 6. Juli 1684Der Sieg bei Friderici
  • 4) der 25. Juli (?) 18495Der Tag von Idstedt
Dazu der „tappre Landſoldatin Fridericia und dander Idſtedter rothe Flens-burger Löw
SchroederSchroederTopographivoSchleswig

Frederiksborg Slot.

  • links: Heinrich Hansepinxit – A. Nay lithographirt
  • rechts: Emil Baerentzen& Co lithogr: lithographisches Inſtitu
  • Unten: Emil Baerentzen & CoCompagniForlag eneberettigt
    Länge. 1 Buch und 3/4Höhe. 1 Buch und 1/4

Die maleriſche Lage, die Trauereſchen, die reichen GitterKreuze, Stein, Obeliskeund Marmortafeln. Geſchichtdes Krieges und Landeseit 1848
    Aarhuus.a) Clemens Kircheb) Emilie Rodsteenc) Jürgen Ebbesen
  • d) Der Apotheker und ſeine 7
  • e) Manderup Parsberg der deTycho die Naſe abhieb
  • f) Erich Podbusk (Marmorund Biſchof Podbusk
  • g) Hedwig Margarethe Lasso
  • h) Das Modellſchiff und deDanebrog

FlensburgHinterm KirchhofErholungKegelbahn vo C. Dad.
Bei Beſchreibung der guten Lebensweiſe, der abealles Elegante fehlt auch anführen
  • 1. Das Geſchirr nach Topfbinderart und miangelöthetem Knopf. (faſt überall
  • 2. Das Geſchirr alles fremdländiſchengliſch, holländiſch, deutſch
  • 3. Meſſer und Gabel werden wie bei allen Culturvölkern gewechſel(bei uns noch Barbarei in dieſePunkt) aber alles iſt ſchlecht unkaum ſauber
    • 4. Wäſche, Gardinen, Tiſchzeug allegrob, kaum ſauber. Im Phoenix erhielich zweimal alte Servietten, wamich an die Tage von Rasch und iCafé Belvedère erinnerte
  • . Das berühmte Zimmer NoNumero 6 inFridericia mit dem räthselhaftedrei Finger breiten Loch iForm einer Keule. Wie ſichaufklärte